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#605586 - 25.03.10 11:24
Meine Reise entlang der norwegischen Küste
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Hallo, nachdem ich mich hier in der letzten Zeit etwas rar gemacht habe, möchte ich euch nun, habe das bei der Tour vom Peter durch den Pott bereits versprochen, an meinem gerade beendeten Urlaub in Norwegen teilhaben lassen. Ich war vom 27.02. bis 10.03. mit der MS Nordlys von Bergen nach Kirkenes und wieder zurück unterwegs. Samstag, 27. Februar 2010, Tag 1Recht früh, für meine Verhältnisse, mitten in der Nacht, bin ich um 06.06 mit der RB von Schwetzingen nach Mannheim gefahren. Mein Vater hat mich dankenswerterweise zum Bahnhof gebracht. In Mannheim dann Umstieg in den ICE. Nach kurzer Fahrt über die mir natürlich in allen Einzelheiten bestens bekannte Strecke, habe ich bereits eine Stunde nach dem Start um kurz nach 7, den Frankfurter Flughafen erreicht. Schnell eingecheckt und mich damit des Gepäcks entledigt. Dann hatte ich noch jede Menge Zeit, da mein Flieger erst um 10.30 Uhr starten sollte. Deshalb bin ich dann erst mal ausgiebig frühstücken gegangen. Mein Flugzeug stand auf einer Außenposition und deshalb wurde erst Mal Busgefahren. Pünktlich ging es dann los.  Nach dem Start ging es dann bei gutem Wetter nordwärts.  Blick auf einen großen Fluss...  ...die Elbe??? Später kamen dann Wolken, was wieder ganz andere Eindrücke bescherte:  Beim Anflug auf Bergen riss dann glücklicherweise die Wolkendecke auf und die folgenden Bilder wurden möglich:  Sehr pünktlich kam ich in Bergen an und es dauerte nicht lange, als mein Seesack als allererstes Gepäckstück vom Band lief. Danach traf ich dann sofort auf meinen Transfer zum Hurtigrutenkai. Da ich der einzige Fahrgast war, ging es auch sofort los. In Bergen gab es unvorstellbare Schneemengen und wäre mein Reisebeginn wenige Tage vorher gewesen, hätte ich doch erhebliche Schwierigkeiten bekommen. Ich war sehr zeitig am HR Terminal, wo ich mich sogleich des Seesacks entledigen konnte. Da das Wetter gut war und ich noch jede Menge Zeit hatte, ging ich sofort in die Stadt. Unterwegs hörte ich dann das Typhon der einlaufenden NL. Eigentlich wollte ich das Einlaufen im Bild festhalten, was aber beim momentanen Standort inmitten der Stadt leider nicht möglich war. Immerhin: Das Schiff war schon Mal da. Mein Weg führte mich zunächst zum Fischmarkt, dabei war die Sicht auf Bryggen leider durch ein Kümo und ein kleines ROro Schiff  sehr eingeschränkt. Nach einem kurzen Blick zum Fløyen  erreichte ich schließlich den Fischmarkt. Dort gab es allerlei leckeres aus dem Meer:  Als nächstes war für mich, als Segelschiffsfan, ein Besuch der [url='http://de.wikipedia.org/wiki/Statsraad_Lehmkuhl']Statsraad Lehmkuhl[/url] obligatorisch. Nach einem kurzen Abstecher nach Bryggen, quasi im Vorbeigehen  ,...  ...wollte ich bei diesem Wetter unbedingt auf den Fløyen. Da ich nicht völlig verschwitzt am Schiff ankommen wollte, habe ich mich gegen den Fußweg nach oben entschieden und habe die Weicheimethode mit der Bahn gewählt. Oben sind dann die folgenden Bilder entstanden:  Nun wurde es langsam Zeit, wieder nach unten zu kommen. Das ging mit der Bahn wieder sehr schnell. Sofort ging ich mit erhöhter Geschwindigkeit zurück zum Terminal, wo ich dann auf die Seebären, Hamburgerin, sowie die restliche Clique traf. Schon bald ging es an Bord, wo ich sofort die Cruisecard freischalten ließ. Als nächstes stand dann der Erwerb des Kaffeebechers auf dem Programm. Der Anblick des Bechers ließ mir allerdings dann das Blut in den Adern gefrieren. Es gab nur ganz simple 08/15 Becher o h n e jegliche Beschriftung. Eine absolute Frechheit, hatte ich mich doch gerade auf einen Becher der NL, dessen Modell bei mir zu Hause in der Vitrine steht, ganz besonders gefreut. Da war ich sehr enttäuscht. Als nächstes stand dann der Einzug in die Kammer an. Das sollte sogar bereits 30min vor Plan möglich sein. Allerdings ließ sich absolut keine Kammertüre öffnen und so standen wir alle im Gang vor verschlossenen Schotts und schauten blöd aus der Wäsche. Offensichtlich war das ganze Computersystem abgestürzt. Schließlich wurde mit Universalschlüssel geöffnet und wir mussten alle zur Rezeption, um die Bordkarte neu zu programmieren. Vor dem Nachtessen ging ich noch Mal schnell an Deck und machte noch ein Bild über die Achterkante über Bergen.  Nach dem Nachtessen richtete ich mich in meiner Kammer, ich hatte die 340 an Stb., häuslich ein. Für mich der absolute Luxus. Dusche und jede Mege Spindraum. So etwas bin ich von meinen Segelreisen auf [url='http://de.wikipedia.org/wiki/Amphitrite_%281887%29']diesem Schiff[/url] oder meiner Marinezeit absolut nicht gewohnt. Als es dann völlig dunkel war, habe ich mein Stativ geschnappt und habe noch einige Nachtaufnahmen gemacht:  Dabei wurde der Turm auf dem Ulriken in den verschiedensten Farben angestrahlt:  Bei diesen Nachtaufnahmen traf ich dann ganz überraschend auf Kranich nebst Ehemann, ein sehr nettes Paar. Die Abfahrtszeit rückte immer näher, aber es tat sich absolut gar nix. Es wurden weder die Gangway, noch die Ladeklappen eingefahren, auch die Hauptmaschinen waren noch aus. Sah ganz so aus, als ob wir Bergen später verlassen sollten. Hoffentlich würde die Verspätung nicht zu groß werden, da ich am morgigen Tag in Ålesund unbedingt auf den Aksla wollte. Deshalb wurde ich etwas nervös. Es dauerte schließlich noch über eine Stunde, es kamen noch verspätete Reisende und ein so merkwürdiger Schlauch aus einem Tankwagen musste auch noch entfernt werden. Schließlich ging es aber doch los, mit über einer Stunde Verspätung. Zurück in meiner Kammer musste ich feststellen, dass mein Navi nur senkrecht direkt am Fenster Empfang hatte. Deshalb wurde das dort kunstvoll verkeilt. Erst am nächsten Tag kam ich auf die Idee mein Gorillastativ zur Fixierung zu verwenden. Es dauerte schließlich noch etwas bis ich fest eingeschlafen war. Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, Fortsetzung folgt.
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen |
Geändert von Jim Knopf (25.03.10 11:31) |
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#605587 - 25.03.10 11:26
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Sonntag, 28. Februar 2010, Tag 2Habe recht gut geschlafen und bin erst kurz hinter Måløy aufgestanden. Ein Blick aus dem Fenster ließ mich zur Eile treiben. Wir hatten das schönste nur denkbare Wetter. Strahlend blauer Himmel, die Sonne war gerade im Begriff über die schneebedeckten Berge hervorzukommen und Windstärke 0 und in Böen 1. Also etwas beschleunigt duschen und noch schnell vor dem Frühstück an Deck. Dabei entstanden dann die folgenden Aufnahmen:  Dann ging es erst Mal frühstücken. Dabei musste ich mit Entsetzen feststellen, dass es weder Nutella, was mir aber von vornherein klar war, noch den norwegischen Ersatz gab. Für "Süßfrühstücker" so wie ich es einer bin, sah das doch recht mau aus. Auch den Honig konnte ich erst nach längerer Suche bei den Kaffeemaschinen zwischen Teebeuteln entdecken. Immerhin als Lichtblick gab es ein reichhaltiges Angebot an Müsli und Joghurts. Auch eine große Auswahl an verschiedenen Käsesorten war vorhanden und die megaleckere Orangenmarmelade. Der Kaffee an Bord war allerdings unter aller Kajüte. Bei dem Reisepreis bin ich der Meinung, dass durchaus ein guter Automatenkaffee drin sein sollte. Darüber haben wir hier schon ausführlich diskutiert. Während des Frühstücks begann dann die Umrundung von Stad. War heute allerdings völlig harmlos. Bei dem tollen Wetter zog es mich auch schon bald wieder an Deck.  Es entstand auch eine Aufnahme des Werftschildes vorne auf Deck 5:  Wir hatten einen unverschämt tiefblauen Himmel:  Torvik erreichten wir nur noch mit geringer Verspätung.  Der Aufenthalt wurde verkürzt, so dass wir wieder fast Plan waren.  Auf dem Weg nach Ålesund sind dann die folgenden Aufnahmen entstanden, als erstes die [url='http://www.insel-runde.de/']Insel Runde[/url] welche durch die südlichste Brutkolonie der [url='http://images.google.de/images?hl=de&q=Papageientaucher&oq=&um=1&ie=UTF-8&ei=1haeS5mSM5CnsQbk_M2tBQ&sa=X&oi=image_result_group&ct=title&resnum=1&ved=0CBIQsAQwAA']Papageientaucher[/url] bekannt ist:  Kurz vor Ålesund gab es dann noch Mittag. Da ich doch recht spät gefrühstückt habe, hatte ich keinen großen Hunger und so begnügte ich mich mit etwas Suppe, etwas vom Fischbuffett, etwas Käse und Nachtisch. Während des Mittagessens hatte das Schiff in Ålesund angelegt. Ich ging beschleunigten Schrittes in meine Kammer, schnappte mir den bereits gerichteten Rucksack und los ging es. Zur Wegfindung zum Aksla war mein Navi wieder super. Weniger gut war die Wegbeschaffung nach oben. Zum Glück hatte ich mit die Spikes für die Schuhe von meiner Mutter ausgeliehen. Die Dinger sind zwar äußerst uncool, aber ohne wäre ich nicht nach oben gekommen. Da sind dann bei einem Spaziergang auf der Höhe die folgenden Aufnahmen gelungen: Für den Weg nach unten hatte ich, in der Hoffnung auf weniger Vereisung, einen anderen Weg gewählt. Aber auch dieser alternative Weg war in gleichem Maße vereist. Dank Spikes ging das aber auch problemlos. Unten war bis zur Abfahrt des Schiffes noch genügend Zeit für einen Stadtbummel. Hier einige Bilder mit dem obligatorischen Jugendstil: Jetzt ging es wieder zurück zum Schiff Auf der Weiterfahrt genoss ich dann das schöne Wetter ging in Molde mal kurz an Land. Nach dem Nachtesssen saß ich noch in der Cafeteria und machte einige Runden an Deck. Spät in Kristiansund ging ich nochmals an Land. Dabei sind die folgenden Aufnahmen bei Vollmond gelungen:  Anschließend bin ich dann zur Koje gegangen und schon bald friedlich ins Land der Träume entschwunden. Die Bilder sind durch Anklicken zum Vergrößern, alle Bilder gibt es hier, Fortsetzung folgt.
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen | |
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#605590 - 25.03.10 11:31
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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abwesend
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Montag, 1. März 2010, Tag 3habe wegen des spätabendlichen Rundgangs durch Kristiansund heute etwas länger geschlafen, so dass das Schiff bereits in Trondheim angelegt hatte. Ich hatte nicht die geringste Eile, denn zu einem Stadtbummel und Besuch der vor uns liegenden Richard With, würde die Zeit bis zum Auslaufen um 12 Uhr dicke reichen. So ging ich erst mal in die Dusche und anschließend ausgiebig frühstücken. Zu meiner Freude gab es heute auch Nugatti. Damit war der Tag dann gerettet  . Als ich dann das Schiff verließ und mich auf den weg zur Richard With machte, kam mir der Seebär bereits mit rotem Kaffeebecher entgegen. Solch einen Becher musste ich nach dem Desaster mit dem Kaffeebecher bei uns an Bord auch unbedingt haben. Der Seebär meinte noch, dass sich der Besuch der Richard With nicht lohnen würde da dort alles genauso wie bei uns ist. Nun ganz unrecht hat er da nicht, schließlich sind Nordlys, Richard With und auch die Kong Harald baugleiche Schwesterschiffe, welche sich nur durch geringfügige Details und der Farbgebung im Inneren voneinander unterscheiden. Hier Mal ein Blick über unser Schiff von der Richard With aus:  Noch ein paar Eindrücke von der Richard With:  Noch ein Blick über Munkholmen,  dann ging es in die Stadt. Erstes Ziel waren die alten Häuser am Nidelv. Weiter ging es über total vereiste Straßen. Dabei habe ich mich über die große Anzahl an Fahradfahrern gewundert, oder vielleicht doch nicht. Ich selbst bin nämlich absolut begeisterter Radfahrer und fahre bei jedem Wetter, auch bei Eis und Schnee. Dafür besitze ich extra Spikesreifen. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass man in Norwegen im Winter so viel mit Spikesreifen radfährt.  Über die Gamle Bybrua ging ich dann weiter zum Nidarosdom.  Schließlich ging ich dann wieder zum Schiff zurück. Ich hatte genug gesehen, schließlich war ich bereits das dritte Mal in Trondheim.  Als ich zum Hafen zurück kam, wunderte ich mich, dass die Richard With immer noch vor uns lag. Die sollte doch eigentlich schon weg sein!? Ich ging nochmals auf die gegenüberliegende Seite des Hafenbeckens. Dabei sind dann die folgenden Bilder der beiden Schwestern entstanden:  Pünktlich legten wir um 12Uhr noch vor der Richard With ab, da diese Probleme mit der Laderampe hatte.  Hinaus ging es nun in den Trondheimsfjord bei 0 Wind. Allerdings gab es neben Sonnenschein immer wieder Schneeschauer.  Beim Agdenes Leuchtfeuer...  ...wurde der Kurs von 330° auf 250° geändert. Wenig später wurde dann der Leuchtturm aller Leuchttürme entlang der Hurtigrutenstrecke passiert, nämlich Kjeungskjaer  Jetzt kam dann mit dem engen Stokksund der Höhepunkt des Tages. Da war ich natürlich durchgehend auf Deck 5. Aber zum Glück nicht nur vorne, sondern auch hinten, an der einen Seite und an der anderen Seite, einfach überall  Nach der Passage des Stokksund ging es durch zahlreiche Inseln und Durchfahrten. Zum Nachtessen ging es dann beim Feuer [url='http://www.leuchtturm-web.de/buholmrasa.htm']Buholmråsa[/url] auf die Folda hinaus. Da hat man bei einer langen faulen Dünung zum ersten Mal gemerkt, dass man sich auf einem Schiff befindet  . Allerdings war das so harmlos, dass es beim Essen keinen Schwund gab. In Rørvik kam es dann pünktlich und wie geplant zum Treffen mit dem ältesten Hurtigrutenschiff im Dienst, der Nordstjernen.  Nach diesem Höhepunkt ging ich noch ein wenig über Deck, nachdem ich das Ablegemanöver verfolgt hatte. Nach einem oder vielleicht waren es auch 2 Kaffe in der Kaffeteria ging ich zufrieden zur Koje. Gerade hatte ich alles seeklarzurück gemacht und mich so richtig eingekuschelt, da gab es Nordlichtalarm. Ich habe mich wohl in Rekordzeit wieder angezogen. Dass ich nicht gleich in Unterhose an Deck gerannt bin ist alles  . Immerhin war ich aber doch so vernünftig und habe mich richtig angezogen. Vorne an Deck war tatsächlich zwar ganz schwaches, aber immerhin Nordlicht zu sehen. Fotografieren ließ sich das allerdings leider nicht. War aber für mich trotzdem ein ganz tolles Erlebnis. Es war immerhin das erste Nordlicht, was ich in Natur sah. So nach und nach leerte sich das Deck wieder. Da es aber auch ohne oder nur mit ganz schwachem Nordlicht eine einmalige Stimmung da vorne auf Deck 5 war, habe ich gar keinen Gedanken daran verschwendet möglichst schnell in meine Koje zu kommen. Es war eine wunderbar helle Vollmondnacht bei fast absoluter Windstille. das Wasser war ölig glatt. Aufgrund des hellen Mondes und der verschneiten Landschaft war das alles so hell, dass man jedes Detail der Landschaft erkennen konnte. Voraus an Backbord erhob sich der Torghatten, der Berg mit Loch. Ich bin überzeugt, dass man bei diesen Bedingungen durch das Loch hätte sehen können. Leider wurde der Schlenker nicht gemacht, aber auch die Einfahrt nach Brønnøysund war einmalig schön. Ich bin vorne auf Deck 5 geblieben, bis der Dampfer in Brønnøysund festlag. Nun ging es aber endgültig in die Kiste. Zufrieden bin ich dann recht schnell in das Land der Träume entschwunden. Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, alle Bilder gibt es hier, Fortsetzung folgt.
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#605592 - 25.03.10 11:37
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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abwesend
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Dienstag, 2. März 2010, Tag 4Viel zu früh, fast mitten in der Nacht werde ich von der Durchsage geweckt, dass wir in wenigen Minuten den Polarkreis überqueren. Das ist mir doch egal, ob wir da gleich an so einem ollen Globus vorbeifahren. Entschuldigt meine Ignoranz  . Dummerweise hatte ich nach dem Nordlichterlebnis in der Nacht vergessen, die Durchsagen auszuschalten. Da ich nun schon mal wach war, habe ich mich aufgrund des guten Wetters entschieden, aufzustehen. So stand ich während des Passierens des Polarkreises in der Dusche. Anschließend ging es an Deck und ich lief Renate direkt in die Arme. Sie konnte überhaupt nicht verstehen, wie man an der Helgelandküste so lange im Bett liegen kann. Wenn sie wüsste, dass ich ohne der Durchsage wegen des Polarkreises immer noch schlummern würde. Hier mal ein paar Eindrücke von diesem wunderbaren Morgen:  Wenig später kam die südgehende Trollfjord entgegen. Hier habe ich das Ereignis auf Film verewigt. Leider ist die Qualität nicht so doll. Jetzt ging ich erst mal ausgiebig frühstücken. Da konnte das alles noch so toll sein, das musste jetzt sein. Nach Beendigung des Frühstücks wurde Ørnes angelaufen.  Anschließend machte ich es mir im Liegestuhl in der Sonne an der Achterkante auf Deck 5 bequem. es war einfach nur schön. Fast im Liegen sind die folgenden Aufnahmen entstanden:  . Es entstanden noch dieser, dieser, dieser und dieser Film. Schon klar, dass ich,als ich so faul im Liegestuhl lag überhaupt keine Lust hatte der Polarkreistaufe auf Deck7 beizuwohnen. Ich hatte weder Lust auf Eiswürfel im Nacken, noch auf nasse Klamotten. Ich hatte das bereits im Sommer 2006 auf der Kong Harald über mich ergehen lassen. So blieb ich schön in meinem Liegestuhl liegen. Vorteil war, dass die Decks so ziemlich leer waren. Während des Mittagessens erreichten wir dann Bodø. Hier hatte ich nicht die geringste Eile. Zum einen ist der Ort nicht besonders schön, zum zweiten war ich hier bereits vor 2 Jahren während meiner Radtour durch Norwegen das letzte Mal und drittens ist die Liegezeit mehr als reichlich bemessen.  Ich ging dann an Land zunächst Mal zur Gamle Salten Dabei sind mir dann wieder die zahlreichen Fahräder mit Spikesreifen aufgefallen:  Ich ging noch zum Rema und habe mir dort die leckeren Schokokekse besorgt und dann ging es schon wieder an Bord. Die folgenden Aufnahmen stammen vom Auslaufen Bodø: Dieser Film zeigt die starke Kursänderung von 250° auf 40° bei der Ausfahrt zum Vestfjord und den Lofoten. An Backbord tauchte dann wenig später die Insel Landegode auf: Nochmals ein Blick zum Festland:  Nach Passieren des markanten Leuchtfeuers Landegode ging es hinaus auf den Vestfjord.  Diese offene Seestrecke zwischen dem Festland und den Lofoten zeigte sich heute von seiner friedlichen Seite und lag glatt wie ein Spiegel vor uns. Dabei gab es dann einen wunderschönen Sonnenuntergang. Selbst das Personal z.B. an der Rezeption wohnte diesem Schauspiel durchs Fenster bei.  Während in Richtung Festland...  ...noch alles klar war, sah das Wetter in Richtung Lofoten...  ...gar nicht gut aus. Das hat mir doch ein wenig Sorgen, wegen der nächtlichen Raftsundpassage gemacht. Zum Nachtessen gab es einen kurzen Aufenthalt in Stamsund, dem ersten Hafen auf den Lofoten. Dort gab es wegen Niedrigwasser Probleme mit der Gangway. Außerdem wurde freundlicherweise der Antrieb nicht ausgekuppelt und die Propeller mahlten in der 0 Schubstellung mächtig, tief unterm Speisesaal, so dass da so ziemlich alles rappelte. Nach dem Nachtessen ging es an Deck. Ein Schneeschauer kam auf und die Sicht war fast 0. Trotzdem hielt ich Ausschau nach der entgegenkommenden Kong Harald. Leicht verspätet passierten wir sie dann, wobei drüben die hintere Toplaterne ausgefallen war. Das hat mich bei der Identifizierung etwas verwirrt. Als ich das wenig später bei "Live von der Reise" hier berichtet hatte, wurde angeregt dem Schiff diebezüglich eine E-Mail zu schicken  . Bald war mit Svolvær der Hauptort der Lofoten erreicht. Dort gab es nochmals einen kurzen Landgang.  Nach dem Auslaufen aus Svolvær gab es schon bald Nordlichtalarm. Sofort stürzte ich etwas beschleunigt an Deck. Hatte wegen der Raftsundpassage ohnehin vor rauszugehen. Jetzt gab es zum ersten Mal ein etwas stärkeres Nordlicht an Backbord über den Bergen der Lofoten zu bestaunen. Man war das toll. Nur Fotos habe ich da noch keine von hin bekommen. Außerdem kam der Mond auf der anderen Seite zum Vorschein. Ein richtig toller Vollmond. So habe ich mir diesen Streckenabschnitt schon immer erträumt. Es waren einfach ideale Bedingungen , zumal es völlig windstill war. Das Wasser war ölig glatt. Nur hin und wieder war mal eine Stromkante auszumachen. Allmählich näherten wir und dem Trollfjord. Ringsrum war von der Landschaft jede Einzelheit zu erkennen, vor allem die schneebedeckten Gipfel, welche über 1000m aus dem Meer ragen. Dann wurden von der Brücke die Suchscheinwerfer angestellt. Diese hielten die Einfahrt zum Trollfjord fest. So allmählich musste doch mal mit der Maschine runtergegangen werden, oder sollten wir? ! Das Schiff drehte wie im Sommer nach Backbord und fuhr einfach so in den Trollfjord rein. Mir blieb die Spucke weg. Das war alles noch viel imposanter als im Sommer. Das ganze sah noch viel enger und gewaltiger aus. Am Fjordende war sogar noch eine Eisschicht auf dem Wasser, welche aber von unserem Schiff problemlos beiseite geschoben wurde. Wahnsinn. Hier jetzt ein paar, allerdings wegen der fototechnisch widrigen Umstände, qualitativ nicht so gute Bilder. Ich denke man kann die Stimmung aber trotzdem ganz gut erkennen. [img]http://lh6.ggpht.com/_QxEnQStZ2p8/S6AgcUvwwZI/AAAAAAAAQ4E/AsT2lyIhLHw/s144/Bild%20117.jpg[/img] [img]http://lh3.ggpht.com/_QxEnQStZ2p8/S6AgdwAXI4I/AAAAAAAAQ4M/3jWzHYP0N0Q/s144/Bild%20118.jpg[/img] [img]http://lh5.ggpht.com/_QxEnQStZ2p8/S6AggRljV6I/AAAAAAAAQ4U/HNb0T9_0hNw/s144/Bild%20119.jpg[/img]Viel zu schnell ging es wieder raus aus dem Trollfjord. Es wurde allerdings nicht durch Svartsund gefahren, sondern die vorgelagerten Inseln wieder südlich umrundet. Mir sollte das recht sein. So wurde die Fahrt durch den Raftsund verlängert. Meinetwegen hätte die bei diesen Bedingungen niemals enden brauchen. Jetzt im Raftsund wo die Sicht wieder etwas weiter ging, war auch wieder Nordlicht auszumachen. Diese Nacht werde ich niemals mehr vergessen. Der Raftsund sah wie ein Gebirgsfluss aus. Hinter der Raftsundbrücke drehte dann das Nordlicht erst Mal so richtig auf. War das für ein sagenhafter Anblick. Das macht ja richtig süchtig. Jetzt war auch endlich mal was auf der Aufnahme zu sehen: [img]http://lh4.ggpht.com/_QxEnQStZ2p8/S6Agh96UotI/AAAAAAAAQ4c/U0T8661zReY/s144/Bild%20128.jpg[/img]Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Ich kam mir bei dieser gewaltigen Kulisse ganz klein vor. Erst nach dem Anlegen in Stokmarknes verließ ich meinen Spähposten auf Deck 5. Sehr zufrieden fiel ich dann in meine Koje und träumte vom Nordlicht und nächtlichen Fahrten durch Raftsund und Trollfjord. Bilder können durch Anklicken vergrößert werden. Alle Bilder gibt es hier, Fortsetzung
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#605595 - 25.03.10 11:55
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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abwesend
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Mittwoch 3. März 2010, Tag 5Nach den nächtlichen Aktivitäten, Polarlicht, Raftsund usw. habe ich heute tatsächlich etwas länger geschlafen und somit das Treffen mit der MS Lofoten in Harstad glatt verschlafen . Hamburgerin war allerdings schon wach und hat das Ereignis im Bild festgehalten:  Die alte Dame möge meine Ignoranz verzeihen. Aufgestanden bin ich erst nach 9 Uhr und damit schon weit hinter Harstadt. Nach dem Duschen dann sofort zum Frühstück, welches heute wegen der fortgeschrittenen Zeit nicht ganz so ausgedehnt wie sonst ausfiel. Das Wetter war wieder Mal traumhaft schön und schon bald erreichten wir Finnsnes.  Das Wasser dampfte und das allseits bekannte Bild des "Schokoladenmanns" wurde auch verewigt:  Schnell Mal in dieser "Weltstadt" etwas die Füße vertreten. Dazu reichte die Liegezeite gerade so aus  .  Dann ging es auch schon durch die Gisund-Brücke, welche das Festland mit der Insel Senja, welche sich nun an Backbord befindet, verbindet. Senja ist die zweitgrößte Insel Norwegens und landschaftlich wunderschön.  Während des Mittagessens fuhr das Schiff in eine richtig dicke Nebelbank. Da war dann eine Zeit lang leider nicht mehr viel von der wunderschönen Landschaft zu sehen. Der Wettergott hatte aber mit den Nordlyspassagieren ein Einsehen und je näher wir Tromsø kamen, desto mehr lichtete sich der Nebel. Nach Passieren des Rystraumen, der Gezeitenstrom war uns dabei gnädig gestimmt, lichtete sich der Nebel dann fast vollständig. Trotzdem konnte ich auf der Insel Ryøya keine von den dort lebenden Moschusochsen ausmachen. Bis Tromsø sind dann noch die folgenden Bilder der grandiosen Landschaft entstanden: Schließlich erreichten wir Tromsø. Die Eismeerkathedrale war schon weithin sichtbar Ein kurzer Blick hinauf zum Hausberg Storsteinen...  ... dann folgte, bedingt durch ein wunderbares Echo, eine Sinfonie des Dreiklanghorns der Nordlys. Guckst und vor allem hörst du hier. Noch ein kurzer Blick zur Eismeerkathedrale und nach vorne zum Liegeplatz...  ... dann ging es schnell nach unten in meine Kammer, den gerichteten Rucksack geschnappt und sofort an Land in den Bus zur Schlittenhundefahrt. Das Villmarkssenter wo die Fahrten stattfinden liegt ein ganzes Stück außerhalb an der Straße in Richtung Brensholmen. Das wusste ich ganz genau, da ich da vor 2 Jahren mit dem Fahrrad vorbeigefahren bin. Die Fahrt ging zunächst auch recht flott quer durch Tromsø, am Flughafen vorbei und anschließend über die große Brücke. Wenig später war dann erst mal Schluss mit lustig, denn wir standen in einem super dicken Stau. Ich sah da schon meine Felle, bzw. Schlittenhundefahrt davonschwimmen. Da war ein Auto auf dem Dach gelandet und schließlich ging es dann ohne weitere Schwierigkeiten zu den Hunden. Als ich aus dem Bus stieg war das Gebell bereits zu hören. Wir wurden in Gruppen unterteilt. Bei mir ging es sofort zu den Hunden. Die waren alle total lieb und obwohl da täglich jede Menge fremder Leute kommen sind die total zutraulich und kommen von selbst auf einen zu und wollen geknuddelt werden. Mann war das alles toll.  Dabei hatten die Hunde sehr merkwürdige Namen. So gab es Hunde die Audi oder Toyota hießen. Schließlich durfte ich zusammen mit Tanja aus der Schweiz einen Schlitten besteigen. Hier könnt ihr mich hinten im Schlitten sitzen sehen:  Dann ging es los. Das war wirklich wunderschön auf diese Art bei einsetzender Dämmerung durch diese schöne Landschaft zu fahren. Hier gibt es ein paar Eindrücke: Film1, Film2, Film3, Film4Nochmals einige Bilder:  Hier unser Musher oder heißt die weibliche Form Musherin? Es war Bente aus dem Tromsdalen:  . Jetzt ging es zu den Welpen. Mensch was waren die süß. Die hätte ich am allerliebsten gleich mitgenommen  .  . Zum Abschluss gab es noch Kaffe und Kuchen im Lawo: Hier und hier nochmals 2 Filme. Nach viel zu kurzer Zeit ging es dann wieder zurück zum Schiff. Bevor ich an Bord ging habe ich noch 2 Aufnahmen der Eismeerkathedrale gemacht.  Kaum hatten wir dann Tromsø verlassen, gab es Nordlichtalarm. Schon wieder!  . Das artete so langsam in Stress aus. Was jetzt folgte sollte Nordlichtmäßig das Beste auf der ganzen Tour werden. Hier eine Auswahl:  Bei diesem atemberaubenden und unvergesslichen Naturschauspiel wurde die entgegenkommende Midnatsol nur so am Rande zur Notiz genommen. Biggi möge mir das verzeihen  . Aber auch drüben war niemand auf der uns zugewandten Backbordseite zu sehen. Das Nordlicht war einfach viel wichtiger. Auch heute ging es wieder sehr spät zur Koje. Eigentlich habe ich gedacht, dass man bei einer Wintertour mehr als auf einer Tour während der Mitternachtssonne zum Schlafen kommt. Ein fataler Irrtum  . Bin dann wie immer schnell ins Land der Träume entschwunden. Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, alle Bilder gibt es hier . Fortsetzung folgt.
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#605597 - 25.03.10 11:57
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Blick auf einen großen Fluss...  ...die Elbe??? Hallo Jürgen, hab mich schon auf Deinen Bilderbericht gefreut und den Link direkt mal auch an meinen Bruder geschickt, der selber auch bereits diverese Male mit den Hurtigruten, auch im Winter, unterwegs war. Das Bild... also ich war ja schwer am rätseln, tippte direkt eher auf die Weser, denn die Elbe ist doch breiter. Hab dann mal die Luftbilder auf Google Maps angeschaut und ausgehend von einem nördlichen Flugkurs fand sich rein gar nichts. Dennoch bin ich dann fündig geworden, als ich auch an den linken Flußufern suchte. Es ist die Weser zwischen Brake und Dedesdorf und der Flieger muss einen Bogen geflogen sein. Ach Blödsinn, Du hast ja auf der linken Seite gesessen, somit ist die rechte Bildseite der nördliche Flugkurs.... hab ich nicht realisiert. Vergleich mal selber hiermit. PS: Tolle Bilder!
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Geändert von Kogaradler (25.03.10 12:03) |
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#605598 - 25.03.10 11:58
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Donnerstag, 4. März, Tag 6Nach dem ganzen Nordlichtstress in der vergangenen Nacht, habe ich auch heute etwas länger geschlafen, so dass ich erst kurz vor Havøysund aufgestanden bin. Wetter war wieder gut, obwohl etwas Neuschnee an Deck lag. Außerdem gab es leichte Bewegungen von altem Seegang im Schiff. Nix aufregendes, umso verwunderter war ich dass es da bereits Polterabend im Restaurant gegeben hat, weil ein paar Teller über Stag gingen. Was schaffen die da nur?!  Wie sieht das erst bei richtigem Seegang aus? Nichtsdestotrotz bin ich erst Mal ausgiebig frühstücken gegangen. Währenddessen lag das Schiff in Havøysund. Anschließend ging es dann an Deck. Windenergie auf norwegisch  :  Dann ging es in den Magerøysund. An Backbord befindet sich die Insel Magerøya, auf welcher das Nordkap ist.  Als nächstes gab es heute etwas früher Mittag, wegen des Ausflugs zum Nordkapp. Da ich doch erst spät gefrühstückt habe, nahm ich da nur ein wenig Käse und etwas Suppe. Zugenommen habe ich auf dieser Tour, bei der Wahnsinnsverpflegung auf alle Fälle. Es dauerte nicht mehr lange und wir lagen in Honningsvåg. Dort nahm ich an dem Ausflug zum Nordkapp teil. das sollte ein unvergesslicher Ausflug werden. Die Busse hatten auf alle Fälle Spikesreifen montiert.  Der starke Wind wehte den Schnee über die Straße. Die Fahrt ging durch eine Mondlandschaft, einfach irre.  Nach dem Passieren von Skarsvåg, dem nördlichsten Fischerdorf der Welt,...  ...ging es auf der Nordkappstraße im Konvoi hinter einem Schneepflug weiter ans Kap. Dort angekommen wehte ein unglaublicher Wind, obwohl das laut Aussage der Reiseführerin für das Nordkap wenig war. Hier ein paar Eindrücke: Zwischenzeitlich gab es noch einen Wahnsinnsfilm über die Jahreszeiten am Kap und auf der Insel Magerøya zu sehen. Da habe ich manchmal richtig Gänsehaut bekommen. Schließlich ging es dann auf gleichem Wege wieder zum Schiff zurück. Die Nordkappstraße ist übrigens im Winter für private Pkw gesperrt und darf nur von den Bussen im Konvoi hinter dem Schneepflug befahren werden.  Kaum zurück am Schiff, ging es auch schon weiter. Auf den für NOK50 angebotenen Apfelkuchen mit Kakao verzichtete ich dankend, mit Hinblick auf das Nachtessen. Jetzt wurden die Seegebiete etwas größer und entsprechend nahm dann der Seegang etwas zu. Was weltbewegendes war das aber alles noch nicht. Langsam verschwanden Honningsvåg und die Nordkapinsel achteraus:  Ungewöhnlich früh setzte dann die Abenddämmerung ein. Zunächst hatte ich keine Erklärung, warum das hier so früh dunkel wurde. Waren wir doch so weit im Norden, dass die Tage merklich kürzer als bei uns sind? Die Erklärung sollte ich dann am nächsten Morgen bekommen. Nichtsdestotrotz färbten sich die Abruchkanten der Steilküsten der Finnmark in den schönsten Pastellfarben:  Bei schon ziemlicher Dämmerung wurde die Finnkjerka, eine Felsformation, welche mit einer Kirche Ähnlichkeit hat, kurz vor Kjøllefjord passiert.  Außerdem kam noch ein kleines Fischerboot längsseits. Die Fischer brachten Königskrabben mit an Bord. Das war wieder Mal, ob der Größe dieser Krabbeltiere, sehr beeindruckend.  Zwischen Kjøllefjord und Mehamn, welches der nördlichste Hafen auf der Tour ist, gab es dann Nachtessen. Da der Dampfer doch etwas zur Kehr ging, blieben heute einige Plätze leer. Nun so weltbewegend war das alles nicht. Ungünstig war lediglich, dass es ausgerechnet heute Abend kein 3 Gang Menü sondern ein Buffet mit allerlei Krabbeltieren aus dem Meer, z.B. auch mit Königskrabben und Hummer, gab. Das war natürlich genau das Richtige für mich. Mann war das alles lecker. So habe ich dann gleich nochmals nach gefasst. Nur gut, dass die Ruinen hin und wieder beiseite geräumt wurden 8)  . Ein einziges Mal hat sich das Schiff dann daneben benommen und hinten so richtig eingesetzt. Dabei saß dann eine Frau am Dessert Buffet auf dem Hosenboden. Da weiter nix passiert ist, war das lustig. Das war aber auch das einzige Mal, dass das gerumst hat und das ausgerechnet beim Nachtessen  . Nach dem Nachtessen war ich im Internet und habe geschrieben, dass es heute wohl kein Nordlicht geben würde und habe das abgesendet. Kaum hatte ich die "Sendenschaltfläche" angeklickt, gab es dann prompt Nordlichtalarm. Ich also beschleunigt an Deck, aber es war nix dolles und schon bald machten Wolken dem Schauspiel in Ende. Deshalb habe ich beschlossen zur Koje zu gehen, zumal ich doch von den vergangenen Nächten erheblichen Defizit hatte. So bin ich schon bald fest eingeschlafen. Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden. Alle Bilder gibt es hier, Fortsetzung folgt.
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#605600 - 25.03.10 12:01
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Freitag, 5. März, Tag 7Habe recht gut geschlafen. Als ich am Morgen hinter Vardø mal kurz austreten war, hat es geschneit wie verrückt. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Schiffsführung das unheimlich eilig zu haben scheint. Alles hat gerappelt und geklappert. Das war bislang noch nie der Fall. Ein Blick auf meinen privaten Tacho hat mir dann auch bestätigt, dass wir mit Höchstgeschwindigkeit von 18kn unterwegs waren. Was soll das bloß? Bei dem Gerappel war das schwierig wieder einzuschlafen und so habe ich mich in meiner Koje hin und her gewälzt. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass es heute Morgen ungewöhnlich früh hell wurde. Damit ist die Sache mit der frühen Dunkelheit am gestrigen Abend auch geklärt. Wir sind nämlich jetzt so weit östlich, das sich das beim Sonnenauf- und Untergang deutlich bemerkbar macht. Kirkenes liegt nämlich östlicher als St. Petersburg. Nichtsdestotrotz bin ich nochmals fest eingeschlafen. Als ich dann wach wurde sind wir gerade in Vadsø abgefahren. Auch das Wetter wurde deutlich besser. Nach einem überaus ausgiebigem Frühstück, ging es dann bis Kirkenes an Deck. Wir hatten wieder Neuschnee an Deck und die Sonne schien. Außerdem trieben vereinzelt Eisschollen im Wasser. Einfach herrlich.  Schließlich war Kirkenes und damit der Wendepunkt der Reise erreicht:  Da ich die Hundeschlittenfahrt bereits in Tromsø hatte und auch sonst kein Ausflug anstand, ging ich auf eigene Kanne los. Dabei ist mir gleich aufgefallen, dass das im Winter mit Schnee wesentlich freundlicher als bei meiner Sommertour 2006 aussah. Im Sommer fühlt man sich in Kirkenes wie auf einer Geröllhalde  . Auf alle Fälle hatte es gewaltig viel Schnee, hier mal ein Bild von der E6. Bei den Straßenverhältnissen auf einer Hauptverkehrsstraße würde es bei uns eine jenseitsmäßige Blechkaltverformung geben  .  Mein erster Versuch auf die Anhöhe zu kommen, um da Bilder von oben auf das Schiff zu machen endeten kläglich in einer Sackgasse. Hätte ich mal mein Navi mitgenommen  . Ich dachte halt dass man sich in dem Winzkaff nicht verlaufen kann  . So ging ich halt statt auf die Anhöhe weiter in die Ortsmitte. Dabei hingen teiweise schon riesige Eiszapfen an den Häusern. Trotz der schneebedeckten Wege war es überhaupt nicht glatt, so dass ich die Spikes für meine Schuhe in der Tasche lassen konnte.  Die Schneemassen waren wirklich enorm: Am Hafen war das Wasser zum größten Teil zugefroren und es lagen jede Menge Fischtrawler, meist aus Russland dort. Die Grenze zu Russland ist nur 15km entfernt. Der Pflegezustand der meisten Fahrzeuge ließ doch sehr zu wünschen übrig. Beim zweiten Versuch habe ich dann einen Weg auf die Anhöhe hinter dem Hafen gefunden: Auf dem Weg zurück zum Schiff habe ich dann nochmals die Schnemassen bewundert:  Dann war es soweit. Das Schiff legte ab. Damit waren wir nun südgehend unterwegs und damit schon mehr als die Hälfte der Reise vorbei. Ich ließ mich aber nicht verdrießen und genoss stattdessen die Seefahrt von Deck aus.  Zwischenzeitlich gab es eine Brandübung für die Besatzung. In den öffentlichen Räumen war die Durchsage, dass es sich um eine Übung handelt, zu hören, offensichtlich aber nicht in den Kammern, wie mir meine Mitreisenden bestätigten. Nur gut, dass ich keinen Mittagsschlaf gehalten habe, sonst wäre ich wahrscheinlich in der Unterhose an Deck erschienen. Bei einsetzender Dämmerung, was wegen der östlichen Lage ziemlich früh geschieht, erreichten wir mit Vardø den östlichsten Punkt Norwegen. Dort machte ich einen Spaziergang durch den Ort und ging auch an der Festung Vardøhus vorbei.  Zwischen Vardø und Båtsfjord gab es bei etwas Bewegung im Schiff Nachtessen. Deshalb waren wieder einige Plätze leer. Hinter Båtsfjord gab es dann den Film „Heftig og begeistret“ über einen Männerchor aus Berlevåg, unserem nächsten Hafen, zu sehen. Das fand ich sehr interessant, zumal dieser Männerchor sehr gut und auch bekannt ist. Das Ein- und vor allem das Auslaufen aus Berlevåg habe ich von Deck aus beobachtet. Vor allem das Auslaufen war interessant, da wir vor dem Hafen die nordgehende Polarlys passierten. Dort drüben waren immerhin einige Mitglieder aus diesem Forum an Bord und ausserdem gibt es da regelmäßig eine "Winkkonkurrenz". Die haben wir Dank unserer tollen und superengagierten Reiseleiterin Gretha haushoch verloren. Ich stand nämlich im Gegensatz zur Polarlys fast alleine an Deck. Da wurde bei uns einfach überhaupt keine Werbung gemacht. Drüben ging richtig die Post ab. Da war das Deck dichtbevölkert alles hat mit Bettlaken, Wunderkerzen und Taschenlampen gewunken. Außerdem wurde da mit Kochtöpfen ein Mordsradau gemacht und trotz Dunkelheit wurde mit Typhon gegrüßt, was mir natürlich ungemein gefallen hat. Etwas angesäuert, drüben war die Stimmung einfach besser, bin ich dann zur Koje gegangen und bin dann ziemlich schnell in das Land der Träume geschaukelt worden. Bilder können durch Anklicken vergrößert werden. Alle Bilder gibt es hier und hier, Fortsetzung folgt.
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#605602 - 25.03.10 12:07
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Samstag, 6. März 2010, Tag 8habe wieder mal sehr gut geschlafen und nix von den Zwischenhäfen mitbekommen. Beim Aufstehen hat sich das Schiff gerade angeschickt Havøsund zu verlassen. Also ab in die Dusche und dann zum Frühstück. Frühstück ist für mich die wichtigste Mahlzeit des Tages. Entsprechend ausgedehnt sieht das dann aus. 4 Brötchen waren da schon Mal Satz. Allerdings waren die auch kleiner als bei uns. Beschmiert wurden die mit dem norwegischen Nutellaersatz, Marmelade, vorzugsweise die leckere Orangenmarmelade, Honig und Käse. Müsli, Joghurt und ein Ei sowie Orangensaft. Die Frühstücksprozedur dauert bei mir gewöhnlich eine Stunde. So war ich dann rechtzeitig an Deck, bevor das Schiff die Insel Melkeøya passiert hat. Das Wetter war auch heute wieder gut. Allerdings hat der Wind etwas zugenommen. Hatten wir die letzten Tage meist Windstärke 4, so war das jetzt 5 und in Böen bereits 6, also Starkwind. Zunächst passierten wir einen Windpark:  Dann gab es einen "Energiekaffee" auf Deck 7. Der war zwar etwas besser als der gewöhnliche Kaffee, konnte aber auch meinen Ansprüchen in keinster Weise genügen. Vielleicht war da auch ein wenig Dopingmittel drin  . Wir passierten auf alle Fälle die Insel Melkeøya, auf welcher Gas aus der See gefördert wird.  Kurz darauf erreichten wir Hammerfest, wo der Wind den Schnee von den Dächern wehte.  Ich ging sofort an Land. Mein Ziel war der Aussichtsberg Salen, welchen ich über den "Sikk-Sakk-Veien" zu erreichen gedachte. Das hat auch sehr schnell, vermutlich war im Energiekaffee doch Doping drin  8)  , geklappt. Da war schon etwas Neuschnee, aber trotzdem gut zu begehen. Bin dann noch auf dem kleinen Aussichtsturm, links im folgenden Bild:  Im folgenden Bild kann man sehen, wie hoch der Schnee da oben war:  Der Blick vom Turm war auch nicht viel anders als vorher an der Kante, möchte die Bilder aber nicht vorenthalten: Hier gibt es einen kleinen Film von da oben. Nochmals ein Blick nach hinten auf den Tyven, ...  ...welcher eine gewaltige Windfahne hatte: Hier kann man mal sehen wie das da geweht hat. Gefühlte Temperatur -10°C  . Nochmals ein Bild von da oben...  .. dann ging es langsam wieder zurück. Dabei bin ich noch den Seebären begegnet. Die sind mit einem Taxi nach oben gefahren. Mein Weg führte mich dann noch an einer Infotafel über die Gasanlage vorbei, auf gleiche Weise wieder zurück.  Unten angekommen noch ein paar Bilder:  Auf eine Mitgliedschaft im Eisbärenklub habe ich verzichtet und bin stattdessen beschleunigt an Bord, dicke Klamotten aus und sofort ins Restaurant zum Mittagessen, bevor da die ganze restliche Blase einrückt. Nun so reichhaltig wie beim Frühstück ist das dann nicht ausgefallen. Lediglich Suppe, etwas Fisch und Käse und was süßes zum Nachtisch. Deshalb war ich schon bald wieder an Deck, um das schöne Wetter zu genießen, denn damit sollte in absehbarer Zeit Schluss sein. Für die Lofoten und Vesterålen war für den kommenden Tag Regen angesagt. Etwas windig würde es dann wohl auch werden. Hier jetzt die letzten Sonnenscheinbilder dieser Tour: Die Luft war so klar, dass man bei dem Flugzeug jedes einzelne Triebwerk erkennen konnte:  Voraus sah das wettermäßig leider gar nicht gut aus:  Zwischenzeitlich gab es Knotenkunde oben auf Deck 7. Da hat der Kapitän erst Mal was zum Wetter die kommenden Tage gesagt und im wesentlichen meinen Eindruck von der Wetterentwicklung bestätigt. Es würde wohl etwas ungemütlich werden. Die wichtigsten Knoten kenne ich alle von meinen Segelreisen bei diesem Verein auf diesem Schiff. Anschließend erreichten wir mit Øksfjord den letzten Hafen in der Finnmark: Hier, hier, hier und hier gibt es Filme zum Anlegemanöver. Hier kann man ein Teil der Abfahrt sehen. Die Passage der Loppa, einer offenen Seestrecke, war bei dem vorherrschenden Südwind ziemlich ruhig, da wir im Schutz einer Luvküste fuhren. Das verbrachte ich in geselliger Runde in der Cafeteria, denn draußen gab es da nicht das meiste zu sehen. Hinter Skjervøy gab es dann Nachtessen. Das Leben spielte sich nun fortan auf einer dauerhaft schrägen Basis ab, da das Schiff nun abhängig von Windstärke und Richtung teilweise ziemlich heftig nach Lee krängte. Nachdem die entgegenkommende Richard With passiert wurde, legte ich mich erst Mal in die Klappe. Das hier ist einer der wenigen Streckenabschnitte, welche um diese Jahreszeit in beiden Richtungen im Dunkeln passiert wird, leider. Deshalb bekommt man von dem wunderschönen Blick auf die Lyngenalpen nix mit. Wach wurde ich wieder in Tromsø beim Anlegemanöver. Das gestaltete sich bei dem Südwind, welcher mittlerweile noch heftiger geworden ist, ich schätze, dass wir mittlerweile Windstärke 7-8 hatten, schwierig, da mit dem Wind angelegt werden musste. Da liefen die Maschinen schon gut achteraus und entsprechend rappelte alles. Deshalb waren wir auch erst mit 20 min Verspätung fest am Kai. Da ich nun wach war habe ich mich schnell angezogen, habe mir meine Fotoutensilien sowie die Spikes geschnappt und bin an Land. Mein Ziel war die Eismeerkathedrale. Ich hatte bei dem Bullenwind Schwierigkeiten, überhaupt über die Brücke zu kommen. Mit den Bildern sah das auch nicht so doll aus, da mein relativ leichtes Reisestativ bei dem Kuhwind leider nicht stehen bleiben wollte. Das gelang mir erst im Windschatten direkt vor der Kathedrale. Aber ein Bild der Kathedrale mit Storsteinen im Hintergrund war leider nicht möglich. Von Nordlicht wollen wir mal gar nicht reden. immerhin sind mir noch die folgenden Bilder gelungen:  Im Windschatten eines Lagerschuppens ist mir dann noch das folgende Bild der Eismeerkathedrale gelungen:  Dann ging es zurück aufs Schiff, schnell die Fotosachen verstaut und das Ablegemanöver verfolgt. Dabei ist mir dann eine Panne passiert. Als ich nämlich wieder in meine Kammer gehen wollte um endlich und endgültig in der Koje zu verschwinden, musste ich feststellen, dass sich meine Schlüsselkarte in der Kammer befand, während ich davor stand. So war ein Gang zur Rezeption unumgänglich, da ich nicht vorhatte auf dem Gang oder sonst wo zu nächtigen. Dort gab es gleich eine Überraschung, da die Dame nach Nennung meiner Kabinennummer fragte ob ich "Jim Knopf" im Forum sei. Als ich das bejahte, erklärte sie mir, dass eine Mail für mich und die anderen Forumsmitglieder vom Entusiast vorläge. Außerdem erklärte mir die Dame, dass der Entusiast wegen seiner häufigen Reisen überall bekannt sei. Eigentlich sollte das mit der E-Mail über den Bordlautsprecher kommen. Ware doch superlustig gewesen, wenn da ein "Jim Knopf" zur Rezeption gerufen worden wäre. Es ergab sich so ein längeres Gespräch, aber schließlich ging ich dann doch zur Koje und schlief sehr schnell ein. Die Nacht sollte reichlich kurz sein, da ich am nächsten Morgen in Harstadt unbedingt Uta und die Nordstjernen treffen wollte. Deshalb habe ich mir auch mein Handy für 7.10 Uhr gestellt. Bilder können durch Anklicken vergrößert werden. Alle Bilder gibt es hier und hier, Fortsetzung folgt.
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#605604 - 25.03.10 12:12
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Sonntag, 7. März 2010, Tag 9Pünktlich um 7.10 Uhr rappelte mein Handy. Große Lust aufzustehen hatte ich eigentlich nicht, aber ich wollte in Harstadt unbedingt die Nordstjernen treffen, denn dort war unser Forumsmitglied Hurtigruta aus dem Hurtigforum an Bord. Es half alles nix, ich musste da raus. Immerhin hat es mittlerweile aufgehört zu regnen, aber der Kai in Harstadt war spiegelglatt. Dort traf ich dann auf Uta. Sie erzählte, dass das im Vestfjord ganz schön zur Sache gegangen ist und das das Schiff zunächst Svolvær auslassen sollte, dann aber doch da eingelaufen ist. bei der Abfahrt haben die dann eine Stunde beim Ablegen gebraucht. Die guten Wünsche zur Weiterreise blieben für Uta leider unerfüllt, da die Nordstjernen ihre Reise wegen schlechtem Wetter und Defekten in Tromsø beenden sollte. Ein größerer Elektromotor wurde in Harstadt mit dem bordeigenen Kran an Land gesetzt. Das war wahrscheinlich der Antrieb der Ankerwinsch, denn damit hatte das Schiff Probleme. Auch auf uns sollte noch so einiges zukommen. Hier aber erst Mal ein paar Eindrücke von Harstadt und der Nordstjernen:  Jetzt war Frühstück angesagt und anschließend habe ich mich gleich nochmals etwas hingelegt. Das Wetter war einfach nur schlecht. Rechtzeitig vor Risøyhamn war ich wieder trotz Regen an Deck und habe das Passieren der Risøyrenna beobachtet: Das Anlegemanöver in Risøyhamn gestaltete sich extrem schwierig. Es musste erst durch die Brücke gefahren werden, dann gedreht und bei voller Windstärke 7 von achtern mit dem Wind ähnlich wie in Tromsø angelegt werden. Das Ablegemanöver mit dem Wind schräg von achtern war fast noch schwieriger. Da wurde der gesamte Platz ausgenutzt, denn beim Wenden wurde der Dampfer ganz schön vertrieben. Da hätte nicht viel gefehlt und wir hätten hoch und trocken gelegen. Im Schraubenwasser kam schon Mud hoch. So sind wir dann das dritte Mal durch die Brücke gefahren. In Sortland trafen wir direkt an der Brücke auf die Busse des Versterålenausflugs. Der Dampfer betätigte das Typhon und die Busse auf der Brücke hupten. Die übliche Zeremonie dort. Hier noch ein Bild von der Brücke in Sortland:  Wegen des schlechten Wetters habe ich auf weitere Bilder an diesem Tag verzichtet zumal die Bilder von den Bussen auf der Brücke in Sortland auch nix geworden sind. Mittlerweile stand auch fest, dass wir wegen eines vollen Sturm im Vestfjord die Häfen Svolvær und Stamsund auslassen würden und von Stokmarknes direkt nach Bodø gehen sollten. Deshalb wurde der Aufenthalt in Stokmarknes verlängert. Wir sollten dort erst um 18 Uhr weiterfahren. So gab es jede Menge Zeit für das Hurtigrutenmuseum. Bei einem achter Regen und spiegelglatten Straßen bin ich auch in das Museum gegangen. Ich kenne das Museum sehr gut so habe ich dort während meiner Radreise vor 2 Jahren einen ganzen Vormittag dort verbracht. Auch 2006 bei meiner Rundreise mit der Kong Harald war ich da drin. Deshalb habe ich auch auf Fotos dort verzichtet. Der interessierte Leser möge sich die Bilder in meinem Reisebericht der Radtour ansehen. Mit Freude habe ich gesehen, dass an der Finnmarken gearbeitet wird und sich der Zustand des Schiffes verbessert hat. Bald nach dem Ablegen gab es Nachtessen in einer offenen Sitzung noch unter Landschutz. Im Raftsund herrschte ein mörderischer Strom von vorne. Das war an den Tonnen deutlich zu sehen. Aber auch an meinem privaten Tacho konnte ich sehen, dass wir trotz guter Fahrt durchs Wasser gerade mal 12kn liefen. Als der Raftsund dann breiter wurde, nahm der Strom ab, dafür aber die Seen zu. Außerdem mussten die Arbeitsboote noch zusätzlich gelascht werden, da diese bedenkliche Bewegungen in ihren Davits vollführten. Schließlich waren wir frei von Land und der Tanz ging los. Der Wind kam fast von vorne. Wir liefen auf einem Kurs von etwa 210° und der Wind kam nach meiner Schätzung etwa 10° von Steuerbord, also aus 220°. Das Schiff tauchte etliche Male vorne ein und arbeitete doch ziemlich. Aber wir machten noch etwa 12kn Fahrt. So schlimm war das alles noch nicht. Als dann am Feuer Måløy-Skarholmen der Kurs auf etwa 160° geändert wurde, zeigte das Schiff ein ausgezeichnetes Seegangsverhalten und nahm die Wellen, welche angeblich bis zu 8m hoch gewesen sein sollen, wunderbar weich. Dabei holte der Dampfer manchmal weit nach Backbord über. Das Anlegemanöver in Bodø wollte ich mir unter diesen Bedingungen auf gar keinen Fall entgehen lassen. Wir fuhren unter diesen Umständen ganz außen rum, da bei diesen Bedingungen die scharfe Kursänderung von fast 180° unmöglich ist. Ich musste einen weiten Weg gehen um auf den Balkon zu kommen, da überall Verschlusszustand hergestellt war, ganz hinten raus und außen nach vorne. Trotz nur ganz langsam laufender Maschinen hatten wir einen Mordsspeed drauf. Schon weit vor dem Kai wurde mit dem Aufstoppen begonnen. Mitten im Hafenbecken fiel dann der Anker mit der üblichen Geräuschentwicklung und Funken schlagend. Damit hatte ich fest gerechnet und deshalb war ich auch hier. Die Bewohner der vorderen Kammern durften wohl jetzt wach sein  . Nachdem ich mir schließlich nochmals kurz die Füße an Land vertreten hatte, ging es dann in die Koje, wo ich fest einschlief. Deshalb habe ich auch vom Ablegen mit Anker nix mehr mitbekommen. Ohne Anker wären wir mit eigener Kraft da niemals mehr weggekommen. Bilder können durch anklicken vergrößert werden, alle Bilder gibt es hier und hier, Fortsetzung folgt.
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#605605 - 25.03.10 12:16
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Montag, 8. März 2010, Tag 10habe mir natürlich für 08.15 den Wecker gestellt, damit ich die nordgehende Kong Harald im Bild festhalten konnte. Eigentlich sollten wir sie um 08.20 Uhr passieren, aber wegen Verspätungen, wohl wegen des tollen Wetters, kam sie etwa 10 bis 15 min später. Hier habe ich das Ereignis verewigt. Nun ging es erst Mal in die Dusche und anschließend ausgiebig frühstücken. Während des Frühstücks schnell an Deck und beim Passieren des Polarkreises den auf der Insel Vikingen befindlichen Globus im Bild festgehalten.  Nach dem Frühstück ging es dann auf Deck 7 wo vom Kapitän ein Löffel Lebertran verabreicht wurde. Zuvor wurde jedoch unterstützt durch das Typhon der Polarkreis nochmals ganz formell überquert. Guckst und hörst du hier.  Mensch war das Zeugs lecker  . Dummerweise habe ich da was vom Löffel an die Hände bekommen. Trotz dass ich mir mehrfach die Hände gewaschen habe, haben meine Hände noch den ganzen Tag nach dem Zeugs gestunken. Vermutlich ist das auch noch gut zum Einreiben  , dann sitzt man vermutlich überall ziemlich einsam  . Bald darauf wurde Nesna angelaufen. Auch dort wurde der Anker vor dem Anlegen ausgebracht. Ansonsten ging das Anlegen recht problemlos über die Bühne. Hier kann man das Lichten des Ankers beim Ablegen sehen. Offensichtlich ist das beim Ablegen nicht so gelaufen wie geplant. Denn wir lagen mitten in einer schweren Schauerböe mit dem Heck im Wind. Mit brachialen Maschinenmanövern und gehalten durch den ausgebrachten Anker blieb das Heck glücklicherweise im Wind. Ansonsten wäre es uns möglicherweise so ergangen wie der Richard With letztes Jahr in Trondheim. Das ganze Ablegemanöver hat über eine halbe Stunde gedauert, aber viel wichtiger, es ist alles glatt gelaufen. In Sandnessjøen gab es erhebliche Probleme beim Anlegen. Wir hatten immerhin immer noch Windstärke 8. Von mir aus hätten wir da ruhig vorbeifahren können. Bis da mal ein etwas ruhigerer Moment zum Anlegen kam, dauerte das fast eine Stunde. Hier ein paar stürmische Bilder von Sandnessjøen:  Das Ablegemanöver verlief dann reibungslos und bei immer noch sehr viel Wind ging es mit permanenter Schieflage weiter nach Brønnøysund. Von den 7 Schwestern war wegen des miesen Wetters leider gar nix zu sehen. Nur gut dass ich die bereits vor 2 Jahren während meiner Radreise und 2006 zu Gesicht bekommen habe. Hier ein paar Bilder dieses Streckenabschnitts:  . So ganz allmählich nahm die Windstärke dann etwas ab. Vor allem wurden die Schauerböen etwas seltener und weniger intensiv. Beim Anlegen in Brønnøysund wehte es aber immer noch ordentlich. Trotzdem ging das Anlegen dort problemlos ohne Benutzung des Ankers. Hier ein paar Bilder bei einsetzender Dämmerung. Hier kann man bei den Ladetätigkeiten zuschauen. Nach nur kurzem Aufenthalt ging es ohne Probleme weiter. Dabei nochmals ein Bild vom Torghatten: Hier ist die Durchfahrt unter der Brücke zu sehen. Noch ein letztes Bild von der tollen Landschaft, wegen der Verspätung wurde der Abstecher zum Loch des Torghatten leider ausgelassen,...  ...dann wurde es dunkel und das Captainsdinner stand an. Da wurde nochmals die ganze Crew vorgestellt. Nur gut dass da noch jemand auf der Brücke war  . Auch heute Abend fand das alles auf einer ständig schrägen Basis statt. Ich fühlte mich dabei fast wie auf einem Segelschiff. Nach dem Nachtessen nahm der Wind dann noch weiter ab, außerdem begann es nun heftig zu schneien. Als wir dann in Rørvik festmachten war, begünstigt durch die Abdeckung, kaum noch Wind. Leider hatte die nordgehende MS Lofoten Verspätung, so dass ein Besuch leider unterbleiben musste. Wir warteten noch auf 2 Monteure welche wir von der Lofoten wieder zurück nach Trondheim mitnehmen sollten. Als die alte Dame hinter uns fest lag, die Leute an Bord waren, ging es mit geringer Verspätung los. Wenig später wurde durchgesagt, dass in einer halben Stunde wegen zu erwartender Bewegung im Schiff die Fahrstühle außer Betrieb genommen werden. Keine Ahnung ob die Fahrstühle auch beim Sturm im Vestfjord außer Betrieb waren. Ich habe die nie benutzt. Nun was soll es, ich bin derweil zur Koje gegangen. Als wieder wach wurde, ging der Dampfer ganz schön zur Kehr. Da gab es den ziemlich hohen alten Seegang von achtern und dazu quer den neuen Seegang. Das war meiner Meinung nach deutlich schlimmer als die Sturmfahrt im Vestfjord. Ich fühlte mich in meiner Koje wie eine übriggebliebene Kaffeebohne in der Kaffeemühle. Als ich dann einen Blick auf meine private Navigation geworfen habe, stellte ich fest, das wir querab von Buholmråsa waren und der Kurs auf die küstennahe, kurvenreiche Strecke geändert wurde. Das war ja hochinteressant. Habe sofort beschlossen mir das live von Deck anzuschauen. Die Sicht war trotz zeitweise leichtem Schneefall recht gut. Auch im Dunkeln ist dieser Streckenabschnitt sehr reizvoll. Außerdem stellte ich mir die Frage, ob wir wohl auch durch den Stokksund fahren würden. Das war aber leider nicht der Fall. Deshalb ging ich nun endgültig in die Falle. Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, alle Bilder gibt es hier und hier, Fortsetzung folgt.
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#605607 - 25.03.10 12:19
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Dienstag, 9. März 2010, Tag 11Wieder recht spät aufgestanden. Das Schiff lag dabei längst in Trondheim fest. Nach dem reichhaltigen Frühstück stand dann ein Besuch der hinter uns liegenden Midnatsol an.  Ich ging da ganz unvoreingenommen an Bord. Als ich dann aber die riesige Empfangshalle betreten habe, hat mich doch der Schlag getroffen. So groß hätte ich mir das in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Und dann diese Glasfahrstühle. Das gehört entweder in ein Hotel oder Einkaufszentrum oder ähnliches aber niemals auf ein Schiff und schon gar nicht, wenn es zu Hurtigruten gehört. Hier ein paar Eindrücke von der Midnatsol:  Klar, dass bei den weitläufigen Decks die "Straßenreinigung" nicht von Hand erfolgen kann:  Ich war fast schon froh, dass ich wieder von Bord gehen konnte. Mir sind diese Schiffe mindestens eine Nummer zu groß und damit viel zu unpersönlich. So Schiffe wie die Nordlys oder die anderen vergleichbarer Größe gehen für mich von der Größe gerade noch so und sind bedeutend gemütlicher. So richtig schlägt mein Herz allerdings für die beiden alten Schiffe. Da werde ich ganz sicher nochmals mitfahren. Mit diesen Eindrücken ging ich dann wieder "nach Hause" auf die Nordlys.  Auf einen Gang in die Stadt habe ich bei dem miesen Wetter verzichtet. Pünktlich um 10 Uhr ging es dann auch schon weiter.  Da ich bei dem schlechten Wetter nix besseres zu tun hatte, habe ich ein paar Aufnahmen meiner Kammer gemacht. Ich hatte die 340, N Kategorie, Deck 3 an Steuerbord. Hier die Nasszelle:  Hier die Fehlkonstruktion der Dusche, die Kante ist viel zu niedrig. Bei entsprechender Krängung zur falschen Seite bildet der Abfluss den höchsten Punkt und die gesamte Nasszelle wird geflutet.  Kristiansund wurde wegen des heftigen Windes von vorne, wir hatten immer noch Windstärke 7, mit fast 30min Verspätung erreicht. Deshalb war der Aufenthalt nur kurz und der Landgang dort fiel aus. Hier ist das Anlegemanöver in Kristansund zu sehen. Diese Kiste und Palette kamen noch an Bord:  Dann ging es auch schon weiter: Hier kann man die Durchfahrt unter der Brücke in Kristiansund verfolgen.  Dann ging es auf die offene Seestrecke Hustadvika. Mittlerweile hat der Wind auf Stärke 6 abgenommen. Ich hoffte eigentlich auf Aufnahmen vorne am Bug mit einer See die da drüber kommt. Das wurde leider nix. Bei dem Kurs und den Bedingungen kam da keiner rüber, so ein Mist. Hier kann man verfolgen wie die Linse zugeregnet wurde. Zum Abschluss des Tages gab es noch die folgenden beiden Aufnahmen:  Wegen der etwas unruhigen Verhältnisse gab es erst um 19.30 Uhr Nachtessen, als wir bei Bud wieder ruhiges Fahrwasser erreichten. Wegen mir hätte das ruhig schon früher stattfinden können. Mir hätte das absolut nix ausgemacht  . Das sollte das letzte Nachtessen an Bord sein. Da durfte ich gar nicht dran denken, ließ es mir aber dennoch gut schmecken. Wegen des wieder seitlicher einfallenden Windes hatten wir wieder diese schräge Lebensbasis  . In Molde habe ich mir nochmals die Füße an Land vertreten. Auch die Mannschaft war recht zahlreich im Laden direkt beim Anleger. Da war doch was? Mir war das entfallen und ich war nicht in dem Laden drin. Ich bin dann, nachdem ich noch schnell meinen Seesack gepackt hatte in die Koje gegangen. Mitten in der Nacht als ich mal kurz austreten war, war das wieder etwas unruhiger. Wir umrundeten Stad. Habe nochmal schnell eine Runde ums Schiff gedreht. Wind hat erheblich abgenommen, aber die Dünung war halt noch vorhanden. Bin dann gleich wieder eingeschlafen. Bilder können durch Anklicken vergrößert werden. Alle Bilder gibt es hier und hier, Fortsetzung folgt.
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#605608 - 25.03.10 12:23
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Mittwoch, 10.03.2010, Tag 12Bin erwacht als wir gerade in Florø ablegten. Noch vor dem Frühstück ging es erst Mal an Deck. Das Wetter war immer noch nicht gut, aber es war trocken und der Wind hatte erheblich abgenommen. War nur noch Windstärke 3-4. Hier ein paar Eindrücke:  Dann ging es zum Frühstück, das letzte Mal auf dieser Reise. Das fiel wieder gewohnt ausgiebig aus. Morgen würde ich wieder am heimischen Tisch zum frühstück sitzen. Das konnte ich kaum glauben, aber es war leider war. Etwas später fuhren wir dann durch den Steinsund: Hier, hier, hier, hier und hier habe ich die Durchfahrt durch den Steinsund festgehalten. Hier könnt ihr mich mal von hinten sehen, das Bild hat die Hamburgerin gemacht:  Nachdem es ein letztes Mal Mittag an Bord gab, was in Norwegen sinnigerweise Lunsj heißt, erreichten wir sogar etwa 10 min vor Plan Bergen. Hier und hier habe ich das Einlaufen nach Bergen festgehalten. Im zweiten Film wird klar, warum ich unsere tolle Reiseleiterin am liebsten außenbords...  , aber lassen wir das. Eine unheimlich schöne Reise hatte damit ihr Ende gefunden. Nun hieß es Abschied nehmen. Das fiel mir besonders schwer, da das schon eine ganz tolle Truppe da an Bord war. Mit meinem Gepäck klappte alles prima uns auch mein Transfer zum Flughafen stand schon bereit. Alles verlief absolut nach Plan. Auch der SAS Flug nach Oslo. Dort hatte ich nur ca 50min Übergang zur Lufthansamaschine nach Frankfurt. Das hätte alles mehr als dicke gereicht, da das Gepäck durchgescheckt wurde und auch eine Sicherheitskontrolle nicht an stand. Einziger Schönheitsfehler war der, dass das Flugzeug nach Frankfurt noch nicht da war und als es dann kam wurde der Abflug immer weiter nach hinten verschoben. Als ich schon fast nicht mehr dran geglaubt hatte, ging es schließlich mit 3 Stunden Verspätung los. Grund war, dass in Frankfurt wegen starkem Nordwind eine Landebahn nicht genutzt werden konnte und auf einer zweiten war ein Flugzeug mit Reifenpanne liegen geblieben. Es war nur eine Landebahn frei. Das konnte natürlich nicht klappen. Der Flug verlief eigentlich recht ruhig, außerdem war es meist klar, so konnte ich die vielen Lichter von meinem Fenster aus beobachten. Das war toll und eine ganz neue Erfahrung für mich, da ich noch nie im dunklen geflogen bin. Wegen Rückenwind verlief der Flug recht flott und wir landeten um kurz vor 23 Uhr. Bis ich dann mein Gepäck hatte, das dauerte etwas, konnte ich um 00.28 Uhr noch einen IC nach Mannheim bekommen. In Mannheim holte mich zum Glück mitten in der Nacht um 1 Uhr mein Vater vom Bahnhof ab. Zu Hause bin ich dann erst mal ins Forum. So hatte mich der Alltag wieder. Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden. Alle Bilder gibt es hier und hier, Ende.
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen | |
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#605629 - 25.03.10 13:22
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Unterwegs in Weihnachtsinsel
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Hier nur privat. Glückauf! | |
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#605808 - 25.03.10 23:46
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: JaH]
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Hallo Jochen, habe heute Mittag nicht mehr antworten können, da ich ins Geschäft musste. Klasse Recherche, jetzt weiß ich dass das die Weser war. War mir da absolut nicht sicher, deshalb im Bericht auch Elbe mit "?"  . Es freut mich sehr, dass der Bericht und die Bilder gefallen. Damit ihr mal wisst, warum ich hier in letzter Zeit ziemlich selten aktiv war: Zum einen gibt es seit dem 20. Dezember des vergangenen Jahres das Hurtigforum. Da bin ich seit Anfang an dabei. Dieses Forum ist entstanden weil es im Forum der Norwegen-Freunde Ärger gegeben hat, dass in der Unterabteilung Hurtigruten zu viele Laberbeiträge gepostet wurden. Deshalb hat sich der harte Kern dort abgespalten und ein eigenes Forum eröffnet. Da habe ich viel Zeit investiert. Außerdem habe ich mich noch hiermit beschäftigt. In Zukunft möchte ich mich aber auf alle Fälle hier wieder mehr einbringen.
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen | |
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#605812 - 26.03.10 00:07
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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iassu
Nicht registriert
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Hallo Jürgen, super Bericht und tolle Bilder! Tja, Fähren können einen ganz schön faszinieren! Natürlich sind sie nicht so extrem abgehoben in Größe und Ausstattung wie z.B. die xxx-of-the-Seas Kreuzfahrer. Aber oftmals bedeutend schneller  und zum Atemstocken reichen Größe und Innenleben allemal. Kennst du diese Seite? Dürfte dich interessieren, wenigstens soweit die Schiffe die entsprechenden Signale aussenden.
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#605818 - 26.03.10 01:21
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: ]
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Hallo Andreas, sag zu meinen geliebten Hurtigrutenschiffen niemals Fähren  . Das sind Postschiffe und bedienen im Gegensatz zu Fähren, wo es vielleicht mal eine Zwischenstation gibt, 34 Häfen entlang der norwegischen Küste. Im Normalfall sind da 11 Schiffe unterwegs, so dass jeden Abend ein Schiff Bergen verlässt. Jetzt im Winter sind es nur 10, so dass an einem Tag kein Schiff verkehrt. Im Gegensatz zu Fähren können die Hurtgrutenschiffe Autos nur in sehr begrenztem Umfang mitnehmen. Wohnmobile und LKW gehen gar nicht. Die beiden alten Schiffe MS Nordstjernen und MS Lofoten nehmen gar keine Autos mit. Fahrräder werden aber immer mitgenommen. Außerdem erfüllt die Linie immer noch wichtige Transportaufgaben. Die einheimische Bevölkerung benutzt die Schiffe, vor allem im Norden, immer noch als wichtiges Transportmittel. In der Finnmark, wenn die Straßen wegen schlechtem Wetter mit Schnee meterhoch zugeweht sind, sind die Postschiffe die einzige Verbindung zur Außenwelt, selbst heute noch. Das alles macht für mich den Reiz bei Fahrten auf diesen Schiffen aus. Da spielt sich immer noch ein wenig das alltägliche Leben ab. Auf einer Aida Trallala oder MSC Hopsasa würde ich freiwillig niemals fahren. Auf so Animationsprogramme verzichte ich dankend. Die Wahnsinnslandschaft ist für mich Animation genug. Die Seite Marinetraffic ist mir bestens bekannt. Da überwachen wir im Hurtigforum doch, ob die Schiffe alle pünktlich unterwegs sind  .
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen | |
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#611451 - 14.04.10 22:18
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: JaH]
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Fliegt man nach IFR (Instrument Flight Rules) muss man das Luftstrassen System nutzen. Man darf nicht einfach mittels GPS dct Fliegen. Daher sind da manchmal kleinere umwege drin.
Sehr warscheinlich war ein teil der Flugroute folgender: ID FREQ Coords Name/Remarks WSR 112.9 N53°20'51.57" E008°52'31.23" WESER
Auf 30.000 fuss sieht das dann so auf wie auf dem Bild. :-)
Allerdings kann ich die Route nicht vernünftig nachbasteln um auf WSR zu kommen, kann aber auch an den veränderungen im Bremen FIR liegen die erst vor 3 Tagen aktiv wurden. Im normalfall würde über Hamburg viel besser passen, weil wesentlich kurzer...
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Gruss Oliver Skype gsa.silent | |
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#611492 - 15.04.10 02:14
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Jetzt konnte ich mir endlich mal alle Bilder in einem Rutsch angucken und den Reisebericht fortlaufend lesen. Bei solchen Gelegenheiten lernt man DSL richtig zu schätzen. Naja, außerdem muss ich diese Fahrt auch mal machen.
Falk, SchwLAbt
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#611716 - 15.04.10 20:38
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: falk]
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Hallo Falk, Naja, außerdem muss ich diese Fahrt auch mal machen. nur zu. Wenn alles gut geht, werde ich im Dezember wieder unterwegs sein. Möchte dann unbedingt mit der MS Lofoten fahren. Das ist noch ein richtig altes Schiff und steht unter Denkmalschutz. Im Gegensatz zur MS Nordstjernen, dem ältesten Schiff der Route, ist da noch die original Maschine von 1964 drin, guckst du hier. Spätestens 2012, vielleicht sogar schon 2011 sollen die beiden alten Schiffe aus der Route genommen werden. Vorher möchte ich unbedingt die Atmosphäre der alten Schiffe erlebt haben.
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen | |
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#611732 - 15.04.10 20:56
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Hallo Jürgen,
zufällig war es die MS Lofoten, die im letzten letzten Sommer in Honningsvåg anlegte, als Ulli (otti) und ich auf dem Rückweg vom Nordkapp nicht wieder durch den Tunnel zum Festland zurück wollten. Ich bin dann bis Hammerfest, Ulli mit noch einigen anderen Radlern bis Tromsö gefahren.
Eine Winterreise mit der Hurtigrute steht für mich und meine Frau auch noch auf dem Programm. Leider wird es noch einige Jahre dauern, weil wir uns diese Reise für die Zeit nach dem Ableben unserer beiden Hovawarte aufsparen müssen und dann MS Lofoten und MS Nordstjernen sicher nicht mehr im Dienst sein werden. Wir freuen uns aber trotzdem darauf, und deine Fotos haben unsere Vorfreude noch ganz gewaltig verstärkt.
Vielen Dank dafür auch - und ganz besonders - im Namen meiner Frau!
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#611993 - 16.04.10 14:24
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: rayno]
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Hallo Lothar,
freut mich, wenn die Bilder und auch mein Bericht gefallen. Was mich mal interessieren würde, wie seid ihr denn mit den Rädern an Bord gekommen? Über die Gangway oder ist das Rad mit Kran verladen worden? Wo ist denn das Rad verstaut worden? Bei den neuen Schiffen fährt man einfach mit dem Rad auf den Fahrstuhl und gelangt dann ins Autodeck, wo man das Rad dann einfach an der Seite abstellt.
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen | |
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#612020 - 16.04.10 16:01
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: Jim Knopf]
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Hallo Jürgen,
das Verladen von Rädern und Gepäck - es waren 6 oder 7 Radler, die am Kai darauf warteten - verlief etwas chaotisch. Zunächst sahen wir nur die Gangway und schauten uns dumm an, weil wir uns nicht vorstellen konnten, mit den Rädern darüber auf MS Lofoten zu kommen. Dann aber öffnete sich mittschiffs eine Luke und wir wurden aufgefordert, unser Gepäck von den Rädern nehmen. Räder und Packtaschen wurden dann einzeln durch die Luke an Board gereicht oder, was die Taschen betrifft, geworfen. An Board wurden die Räder in einer Ecke des Laderaumes aneinandergestellt und die Gepäckstücke an anderer Stelle ungeordnet auf einen Haufen geworden. Im Ticketbüro wurden wir dann auch aufgefordert, umgehend in den Laderaum zu gehen und unsere Gepäckstücke und Räder zu sortieren.
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#612256 - 17.04.10 17:05
Re: Meine Reise entlang der norwegischen Küste
[Re: rayno]
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Hallo Lothar,
ist ja sehr interessant, in natura habe ich das nämlich noch nicht gesehen. Vor 2 Jahren in Rørvik sind keine Fahrräder verladen worden und dieses Jahr an gleicher Stelle auch nicht. So gerne ich die alten Schiffe mag, da ziehe ich dann bei einer Distanzreise mit Rad dann doch die neueren Schiffe vor.
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Gruß aus Schwetzingen
Jürgen | |
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