Radfahren in Zeiten des Corona-Virus

von: Bartoli

Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:27

Die meisten von uns, die wie ich eine größere Radtour für den Sommer vorhaben, werden wohl bereits mitten in der Planung stecken, vor allem dann, wenn es weiter weg gehen sollte.

Und dann wird einem plötzlich bewusst, dass Corona einem einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

Mein Flug ist für den 26.03.20 (von Frankfurt über Moskau nach Teheran) bereits gebucht, das Visum für den Iran liegt vor, das für Turkmenistan und Tadschikistan ist in Arbeit. All das wurde schon Anfang Januar in die Wege geleitet, also zu einem Zeitpunkt, als Corona noch gar kein Problem war oder allenfalls ein kleines und lokal sehr begrenztes.

Als wären die zunehmend schlechten Nachrichten aus dem Iran nicht schon schlimm genug, musste ich nun heute lesen, dass alle Nachbarstaaten Irans ihre Grenzen geschlossen haben.

Meine Verunsicherung könnt ihr euch sicher vorstellen:

- Was mache ich, wenn ich zwar in den Iran reinkomme, aber nicht mehr raus bzw. weiter?

- Was passiert, wenn ich festsitze und mein Visum abläuft?

- Ist das Risiko einer Reise in ein Land mit steigenden Infektionszahlen überhaupt vertretbar?

- Wäre es vernünftiger, trotz bereits entstandener Kosten für Flug und Visa die ganze Tour abzublasen?


Was würdet ihr machen bzw. welches Risiko haltet ihr für vertretbar und welches nicht?

Damit die Missverständnisse aufhören, habe ich den Termin der Reise farblich hervorgehoben.
von: olafs-traveltip

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:38

Die erste Quelle und Entscheidungshilfe ist mE das Auswärtige Amt und
die schreiben schon recht deutlich, dass man nicht erforderliche Reisen in den Iran verschieben sollte...

von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:43

In Antwort auf: Bartoli


- Wäre es vernünftiger, trotz bereits entstandener Kosten für Flug und Visa die ganze Tour abzublasen?



Das würde ich wenn ich schon gebucht hätte ehrlich gesagt kurz vor der Abreise entscheiden.

Unabhängig vom tatsächlichen Ansteckungsrisiko hätte *ich* keine Lust, mir den Urlaub dadurch verderben zu lassen, dass Grenzen geschlossen oder Orte unter Quarantäne gestellt werden oder auch dass ich das nur befürchten muss.

Im Jahr des SARS-Ausbruchs wollten wir nach Canada, hatten allerdings noch nichts gebucht. Als wir hörten, dass der Flughafen Toronto einige Tage geschlossen war, sind wir woanders hingefahren. Allerdings hatte sich der Ausbruch bis zu unserem Reiseterin längst erledigt und interessanterweise ist SARS seitdem nie mehr aufgetreten. D.h. wenn wir gebucht hätten, wäre alles kein Problem gewesen.

2009 waren wir während der Schweinegrippewelle in England. Da habe ich vorher auch hier im Forum gefragt, nicht ob ich befürchten muss mich anzustecken, das kann überall passieren, sondern ob ich befürchten muss, dass die Engländer panisch reagieren und das öffentliche Leben lahmlegen. Ich wurde beruhigt. Als ich mitbekam, dass die Panik trotz hoher Fallzahlen ausbleibt sind wir mit einem etwas mulmigen Gefühl gefahren. Auch da hatten wir Glück: exakt in den Tagen um unsere Abreise sind die Fallzahlen plötzlich gesunken, man vermutete einen Zusammenhang mit dem Beginn der Schulferien.

Mein Fazit: so eine Epidemie kann sehr schnell wieder rum sein, ich würde im Februar eine geplante Sommerreise noch nicht stornieren.

Edit: sorry, ich habe deinen Flugtermin falsch gelesen, dann passt meine Antwort für die Zeitspanne natürlich nicht mehr.
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:43

Das stimmt schon, aber gerade das Auswärtige Amt ist mit seinen Reisewarnungen übertrieben vorsichtig.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:43

Zitat:
Wäre es vernünftiger, trotz bereits entstandener Kosten für Flug und Visa die ganze Tour abzublasen?


Ich würde erst einmal abwarten und Tee trinken. Bis zum Sommer ist es noch etwas hin und wie sich die Hysterie um Corona generell entwickelt kann Di zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen.
Stornieren oder Umbuchen kannst Du immer noch.
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:47

In Antwort auf: Thomas1976
Zitat:
Wäre es vernünftiger, trotz bereits entstandener Kosten für Flug und Visa die ganze Tour abzublasen?


Bis zum Sommer ist es noch etwas hin und wie sich die Hysterie um Corona generell entwickelt kann Di zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen.
Stornieren oder Umbuchen kannst Du immer noch.



Naja, mein Flug ist für den 26.03. gebucht, ist also nicht mehr allzu lange hin.
von: olafs-traveltip

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:54

In Antwort auf: Bartoli
Das stimmt schon, aber gerade das Auswärtige Amt ist mit seinen Reisewarnungen übertrieben vorsichtig.


Das finde ich ist nicht immer so. Außerdem kenne ich die Stornobedingungen Deiner Airline nicht. Du könntest ja noch etwas abwarten, aber langs ist es nicht.

Wenn Die Grenzen Dicht sind und ich mir ansehe, was mit zB den Kreuzfahrtschiffen in Asien passiert ist, würde ich es nicht riskieren, nicht aus dem Iran wieder herauszukommen.

Bei wir stellt sich das Problem auch gerade, aber wegen der Lombardei. Ich werde abwarten, aber das Kostenrisiko bei Storno für mich auch Überschaubar (Storno für Bahnticket und Platzreservierung)
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 13:55

Sorry überlesen.

Mache Dich mal schlau wegen Umbuchung Deines Fluges. Ich würde aber trotzdem abwarten bis einige Tage vorher.
Wenn Du die Reise verschieben kannst, würde ich es vorziehen gegenüber dem Stornieren. Sollte um einiges günstiger sein.

Ich halte die Hysterie wegen dem Coronavirus sowieso für komplett übertrieben, das ist aber eine andere Geschichte.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 14:06

Ich finde die Begründung von mangri , warum er nicht nach Asien fährt sehr klug. Re: Bartang-Tal / Pamir im August 20 (Reisepartner)
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 14:08

In Teneriffa haben momentan knapp 1000 Touristen Stubenarrest im Hotel.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 14:11

In Antwort auf: Deul
In Teneriffa haben momentan knapp 1000 Touristen Stubenarrest im Hotel.


Vielleicht kommt ja nun das Ende der Menschheit.
Hysterie, Panik, Zusammenbruch aller (Wirtschafts)Systeme, Atomkrieg.

Auszuschließen ist es nicht.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 14:15

Der Handel wird wohl ein wenig eingeschränkt. Der Flugverkehr wird wohl etwas nachlassen. Das sehe ich jetzt nicht unbedingt negativ. Es wird sicher Kollateralschaden geben, aber auch das wird die Menschheit als solches überstehen.

Hysterie würde ich das bei der Infektionsrate nicht nennen, auch wenn die echte Grippe schwerer verläuft.
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 14:22

In Antwort auf: Juergen
Ich finde die Begründung von mangri , warum er nicht nach Asien fährt sehr klug. Re: Bartang-Tal / Pamir im August 20 (Reisepartner)


Danke für den Hinweis. Seine Argumentation ist nachvollziehbar.
von: ClauWolf

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 15:03

Gestern Abend kam ein Bericht in Wiso auf dem ZDF, das man bei Reisewarnungen für bestimmte Länder nicht nur Reisen sondern auch Flüge ohne Probleme stornieren kann. Schau Dir das doch in der Mediathek an, oder erkundige Dich. Lg
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 15:27

In Antwort auf: ClauWolf
.... das man bei Reisewarnungen für bestimmte Länder nicht nur Reisen sondern auch Flüge ohne Probleme stornieren kann..... oder erkundige Dich. Lg


Corona zählt noch nicht dazu.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 16:03

Hallo,

wie schon geraten: warte noch 4 Wochen ab und schau dann.

Aktuell verlaufen wohl die meisten Ansteckungen mild, die meisten ernsten Fälle sind durch Co-Morbiditäten wie Herz-Kreislauf, Diabetis, Krebs etc charakterisiert. Ebenso leiden Menschen >60 Jahren mehr als darunter. Wenn du in die Risikogruppen, v.a. Kombination aus Alter, Krankheiten etc fällst, dann würde ich an deiner STelle bei gleichbleibender Situation! in 4 Wochen dazu tendieren woanders hinzuradeln. Sonst: würde ich ein paar Fiebersenker in die Reiseapotheke packen und losfahren. Auch im Iran gibt es ein ordentliches Gesundheitssystem. Auch dort bekommst du up-date Infos über sich ändernde Zustände und es gibt auch ein Verkehrssystem welches spontane (weite) Richtungswechsel erlaubt (Busse, Bahnen oder Taxis) falls ne Visumszeit ausläuft und man in eine Richtung nicht weiterkommen sollte. --> Festsitzen = unwahrscheinlich, pack ein paar Notgroschen ein um einen solchen Dienst bezahlen zu können. Nicht Rauskommen - auch unwahrscheinlich. Vielleicht nicht so wie du jetzt planst;)
Zu den Zahlen: im Moment würde dann Italien rausfallen, in 3-4 Tagen vermutlich auch Österreich usw...--> ich würde es im Moment nicht abblasen. Die Situation wird sich ändern, wohin sehen wir alle später. (auch meine geplante Radreise kommt zeitlich näher und auch dort steigen die Zahlen im Moment - vielleicht kann ich dann nichtmal z Hause losfahren, da dann hier alles abgesperrt ist:))

Genereller Kommentar: das Leben ist nicht ganz ungefährlich, Krankheiten, Verletzungen und sogar der Tod lauern überall und jeden Tag. In Westeuropa mit unseren 100 Versicherungen gaukeln wir uns das nur gern vor... Wir werden nicht alles 100% kontrollieren können: Tollwut, Malaria, Dengue, Corona, West-Nil aber auch Verkehr, Lebensmittelvergiftungen, Meningitis und wie die Dinge benannt werden können kann man nicht immer vermeiden. Sollen wir deshalb uns zu Hause einschließen? Ich für mich würde die Frage mit Nein beantworten, die größten bekannten (wirklichen) Risiken soweit wie möglich reduzieren und dann das Leben jeden Tag wertschätzen und genießen.
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 16:19

In Antwort auf: Grimbol

Genereller Kommentar: das Leben ist nicht ganz ungefährlich, Krankheiten, Verletzungen und sogar der Tod lauern überall und jeden Tag. In Westeuropa mit unseren 100 Versicherungen gaukeln wir uns das nur gern vor... Wir werden nicht alles 100% kontrollieren können: Tollwut, Malaria, Dengue, Corona, West-Nil aber auch Verkehr, Lebensmittelvergiftungen, Meningitis und wie die Dinge benannt werden können kann man nicht immer vermeiden. Sollen wir deshalb uns zu Hause einschließen? Ich für mich würde die Frage mit Nein beantworten, die größten bekannten (wirklichen) Risiken soweit wie möglich reduzieren und dann das Leben jeden Tag wertschätzen und genießen.


Ich gebe dir was die tatsächliche Ansteckungsgefahr uneingeschränkt recht. Leider ist sie nur ein Aspekt. Auf Teneriffa wurde gerade ein Hotel unter Quarantäne gestellt, in Italien mehrere Gemeinden. Das stelle ich mir auch dann extrem nervig und belastend vor, wenn die reale Ansteckungsgefahr gering ist und ich mich gar nicht anstecke. Klar kann es auch unabhängig von Corona-Ausbrüchen passieren, dass man zur falschen Zeit am falschen Ort ist, aber im Moment ist sie halt deutlich größer. Ich würde gerade tatsächlich nicht zu meinem Vergnügen nach Italien fahren wollen.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 17:32

Zitat:
Das stelle ich mir auch dann extrem nervig und belastend vor, wenn die reale Ansteckungsgefahr gering ist und ich mich gar nicht anstecke.

Das kann sogar noch weiter gehen. Es ist m.W. nicht klar, wer die "Kosten" trägt, wenn man selber nicht erkrankt, aber trotzdem im Ausland(!) unter Quarantäne gestellt wird. Die KV kommt nur auf, wenn man selber erkrankt ist und nicht zur Arbeit darf/kann. Im Inland kommt der Staat auf, wenn man hier unter Quarantäne gestellt wird. Ist das persönliches Pech und somit unbezahlter Zwangsurlaub, wenn einem das im Ausland passiert? Das wäre es mir persönlich nicht wert.
Gruß
Uli
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 18:47

In Antwort auf: Uli
Es ist m.W. nicht klar, wer die "Kosten" trägt, wenn man selber nicht erkrankt, aber trotzdem im Ausland(!) unter Quarantäne gestellt wird.
Guter Einwand!
Obwohl, wenn die Ordnungsbehörde ein Hotel zur Quarantänestation erklärt, dann müsste sie auch dafür zahlen. Denn weder der Hotelier noch die Gäste haben die Musik bestellt.
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 20:43

Akutes Ansteckungsrisiko und dessen mögliche Folgen sehe ich auch eher entspannt. Vor allem für Radreisende, die ihre Zeit nicht unbedingt in großen Menschenmassen verbringen.

Kritischer schon, wenn so Quarantäneaktionen dazu kommen, wo Behördenaktionismus gefragt ist, ist das für mich der springende Punkt.

Ansonsten ist das Auswärtige Amt DIE relevante Informationsbasis für Entscheidungen. Gibt es eine Reisewarnung, kann man stornieren - wüsste nicht, warum das bei Corona anders sein sollte - wenn davor gewarnt wird, ists ein Stornierungsgrund. Allerdings sollte da seit der Buchung schon eine Neubewertung eingetreten sein. Reise in Schurkenstaat buchen und dann kurz vor Abflug wegen langfristig bestehender AA-Warnung storneren dürfte schwierig werden.
Außerdem: Reisewarnungen und Reisehinweise nicht verwechseln. Letztere sind i.d.R. wohl kein Stornogrund.
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 20:50

Kreuzfahrtschiffe sind ein sehr spezieller Fall. Extrem viele Menschen sind zwangsweise über längere Zeit auf recht engem Raum zusammen (gemeinsame Speiseräume, Sanitärräume, Handläufe,...) Das sind absolute Brutstätten für derartige Infektionen, vor allem bei so langen Inkubationszeiten wie jetzt bei Corona. Obendrein tragen Infizierte nach der Reise die Keimzellen extrem breit weiter. Die Quarantänemaßnahmen deshalb kann ich daher nachvollziehen und ne Kreuzfahrt würde ich mir derzeit wirklich überlegen (aber auch sonst kaum tun).
von: cterres

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 20:54

Es liegt im Bereich des Möglichen, das Flüge von und nach Teheran gestrichen werden. Sei es, weil die Fluggesellschaft nicht fliegt oder weil Moskau die Flugrouten sperrt. Das geschieht zur Zeit gerade in einigen Ländern.
Damit wäre der Verlust geringer, weil stornierte Flüge natürlich erstattet werden.
Ob dazu auch Frankfurt-Moskau gehört, hängt von der Buchung ab.
von: dcjf

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 21:36

Wir konnten vor ein paar Jahren bei Aeroflot problemlos umbuchen (es hatte sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass der Grenzübergang über den wir wollten, doch nicht offen war), hat glaube ich keinen Aufpreis gekostet, sondern hing vom Tarif der Strecken ab.
Die Reisehinweise beim AA sind aktuell noch keine Reisewarnung, insofern helfen die für ein Storno nicht. Würde also v.a. bei der Fluglinie die Stornierungs/Umbuchungsbedingungen anschauen und abwarten. Das Problem kurzfristig wieder heim zu müssen scheinst du ja nicht zu haben, sondern den ganzen Sommer Zeit.
Wir hatten Anfang Januar, als wir auf dem Rückflug von China waren, noch geliebäugelt unser Double Entry-Visum noch zu nutzen und im April hinzufliegen. Anfang Februar war mir dann die Idee gekommen auf den Iran auszuweichen, aber wir haben noch nichts gebucht. Momentan würde ich wohl nur kurzfristig etwas planen, da sich die Situation doch sehr schnell ändert. Hoffen wir mal, dass Trump recht behält und das Virus sich mit dem Sommer erledigt.

Bezüglich der Aufenthaltsfrage im Iran, du kannst dort üblicher Weise dein Visum verlängern lassen (zu Teheran bestehen einige Berichte), insofern sollte die Gefahr ohne Visum dazustehen nicht so gross sein. Die Situation im Iran sieht oberflächlich betrachtet, momentan nicht so gut aus (das Verhältnis Todesfälle zu identifizierten Infizierten lässt vermuten, dass es deutlich mehr unidentifizierte Infizierte gibt; da passt ins Bild, dass auch der iranische Corona-Beauftragte nun infiziert ist). Wie der Iran das jetzt eindämmen will habe ich nicht verfolgt, gibt es dort analog zu China starke Einschränkungen? Zumindest die Nachbarn reagieren teils drastisch.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.02.20 22:20

In Antwort auf: dcjf
Hoffen wir mal, dass Trump recht behält und das Virus sich mit dem Sommer erledigt.

Hi Christian,

dieser Dreiviertels-Depp glaubt auch, dass sich der Klimawandel mit dem nächsten Winter erledigt Nix für ungut, aber das musste ich jetzt loswerden zwinker

On topic: Wir sind gerade auf Teneriffa, zum Glück jedoch auf der anderen Seite der Insel wie dort, wo sie gerade das Hotel abgerigelt haben. Natürlich machen auch wir uns jetzt so unsere Gedanken - mit umgekehrten Vorzeichen allerdings: Sollen wir früher zurückfliegen (bevor sie womöglich daheim alle TF-Rückkehrer in Quarantäne schicken) oder unsere zweieinhalb Wochen hier vollends aussitzen? Wir haben uns ganz klar dafür entschieden: Hierbleiben. Und zwar, weil in den nächsten zwei Wochen da weltweit noch so viel passieren kann, dass es kaum abzuschätzen ist. Entweder weitet sich die Epidemie vollends so weit aus, dass sie in allen Ländern Europas gleich stark verbreitet ist und man aus logistischen Gründen gar nicht alle Reisenden mehr kontrollieren kann, oder es gibt endlich den längst überfälligen medizinischen Fortschritt in Form einer Impfung. So wie m.W. einstens auch bei SARS...

Erscheint vielleicht jetzt weit hergeholt, aber mein Umkehrschluss und meine Empfehlung für alle, die bald eine lang ersehnte Reise antreten wollen: Noch eine Weile abwarten schmunzel Ich bilde mir ein, in den nächsten zwei Wochen entscheidet sich da Vieles...

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.02.20 01:35

Hallo,

vielen Dank für euer zahlreiches Feedback. Hat mir sehr geholfen. Geduld scheint in der Tat das einzige zu sein, was man dieser sich anbahnenden Hysterie entgegen setzen kann.

Bis zum 26.03.20 bleiben ja noch 5 Wochen. Wenn mein Flug stattfindet, fliege ich. Allerdings haben einige Linien Flüge in den Iran schon stark eingeschränkt (z.B. Turkish Airlines). Mal sehen, was Aeroflot macht.

Meine geplante Einreise vom Iran nach Turkmenistan ist am 07.05.20. Wenn die Grenze bis dahin wieder offen ist, läuft alles wie geplant. Wenn nicht, versuche ich nach Usbekistan zu fliegen und setze meine Reise halt ohne Turkmenistan fort oder fliege nach Baku und ziehe meine Kaukasus-Tour vor, die ich eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant hatte.

Und wenn ich nicht mal in den Iran kommen sollte, versuche ich, in die Region umzubuchen oder mache halt ganz was anderes. Habe noch so viel vor, dass ich das sowieso nicht alles schaffen kann.

Und vor allem: Es gibt Schlimmeres als auf Kosten für Flug, Visa und AKV sitzen zu bleiben.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Nacht.

Gruß,
Uwe
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.02.20 09:58

Zitat:
Gibt es eine Reisewarnung, kann man stornieren - wüsste nicht, warum das bei Corona anders sein sollte - wenn davor gewarnt wird, ists ein Stornierungsgrund.

Das stimmt so nicht. Entscheidend sind die AGB, die mit dem Vertragsabschluß gelten. In Deutschland ist die Reisewarnung als Stornierungsgrund gesetzliche Vorgabe und kann über die AGB nicht ausgehebelt werden. Hast du mit irgendeinem Hotel, Vermieter, .... im Ausland einen Vertrag abgeschlossen, dann gilt das, was du mit diesem vereinbart hast - und das wird die Reisewarnung des Außenministeriums von Deutschland als kosten- und fristlosen Stornierungsgrund mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nicht beinhalten.
Gruß
Uli
von: aighes

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.02.20 04:45

Hallo,
von mir mal eine Einschaetzung von jemanden, der die Reaktionen in China miterlebt und mal abgesehen von einer moeglichen Ansteckungsgefahr.

Mir wuerde es zum einen keinen Spass machen, durch ein vermutlich totes Land zu reisen. Das wuerde ich zumindest fuer den Iran vermuten. Rechne damit, dass sich laendliche Gebiete evtl. abriegeln, dass Hotels geschlossen sind oder keine Fremden aufnehmen, dass du Beschraenkungen unterliegen wirst, wenn du in bestimmten Regionen warst und das in einem Land, dessen Sprache du nicht kennst und nur schwer an Informationen kommst. Museen und aenhliches wird wohl auch geschlossen sein.

China hat sehr drastisch reagiert und die Beschraenkungen werden wohl noch mehr einiges andauern. Der Iran ist vermutlich da etwas schlechter aufgestellt. Sprich im Iran wuerde ich bis weit in den April rein mit Einschraenkungen rechnen.

Ob du im Mai immer noch mit Einreisebeschraenkungen auf Grund deines Iranaufenthalts rechnen musst ist ungewiss. Ich wuerde es aber einkalkulieren und mir ueberlegen, was dann die Alternative waere.
von: aighes

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.02.20 10:33

Hallo Thomas,

aus der "ersten-Welt-Sicht" und nicht der Risikogruppe angehörend stimme ich dem zu. Zumindest solange die Fälle in einer Größenordnungsmäßig bleiben, die das lokale Gesundheitssystem verkraften kann. Dann wird man voraussichtlich das Virus überleben.

Daher geht es mir in Shanghai ähnlich wie es dir vorkommt. Es ist ein bisschen "too much".

Allerdings müsste es für mich gute Gründe geben, warum ich in ein 2.5te-Weltland reisen sollte, wo eine Krankheit umgeht, die höchst ansteckend ist. Zumal auf einer Radreise die Hygiene nicht immer einfach ist aufrechtzuerhalten. Denn wenn ich mihc infiziere lande ich nicht auf einer Intensivstation der Uniklinik Düsseldorf, sondern irgendwo im Iran mit vermutlich vielen anderen Infizierten evtl. in einer Turnhalle.
von: BeBor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.02.20 12:48

In Antwort auf: aighes
Mir wuerde es zum einen keinen Spass machen, durch ein vermutlich totes Land zu reisen. Das wuerde ich zumindest fuer den Iran vermuten. Rechne damit, dass sich laendliche Gebiete evtl. abriegeln, dass Hotels geschlossen sind oder keine Fremden aufnehmen, dass du Beschraenkungen unterliegen wirst, wenn du in bestimmten Regionen warst und das in einem Land, dessen Sprache du nicht kennst und nur schwer an Informationen kommst.

Der Grad des Willkommens von Menschen, die nur diffus (und letztlich wohl unbegründet) in Verdacht standen, das Virus zu transportieren, wurde schon mal mit robusten Mitteln angezeigt.

Bernd
von: jutta

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.02.20 15:50

Möchtest DU das in deiner Nähe haben? Ist etwa wie ein Korb mit Giftschlangen. Solange die gefangen sind, mags sein. Aber wehe, die brechen aus.
Ich hab vor Jahrzehnten mal ein Krankenhaus in Kiew kennengelernt, gsd nicht als Patient. Damals sagte man uns, das sei eins, wo Ausländer hinkämen, mit Dolmetscher,...Nix davon, die Einheimischen wurden von ihren Angehörigen versorgt. Sicher hat sich seitdem die Erde gedreht, und auch bei uns ist's seitdem anders geworden.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.02.20 16:55

ich glaube, das Virus ist schon ziemlich weit verbreitet. Überall da, wo getestet wird findet man es auch. Allerdings wird nicht überall getestet... zB konnten (Geschäftsreisende) aus vielen Ländern entweder direkt oder halt mit Umsteigen in den letzten Wochen ohne Check hin und herreisen... die jetzige Panik kommt ein wenig spät und eigentlich kann man viele Fälle schon gar nicht mehr zurückverfolgen. Auch hier in Deutschland! Wir haben noch fleißig Karneval feiern müssen / wollen. Viele Wirtschaftsmeetings & Konferenzen fanden statt usw. Jetzt auf einzelne Länder zu zeigen ist Quatsch.

Wir werden also damit leben und klarkommen müssen. Vielleicht werden einfach nicht mehr alle getestet oder Testergebnisse nicht berichtet. Dann schaut es nach Entspannung aus und alle suchen sich ein neues Aufregerthema.
Händewaschen und nicht auf jede Party gehen sind vermutlich trotzdem keine dumme Idee. Auf jeden Fall sollte man den Kranken helfen und sie nicht stigmatisieren. Stellt euch mal vor, es würde über jeden Grippekranken so viel Wind gemacht werden...
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.03.20 11:27

Wenn man den amtlichen Statistiken glauben darf, wurden weltweit von den bisher als infiziert Erfassten 86.966 immerhin 41.960 wieder als geheilt entlassen. Und das, obwohl noch kein Impfstoff gegen das Corona-Virus entwickelt wurde.

Trotz aller Unzulänglichkeiten seitens der Politik und gesundheitlicher Gefahren bei Risikogruppen sind das zunächst einmal gute Nachrichten.

Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Italien-meldet-ueber-1100-Corona-Infektionen-article21611165.html
von: cterres

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.03.20 11:43

Eigentlich gehören weitere Beiträge zu einem neuen Thema, aber im Grunde betrifft die ursprüngliche Frage, ob man als Urlauber den Iran wieder verlassen darf auch Reisende in Deutschland, denn auch hier gibt es eine unkontrollierte Verbreitung.

Schon als hierzulande die Familienangehörigen der ersten erkrankten Webasto-Angestellten positiv getestet wurden, gab man bekannt, das diese zum Teil ohne Symptome blieben. Es gab also bereits nachweislich erkrankte Menschen, die sich selbst nicht krank fühlten, aber den Covid-19-Virus an andere Menschen übertragen konnten.

Entdeckt wurde dies nur durch eine noch kurze und damit nachvollziehbare Kette an Erkrankten, die auf eine aus China eingereiste Person zurückzuführen war. Und auch nur deswegen wurde auf den Covid-19-Virus getestet.

Ein Mensch der sich nicht krank fühlt, wird nicht zum Arzt gehen und auch eine leichte Erkältung wird von den meisten Menschen mit Bonbons und Tee kuriert. Auch am Arbeitsplatz. Die Verbreitung ist damit nicht mehr zu stoppen und eine unauffällig verlaufende Erkrankung wird auch nicht mehr statistisch erfasst.

Damit wird man sich abfinden müssen.
von: dhomas

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.03.20 15:21

Also nochmal zum eigentlichen Thema, d.h. Auslandsreisen in Riskogebieten. Auch wenn ich persönlich für mich keine große Gefahr durch das Corona-Virus sehe, so kann es doch jederzeit passieren dass man in eine Quarantäne kommt und dort festsitzt - ggf. so lange bis das Visum abläuft. Gerne macht dann ein anderes Land mal schnell die Grenze zu, und so weiter.

Ich persönlich würde die Sache abblasen. Nicht aus Angst vor Ansteckung, sondern einfach wegen Unannehmlichkeiten. Lasse jetzt auch meinen geplanten Urlaub im April erst mal liegen, bzw. werde wohl einfach spontan in der Nähe etwas machen.

Was den Iran betrifft so vermute ich dass die Sache noch schlimmer ist als angegeben (sie haben auffällig wenige Infizierte für so eine hohe Todeszahl), was heißt dass entweder vertuscht wird oder bis heute nicht richtig getestet wird - was vermuten lässt dass die Situation völlig außer Kontrolle ist. Im Gegensatz zu China hat man wohl bisher keine wirksamen Maßnahmen getroffen. Da machen die Behörden und Polizisten gerne mal unberechenbare Schnellschüsse (auch wenn gut gemeint) und ein gutes Vorankommen im Land würde ich als Glückspiel sehen.
von: Velo 68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.03.20 16:04

In Antwort auf: dhomas
Also nochmal zum eigentlichen Thema, d.h. Auslandsreisen in Riskogebieten. Auch wenn ich persönlich für mich keine große Gefahr durch das Corona-Virus sehe, so kann es doch jederzeit passieren dass man in eine Quarantäne kommt und dort festsitzt - ggf. so lange bis das Visum abläuft. Gerne macht dann ein anderes Land mal schnell die Grenze zu, und so weiter.

Ich persönlich würde die Sache abblasen. Nicht aus Angst vor Ansteckung, sondern einfach wegen Unannehmlichkeiten. Lasse jetzt auch meinen geplanten Urlaub im April erst mal liegen, bzw. werde wohl einfach spontan in der Nähe etwas machen.

Was den Iran betrifft so vermute ich dass die Sache noch schlimmer ist als angegeben (sie haben auffällig wenige Infizierte für so eine hohe Todeszahl), was heißt dass entweder vertuscht wird oder bis heute nicht richtig getestet wird - was vermuten lässt dass die Situation völlig außer Kontrolle ist. Im Gegensatz zu China hat man wohl bisher keine wirksamen Maßnahmen getroffen. Da machen die Behörden und Polizisten gerne mal unberechenbare Schnellschüsse (auch wenn gut gemeint) und ein gutes Vorankommen im Land würde ich als Glückspiel sehen.

So sehe ich das auch!
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 09:12

Sicherlich wird die Zahl der tatsächlich Erkrankten in Iran größer sein. Aber selbst in China ist diese Zahl verglichen mit der Zahl der Einwohner verschwindend gering. Dennoch würde auch ich eine Reise in den Iran oder ähnliche Länder vermeiden, da generell diverse Maßnahmen, die dort ergriffen werden, das Reisen zumindest erschweren könnten. Das könnte man in Ländern wie Italien noch gut in den Griff bekommen und man hätte zur Not auch eine gute Gesundheitsversorgung für den eher unwahrscheinlichen Fall, dass man sich tatsächlich ansteckt und dann sogar noch ernsthaft erkrankt. Im Iran wäre das Durchsetzen persönlicher Freiheitsrechte erheblich schwieriger und wenn ich nicht gerade in Teheran wäre, möchte ich auf Krankenhäuser dort nicht unbedingt angewiesen sein.

Aber wie gesagt, mehr als die Krankheit würde ich bei so einer Reise die möglichen Repressalien fürchten ...
von: Dergg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 12:51

Du glaubst, Deine persönliche Freiheit wäre hier oder in Italien im Zweifelsfalle weniger eingeschränkt? Lies mal §28 Infektionsschutzgesetz:

Die Grundrechte der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz), der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 Grundgesetz) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Abs. 1 Grundgesetz) werden insoweit eingeschränkt.
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 13:05

Ich hoffe, Du kannst noch zwischen den Rechtssystemen Deutschlands oder Italiens und denen in Ländern wie Iran usw. unterscheiden wirr . Ich denke schon, dass man sich bei uns deutlich eher an rechtlichen Grundlagen orientiert als das im Iran der Fall sein dürfte.

Wenn ich in Italien unter Quarantäne gestellt werde, so würde ich mich nicht in einer Situation wiederfinden, in der am Ende meine Rechte keine Rolle mehr spielen - auch wenn Freunde von Verschwörungstheorien und Anhänger der Fraktion "Bei uns ist alles so schlecht!" das anders sehen mögen. Ich für meinen Teil würde deutlich lieber in Italien in einem Dorf festsitzen als in irgendeinem abgelegenen Teil Irans. Und um die konkrete Situation im Iran ging ja dieser Faden ursprünglich, auch wenn inzwischen andere Bereiche der Welt ähnliche Überlegungen bzgl. Reiseplänen wert sein dürften.

Nochmals, ich glaube nicht so sehr an die unmittelbare Gefahr durch die Erkrankung, sondern würde auf einer Reise vielmehr die Reisebeschränkungen fürchten. Wenn die Grenzen zu anderen Ländern dicht gemacht werden, so ist das schon ein Problem, und im Falle des Irans ist das durchaus der Fall (z. B. Grenze zur Türkei ...).
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 14:23

Zitat:
Ich für meinen Teil würde deutlich lieber in Italien in einem Dorf festsitzen als in irgendeinem abgelegenen Teil Irans


Ich möchte weder in einem Dorf in Italien, noch in einem Dorf im Iran, noch auf einem Kreuzfahrtschiff oder sonstwo festsitzen wollen.

Auch wenn ich die Hysterie für total plem, plem halte, alle Maßnahmen die von den betroffenen Ländern schrecken mich dann doch eher ab momentan ins Ausland zu reisen.

Habe ja meine diesjährige lange Radreise schon hinter mir.
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 15:04

So, heute habe ich meinen Flug nach Teheran storniert. Das ging wider Erwarten ohne Probleme und ohne Kosten, denn die Fluglinie (Aeroflot) hat den Flug (noch) nicht von sich aus gecancelled.

Dann mache ich in diesem Jahr das, was ich eigentlich erst im nächsten Jahr machen wollte: Skandinavien. schmunzel
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 15:11

Dann hast Du ja die richtige Entscheidung getroffen zwinker
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 15:18

Da hast du Recht. Die Vernunft hat gesiegt. Iran & Zentralasien laufen mir ja nicht weg.

Und mit sinkendem Frustpegel steigt die Vorfreude auf Skandinavien. Hoffe nur, dass dort alles relativ ruhig bleibt. schmunzel
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 15:19

Die Mücken in Skandinavien haben Corona den Kampf angesagt grins
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 15:51

Bis auf das Gedränge, weil alle nach Skandinavien fahren.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 19:53

Ob ein Quarantäne in nem skandinavischen Dorf so fein ist .... schmunzel

sonst wundere ich mich noch generell warum Schweizer Fußballspiele potenziell mehr ansteckend sein sollen als deutsche... genauso der Karneval... naja, vielleicht wissen ja die deutschen 16 Landesbehörden da mehr oder es geht doch nur ums große Geld. auch werden immer noch nicht alle, die mit Husten zum Arzt gehen getestet...

Ich hoffe auch, dass bald wieder Entspannung Einzug hält. Aufhalten oder wirklich verzögern scheinen unsere Politiker das Ganze ja nicht oder zumindest Reden sie nur davon. Eigentlich finde ich das wenige Handeln ja sogar richtig aber dann könnte man auch das Reden darüber lassen... und ich hoffe, dass auch bald Italien bald wieder entspannt beradelbar ist, zum einen weil der Ätna ja vielleicht ein tolles Zielfotomotiv hergibt, wenn er ausbricht zwinker und weil man sich dann auf die eigentlichen Gefahren beim Radeln fokussieren kann : den Autoverkehr
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.03.20 21:51

Interessant, dass wir in Deutschland auf einmal 80 Millionen Hobbymediziner und -epidemologen haben, die natürlich alle besser wissen, wie es laufen müsste.^^

Schweden und Norwegen haben in Relation zur Einwohnerzahl schon mehr Fälle als wir und wer sagt eigentlich, dass die ihre Grenzen für das "Seuchenland Deutschland" wegen der hier höheren absoluten Fallzahlen nicht zumachen?

Um doch noch einen Punkt aufzugreifen: Der Corona-Test ist ja kein 08/15-Standard-Schnelltest. Das Ding kostet 200€ und vor allem bindet der Test Laborkapazitäten. Um diese Jahreszeit haben hunderttausende Schnupfen und Fieber, dass gerade die Grippewelle rum geht, hab ich oben schon geschrieben. Da einfach blind alle auf Corona zu testen, wäre nicht zielführend und ist dem Risiko nicht angemessen, bei aktuellen Fallzahlen von absolut-worst-case-angenommen mal 5000 Infizierten in Deutschland. Obendrein gäbe es auch unter den letzteren trotz Infektion wahrscheinlich noch viele Negativtests, weil die Krankheit noch nicht entsprechend stark ausgebrochen ist.

Was die Fußballspiele betrifft: Das ist eine Frage der individuellen nationalen Anti-Seuchen-Strategie, es liegt in der Natur der Sache, dass da je nach nationaler Lage andere Entscheidungen getroffen werden. Das hat nur einerseits was mit der Gefahr des Virus selbst zu tun, sondern eben auch mit der Seucheneindämmungsstrategie.
von: aighes

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.03.20 00:29

Bei 5000 Fällen würde ich jetzt nicht von worst-case sprechen, aber keiner kann in die Zukunft sehen. Das gefährliche an dem Virus ist nicht, dass die Leute reihenweise umfallen, sondern dass es sich rasant ausbreitet. Von den Infizierten brauchen rund 10% Intensivmedizin. Wenn die Fallzahlen die Zahl der Intensivbetten deutlich übersteigt wird es hässlich wie in Hubei. Wenn du dich aber um die schweren Fälle gut kümmern kannst wird es nicht schlimmer als die Grippe.
In China sind die Zahlen dank der "Selbstqurantäne" niedrig geblieben.

Das kaufen von Hamstern ist unsinnig, wenn man nicht gerade vor hat sich daheim zu verschließen. Das sollte auch klar sein. zwinker
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.03.20 06:29

Damit meinte ich eine Schätzung der aktuellen Infiziertenzahlen in Deutschland, um mal irgendeine aktuell-schlimmster-Fall-Hausnummer zu haben.
von: Dergg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.03.20 08:23

In Antwort auf: aighes
Das kaufen von Hamstern ist unsinnig, wenn man nicht gerade vor hat sich daheim zu verschließen.

Was heißt da "vorhat"? Sowas wird gelegentlich auch angeordnet. Ein bißchen zu hamstern, wenigstens so für 2-3 Wochen, ist absolut rational. Oder denkst Du, Jens Spahns Leute brächten Dir was zu essen vorbei?
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.03.20 09:49

Zitat:
Der Corona-Test ist ja kein 08/15-Standard-Schnelltest. Das Ding kostet 200€ und vor allem bindet der Test Laborkapazitäten

... und - ganz link - bedeutet ein Negativ-Ergebnis nicht, dass man den Covid-19 nicht doch schon hat, weil der Test erst ab einer bestimmten Viren-Menge ein positives Ergebnis ausspuckt. Deshalb sind bei Verdachtspersonen min. zwei Tests im Abstand von ein paar Tagen nötig und das ist einer der Gründe, warum man diesen Leuten eine häusliche Quarantäne vorschreibt.
Gruß
Uli
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.03.20 19:04

In Antwort auf: derSammy

Um doch noch einen Punkt aufzugreifen: Der Corona-Test ist ja kein 08/15-Standard-Schnelltest. Das Ding kostet 200€ und vor allem bindet der Test Laborkapazitäten.

Der Hersteller behauptet, der Test würde 2,50 € kosten und als Gesamtkosten inkl. denen fürs Laborpersonal seien max. 10 € realistisch, vgl. <https://www.tagesspiegel.de/25602142.html>.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.03.20 10:21

Spätestens die hierauf folgenden Beiträge hatten mit der eigentlichen Fragestellung nur noch wenig zu tun. Deshalb wurden Sie abgetrennt und in den Treffpunkt verschoben: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus (Dies & Das) Bitte dort weiter diskutieren, wenn es keine Antwort konkret an den TO ist. Vielen Dank.
von: drachensystem

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.03.20 17:17


Noch im März in den Iran ?
Nach dem Lesen dieses Artikels wohl kaum.
Die legendäre Gastfreundschaft der Iraner würde ich dann nicht mehr annehmen wollen, selbst wenn die Zahlen der Regierung / Opposition politisch bedingt als unzutreffend anzusehen sind.
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.03.20 15:58

In Antwort auf: drachensystem

Noch im März in den Iran ?
Nach dem Lesen dieses Artikels wohl kaum.
Die legendäre Gastfreundschaft der Iraner würde ich dann nicht mehr annehmen wollen, selbst wenn die Zahlen der Regierung / Opposition politisch bedingt als unzutreffend anzusehen sind.



Nein, die Sache hat sich erledigt. Was im Januar noch das absolute Highlight des Jahres hätte werden können, hat sich zerschlagen. Nach der Iranair hat nun mit der Aeroflot auch die letzte Fluglinie Teheran vorm Radar gestrichen. Besser so.

Mein Reisepass ist zurzeit noch auf dem turkmenischen Konsulat. Trotz meiner Intervention und der Gewissheit auch dort, dass ich niemals werde einreisen dürfen, bearbeitet man den Antrag fleißig weiter. Warum auch nicht, bezahlt habe ich ja schon. entsetzt
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.03.20 22:51

<sarcasm>Deutschland soll ja auch sehr schön zum radeln sein. Hab gehört, nächste Woche startet der Frühling durch.</sarcasm>
von: olafs-traveltip

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.03.20 19:56

Da wird es wohl darauf hinaus laufen, nachdem nun Grand Est auch zum Hochrisikogebiet erklärt wurde.

Bleibt zu hoffen, dass wir überhaupt noch raus drüfen, wenn der Frühling durchstartet,
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 06:23

In Antwort auf: Uli
Spätestens die hierauf folgenden Beiträge hatten mit der eigentlichen Fragestellung nur noch wenig zu tun. Deshalb wurden Sie abgetrennt und in D&D verschoben: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus (Dies & Das) Bitte dort weiter diskutieren, wenn es keine Antwort konkret an den TO ist. Vielen Dank.

Es macht uns Moderatoren ne Menge Arbeit, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Bitte beachtet den Hinweis von Uli, sonst kommt hier das Schloss.
Danke für die Kenntnisnahme.
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 11:05

Jetzt hat auch Tschechien die Grenzen mehr oder weniger dicht gemacht.

Ob die allerdings auch auf Radwegen kontrollieren?
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 12:05

Hier hat man nun die deutsch-französischen Grenzübergänge geschlossen.
Eine kleine Frühlingstour zu unserem westlichen Nachbarn ist somit augenblicklich nicht mehr möglich.
Wer gerade von dort kommt, darf sich in Quarantäne begeben.
Gruß
Nat
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 12:27

Text entfernt. Hier ist, wie schon in grün geschrieben, kein Platz für unnötige Sprüche. Die sind in D&D oder der PE besser aufgehoben.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 12:33

Ich würde das kommende Wochenende nochmal nutzen für eine kleine Ausfahrt.

Spätestens übernächstes Wochenende wird es damit auch vorbei sein.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 14:29

In Antwort auf: Bartoli
Jetzt hat auch Tschechien die Grenzen mehr oder weniger dicht gemacht.

Ob die allerdings auch auf Radwegen kontrollieren?
Die eindeutige Antwort findest Du hier:
Tschechien erklärt nationalen Notstand


von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 14:42

Mein Arbeitsplatz ist kurz vor dem Grenzübergang nach F.
Die Grenze ist dicht.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 16:19

In Antwort auf: cyclerps
Mein Arbeitsplatz ist kurz vor dem Grenzübergang nach F.
Die Grenze ist dicht.

Komisch, es wird noch nirgends davon berichtet! verwirrt
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 16:51

Ich warte auch darauf, dass irgendwo berichtet wird. Im Prinzip müsste das dann für den gesamten Großen Osten gelten.
Dann wären auch die Zugverbindungen Metz/Straßburg- Marseille/Montpellier betroffen.
Vielleicht steht ja morgen was in der Zeitung.... lach
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 17:15

Wir haben hier die Info bekommen das unsere französischen Mitarbeiter zu befreien sind.
Das haben wir gestern dann gemacht. AN der Grenze Hornbach (also quasi hinter unserem Hotel) stehen Posten. Viele fahren zurück.

Eine weitere Anordnung sagt das Bürger aus Grand Est und Lothringen nicht mehr rüber gelassen werden. Dies betrifft u.a die Kreise Zweibrücken und Pirmasens. Im Grunde ist das unser ganzes Eck von Mülhausen bis ins Saarland.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 18:16

Polen im Frühjahr haben wir abgeschrieben. Vermutlich ist da bald die Grenze dicht. Storniert haben wir die Hotelbuchungen nicht, da wir eh kein Geld zurück bekommen. Den Sommerurlaub wollten wir in Norwegen verbringen. Im Moment muss man da als einreisewilliger Ausländer für zwei Wochen in Quarantäne. Aber wie das im August sein wird, kann man nicht wissen. Wir buchen erst einmal nichts.

Stattdessen planen wir Alternativtouren in Deutschland. Falls man das dann noch darf.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 18:33

Wir hatten Schweden geplant. An uns Abreise mit dem Zug. Da man die Zugtickets noch nicht buchen kann müssen wir auch nichts stornieren. Ich werd mich die nächsten Tage an ne Alternativroute in Deutschland machen.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 19:18

In Antwort auf: Deul
Ich werd mich die nächsten Tage an ne Alternativroute in Deutschland machen.
Die Gefahr, daß man dauernd ein Forumsmitglied bei der allgemeinen Deutschlandreise trifft, sehe ich als signifikant erhöht an. grins
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 19:19

Zitat:
Die Gefahr, daß man dauernd ein Forumsmitglied bei der allgemeinen Deutschlandreise trifft, sehe ich als signifikant erhöht an


Wenn wir Radfahren dürfen
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 19:25

Eben.
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 19:42

In Antwort auf: cyclerps
Wir haben hier die Info bekommen das unsere französischen Mitarbeiter zu befreien sind.
Das haben wir gestern dann gemacht. AN der Grenze Hornbach (also quasi hinter unserem Hotel) stehen Posten. Viele fahren zurück.

Eine weitere Anordnung sagt das Bürger aus Grand Est und Lothringen nicht mehr rüber gelassen werden. Dies betrifft u.a die Kreise Zweibrücken und Pirmasens. Im Grunde ist das unser ganzes Eck von Mülhausen bis ins Saarland.

das gleiche wurde mir für die hiesigen Grenzübergänge heute morgen per Firmentratsch berichtet und zwar von Leuten, die direkt an der Grenze wohnen.
Von der Pfalz aus wird man, hier ist ja kein Rhein im Weg, über Schleichwege sicherlich hinkommen, aber möchte man das ohne sich in einer Notlage zu befinden
?
Es weiß ja auch niemand, wie intensiv und lange das anhält.
Schon jetzt soll ja jeder, der in den letzten zwei Wochen im Elsass war, in freiwillige Quarantäne gehen.

Gruß
Nat
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 19:52

Zitat:
Schon jetzt soll ja jeder, der in den letzten zwei Wochen im Elsass war, in freiwillige Quarantäne gehen.


Warst Du im Elsass?
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 19:53

In Antwort auf: natash
In Antwort auf: cyclerps
Wir haben hier die Info bekommen das unsere französischen Mitarbeiter zu befreien sind.
Das haben wir gestern dann gemacht. AN der Grenze Hornbach (also quasi hinter unserem Hotel) stehen Posten. Viele fahren zurück.

Eine weitere Anordnung sagt das Bürger aus Grand Est und Lothringen nicht mehr rüber gelassen werden. Dies betrifft u.a die Kreise Zweibrücken und Pirmasens. Im Grunde ist das unser ganzes Eck von Mülhausen bis ins Saarland.

das gleiche wurde mir für die hiesigen Grenzübergänge heute morgen per Firmentratsch berichtet und zwar von Leuten, die direkt an der Grenze wohnen.
Von der Pfalz aus wird man, hier ist ja kein Rhein im Weg, über Schleichwege sicherlich hinkommen, aber möchte man das ohne sich in einer Notlage zu befinden
?
Es weiß ja auch niemand, wie intensiv und lange das anhält.
Schon jetzt soll ja jeder, der in den letzten zwei Wochen im Elsass war, in freiwillige Quarantäne gehen.

Gruß
Nat




Also ich schaue gerade SWR Aktuell BW, da müsste dieser Vorgang doch als Top-Meldung verbreitet werden? Aber es kommt nichts dergleichen. Sicher, dass bei eurem Tratsch nicht Kontrollen mit Sperrungen vermischt wurden?
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 19:55

Es gibt aber inzwischen durchaus Zeitungsartikel dazu:

http://eurojournalist.eu/deutschland-macht-die-schotten-dicht/
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 20:03

Gerade in der Tagesschau: Es wird lediglich stichpunktartig auf glasige Augen und Fieber kontrolliert.
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 20:13

Es handhabt jedes Bundesland anders. Der Zirkus ist eröffnet.

Schleichwege gibt es hinter jedem Baum hier. Irgendwelche Idioten gibt es immer die meinen es besser zu wissen und eben machen was sie wollen. Auch die Menge an Beamten wird unsere Grüne Grenze nicht dicht machen können.
Wer das was da anwandert jetzt immer noch nicht ernst nimmt hat wohl einen größeren Schaden.....
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 20:15

Nein, ich war ja nicht selbst an der Grenze (sondern wohne in der entgegengesetzten Richtung) und habs mir nicht persönlich anschauen können.
Ich kann mir aber vorstellen, dass das keine offizielle Grenzschließung ist, sondern eine Art Kontrolle, die aber aufs gleiche hinausläuft, weil die die Leute wieder retour schickt.
Dem Vernehmen nach haben sich nämlich viele Firmen nicht an die empfohlene Zwangsbeurlaubung ihrer französischen Mitarbeiter gehalten.
Vielleicht versucht man das so einzudämmen ohne es offziell machen zu müssen.

Weil aber bis gestern der kleine Grenzverkehr munter im Gange war ist die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht jedem eingängig.
Vielleicht weiß ich morgen mehr.
Gruß
Nat
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 20:44

In Antwort auf: stefan1893

Also ich schaue gerade SWR Aktuell BW, da müsste dieser Vorgang doch als Top-Meldung verbreitet werden? Aber es kommt nichts dergleichen. Sicher, dass bei eurem Tratsch nicht Kontrollen mit Sperrungen vermischt wurden?

Die Meldung kam heute Morgen, entweder war es SWR-Radio oder ZDF-Morgenmagazin, diverse Presseorgane auch im Web. Die Grenzen ist auch nicht dicht, de facto wirkt es aber so wegen der üblichen 2-Wochen-Quarantänen, die man einlegen soll, wenn man im Risikogebiet war. Auch wenn du nicht kontrolliert wirst, du darfst es ja nirgendwo erzählen, dass du im Elsass Käse mit Velo kaufen warst. Hört es dein Arbeitgeber, setzt er dich fest, genauso könnte auch der Nachbar das melden.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.03.20 21:34

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: stefan1893

Also ich schaue gerade SWR Aktuell BW, da müsste dieser Vorgang doch als Top-Meldung verbreitet werden? Aber es kommt nichts dergleichen. Sicher, dass bei eurem Tratsch nicht Kontrollen mit Sperrungen vermischt wurden?

Die Meldung kam heute Morgen, entweder war es SWR-Radio oder ZDF-Morgenmagazin, diverse Presseorgane auch im Web. Die Grenzen ist auch nicht dicht, de facto wirkt es aber so wegen der üblichen 2-Wochen-Quarantänen, die man einlegen soll, wenn man im Risikogebiet war. Auch wenn du nicht kontrolliert wirst, du darfst es ja nirgendwo erzählen, dass du im Elsass Käse mit Velo kaufen warst. Hört es dein Arbeitgeber, setzt er dich fest, genauso könnte auch der Nachbar das melden.

Ok. Man muss also in Quarantäne, wenn man in Frankreich war. Das ist was ganz anderes als eine Sperrung, denn man kann ja hin und wieder zurück, muss dabei eben "bloß" die Quarantäne hinnehmen. Das wurde hier also als de facto Sperrung wahrgenommen. Danke, jetzt ist mein Verständnisproblem beseitigt. zwinker
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 12:01

Ich habe von einem Freund, der in Marokko auf Radreise ist, mitgeteilt bekommen, das er dort festsitzt. Es fahren keine Fähren mehr aufs europäische Festland.

Wer jetzt noch denkt, auf Radreise gehen zu können, der kann sich das getrotzt abschminken.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 12:51

In Antwort auf: cyclerps
Wir haben hier die Info bekommen das unsere französischen Mitarbeiter zu befreien sind.
Das haben wir gestern dann gemacht. AN der Grenze Hornbach (also quasi hinter unserem Hotel) stehen Posten.

Solche Maßnahmen machen deutlich, wie unkoordiniert und inkohärent man mit der Epidemie umgeht. In Frankreich gelten nur für das Departement Haut-Rhin besondere Regelungen. Eine Einschränkung des Reiseverkehrs zwischen Rest-Frankreich und diesem Departement gibt es abgesehen von den allgemeinen Empfehlungen nicht. Das ist vergleichbar mit dem Kreis Heinsberg in Deutschland, für den es ja auch keine Resiebeschränkungen und Kontrollen an der Kreisgrenzen gibt.

Auch die Situation in Gesamt-Frankreich ist vergleichbar mit der Situation in Deutschland, die Zahl der Infizierten ist etwa gleich hoch und das seit Anfang der Ausbreitung. Es gibt überhaupt keinen sachlichen Grund, an der Grenze zu Frankreich anders zu verfahren als an der Grenze zwischen NRW und RLP. Zwischen Südbaden und Haut-Rhin würde ich das zwar für angebracht halten, aber zwischen Heinsberg und Mönchengladbach wird das ja auch nicht gemacht.
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 13:30

Die Situation an der Grenze zum Nordelsass ist wie gestern gemutmaßt. Sie ist offiziell geöffnet, es gibt aber Kontrollen (auf Krankheitssymptome) und ein Teil der Fahrzeuge wird zurück geschickt. Reell fahren scheints die meisten wieder retour.
Wer dennoch einreist (wenige) soll sich anschließend in Quarantäne begeben.
Ich selbst werde jedenfalls auf eine Aufstockung der Käsevorräte erst einmal verzichten. Und auf einen Vogesenbesuch ebenso.


Gruß
Nat
von: Dergg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 13:45

In Antwort auf: Thomas1976
Wer jetzt noch denkt, auf Radreise gehen zu können, der kann sich das getrotzt abschminken.

Ein paar Tage autark, mit Kocher, Wasserfilter und Wildzelten, bis das Essen alle ist, sollte gehen grins . Leider ist mein Wasserfilter hinüber seit TJK. Hätte ja nie gedacht, sowas mal wieder zu brauchen.
von: Dergg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 13:51

PS: Genießt alle nochmal das schöne WE mit Radfahren - ohne Einkehr natürlich. Es könnte das letzte für eine ganze Weile sein.
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 15:16

Schon Wahnsinn wie viele Ärzte und Fachleute unter uns sind......

Ich hätt` noch einen Käs im Kühlschrank. In der Not fax ich ihn Dir rüber.
von: Job

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 16:24

alle grenzüberschreitenden Züge und Busse nach CZ wurden eingestellt. Es betrifft damit auch den EC nach Berlin und Hamburg. Die grüne Grenze lässt sich sicher nicht abriegeln, aber wer dann dort aufgegriffen wird, wird sicher nicht gern gesehen.
von: Dergg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 18:02

Text entfernt, Nach deinem Beitrag von heute morgen, jetzt der zweite, der nur noch provokant ist.
von: Dergg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 19:15

Welchen meinst Du? Hast Du den auch schon gelöscht?
von: Job

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.03.20 21:55

oh, ging schnell. Polen zieht nach. Dänemark wohl als nächstes.
von: drachensystem

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 06:19


Die Ehefrau meines Nachbarn arbeitet in Lettland. Sie wollte Ihn besuchen, müsste dann aber bei der Rückreise für 14 Tage dort in Quarantäne. schockiert
Er wollte dann mit Ihr ab Mitte April einige Monate in den USA verbringen. Das geht ja auch nicht mehr wegen Einreiseverbot.
Jetzt überlegt er im Juni mit seinem Sohn mit dem Rad nach Lettland zu reisen.
Abgesehen von den möglichen noch bestehenden Reisebeschränkungen fährt sein Sohn nie mit dem 25 Jahre alten Focus-Stahlrad, das wir ihm fertig gemacht haben...
von: Pierrot

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 06:48

In Antwort auf: Thomas1976
Ich würde das kommende Wochenende nochmal nutzen für eine kleine Ausfahrt.

Spätestens übernächstes Wochenende wird es damit auch vorbei sein.


Leg doch mal den schwarzen Malstift aus der Hand und nimm eine andere Farbe.
Radfahren und Wandern sind doch die besten Aktivitäten gerade in der momentanen Situation.
Und wenn du Tandem fahren willst, dann kannst Du ja noch vorher die Stirn Deines Co-Piloten befühlen, oder sag ihm/ihr, dass sich umdrehen halt nicht geht in den nächsten 5 Wochen.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 08:10

In Antwort auf: Pierrot
Leg doch mal den schwarzen Malstift aus der Hand und nimm eine andere Farbe.
Radfahren und Wandern sind doch die besten Aktivitäten gerade in der momentanen Situation.
Und wenn du Tandem fahren willst, dann kannst Du ja noch vorher die Stirn Deines Co-Piloten befühlen, oder sag ihm/ihr, dass sich umdrehen halt nicht geht in den nächsten 5 Wochen.
in dem hier gestern irgendwo verlinkten Lifeticker aus SPON wurde doch auch der jetzt viel zitierte Virologe Herr Dosten zitiert. Er soll ausdrücklich erwähnt haben, dass man sich nicht in der Wohnung verstecken müsse, sondern durchaus auch wandern könne. Man solle jedoch auf ordentliche Abstände zu anderen Menschen achten.
Das könnte man doch recht leicht auf's Radfahren übertragen.
Dann gibt's aber noch die allgemeine Aufforderung oder zumindest dringende Empfehlung, auf die Nutzung des ÖPNV für nicht zwingend erforderliche Fahrten zu verzichten. Klingt ja nicht völlig unvernünftig. Aber muss das wirklich so kompromisslos beachtet werden? Ich war gestern und vorgestern, also bevor mir die jetzt beschlossenen weiteren Maßnahmen bzw. dringenden Empfehlungen bekannt waren, hier bei uns am Niederrhein unterwegs um noch mal die eine oder andere Wanderung etwas weiter von meiner Haustüre zu machen. An beiden Tagen stand mir mit meinem Bärenticket des VRR (Ticket für Leute ab 60) das 1. Klasse-Abteil zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. Das sollte entsprechend der obigen angesprochenen Aussage des Herrn Dosten doch auch noch in Ordnung sein. Es ist natürlich schwierig, eine allgemeine Regelung zu treffen. Ist es jetzt unsolidarisch, in solchen Fällen doch den ÖPNV zu nutzen? Na gut, es wäre kein besonderes Opfer, direkt an meiner Haustüre eine Wanderung bzw. Radtour beginnen oder enden zu lassen. Ist vielleicht solidarischer! grins
von: Pierrot

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 08:18

Problematisch sind wohl die vollen Züge, wenn morgens und nachmittags gependelt wird.
Meine Erfahrung ist, dass diese in den Schulferien wesentlich leerer sind. In den Corona-Ferien dürfte das genauso sein, wahrscheinlich ist der Effekt noch a bisserl größer. Vielleicht kann man dann die Regionalzüge weiter fahren lassen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 11:51

Wenn ich so in die Radreise Gruppen in den sozialen Netzwerken reinschaue, hängen viele Reiseradler fest weil die Grenzen zu sind. Einige bekommen auch gar keinen Rückflug oder Bahnverbindung nach Deutschland mehr, weil diese eingestellt wurden.

Und diese Situation hat nichts mit "Schwarzmalerei" zu tun, sie ist Realität geworden.
Länder wie Vietnam verlangen sogar die unverzüglicge Ausreise wenn Du aus der EU kommst und innerhalb der letzten 14 Tage eingereist bist.
von: Pierrot

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 11:54

In Antwort auf: Thomas1976
Wenn ich so in die Radreise Gruppen in den sozialen Netzwerken reinschaue, hängen viele Reiseradler fest weil die Grenzen zu sind. Einige bekommen auch gar keinen Rückflug oder Bahnverbindung nach Deutschland mehr, weil diese eingestellt wurden.

Und diese Situation hat nichts mit "Schwarzmalerei" zu tun, sie ist Realität geworden.
Länder wie Vietnam verlangen sogar die unverzüglicge Ausreise wenn Du aus der EU kommst und innerhalb der letzten 14 Tage eingereist bist.


Dann hättest Du Deine Aussagen oben etwas konkreter formulieren müssen. Dass Radreisen gerade, je nach Gegend, schwierig sind, ist logisch, aber nicht das Radfahren allgemein.
Und so kam Deine Aussage bei mir an.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 12:32

In Antwort auf: Pierrot

Meine Erfahrung ist, dass diese in den Schulferien wesentlich leerer sind.
Eine Sprecherin der BVG hat gestern gemeint, dass dieser Effekt es ihnen ermögliche, den Ausfall von Fahrern durch Corona aufzufangen, also weniger Busse, die dann möglicherweise genauso voll sind wie ohne Schulschliessung. Wird beim Regionalverkehr nicht anders sein.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 13:30

Zitat:
Und so kam Deine Aussage bei mir an.


Sorry, war so nicht gemeint. Wobei Radreisen in Deutschland mit Übernachten logistisch auch schon eine Herausforderung sein könnten.

Vermutlich ab nächste Woche unmöglich, wenn Cafes, Restaurants und womöglich auch Hotels schließen.
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 14:29

Das sind doch Reiseradler,oder? grins
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 14:33

Bei uns ist die Belegung noch 20% (fallend). Nach dem Meeting am Vormittag wird unser Haus in Kürze mit einer Notbesetzung (also von denen die noch krabbeln können) weiter geleitet.
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 14:50

In Antwort auf: Thomas1976
Länder wie Vietnam verlangen sogar die unverzüglicge Ausreise wenn Du aus der EU kommst und innerhalb der letzten 14 Tage eingereist bist.

Hallo Thomas,

das beunruhigt mich nun doch sehr! Woher hast du diese Information?

Grüße aus Hanoi
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:04

Schau mal hier nach, das dürfte hilfreich sein. Von sofortiger Ausreise habe ich allerdings nichts gelesen.
https://www.iatatravelcentre.com/international-travel-document-news/1580226297.htm
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:39

Freunde von mir sind in Vietnam und aufgefordert worden von den Behörsden das Land umgehend zu verlassen solange die Flugroute nach Europa offen ist.

Ich bin in einem Australienforum aktiv und da spielen sich dramatische Dinge ab, da die Flugroute nach Europa quasi dicht ist. Über Transit via Singapur geht nicht mehr.
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:50

Danke Jürgen! Auf der offiziellen Website von Vietnam Tourism konnte ich auch keine Info finden, dass eine sofortige Ausreise erforderlich wäre.
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:54

Hast du eine Info, wie die Behörden auf die Betroffenen gekommen sind?

Das Auswärtige Amt schreibt aktuell, dass Deutsche, welche sich bereits in Vietnam mit gültigem Aufenthaltstitel aufhielten, dies auch weiterhin tun könnten.
von: jutta

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:55

Interessant! Aber D lässt noch alle rein?
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:56

In Antwort auf: Thomas1976
Ich bin in einem Australienforum aktiv und da spielen sich dramatische Dinge ab, da die Flugroute nach Europa quasi dicht ist. Über Transit via Singapur geht nicht mehr.
was verlangen die. Behörden dort konkret. Muss man ausreisen, obwohl möglicherweise das objektiv zur Zeit unmöglich ist? Wird mit Internierung gedroht? Oder hat man "nur" Schwierigkeiten, den geplanten Rückreisetermin einzuhalten? Das kann selbstverständlich in vielen Einzelfällen problematisch sein. Aber wenn es objektiv unmöglich ist, nach einem vielleicht ausdrücklich bis zu einem definierten Termin gewährten Urlaub, wieder pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen, dürften meines Erachtens beispielsweise arbeitsrechtliche Konsequenzem im überschaubaren Rahmen bleiben. Im übrigen birgt jede Individualreise in ferne Länder immer ein deutlich größeres Risiko als eine irgendwie von Veranstaltern organisierte Reise. Das macht doch irgendwie den besonderen Reiz unserer Art des Reisens aus! grins
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:58

Ich glaube, es wird Zeit für ein...



grins
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 15:59

Urlauber die einen Rückflug geplant und gebucht haben, kommen nicht mehr zurück, da es quasi keine Flüge mehr nach Europa gibt. Das Land muss keiner verlassen, aber die Flugroute ist dicht.

von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 16:03

In Antwort auf: fema
In Antwort auf: Thomas1976
Länder wie Vietnam verlangen sogar die unverzüglicge Ausreise wenn Du aus der EU kommst und innerhalb der letzten 14 Tage eingereist bist.

Hallo Thomas,

das beunruhigt mich nun doch sehr! Woher hast du diese Information?

Grüße aus Hanoi

Gibt in einer FB-Gruppe z.B. einen Chris Fritze aus Deutschland, der sich aktuell beklagt hat, dass er im Land nicht mehr erwünscht ist, als Kunde in Restaurants, Hostals, Shops usw. abgelehnt, auf der Straße mit Radl hat sein Auftritt für ablehnende Panik erzeugt, für die Grenzer musste er Maske überziehen, die er für wirkungslos betrachtet (was gegenüber Mitmenschen allerdings wiederum falsch ist). Er begründet es u.a. damit, dass im Land ein Informationsdefizit über den Virus vorherrschen würde. Er sei jetzt froh in Laos zu sein. Er ist schneller raus als geplant, schreibt aber nichts von offiziellen Beschränkungen.

Bin mir aber nicht sicher, ob er die Virus-Problematik richtig verstanden hat. Bei uns gibt es ja auch Leute, die für einen Chinesen die Straßenseite mal wechseln. Kann man nicht überall auf der Welt erwarten, dass gelassene Besonnenheit herrscht, denke ich mal.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 16:10

Zitat:
dürften meines Erachtens beispielsweise arbeitsrechtliche Konsequenzem im überschaubaren Rahmen bleiben.


Singapoure Airlines und Qantas haben die Flugroute bis Ende Mai eingestellt. Eventuell geht was über die USA, noch.

Ich könnte meinen Arbeitgeber nicht erklären, dass ich bis Ende Mai festsitze.

P.S: Ich habe meine Mutter blöd angemacht, als sie mir am 26.01. geschrieben hat, in China hat sich ein Virus verbreitet. 5 Tage vor meinem Rückflug aus Perth. Ich hatte noch geantwortet, was geht mich das Virus in China an. Nun, gerade 5 Wochen später würde ich aus dem land gar nicht mehr zurückkommen.
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 17:00

Die Ablehnung habe ich die letzten Tage auch selbst erlebt. Es ist äußerst unangenehm, eine gewisse Art von Rassismus (kann man das so sagen?) ein mal ein bisschen selbst zu erleben! Interessanterweise haben die chinesischen Radreisenden aus Shandong, mit denen ich vor wenigen Wochen noch in Thailand gesprochen habe, laut eigener Aussage in Vietnam, Cambodia und Thailand keine ablehnenden Erfahrungen gemacht. Ich selbst habe nach dem etwa halbstündigen Gespräch allerdings alles desinfiziert, was während unseres Gesprächs in der Nähe war. Es war ein sehr seltsames Gefühl, einerseits mit diesen äußerst interessanten Leuten zu sprechen - insbesondere nachdem ich kurz zuvor noch selbst in China war - und andererseits eine gewisse Angst bereits während des Gesprächs zu spüren, die ich zwar bewusst als relativ unbegründet eingeschätzt hatte, welche aber unbewusst dennoch immer präsent war und für die ich mich zugegebenrmaßen auch geschämt habe, selbst wenn ich mir hoffentlich kaum etwas anmerken lassen habe.

Zu dem vermeintlichen Informationsdefizit hier in Vietnam möchte ich noch anmerken, dass hier wirklich nicht mit Infos zum empfohlenen Verhalten gegeizt wird. Überall hängen Plakate, es werden immer wieder Durchsagen über die allgegenwärtigen Lautsprechersysteme an den Straßen gemacht. Die meisten Leute starren den ganzen Tag auf ihre Smartphones, die potenzielle Quelle schier unerschöpflicher Information. Und dennoch werden elementarste Sicherheitsempfehlungen nicht befolgt: Viele Leute husten ungeniert inbrünstig nach dem Motto "alles muss raus", wie es halt in Südostasien üblich ist - völlig egal ob jemand direkt daneben steht, sitzt oder sogar gerade isst. Mit Niesen ist es genau dasselbe. Niemand niest in die Armbeuge, niemand hält sich die wenigstens die Hand vor den Mund - nicht die Einheimischen und auch nicht die Menschen aus "dem Westen". Ausnahmslos alle, die ich die letzten Tage hier gesehen habe, lassen es völlig ungehemmt raus. Wie es um das Händewaschen bestellt ist, kann ich hier noch nicht beurteilen, aber es ist für mich, nachdem ich nun fast drei Jahre in Südostasien war, zu vermuten, dass auch darauf wenig Wert gelegt wird, wie es in vielen Regionen hier üblich ist (Teile Thailands und natürlich Singapur einmal ausgenommen).

In Laos hat es übrigens gar keine bestätigten Fälle, genau wie in Myanmar - das nur am Rande bemerkt. zwinker
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 17:37

In Antwort auf: Thomas1976
Ich könnte meinen Arbeitgeber nicht erklären, dass ich bis Ende Mai festsitze.
ich denke, arbeitsrechtlich dürfte das ähnlich sein, wie eine durch während eines Urlaubs eingetretenen schweren Unfall verursachte längere Verhinderung, den Dienst wieder aufzunehmen.

Aber ich stimme dir zu, wohl würde ich mich in solchen Situation auch nicht fühlen und mir eher für mich recht negative Szenarien vorstellen. Ich hab's da mit meinem nun schon mehr 20 andauernden Ruhestand, oder wie immer ich das nennen sollte, leichter und konnte bei einigen meiner Reisen völlig ungeplante Verzögerung der eigentlich geplanten Rückreisen locker wegstecken.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 17:46

Inzwischen sind die Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze auch in der französischen Politik angekommen: Artikel FAZ

Interessant finde ich, dass man dort (zu) recht ähnlich reagiert, wie in Deutschland auf Trumps Einreiseverbot für Europäer.
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 18:30

Weltenretter machen das so.
von: lutz_

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 18:48

Hallo zusammen

In Antwort auf: Thomas1976
Urlauber die einen Rückflug geplant und gebucht haben, kommen nicht mehr zurück, da es quasi keine Flüge mehr nach Europa gibt. Das Land muss keiner verlassen, aber die Flugroute ist dicht.


Wir sind seit bald sieben Monaten in Südamerika unterwegs. Nächste Woche wollen wir von Punta Arenas nach Arica fliegen (Inlandsflug innerhalb Chiles). Von dort mit dem Rad weiter Richtung Bolivien. Dieses Land mussten wir im vergangenen Herbst wegen der Unruhen nach der Präsidentenwahl auslassen. Wir verfolgen die Lage aber noch mit einer gewissen Gelassenheit, da wir erst im Sommer 2020 wieder zu Hause in D sein müssen...

Gruß LUTZ
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 18:57

Die Frage ist aber nicht, ob, sondern wann das Virus in vollem Umfang auch Südamerika erreicht...
von: lutz_

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 19:10

Hallo Holger!

In Antwort auf: Holger
Die Frage ist aber nicht, ob, sondern wann das Virus in vollem Umfang auch Südamerika erreicht...


Das sich kein Land der Welt vor dem Virus abschotten kann ist klar. Aber während einer Radreise über den weiten und leeren Altiplano ist die Ansteckungsgefahr sicherlich geringer als im täglichen Alltag zu Hause mit einer Vielzahl menschlicher Kontakte. Kritisch sind die Einschränkungen der Reisefreiheit. Niemand kann vorhersehen was nächste Woche passieren wird. Vamos a ver!

Übrigens gibt’s hier (noch) Klopapier in Hülle und Fülle...


Gruß LUTZ
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 19:13

In Antwort auf: lutz_
[…]Vamos a ver![…]


Ich drücke Euch die Daumen!
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.03.20 22:46

In Antwort auf: Thomas1976
Spanien verhängt nun auch den Ausnahmezustand.
Das Haus darf nur noch in Ausnahmefällen verlassen werden.

Wir sind (wie eingangs dieses Fadens schon erwähnt) gerade auf Teneriffa und wollen am kommenden Montag heimfliegen. Werde dann berichten, wie es abgelaufen ist... Drückt uns mal die Daumen schmunzel Immerhin haben wir hier eine gemütliche Bude, in der es sich schon zwei Wochen aushalten ließe, falls die Versorgungslage stimmt wein

Teneriffa ist zwar nicht Kastilien, hat aber von allen kanarischen Inseln bisher die meisten Corona-Fälle...

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 00:05

Spätestens die hierauf folgenden Beiträge hatten mit der eigentlichen Fragestellung mal wieder nur noch wenig zu tun. Deshalb wurden Sie abgetrennt und in D&D verschoben: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus (Dies & Das) Bitte dort weiter diskutieren, wenn es keine Antwort oder Frage konkret zu Radreisen im Augenblick ist. Vielen Dank.
Noch ein Link, den wenige kennen, der aber sehr genau Restriktionen und Aufenthaltsbestimmungen aufführt, die weltweit gelten: IATA Travel News

von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 00:10

Das hat die Mehrheit der Schreibenden wohl kapiert. Dennoch finde ich die identischen Titel der Fäden unglücklich. Es wäre hilfreicher, wenn der Faden in D&D einfach nur die Bezeichnung Die Corona Epidemie oder irgendetwas Ähnliches hätte, ganz dem allgemeinen Charakter entsprechend, den er hat.

Finde ich auch unglücklich. Doch wir müssten jeden Betreff einzeln händisch ändern. Dafür war es irgendwann zu spät.
von: lutz_

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 02:03

Hallo Jürgen!

In Antwort auf: Juergen
Noch ein Link, den wenige kennen, der aber sehr genau Restriktionen und Aufenthaltsbestimmungen aufführt, die weltweit gelten: IATA Travel News


Vielen Dank für diesen Link. Ich habe gleich mal ein Lesezeichen gesetzt. Die Informationen könnten für uns noch sehr hilfreich sein...

Gruß LUTZ
von: Hardy_FRI

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 09:08

In Antwort auf: Cruising
Wir sind (wie eingangs dieses Fadens schon erwähnt) gerade auf Teneriffa ...


Habe Freunde, die für nächste Woche einen Flug nach Teneriffa gebucht hatten. Der fällt wohl aus. Die nun für Spanien angeordnete Ausgangssperre gilt auch für die Kanaren. Hier im Detail nachzulesen: https://www.forumteneriffa.de/teneriffa_...html#post322443 (Beitrag 15).

Gruß,

Hardy cool
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 12:54

Die Angst vor Ausländern wird hier in Vietnam jetzt immer offensichtlicher:



Interessanterweise hängt das Schild an einem Laden in der Altstadt, wo der Umsatz vermutlich ausschließlich mit Touristen gemacht wird. wirr Ich kann diesen Leuten nur wünschen, dass die Angesprochenen die Aufforderung befolgen und tatsächlich nicht mehr kommen. Nie mehr! böse

Man kann nur hoffen, dass das nicht noch extremer wird, die Leute völlig durchdrehen und man gelyncht wird, einfach nur weil man Ausländer ist. Hatte ich bis vor Kurzem noch gedacht, die Gastfreundschaft in Hong Kong sei bereits der absolute Tiefpunkt meiner Erfahrungen gewesen, setzt Vietnam die Latte nun doch noch ein bisschen tiefer. traurig
von: BeBor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 13:29

In Antwort auf: fema
Hatte ich bis vor Kurzem noch gedacht, die Gastfreundschaft in Hong Kong sei bereits der absolute Tiefpunkt meiner Erfahrungen gewesen, setzt Vietnam die Latte nun doch noch ein bisschen tiefer. traurig

Das ist übel, ohne Zweifel. Leider hatte aber "die Latte" für asiatisch aussehende Menschen hier in Deutschland (und anderen westlichen Ländern) auch in bereits mehreren Fällen Bodenberührung.

Bernd
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 14:08

Allerdings, da hast du recht! Und das ist echt erschreckend und traurig. schockiert

Ohnehin finde ich es bedrückend, überall suchen Leute Schuldige, und es sind natürlich immer die Anderen. Die US-Regierung betont, dass es ein ausländisches Virus sei, manche Italiener meinen, das Virus sei aus Deutschland nach Italien gekommen, für manche Ungarn sind die Flüchtlinge schuld, in China hat es Stimmen, die den Ursprung in den USA sehen - und hier sind nun die aus "dem Westen" diejenigen, die das Verderben bringen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 14:26

Eine Frage,

was machst Du nun?
Wie sehen Deine weiteren Pläne aus?
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.03.20 15:02

Ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht. Es ist für mich momentan zugegebenermaßen eine etwas angespannte Situation.

Eigentlich wollte ich erst so gegen Ende Jahr oder Anfang nächstes Jahr zurück nach Deutschland. Und prinzipiell denke ich auch, dass es aktuell eigentlich keine wirklich gute Idee ist, zurückzukommen.

Prinzipiell wäre es mir am liebsten, ein gutes Stück Richtung Süden zu fahren, wo das Wetter besser ist als hier in Hanoi, vorzugsweise irgendwo ans Meer. Ich bilde mir ein, dass Sonnenstrahlung und die Tatsache, dass sich vieles im Freien abspielt, die Ausbreitung des Virus hemmen kann. Dort würde ich mir ein Apartment mieten für einen Monat oder ggf. auch länger und erst mal abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Ich würde Menschenansammlungen meiden (was mir recht leicht fällt) und im Prinzip nur zum Verpflegung kaufen mit anderen Leuten in Kontakt kommen. Die Zeit würde ich zum allein Rad fahren oder am Strand spazieren gehen und nach Möglichkeit schwimmen nutzen. Außerdem habe ich noch tausende Fotos auszusortieren und ggf. zu bearbeiten, da würde mir erst mal nicht langweilig werden.

Ja, das wäre aktuell mein Favorit. Ich hoffe sehr, dass ich hier noch was finde, wo Ausländer willkommen sind.

In Deutschland hätte ich mit Sicherheit mehr soziale Kontakte, was die Gefahr insbesondere für meine Mutter, die nicht mehr die Jüngste und Gesündeste ist, erhöhen würde. Und das muss wirklich nicht sein.

Ich gehe mal davon aus, dass es zur Not auch in Zukunft noch Flüge nach Deutschland geben wird, wenn auch mit stark reduzierter Frequenz. Und ich hoffe, dass es bald einen Impfstoff oder Medikamente geben wird.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! schmunzel
von: hansano

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.03.20 16:28

In Antwort auf: fema
Ich bilde mir ein, dass Sonnenstrahlung und die Tatsache, dass sich vieles im Freien abspielt, die Ausbreitung des Virus hemmen kann.


Dagegen spricht, dass das Virus sich zur Zeit gut im Iran verbreitet, weshalb auch immer.
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 07:43

Ich glaube mit der "Warm & Kalt" Theorie irrt man sich. Ich glaube dort wo es warm ist gehts besonders rund.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 10:07

Hallo miteinander,

wollte ja wie angekündigt nach unserer Rückkehr von Teneriffa berichten, wie es uns ergangen ist...

Unser Rückflug gestern klappte zum Glück gut. In der Condor-Maschine wurde zum Schluss noch jeder verfügbare Platz mit Leuten gefüllt, die mit ihrer "normalen" Buchung nicht mehr heim gekommen wären. So z.B. einige Österreicher, die sich von Stuttgart aus mit dem Zug auf den Heimweg machen wollten. Und auf dem Flughafen TF Sur haben wohl Leute übernachtet, deren Flug gestern nicht mehr ging. So wurde vor uns der Condor-Flug nach Frankfurt eingecheckt, der schon am Vorabend hätte abheben sollen... In unserer Maschine waren für den Herflug wohl nur noch 18 Personen. Und von daheim geht jetzt kein Flug mehr, nirgendwohin (zumindest kein Urlaubsflieger).

Noch gibt es die Gelegenheit, halbwegs geordnet heimzukehren. Lufthansa etwa stellt Flieger bereit, die leer hin und voll mit Rückkehrern zurück fliegen sollen. Mehr dazu etwa hier: klick. Ändert sich stündlich...

Wenn wir jetzt noch auf den Kanaren wären, würden wie es uns überlegen. Man darf dort auch sein Quartier nicht mehr verlassen außer zum Einkaufen, für den Job oder um den Hund auszuführen. Hatte mir vorgestern schon überlegt, ob ich nicht unseres Nachbarn Pudel ausleihen soll für wenigstens ein bisschen Bewegung traurig Daheim kann man zwar keine sozialen Kontakte mehr pflegen, aber immerhin spazieren gehen, Rad fahren etc. Wie ich meine gehört zu haben kann man das (als Einzelperson) selbst in Italien noch - in Spanien nicht. Und die Regale hier sind noch voll - okay, bei manchen Artikeln nur halb grins

Alles Gute für die, die noch unterwegs sind schmunzel

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 10:12

Hallo Thomas,

aus Neugier:
müsst Ihr Euch nun in 14-tägige Quarantäne begeben?

Gruss
Thomas
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 10:31

Hi Thomas

davon war nirgends die Rede. Die Kanaren sind nicht Kastilien... Wir haben auch keinerlei Angst, uns irgendwo angesteckt zu haben, leben ja auf TF in einer eigenen Wohnung und haben Restaurants die letzten Tage schon gemieden. In Stuttgart und den umgebenden vier Landkreisen gibt es mehr Corona-Fälle als auf den ganzen Inseln. Aber wie gesagt, die Bedingungen können sich laufend ändern. Ich geh jetzt mit dem Fahrrad einkaufen. Das habe ich die letzten Tage vermisst schmunzel

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 11:11

Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung ausgegeben.

Damit müssten doch jetzt alle Reisen kostenfrei stornierbar sein?
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 13:50

Bekannte von uns stecken in Cebu/Phillipinen in einem Hotel fest (normale Asienrundreise, vor ca 3-4 Wochen noch los geflogen).
Die ganze Stadt steht wohl unter Quarantäne. Bin mal gespannt ob die da rasu kommen, evtl auch über Rückflugorganistation der dt rEgierung)

Rennrädle
von: jutta

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 14:38

Ist da nicht der Veranstalter zuständig?
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 15:16

das weiß ich nicht. Ich vermute mal dass es da direkte Zusammenarbeit gibt.

Da die Menschen in Quarantäne sind, ist sicher die Unterstützung vom Staat/Botschaft/ Organsieren der Flüge notwendig. Es sind ja viele Veranstalter und da macht eine zusammenfassende Aktion nur Sinn.

Rennrädle
von: Hardy_FRI

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 16:00

In Antwort auf: jutta
Ist da nicht der Veranstalter zuständig?


Dazu gibt es m. E. in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche gesetzliche Regelungen. In DEU/Europa ist m. W. der Veranstalter zuständig, wenn die Reise als Gesamtpaket bei ihm gebucht wird. Wer sich seine Bestandteile selbst zusammenorganisiert, der ist auch für die Problemlösung am Ende selbst zuständig.


Gruß,

Hardy cool
von: lutz_

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 16:03

Hallo zusammen!

In Antwort auf: stefan1893
Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung ausgegeben.


Wir sind gerade in Punta Arenas/Chile und beobachten die weltweite Situation mit zunehmender Sorge. Der ursprüngliche Plan war am kommenden Freitag nach Arica im Norden Chiles zu fliegen und von dort weiter Richtung Bolivien zu radeln oder alternativ sich im sonnig warmen Arica häuslich einzurichten. Zeit bis August 2020 wäre vorhanden, aber irgendwann müssen auch wir wieder zurück.

Die Situation vor Ort ist noch entspannt, aber wir machen uns keine Illusionen. Das Virus wird sich auch hier ausbreiten und es werden ähnliche Maßnahmen ergriffen werden wie in Europa. Für uns Radeltouristen ohne festen Wohnsitz eine ungemütliche Situation...

Deshalb überlegen wir noch einen Flug ins heimische Chaos zu buchen, besser häusliche Isolation in den eigenen vier Wänden im heruntergefahrenen Deutschland als am anderen Ende der Welt...


Gruß LUTZ
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 19:12

Würde ich auch klar dazu raten. Viel Erfolg!
von: HC SVNT DRACONES

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.03.20 19:14

Bestimmt keine leichte aber sicher eine richtige Entscheidung!

Viel Erfolg wünscht
Tom
von: lutz_

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 00:09

@Iassu und Tom: Danke für Eure Worte. Wir haben bald sieben Monate in Peru, Chile und Argentinien sehr genossen. Wir wären gerne länger geblieben, da wir uns sehr wohl und in keiner Situation unsicher gefühlt haben.

Im vergangenen November war die Einreise nach den Unruhen in Bolivien nicht möglich. Jetzt, wo sich die Regenzeit langsam dem Ende nähert, hätten wir gerne einen zweiten Versuch unternommen. Den Salar de Uyuni hätten wir doch zu gerne beradelt. Aber Bolivien wird in wenigen Stunden seine Grenzen schließen. Hier in Patagonien haben die Nationalparks mittlerweile alle geschlossen. Zum Glück konnten wir unser Programm in Patagonien vorher noch durchziehen.

Und der Corona-Virus hatte auch sein Gutes. Auf diese Weise konnten wir als Last-Minute-Passagiere für 50% des regulären Preises Mitte Februar für zwei Wochen auf einem kleinen Schiff mit lediglich 70 Passagieren eine sehr beeindruckende Kreuzfahrt in die Antarktis unternehmen (allerdings ohne Rad). Eine einmaliges Erlebnis!

Drückt uns die Daumen, dass der Rückflug am Kommenden Sonntag tatsächlich klappt. Dann wären wir rechtzeitig zu Thomas1976 Patagonien-Vortrag wieder zu Hause und können in Erinnerungen schwelgen...


Gruß LUTZ
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 00:35

In Antwort auf: lutz_
Wir wären gerne länger geblieben, da wir uns sehr wohl und in keiner Situation unsicher gefühlt haben.
Hier im Ländle seid ihr mir jetzt dann trotzdem lieber. dafür
von: indomex

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 10:16

Ich drücke euch auch die Daumen. Ich glaube ebenfalls, dass ihr euch richtig entschieden habt.
von: Need5Speed

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 11:10

Hier eine nach meiner Meinung gut Einschätzung von Thomas Weingärtner: Bleibt zu Hause
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 12:35

In Antwort auf: Need5Speed
Hier eine nach meiner Meinung gut Einschätzung von Thomas Weingärtner: Bleibt zu Hause
diese Einschätzung finde ich auch recht gut. Aber muss ich Thomas Weingärtner kennen? Die Einschätzung wäre auch dann nicht völlig blödsinnig, wenn das irgendeine mir völlig unbekannte Person auf irgendeinem der vielen mir ebenfalls völlig unbekannten Blogs formuliert hätte. grins Aber dennoch, danke für die Verlinkung.
von: DebrisFlow

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:07

Nochmal was zu Thema;
der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V hat ein Merkblatt herausgegeben: Klick woraus folgt dass selbst für Dauercamper die Nutzung der Campingplätze untersagt werden wird.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:15

Bis wann gilt das alles?

Ich höre immer bis mindestens Ostern eher 30.4.

Gut, ich habe meine 1.Mai Tour mittlerweile auch gecancelt, aber gibt es seitens Regierung irgendeinen Stichtag bis wann man es gar nicht darf und ab dann neu entscheiden wird?

Gruss
Thomas
von: DebrisFlow

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:28

Tja, da konnte ich bislang auch nichts rausbekommen, gilt wohl erstmal bis Widerruf. Niemand kann wissen wie es am 30.04. aussehen wird
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:47

In Antwort auf: Thomas1976
..aber gibt es seitens Regierung irgendeinen Stichtag bis wann man es gar nicht darf und ab dann neu entscheiden wird?
Die angeordnete Schließung der Läden, Bars, Kirchen usw ist von BW-Seite aus bis erstmal Mitte Juni vorgesehen, mit Optionen der Verkürzung und der Verlängerung. Ich nehme an, daß auch die Einschränkungen im Herbergsbereich unter den selben Vorzeichen stehen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:49

Quelle?
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:52

Besser im anderen Faden weiter.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:56

In Antwort auf: DebrisFlow
Klick woraus folgt dass selbst für Dauercamper die Nutzung der Campingplätze untersagt werden wird.
Es gibt zwei Kategorien von Dauercampern, welche, die einen festen Stellplatz haben und diesen als Wochenend-/Ferien-Domizil nutzen, und solche, die dort dauerhaft wohnen. Ich glaube kaum, dass man letztere dort raus wirft. In Frankreich sind die jedenfalls explizit von den Schliessungen ausgenommen.
von: andBro

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 13:56

Im SPON was Interessantes zum Thema: Warum fahrradfahren gleich doppelt schützt

LG Andrew
von: HC SVNT DRACONES

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 14:12

In Antwort auf: Axurit
In Antwort auf: DebrisFlow
Klick woraus folgt dass selbst für Dauercamper die Nutzung der Campingplätze untersagt werden wird.
Es gibt zwei Kategorien von Dauercampern, welche, die einen festen Stellplatz haben und diesen als Wochenend-/Ferien-Domizil nutzen, und solche, die dort dauerhaft wohnen. Ich glaube kaum, dass man letztere dort raus wirft. In Frankreich sind die jedenfalls explizit von den Schliessungen ausgenommen.


Ich habe die eine Stelle mal fett hervorgehoben. Dazu steht im verlinkten Dokument auf der Seite 2 ganz oben erster Absatz, dass genau in den Fällen, in denen Dauerstandplatzinhaber mit ihrem einzigem, also ersten, Wohnsitz auf einem CP gemeldet sind, dort dann bleiben können, da ja der Aufenthalt notwendig dem Wohnen dient. Die können dann ja nicht weg schmunzel

Viele Grüße von
Tom
von: aighes

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 14:52

In Antwort auf: jutta
Ist da nicht der Veranstalter zuständig?


Das kommt jetzt drauf an, wie du die Frage meinst. Zuerst einmal gelten ja die Regeln vor Ort. Sprich wenn jemand irgendwo in Quarantäne steckt, kann ein deutscher Reiseveranstalter zuständig sein wie er will zwinker Wenn der Staat es dann erlaubt, kannst du zu deren Konditionen ausreisen. Aber eher wird der Staat nicht mit einem deutschen Reiseveranstalter verhandeln.
von: Need5Speed

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 15:05

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: Need5Speed
Hier eine nach meiner Meinung gut Einschätzung von Thomas Weingärtner: Bleibt zu Hause
diese Einschätzung finde ich auch recht gut. Aber muss ich Thomas Weingärtner kennen? Die Einschätzung wäre auch dann nicht völlig blödsinnig, wenn das irgendeine mir völlig unbekannte Person auf irgendeinem der vielen mir ebenfalls völlig unbekannten Blogs formuliert hätte. grins Aber dennoch, danke für die Verlinkung.


- hopi, der Autor ist mir auch nicht bekannt, aber der guten Form halber sollte man ja die Quelle nennen.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 22:00

Mich ärgert es tierisch, dass das Unterbinden von Sozialkontakten offenbar nur dadurch geschehen kann, dass man daheim bleibt! Was ist mit Radtouren und Wanderungen, solange man anderen Menschen aus dem Weg geht? Mir kommt es so vor, dass die Behörden die Bevölkerung nicht für intelligent genug halten, hier differenzieren zu können. Die explizite Forderung, daheim zu bleiben, wird langfristig zu nur noch mehr Frust führen. Stattdessen sollte man diese Möglichkeiten des Aus-dem-Weg-gehens explizit benennen, damit von Seiten der Bevölkerung insgesamt mehr Verständnis aufgebracht werden kann.

Ich hoffe, der Beitrag ist hinreichend on-topic. zwinker
von: BeBor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 22:23

In Antwort auf: stefan1893
Mir kommt es so vor, dass die Behörden die Bevölkerung nicht für intelligent genug halten, hier differenzieren zu können.

Die schlecht gelaunte Dame Im chicen Outfit, die heute in der Warteschlange beim Bäcker laut, dynamisch und gestenreich in ihr Schmarrnfon gebellt hat und der Saulöffel vor mir, der im 5-Meter-Abstand überflüssiges Speichelsekret auf den Gehsteig gerotzt hat, haben es jedenfalls noch nicht geschnallt.

Wahrscheinlich auch morgen nicht.

Bernd
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 22:23

In Antwort auf: stefan1893
Mich ärgert es tierisch, dass das Unterbinden von Sozialkontakten offenbar nur dadurch geschehen kann, dass man daheim bleibt! Was ist mit Radtouren und Wanderungen, solange man anderen Menschen aus dem Weg geht? Mir kommt es so vor, dass die Behörden die Bevölkerung nicht für intelligent genug halten, hier differenzieren zu können.
ich sehe das ja auch so und kann mich zumindest bei meinen noch verbliebenen Aktivitäten auf die durch den Virologen Prof. Drosten in seinem Podcast nr. 13 beschriebenen Verhaltensanregungen beziehen. Die große Beratungsrunde mit Kanzlerin und allen Ministerpräsidenten hat sich ja auch von Herrn Drosten beraten lassen, daher sollte mein Verweis auf diesen Fachmann ja nicht so abwegig sein.
Andererseits muss man leider einräumen, dass sich doch relativ häufig größere Menschengruppen nicht an diese Empfehlungen halten. Da wird in größeren Gruppen ohne erkennbaren Abstand zusammengestanden oder gesessen, in den noch geöffneten Geschäften gedrängelt und gelegentliche Hinweise auf das vielleicht nicht völlig unsinnige Abstandsgebot gelegentlich mit aggressiven Sprüchen beantwortet. Ich hoffe, dass es sich hier nur um eine Übergangszeit zum Einüben der empfohlenen Verhaltensregeln handelt und die zuständigen politischen Entscheider bzw. die lokalen Behörden noch etwas Geduld haben. Aber es gibt ja auch andere Stimmen, auch hier in diesem Forum, die lieber sofort drastische Maßnahmen wünschen oder gar fordern. Morgen möchte ich auf jeden Fall wieder eine größere Wanderung oder eine kleine Radtour machen. Dabei werde ich selbstverständlich auf sinnvolle Abstandsregelungen achten. Auf die Nutzung des ÖPNV werde ich wohl weiterhin verzichten. Dort ist man leider nicht immer in der Lage, sinnvolle Abstände einzuhalten. Ob's dann Übermorgen auch so geht, wird sich zeigen. grins
von: hansano

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 22:28

In Antwort auf: stefan1893
Was ist mit Radtouren und Wanderungen, solange man anderen Menschen aus dem Weg geht? Mir kommt es so vor, dass die Behörden die Bevölkerung nicht für intelligent genug halten, hier differenzieren zu können.


https://forum.tour-magazin.de/showthread...406#post6073406

Doch, viele Leute sind Dumm genug. Ich sah heute Gruppenansammlungen von jungen Menschen die das Wetter genießen. Ist ja schließlich schools out forever grins
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 23:02

Sich beim Radfahren anzustecken, wird von Fachleuten als irgendetwas zwischen unmöglich und wundersam eingestuft. Zumindest während der Fahrt.
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 23:04

Ich fürchte, das Betrinken wollten sie nicht während der Fahrt erledigen...
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 23:12

In Antwort auf: hansano
In Antwort auf: stefan1893
Was ist mit Radtouren und Wanderungen, solange man anderen Menschen aus dem Weg geht? Mir kommt es so vor, dass die Behörden die Bevölkerung nicht für intelligent genug halten, hier differenzieren zu können.


https://forum.tour-magazin.de/showthread...406#post6073406

Doch, viele Leute sind Dumm genug. Ich sah heute Gruppenansammlungen von jungen Menschen die das Wetter genießen. Ist ja schließlich schools out forever grins

Dito, heute auch gesehen, obwohl schon deutlicher Fortschritt gegenüber Sonntag. Manchmal kann ich es aber nicht bewerten, ob es ein Familie ist oder Gemischtwarenladen. Eindeutig aber auch ein kleine Radrenngruppe und eine Ballspieltruppe, die mit Räder zurückfuhr. Allein sein will geübt sein. Letztlich konterkariert aber jeder Einkauf jede noch so allein geführte Velo- oder Wandertour. Radikal müsste man ja auch Familien trennen (da die Eltern z.B. jeweils unterschiedliche Kontakte haben) und Arbeit komplett einstellen, was gar nicht geht, weil dann keine Versorgung mehr inklusive medizinischer Hilfe.

Es bleibt also ein Balanceakt und eine Abwägung, so unschön es eben kein einfaches Rezept gibt. Auch China oder Südkorea sind für mich noch keine überzeugenden Beispiele, was die Quarantänestrategie angeht. Die Einkaufs- und Arbeitssituationen sind jedenfalls hier nicht auf dem Stand, wie sie gemäß derzeitiger Strategie sein müssten. Freizeit dito. Bedingungsloses Grundeinkommen wäre jetzt ein Segen. Aber nun denn, sind wir noch nicht reif für.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 23:14

In Antwort auf: iassu
Sich beim Radfahren anzustecken, wird von Fachleuten als irgendetwas zwischen unmöglich und wundersam eingestuft. Zumindest während der Fahrt.

Ich hatte heute ein ungutes Gefühl, als ich auf einem Radweg neben einer Bushaltstelle fuhr und sich zwei Wartende zwar im Sicherheitsabstand unterhielten, aber ich mitten durch die "Sprachwolke" fahren musste. Da sollten man auch etwas mitdenken, wie man sich hinstellt.
von: Felix-Ente

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.03.20 23:49

In Antwort auf: hansano
In Antwort auf: stefan1893
Was ist mit Radtouren und Wanderungen, solange man anderen Menschen aus dem Weg geht? Mir kommt es so vor, dass die Behörden die Bevölkerung nicht für intelligent genug halten, hier differenzieren zu können.


https://forum.tour-magazin.de/showthread...406#post6073406

Doch, viele Leute sind Dumm genug. Ich sah heute Gruppenansammlungen von jungen Menschen die das Wetter genießen. Ist ja schließlich schools out forever grins


Hätten mal lieber die Königin fragen sollen... zwinker
von: Wendekreis

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 01:47

Ich bin in der glücklichen Lage, alle meine Gepflogenheiten für diese Jahreszeit beibehalten zu können - wie gewohnt. In den Cafés verweile ich etwas länger. Heute habe ich das erste Fußbad dieses Frühlings im Ammersee genommen.
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 06:12

In Antwort auf: stefan1893
[...]Ich hoffe, der Beitrag ist hinreichend on-topic. zwinker


Eigentlich nicht, aber auch der Titel ist nicht ganz korrekt.

Der Bereich Länder ist für radreiserelevante Infos über Länder - also in dem Fall, welche Einschränkungen dem Radreisen in diversen Ländern durch das Virus drohen. Die waren zu Threaderstellung längst nicht so drastisch, wie sie jetzt sind.

Für Alltagsthemen rund um das Coronavirus ohne Radreisebezug gibt es diesen Thread.

Die grundsätzliche Idee ist ja, das Forum auf das Thema Radreisen zu konzentrieren und andere Themen rauszuhalten. Da das nicht funktioniert, wurde vor langer, langer Zeit der Dies&Das-Bereich ins Leben gerufen, damals als "Chat- und Weinforum". Der Bereich ist nun explizit für die radreisefernen Themen gedacht.

Ein ehemaliger Moderator hat mal zusammengefasst, wofür die Einzelnen Kategorien da sind:
Erläuterung der Forumskategorien
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 06:32

In Antwort auf: veloträumer

Ich hatte heute ein ungutes Gefühl, als ich auf einem Radweg neben einer Bushaltstelle fuhr und sich zwei Wartende zwar im Sicherheitsabstand unterhielten, aber ich mitten durch die "Sprachwolke" fahren musste. Da sollten man auch etwas mitdenken, wie man sich hinstellt.
. . . . . und vielleicht auch, wo man wann durchfährt. Ausweichen, warten oder eine freundliche Ansprache könnten hilfreich sein. Ist zwar etwas umständlich, ungewohnt und muss noch eingeübt werden. Geänderte Zeiten erfordern auch geänderte Verhaltensweisen. Zumindest so irgendwie! grins
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 06:52

Zitat:
In den Cafés verweile ich etwas länger


Welche Cafés? Die sollten alle geschlossen haben. Und wenn nicht, dann sollte man sich gerade da nicht länger aufhalten.
Ich glaube der Appell der Kanzlerin war gestern eindeutig:
Bleibt zuhause, meidet soziale Kontakte!

Wer es jetzt noch nicht verstanden hat, dem ist nicht zu helfen.
von: wpau

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 06:59

In Antwort auf: Wendekreis
Ich bin in der glücklichen Lage, alle meine Gepflogenheiten für diese Jahreszeit beibehalten zu können - wie gewohnt. In den Cafés verweile ich etwas länger. Heute habe ich das erste Fußbad dieses Frühlings im Ammersee genommen.


Ernsthaft oder Satire?
Bei mir sind momentan nur kurze Touren durch Wald und Feld als Selbstversorger angesagt.

Wie soll die Viren Blockade funtionieren, wenn ich weiterhin meine Pausen in Kontakt mit Menschen verbringe?
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 07:27



Auch wir sollten hier guten Journalismus machen, denn der Aufruf zu dieser Tour ist schon genau eine Woche her.

Damals gab es noch keine Einschränkungen, sich zB für eine Radtour zu treffen geschweige denn "hohe Stufe" des RKI

Also - aufpassen

Rennrädle
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 07:41

Auch ein Grund jetzt nicht zu Reisen und auch Tagestouren aufs notwendigste zu beschränken! Mit minimal-Hygiene auf Tour sind wir ein perfekter Gefahrenherd zur Verbreitung des Virus und man ist ja trotzdem nie komplett allein. Auch unterwegs muss man sich verpflegen und Supermärkte aussuchen. Ob z.B. auf dem Weg zur Tour, unterwegs oder bei der Nachversorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser. Corona geht uns alle an!

Es ist keine Schande seine privaten Bedürfnisse hinter das Gemeinwohl anzustellen!
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 07:44

Bitte an alle, ich hänge das hier mal an, weil es der letzte Beitrag ist

Diskutiert Alltags-Coronavirus-Themen doch hier weiter. Einfach auf zitieren klicken, das, was ihr kommentieren wollt mit rübernehmen und dort weiter diskutieren.

Zum einen liegt mir als Ex-Moderator die "Forums-Hygiene" am Herzen, zum anderen, viel wichtiger, vielleicht sind ja noch immer welche unterwegs und haben echte Probleme. Da kann hier besser geholfen werden, wenn nicht x off-topic-Beiträge dazwischen sind.

Viele Grüße, Holger
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.03.20 11:29

Spätestens die hierauf folgenden Beiträge hatten mit der eigentlichen Fragestellung mal wieder nur noch wenig zu tun. Deshalb wurden Sie abgetrennt und nicht in D&D verschoben, sondern gelöscht. Der Arbeitsaufwand ist für uns zu hoch.: Corona-Pandemie (Dies & Das) Bitte dort weiter diskutieren, wenn es keine Antwort oder Frage konkret zu Radreisen im Augenblick ist. Vielen Dank.
Noch ein Link, den wenige kennen, der aber sehr genau Restriktionen und Aufenthaltsbestimmungen aufführt, die weltweit gelten: IATA Travel News
von: Lurchi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.03.20 22:32

Hallo zusammen,
wie handhabt ihr es mit euren für dieses Jahr geplanten Radreisen?
Ich habe seit längerem eine Tour nach China geplant und habe meinen Arbeitsvertrag hierfür extra auslaufen lassen. Losgehen soll es Mitte Mai. Das ganze ist ja aktuell dank Corona alles andere als sicher, deshalb bin ich nun am überlegen ob ich mich wieder nach einem Job umschauen soll oder doch noch etwas abwarten wie sich die Situation entwickelt.

Ist jemand von euch in der gleichen Situation, wie macht ihr das?
von: M4rtin4

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.03.20 03:17

Hallo Lurchi,

1. Willkommen im Forum
2. zu geplanten Reisen siehe und antworte hier
3. So handhaben es die, die unterwegs sind/waren.

Bitte antworte nicht hier, sondern in den oben verlinkten Fäden.
Danke
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.03.20 08:37

Willkommen im Forum party dafür

Da mit keinen verlässlichen Antworten zu rechnen ist, mache ich dir den Vorschlag, dich hier im Treffpunkt genauer vorzustellen und eventuell deine Frage zu präzisieren.

LG und bleibe gesund
Jürgen


von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.04.20 20:24

Ich plane für diesen Sommer eine Radtour in Nordeuropa.
Da man dort im Wald zelten kann, ist es sogar möglich, wenn Zeltplätze und andere Übernachtungen nicht zur Verfügung stehen.
Die Frage ist: Haben wir im Sommer DDR-ähnliche Grenzen in Europa?
Gibt es Möglichkeiten zur Anreise?
Mit der Zeit bin ich ein bisschen flexibel. Aber ein Jahr überhaupt keine Fahrradtour zu machen, finde ich irgendwie schwer vorstellbar.
Eventuell sind auch südliche Länder dann eine Option. Wenn Spanien und Italien die Sache kurz und schmerzhaft hinter sich bringen, kann man eventuell im Spätsommer dorthin, falls Skandinavien noch nicht möglich ist.
Was meint Ihr?
Nur um es vorweg zu nehmen: ich wohne in der Schweiz, aber das kommt aus zwei Gründen nicht in Frage: zu nah an zuhause und zu klein...
Dann lieber 2020 gar keine Ferien und 2021 doppelt so viel.

Du versuchst es laufend. Lass es bitte sein. Es besteht überhaubt kein Grund, den Titel zu ändern und provokante Thesen aufzustellen
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.04.20 20:42

In Antwort auf: bk1
Die Frage ist: Haben wir im Sommer DDR-ähnliche Grenzen in Europa?
Gibt es Möglichkeiten zur Anreise?


Wird Dir leider keiner sagen können. Und erst recht nicht verlässlich.

Ich glaube nicht dass Spanien/Italien wirklich früher auf die Beine kommen werden als Norwegen/Schweden. Vielleicht haben sie aber den klimatischen Vorteil: Wenn sich die Lage im September normalisieren sollte kann man in Spanien/Italien noch lange Radreisen machen. In Norwegen könnte die Saison dann schon fast vorbei sein.

Ich würde mir eher die südlichen Länder anschauen.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.04.20 21:50

Eine Bekannte meinte heute, dass die Fähren von D nach S noch fahren.

Schon mal überlegt zB Deutschland von Süd nach Nord?

Vor mehreren Jahren sind wir einmal quer durch Bayern und das war eine unserer schönsten Radtouren.

Wir wollten im Juni 3 Wochen nach Schottland. Habe meine Bedenken und hoffe, dass die Campingplätze in D wieder auf haben. Dann gibt es eine Deutschlandtour.

Renata
von: Bicyclista

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 08:44

Da ich ähnliche Pläne für diesen Sommer hatte, verfolge ich ein wenig wie es sich dort oben entwickelt. Schweden beginnt jetzt erst die Maßnahmen hochzufahren, nachdem sie eine ganze Zeit lang ziemlich locker gewesen sind. Norwegen war wohl bisher schon strenger.

Persönlich gehe ich davon aus dass ich mich dieses Jahr auf eine größere Tour innerhalb Deutschlands beschränken muss. Touristische Reisen ins benachbarte Ausland halte ich so schnell nicht für möglich.

Man sollte auch immer mit einem erneuten Aufflammen der Infektionszahlen rechnen, die dann eine recht schnelle Rückkehr nach Hause nötig machen. Meine recht schnelle, glückliche Rückkehr aus Spanien hat meinen Bedarf an solchen 'Aktionen' fürs Erste gedeckt.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 09:11

In Antwort auf: Bicyclista
Persönlich gehe ich davon aus dass ich mich dieses Jahr auf eine größere Tour innerhalb Deutschlands beschränken muss.

Dann solltest du hoffen, dass die Bundesländer die bestehenden Beschränkungen wieder aufheben. Bei den aktuellen Regelungen ist Tourismus auch in D quasi unmöglich.
Gruß
Uli
von: dhomas

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 10:04

Persönlich bin ich guter Hoffnung dass man bis Sommer zu einem Modus gekommen sein wird bei dem viel auf Freiwilligkeit und Augenmaß beruht. Deshalb könnte es schon sein dass so einige Reisemöglichkeiten wieder offen stehen, wenn vielleicht auch mit kleinen Abstrichen.

Aber nix genaues weiß man nicht, und gerade als Radler kann man ja flexibel bleiben.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 12:14

Interessant wäre wohl je nach Dauer der Restriktionen, dass man Urlaub von 2020 aufspart für die Zeit, in der man wieder etwas machen kann.
Gibt es irgendwo Bestrebungen, dass die Regel aufgehoben wird, dass man Urlaub von 2020 bis spätestens Frühling 2021 aufbrauchen muss?
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 12:25

In Antwort auf: Rennrädle
Schon mal überlegt zB Deutschland von Süd nach Nord?

Das mache ich jedes Jahr im November, von CH nach Antwerpen. Kann auch Frankreich sein...
Letztlich muss man schauen, was sich machen lässt und dann eventuell 2020 nur für eine Woche etwas machen und 2021 dafür länger oder zweimal.
Und ich bin zwar Deutscher, aber das heißt noch lange nicht, dass es möglich sein wird, überhaupt CH, wo ich wohne zu verlassen.
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 12:28

In Antwort auf: bk1

Und ich bin zwar Deutscher, aber das heißt noch lange nicht, dass es möglich sein wird, überhaupt CH, wo ich wohne zu verlassen.


Verlassen vielleicht schon, aber wieder zurückkehren ... verwirrt
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 12:41

Das ist stets Verhandlungssache mit deinem Arbeitgeber.
Aber sieh es mal aus seiner Sicht. Denkst du, der ist happy, wenn jetzt, wo es der Firma nicht so dolle geht, alle keinen Urlaub nehmen und dann im Herbst, wenn die Wirtschaft wieder anzieht alle auf einmal Urlaub haben wollen? Oder womöglich noch viel mehr Kollegen wie du ihren Jahresurlaub komplett "verlegen" wollen?
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 12:43

In Antwort auf: derSammy
Das ist stets Verhandlungssache mit deinem Arbeitgeber.
Aber sieh es mal aus seiner Sicht. Denkst du, der ist happy, wenn jetzt, wo es der Firma nicht so dolle geht, alle keinen Urlaub nehmen und dann im Herbst, wenn die Wirtschaft wieder anzieht alle auf einmal Urlaub haben wollen? Oder womöglich noch viel mehr Kollegen wie du ihren Jahresurlaub komplett "verlegen" wollen?


Bei uns muss schon genehmigter Urlaub genommen werden. Ohne Diskussion. Ich kann meinen Arbeitgeber auch voll verstehen.
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 12:56

Mein Arbeitgeber hat sich bereits entsprechend geäußert.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 13:23

Rad(fern)reisenkönnendürfen ist aber ein Grundrecht, das über allen anderen steht. cool






So könnte man gelegentlich zumindest hier den Eindruck bekommen....
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 13:44

In Antwort auf: Martina
Mein Arbeitgeber hat sich bereits entsprechend geäußert.
Deiner auch? zwinker
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 13:57

Zitat:
Gibt es irgendwo Bestrebungen, dass die Regel aufgehoben wird, dass man Urlaub von 2020 bis spätestens Frühling 2021 aufbrauchen muss?

Wie schon erwähnt: Das ist keine gesetzliche Regelung, sondern etwas, was arbeits- oder ggf. tarifvertraglich geregelt ist. Es gibt jede Menge Unternehmen, bei denen der komplette Jahresurlaub bis zum Jahresende genommen sein muss. Wenn deine Frage darauf abzielt, ob es Unternehmen gibt, die sich dazu Gedanken machen: Ja. "Mein" Betriebsrat bespricht mit meinen Arbeitgeber gerade die Möglichkeit eines Kompromisses. Ein Teil - z.B. die Hälfte - bereits genehmigten Urlaubs muss vom Arbeitnehmer auch genommen werden und im Gegenzug darf man einige Urlaubstage aus 2020 in das 3. und 4. Quartal 2021 mitnehmen. Mit dem direkten Vorgesetzten kann man vereinbaren, wie man die Hälfte des genehmigten Urlaubs abzufeiern gedenkt: En bloc, tageweise (lange Wochenenden) oder in Form halber Urlaubstage. Ich gehe aber davon aus, dass man die Regelung erst festlegt, wenn klar ist, wie lange die aktuelle Situation noch andauert und ab wann Reisen wieder möglich sind.
Gruß
Uli
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 15:27

In Antwort auf: Rennrädle
Eine Bekannte meinte heute, dass die Fähren von D nach S noch fahren.


auch die Schweden mögen z.B. Erdbeeren aus Spanien. Also gewerbliche Transporte. Ob die Touristen mit Auto oder Fahrrad mitnehmen, wage ich zu bezweifeln.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 15:40

In Antwort auf: Uli
Wenn deine Frage darauf abzielt, ob es Unternehmen gibt, die sich dazu Gedanken machen: Ja. "Mein" Betriebsrat bespricht mit meinen Arbeitgeber gerade die Möglichkeit eines Kompromisses. Ein Teil - z.B. die Hälfte - bereits genehmigten Urlaubs muss vom Arbeitnehmer auch genommen werden und im Gegenzug darf man einige Urlaubstage aus 2020 in das 3. und 4. Quartal 2021 mitnehmen. Mit dem direkten Vorgesetzten kann man vereinbaren, wie man die Hälfte des genehmigten Urlaubs abzufeiern gedenkt: En bloc, tageweise (lange Wochenenden) oder in Form halber Urlaubstage. Ich gehe aber davon aus, dass man die Regelung erst festlegt, wenn klar ist, wie lange die aktuelle Situation noch andauert und ab wann Reisen wieder möglich sind.


Das klingt zumindest nach einem sinnvollen Kompromiss.
von: RADional

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 21:21

In Antwort auf: bk1
Gibt es irgendwo Bestrebungen, dass die Regel aufgehoben wird, dass man Urlaub von 2020 bis spätestens Frühling 2021 aufbrauchen muss?

Du scherzest. Ganz im Gegenteil gibt es Bestrebungen, daß wegen Wegfall von Aufträgen jeder, der sowieso zu Hause ist, jetzt möglichst viel Urlaub nehmen sollte.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.04.20 22:15

Hallo miteinander,

ich habe mir jetzt nicht diesen ganzen langen Faden hineingezogen und weiß deshalb nicht, ob ich nicht schon Bekanntes wiederhole. Hier gibt es jedenfalls eine recht gute Aufstellung, was über die Feiertage in welchen Bundesländern erlaubt ist und was nicht...

Den Umständen entsprechend frohe Ostern zwinker Wir jedenfalls freuen uns sehr, dass wir wenigstens überhaupt noch Rad fahren dürfen (im Gegensatz zu den meisten Nachbarländern), und zum Relaxen geht's halt nach Balkonien... Kommt Zeit, kommt Fernradtour dafür

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.04.20 06:56

In Antwort auf: Juergen
Spätestens die hierauf folgenden Beiträge hatten mit der eigentlichen Fragestellung mal wieder nur noch wenig zu tun. Deshalb wurden Sie abgetrennt und nicht in D&D verschoben, sondern gelöscht. Der Arbeitsaufwand ist für uns zu hoch.: Corona-Pandemie (Dies & Das) Bitte dort weiter diskutieren, wenn es keine Antwort oder Frage konkret zu Radreisen im Augenblick ist. Vielen Dank.


Und weitere Beiträge der Nacht, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind in der Tonne gelandet.
Tauscht euch über Sonstiges bitte in der PE odser in D&D aus.

von: Falk

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.04.20 11:47

Zitat:
Gibt es irgendwo Bestrebungen, dass die Regel aufgehoben wird, dass man Urlaub von 2020 bis spätestens Frühling 2021 aufbrauchen muss?

In der deutschen Bauwirtschaft, die allerdings derzeit ohnehin relativ wenig betroffen ist, ist der Jahresurlaub durch die Soka-Bau ohnehin vollständig auch noch ins Folgejahr mitzunehmen. Ich schiebe seit Jahren drei Wochen vor mir her. Die Auftragslage spielt natürlich auch eine Rolle. Ich bin betroffen, weil ich eigentlich Pfingsten losfahren wollte, womit es zur Zeit ziemlich schlecht aussieht.

Eine generelle Regelung wäre wünschenswert, doch so richtig traue ich es dem Gesetzgeber nicht zu, dass er in dieser Richtung handelt. Dass man an Wochenfeiertagen praktisch unbezahlt arbeitet (weil sie denen, die einen Feiertag genießen können, schließlich auch bezahlt werden), juckte bisher noch kein Parlament und keine Bundesregierung. Kein Wunder, Minister und Abgeordnete betrifft es schließlich auch nicht.
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.04.20 08:55

In Antwort auf: Thomas1976
Bei uns muss schon genehmigter Urlaub genommen werden. Ohne Diskussion. Ich kann meinen Arbeitgeber auch voll verstehen.


+1

Ich könnte mir auch eine angeordnete Betriebsruhe in der jetzigen Phase vorstellen. Für viele Unternehmen dürfte die aktuelle Situation enorm kritisch sein, ich fände es unpassend, jetzt im Frühjahr zu erwarten dass der AG alle Fehlzeiten bezahlt und im Herbst dann noch für jeden MA den vollen Tarifurlaub verkraften muss.
von: radler_dd

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.04.20 15:56

Tja, wie viele hier bin auch ich momentan in der Zwickmühle. Geplant war es, Ende Juli für 3 Wochen durch Norditalien und weiter nach Slowenien und Istrien zu radeln. Da ich ein Typ bin, der im Voraus genau plant (und da auch nicht aus seiner Haut kann) und ich in Pensionen und B&B´s absteigen werde, habe ich bereits alles über booking.com gebucht. Stornieren ist ja erstmal kein Problem, habe drauf geachtet dass es alles bis kurz vorher kostenfrei storniert werden kann. Auch um die Erstattung der Bahntickets mache ich mir eher weniger Sorgen.

Mich treibt eher grade eine moralische Frage um: Da ich es für möglich halte, dass man im Sommer zwar innerhalb Deutschlands radeln darf, aber es mit internationalen Reisen schwierig werden kann, habe ich mir eine Alternative für meine geplanten 3 Wochen überlegt, und zwar vom Allgäu an die Ostseeküste zu radeln.
Nun rechne ich damit, falls die Ankündigung kommt, dass man in Deutschland bleiben sollte, ein großer Run auf Hotels, Pensionen etc. losgehen wird. Ich könnte jetzt schon buchen, fühle mich dann aber irgendwie nicht wohl dabei, wenn ich dann wieder storniere, falls die ursprünglich geplante Reise doch so stattfinden kann. Gerade weil das Gastgewerbe wirtschaftlich auf dem Zahnfleisch geht, will ich eigentlich nicht einer derjenigen sein, der jetzt durch seine Reservierung und spätere Stornierung dafür sorgt, dass noch mehr Einbußen entstehen. Ein Dilemma...
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.04.20 16:03

Führende Politiker, u.a. Frau von der Leyen, haben dazu geraten, jetzt noch keinen Sommerurlaub zu buchen.
Man könnte die Entwicklung immer nur 2 bis 3 im Voraus sehen.

Dass in den Sommerferien alle Hotels, Pensionen etc. wieder auf haben glaube ich nicht.
Bestimmte Hot Spots müssen wohl noch länger mit Einschränkungen leben. Ich denken u.a. die von Dir genannten Orte wie die Küsten und das Allgäu.

Ich würde jetzt noch gar nichts planen.
von: BeBor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.04.20 16:35

In Antwort auf: Thomas1976
Führende Politiker, u.a. Frau von der Leyen...

Dass diese Dame zu den "führenden Politikern" gehören soll, macht mir als solches schon Bauchschmerzen. Weicht aber jetzt stark vom Thema ab.

Bernd
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.04.20 20:54

Ich buche auch lange vorher, aber nur Anreise und Rückreise. Für Übernachtungen bevorzuge ich, spontan etwas zu finden, am liebsten mit dem Zelt.

Das habe ich diesmal noch nicht getan. Das kann zur Folge haben, dass es dann sehr teuer wird, wenn man plötzlich wieder etwas buchen kann und alle das wollen. Aber ich weiß zu wenig über die Möglichkeiten, als dass ich etwas im Voraus buchen könnte. Ich habe Ideen und Routen grob geplant, genug für mehr als 10 Jahre. Und eine davon als Plan A und eine als Plan B deklariert. Mit der Zeit bin ich etwas flexibel... Solange man über die Grenzen kann, ist alles OK.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.04.20 21:18

In Antwort auf: bk1
IDas kann zur Folge haben, dass es dann sehr teuer wird, wenn man plötzlich wieder etwas buchen kann und alle das wollen.
In der Tat bemerke ich bei Probereservierungsversuchen, meine schon vor Weihnachten gebuchten Hotels betreffend, eine seltsame Abwesenheit von Preisnachlässen, welche ich durchaus angesichts der Lage erwarten würde. Wahrscheinlich deswegen, weil irrelevant, weil sowieso verboten. Dennoch: von einem ertrinkenden Unternehmen würde ich erwarten, daß es mit seinen Preisen runtergeht. Wenn dann plötzlich alle dürfen und wollen, kann das gut, wie du sagst, zum Gegenteil werden. Dann habe ich es gut, wenn ich nicht doch bis dahin alles storniert haben sollte. Ich entscheide das zwei Wochen vor geplantem Reisebeginn, das ist Anfang Juli.
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 02:44

In Antwort auf: BeBor
In Antwort auf: Thomas1976
Führende Politiker, u.a. Frau von der Leyen...

Dass diese Dame zu den "führenden Politikern" gehören soll, macht mir als solches schon Bauchschmerzen. Weicht aber jetzt stark vom Thema ab.

Bernd

Wir haben Politiker die viel, sehr viel besser sind als Ihr allgemeiner Ruf.
Soll ganz viele Länder geben die die Deutschen um Ihre Gesellschaftstruktur und Regierung beneiden, und die wünschen sich das die Probleme die wir in Deutschland auf hohem Niveau beklagen, bei Ihnen im Lande doch heranreifen und zur Normalität würden.
Ich bin froh in Europa meine Heimat zu haben, und will das es mehr Politiker in Europa gibt mit der Weitsicht von Frau Merkel und Frau v.d. Leyen.
Was sooo gut funktionert sollte man bewahren und doch auch modernisieren um an der Spitze zu bleiben.
Gibt demnächst viel zu bewirken, und mitanpacken wird uns Allen guttun.
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 02:52

In Antwort auf: dhomas
Persönlich bin ich guter Hoffnung dass man bis Sommer zu einem Modus gekommen sein wird bei dem viel auf Freiwilligkeit und Augenmaß beruht. Deshalb könnte es schon sein dass so einige Reisemöglichkeiten wieder offen stehen, wenn vielleicht auch mit kleinen Abstrichen.

Aber nix genaues weiß man nicht, und gerade als Radler kann man ja flexibel bleiben.


Ja, ich auch, weil ich am 27.Mai unbedingt starten möchte,...
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 09:01

In Antwort auf: Seniorradler
In Antwort auf: dhomas
Aber nix genaues weiß man nicht, und gerade als Radler kann man ja flexibel bleiben.


Ja, ich auch, weil ich am 27.Mai unbedingt starten möchte,...


Wohin willst Du starten? Ich fürchte, dass Ende Mai noch keine grenzüberschreitenden (Rad-)Reisen möglich sein werden... Meine Hoffnung ist, dass ich im Spätsommer eine 3-4Wochenrunde innerhalb D machen kann. Mit viel Glück auch noch Frankreich mit drin.

Bin jedenfalls im Daumendrückmodus.
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 09:17

Die letzte Vermutung der Dehoga war nicht vor Juni .
Ein Plan zum öffnen gibt es weder im Gewerbe noch politisch.
Es sind sämtlich Schätzungen und man wird probieren.
Ich persönlich rechne bis es tragend anläuft mit Aug/Sept..

Im Übrigen halte ich es für sittenwidrig auf fallende Preise zu spekulieren um günstig Urlaub zu bekommen. Man sollte froh sein wenn unsere Betriebe ( und die dahinter Stehenden Arbeitsplätze) noch da sind. Vielleicht würde man sich freuen auch nächstes Jahr möglichst den Bestand wieder vor zu finden wie bisher.
Wir in unserem Haus senken nichts gerade deshalb weil wir keine Entlassungen wollen.
Otto der Billigreisende wird das anders sehen.

Schöne Restostern.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 09:31

In Antwort auf: snoopy_226k
Mit viel Glück auch noch Frankreich mit drin.
Da wäre ich skeptisch. Heute Abend spricht dort wieder mal der oberste Kriegsherr an die Nation. Man erwartet eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen mindest bis Mitte Mai, vielleicht auch bis Ende Mai.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 10:52

Nee, falsch gedacht. Die Preise jetzt zu senken ist aus Anbietersicht sinnlos. Mit einem besserem Angebot Nachfrage zu erzeugen bringt nix, denn der Flaschenhals ist nicht eine mangelnde Nachfrage, sondern das Reiseverbot.

Aus Sicht eines Hoteliers gibt es zwei mögliche Szenarien:

Es darf nicht gereist werden. Dann ist es egal, ob Buchungen vorliegen oder nicht; evtl. geleistete Zahlungen sind zurück zu erstatten, (mehr) Geld kommt durch die geringeren Preise also nicht rein.

Es darf gereist werden. Dann wird die Nachfrage groß sein, also Preise rauf und nicht runter. Jetzt schon zu geringen Preisen zu verkaufen wäre also kontraproduktiv.

Ich gehe davon aus, dass die Preise eher steigen werden, wenn wieder gereist werden darf; je später das sein wird, desto häufiger und stärker.

Gruß
Uli

von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 10:52

Und weitere Beiträge des Tages, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind in der Tonne gelandet.
Tauscht euch über Sonstiges bitte in der PE oder in D&D aus.
Hinweis an bk1 Das war jetzt die letzte Warnung in diesem Faden. Lass deine unnötigen Provokationen sein.
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 10:59

In Antwort auf: Axurit
In Antwort auf: snoopy_226k
Mit viel Glück auch noch Frankreich mit drin.
Da wäre ich skeptisch. Heute Abend spricht dort wieder mal der oberste Kriegsherr an die Nation. Man erwartet eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen mindest bis Mitte Mai, vielleicht auch bis Ende Mai.


Komplett zitiert hätte das geheißen:
In Antwort auf: snoopy_226k
Meine Hoffnung ist, dass ich im Spätsommer eine 3-4Wochenrunde innerhalb D machen kann. Mit viel Glück auch noch Frankreich mit drin.


Ganz sicher ist das aber auch im Spätsommer noch unsicher grins
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 11:05

Ich sehe das ganz genauso wie du es beschreibst. Der Reservierungsmarkt ist derzeit gezwungenermaßen tot, deswegen reagieren die auch nicht.
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 12:54

Moin zusammen,
meine Radreise beschränkt sich gerade auf Tagestouren durch die Region. Da habe ich mit dem Bergischen Land Glück und genug abwechslungsreiche Landschaft und Steigungen....
Aber eigentlich, wäre ich gerade unterwegs auf einer dreimonatigen Tour durch Südosteuropa mit dem Ziel Athen, seit dem 18.3. Bis kurz vor Slowenien haben wir es noch geschafft, bevor da unten alles dicht gemacht wurde. Dann haben wir zu einer kleinen Bayernradtour umgedreht, bis in D dann auch alles dicht machte.

Meine Auszeit und die Auszeit meiner Freundin lassen sich nicht verlegen und nicht einfach wiederholen, so dass wir nun hoffen ab Mai irgendwie wenigstens durch Deutschland reisen zu können. Geöffnete Campingplätze wären dafür toll. Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.
Einmal im Leben richtig frei sein und dann eingesperrter denn je.
Ansonsten Luxusproblem. Viel Freizeit, aber kein Raum sie zu nutzen.

Ich wünsche Euch schöne Ostern und die Chance das Beste draus zu machen.
VG Muecke
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 15:52

In Antwort auf: cyclerps
Man sollte froh sein wenn unsere Betriebe ( und die dahinter Stehenden Arbeitsplätze) noch da sind. Vielleicht würde man sich freuen auch nächstes Jahr möglichst den Bestand wieder vor zu finden wie bisher.
Wir in unserem Haus senken nichts gerade deshalb weil wir keine Entlassungen wollen.
ich kann dir da nur zustimmen. Eine vernünftige Gastronomie- und Beherbergungsinfrakstruktur sind für mich wesentliche Faktoren bei der Auswahl meiner Reiseregionen. Gut, als ich früher noch mein Zelt mitgeschleppt habe, war das ein klein wenig anders. grins
Wir haben an anderen Stellen gute Hinweise zur Unterstützung lokaler Buchhändler und gar Eisdielen gesehen. Warum sollte man bei Hotelbetrieben andere Maßstäbe ansetzen und wie nahezu selbstverständlich Preisnachlässe erwarten? Auch Hotelbetrieben sollte ein wenig Solidarität entgegengebracht werden.
von: Oldmarty

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.04.20 16:11

Dir auch schöne Ostern ..... und schön mal wieder was von dir zu lesen schmunzel
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.04.20 01:46

In Antwort auf: snoopy_226k
In Antwort auf: Seniorradler
In Antwort auf: dhomas
Aber nix genaues weiß man nicht, und gerade als Radler kann man ja flexibel bleiben.


Ja, ich auch, weil ich am 27.Mai unbedingt starten möchte,...


Wohin willst Du starten? Ich fürchte, dass Ende Mai noch keine grenzüberschreitenden (Rad-)Reisen möglich sein werden... Meine Hoffnung ist, dass ich im Spätsommer eine 3-4Wochenrunde innerhalb D machen kann. Mit viel Glück auch noch Frankreich mit drin.

Bin jedenfalls im Daumendrückmodus.


Na dann...Willkommen im Club der Daumendrücker !

Einen Tripp durch Osteuropa, ... wenn Corona endlich sich verflüchtigen würde, ist grob geplant.
Gibt ja Mitmenschen die behaupten das wegen unserer Klima-Sünden die Strafe nun folgte.
Ob da was dran ist ?
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.04.20 07:26

In Antwort auf: Axurit
Man erwartet eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen mindest bis Mitte Mai, vielleicht auch bis Ende Mai.
Wie sich inzwischen herum gesprochen hat, wurden in Frankreich die derzeit geltenden Einschränkungen bis 11.Msi verlängert. Macron hat auch ausdrücklich gesagt, dass die Einreise aus Nicht-EU-Ländern weiterhin verboten sei. Das heißt für mich, dass man aus Deutschland einreisen kann und innerhalb Frankreichs dann den dort geltenden Beschränkungen unterliegt. Heute bringt das nicht viel (für mich und ein paar andere schon), aber im Sommer und Herbst könnte das Reisemöglichkeiten eröffnen.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.04.20 16:49

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: cyclerps
Man sollte froh sein wenn unsere Betriebe ( und die dahinter Stehenden Arbeitsplätze) noch da sind. Vielleicht würde man sich freuen auch nächstes Jahr möglichst den Bestand wieder vor zu finden wie bisher.
Wir in unserem Haus senken nichts gerade deshalb weil wir keine Entlassungen wollen.
ich kann dir da nur zustimmen. Eine vernünftige Gastronomie- und Beherbergungsinfrakstruktur sind für mich wesentliche Faktoren bei der Auswahl meiner Reiseregionen. Gut, als ich früher noch mein Zelt mitgeschleppt habe, war das ein klein wenig anders. grins
Wir haben an anderen Stellen gute Hinweise zur Unterstützung lokaler Buchhändler und gar Eisdielen gesehen. Warum sollte man bei Hotelbetrieben andere Maßstäbe ansetzen und wie nahezu selbstverständlich Preisnachlässe erwarten? Auch Hotelbetrieben sollte ein wenig Solidarität entgegengebracht werden.

Grundsätzlich ja, aber die Gegenseite sagt auch, sie hat weniger Geld. Das werden viele sein. Die Leute sparen dann an jeder Ecke. Ich muss auch ohne Corona extrem sparen, habe auf letzten CH-Urlaub z.B. statt Wein nur noch Bier getrunken, Wildzelten wird mir bald Pflicht. Demnächst wohl auch maximal Pizza oder Pasta, kein Fleisch mehr. Gefährlich, allen nachzusagen, dass sie nur billig wollen. Das sind SUV-Fahrer vor Aldi. Es gibt aber auch andere. Sie haben schlicht das Einkommen nicht, Pflichtkosten hingegen steigen immer mehr relativ (Miete, Strom, Kommunikationselektronik). Mit vielen armen Leuten kann man keine Geschäfte machen. Auf Dauer nicht gut.

Es werden sich also alle überlegen müssen, wie man wieder besser ins Geschäft kommt. Die vergangene Wirtschaftskrise hat besonders in Spanien, Frankeich und teils auch Italien gezeigt, dass ein unterer Mittelsockel in der Gastronomie und Hotellerie ziemlich weggebrochen ist. Die Familien weichen dann wieder mehr auf Camping, Ferienhäuser, Wohmobile etc. aus, Eigenversorgung aus dem Supermarkt usw., lokale Gäste kommen seltener, weniger große Familienfeste, jetzt auch noch Video-Meetings als Zukunft, weniger Geschäftsessen, weniger Businessreisen die Folge (zahlungskräftige Klientel). Einige Betriebe werden sich vielleicht mit Kernzeiten und kleineren Öffnungszeiten, geringerem Speiseangebot usw. retten, um die Kostenseite zu drücken. Boni könnten eine Brücke schlagen, Espresso umsonst zum Essen, Gutschein-Pakete für Hotelgäste in Zusammenarbeit mit Touri-Verband usw. Andere müssen sich ggf. an sinkenden Löhnen orientieren. Aber noch ist mehr Glaskugel als Gewissheit.
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.04.20 21:33


In Antwort auf: Juergen
Und weitere Beiträge des Tages, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind in der Tonne gelandet.
Tauscht euch über Sonstiges bitte in der PE oder in D&D aus.
Hinweis: Das war jetzt die letzte Warnung in diesem Faden.

von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 10:44

In Antwort auf: radler_dd
Tja, wie viele hier bin auch ich momentan in der Zwickmühle. Geplant war es, Ende Juli für 3 Wochen durch Norditalien und weiter nach Slowenien und Istrien zu radeln. Da ich ein Typ bin, der im Voraus genau plant (und da auch nicht aus seiner Haut kann) und ich in Pensionen und B&B´s absteigen werde, habe ich bereits alles über booking.com gebucht. Stornieren ist ja erstmal kein Problem, habe drauf geachtet dass es alles bis kurz vorher kostenfrei storniert werden kann. Auch um die Erstattung der Bahntickets mache ich mir eher weniger Sorgen.

Mich treibt eher grade eine moralische Frage um: Da ich es für möglich halte, dass man im Sommer zwar innerhalb Deutschlands radeln darf, aber es mit internationalen Reisen schwierig werden kann, habe ich mir eine Alternative für meine geplanten 3 Wochen überlegt, und zwar vom Allgäu an die Ostseeküste zu radeln.
Nun rechne ich damit, falls die Ankündigung kommt, dass man in Deutschland bleiben sollte, ein großer Run auf Hotels, Pensionen etc. losgehen wird. Ich könnte jetzt schon buchen, fühle mich dann aber irgendwie nicht wohl dabei, wenn ich dann wieder storniere, falls die ursprünglich geplante Reise doch so stattfinden kann. Gerade weil das Gastgewerbe wirtschaftlich auf dem Zahnfleisch geht, will ich eigentlich nicht einer derjenigen sein, der jetzt durch seine Reservierung und spätere Stornierung dafür sorgt, dass noch mehr Einbußen entstehen. Ein Dilemma...

Man sollte jetzt noch gar nichts buchen, die Lage ist immer noch viel zu dynamisch für längerfristige Planungen. Als Reiseradler bist du flexibel genug, über Reisepläne auch mal nur zwei Wochen im Voraus zu entscheiden. Selbst, wenn dann die Buchungszahlen dann schon angestiegen sein sollten, so hast du immer noch zig Möglichkeiten (gerade wenn du sowas wie Alpen-Ostsee planst). Zurück fährt man notfalls mit dem Quer-durchs-Land-Ticket.
von: StephanBehrendt

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 16:14

In Antwort auf: radler_dd
Mich treibt eher grade eine moralische Frage um: Da ich es für möglich halte, dass man im Sommer zwar innerhalb Deutschlands radeln darf, aber es mit internationalen Reisen schwierig werden kann, habe ich mir eine Alternative für meine geplanten 3 Wochen überlegt, und zwar vom Allgäu an die Ostseeküste zu radeln.
Nun rechne ich damit, falls die Ankündigung kommt, dass man in Deutschland bleiben sollte, ein großer Run auf Hotels, Pensionen etc. losgehen wird. Ich könnte jetzt schon buchen, fühle mich dann aber irgendwie nicht wohl dabei, wenn ich dann wieder storniere, falls die ursprünglich geplante Reise doch so stattfinden kann. Gerade weil das Gastgewerbe wirtschaftlich auf dem Zahnfleisch geht, will ich eigentlich nicht einer derjenigen sein, der jetzt durch seine Reservierung und spätere Stornierung dafür sorgt, dass noch mehr Einbußen entstehen. Ein Dilemma...
Mit dieser Argumentation und deinen Bedenken dürftest du auch keine Hotels am Mittelmeer buchen. Ich glaube in diesem Sommer an keine Überfüllung irgendwo.
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 16:58

Dadurch das die Grenzen mit Sicherheit zuletzt geöffnet werden ist seine Vermutung durchaus richtig.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 17:05

In Antwort auf: cyclerps
Dadurch das die Grenzen mit Sicherheit zuletzt geöffnet werden ist seine Vermutung durchaus richtig.

Naja, die Buchungszahlen werden steigen, aber an einen Run glaube ich nicht. Die Auswirkungen der Krise werden sicher viele Urlaube auch komplett ausfallen lassen, zudem ist für das typische AI-Klientel Deutschland als Reiseland auch zu unattraktiv. Klar, an den Küsten wird es voll werden, ansonsten sollte es keine Probleme geben.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 17:27

In Antwort auf: stefan1893
In Antwort auf: cyclerps
Dadurch das die Grenzen mit Sicherheit zuletzt geöffnet werden ist seine Vermutung durchaus richtig.

Naja, die Buchungszahlen werden steigen, aber an einen Run glaube ich nicht. Die Auswirkungen der Krise werden sicher viele Urlaube auch komplett ausfallen lassen, zudem ist für das typische AI-Klientel Deutschland als Reiseland auch zu unattraktiv. Klar, an den Küsten wird es voll werden, ansonsten sollte es keine Probleme geben.


Privatreisen weiter verboten

Ok, damit dürfte sich das Problem erledigt haben - es wird schlicht bald kaum noch Hotels geben.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 19:31

Ich bin dabei, mir die Pläne B bis H zu entwerfen, sprich Tagestouren. Wenn ich davon 7 habe, kann ich mit ein Bißchen Zähnezusammenbeißen einige Wochen reihrum täglich auf meine Kilometer kommen. Istdannebenso.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 20:34

Ja, Tagestouren habe ich auch einige...
Wochenende einen Tag fahren, einen Tag Dinge zuhause erledigen...
Und abends ab und zu eine Runde fahren... Am besten fast jeden Tag...
von: mille1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 21:09

Nachdem ich meine Pläne A (Italien), B (England), C (Dänemark) im Laufe des Jahres in den Eimer gekippt habe, kommt nun Plan D (Tour de Ländle).

Ich werde fahren, auch wenn die Fraktion der Gegner des Wildcampen aufheulen wird.
In diesem Faden geht es darum, ob Touren gefahren werden können oder nicht. Und ich werde fahren. Wohin verrate ich nicht. Sondern wenn ich wieder daheim bin. Ich habe gestern mit einem Polizisten gesprochen. Er fand es gut, daß ich fahren werde.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.04.20 22:09

In Antwort auf: mille1
kommt nun Plan D (Tour de Ländle).

Ich werde fahren, auch wenn die Fraktion der Gegner des Wildcampen aufheulen wird.
In diesem Faden geht es darum, ob Touren gefahren werden können oder nicht. Und ich werde fahren...

Die Wölfe, die heulen, würden es auch in Normalzeiten nicht tun. Ich bekam auch Zuspruch vom Bläserpaar, das die Kirchenmusik auf die Weide verlegt hatte - sicherlich kaum als Reise zu werten, aber immerhin eine Nacht. Abseits Ostern kann man sich auch wieder besser versorgen, generell besser abends einkaufen, Hofläden etc. sind auch immer eine gute Alternative. Allerdings deutliche Einschänkungen bei öffentlichen Toiletten, wie ich wiederholt festgestellt habe: Alb-Einsamkeit an Corona-Ostern
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.04.20 17:32

News betreffend Urlaubsregelungen: Der Arbeitgeber meiner Frau hat Unternehmens-weit die Regelung getroffen, dass 2/3 des bis 31.August beantragten Urlaubs zu nehmen ist. 1/3 kann storniert werden. Wie der Urlaub genommen wird - am Stück, lange Wochenenden, ... - ist mit dem Vorgesetzten zu vereinbaren. 10 Urlaubstage aus 2020 dürfen mit nach 2021 genommen werden und sind bis zum 31. Mai abzufeiern (vorher: Mitnahme von Urlaub ins Folgejahr nur in Ausnahmefällen). In "meinem" Unternehmen hat man vorerst beschlossen keine allgemeingültige Regelungen zu treffen. Wenn man einen Änderungswunsch bei bereits angemeldeten Urlaub hat, sollte man versuchen mit dem Vorgesetztem sich zu einigen. Dies wäre schon vielfach erfolgreich geschehen. Sollte es im Einzelfall nicht klappen, soll man Betriebsrat und Personalabt. informieren. Sollte sich zeigen, dass es viel Uneinigkeit gibt, würde man schauen, ob doch eine allgemeine Regelung für die offenen Fälle getroffen wird.
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.04.20 19:27

In Antwort auf: mille1
... auch wenn die Fraktion der Gegner des Wildcampen aufheulen wird.


Gibt's die hier? Ist mir noch nicht aufgefallen, aber ich lese wirklich nicht jeden Faden.

Ich find's jedenfalls gut, die Tour dann eben im Ländle mit "Eigenübernachtung" zu machen. Ich für mich hätte eher bisschen (mehr) Schiss als sonst weil die Blockwartmentalität bei eventuellen Zuschauern im Moment vielleicht etwas höher ist als sonst.

Aber... ich sehe auf meinem Weg zur Arbeit gerade täglich ein/zwei Wohnmobile auf einem Wanderparkplatz stehen. Einer mit Satellitenschüssel außen per Erdspieß montiert. Da ist die Polizei vorgestern vorbeigefahren und hat sich nicht die Bohne dafür interessiert.
von: ro-77654

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.04.20 21:58

Wir sind kürzlich die Jagst langgefahren. Wild zelten insbesondere nach dem ersten Viertel (Oberlauf) kein Problem. Wir hatten Lebensmittel für vier Tage dabei und keinen Kontakt mit anderen Menschen (außer einem Treffen mit anderen Radlern aus dem Forum).
An- und Abfahrt per Nahverkehrs-Zug war auch problemlos, vier Meter Abstand zu anderen Reisenden möglich.

Die Anwohner dort waren entspannt. Unterwegs haben wir circa sechs andere Radler gesehen, die offensichtlich Campingkram dabei hatten...
von: martinbp

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.04.20 16:53

In Antwort auf: ro-77654
Unterwegs haben wir circa sechs andere Radler gesehen, die offensichtlich Campingkram dabei hatten...


Wenn ich hier bei Budapest auf dem Donauradweg radle, sehe ich auch aus, als wollte ich campen: 2 große Vaude-Taschen hinten und zwei Ortlieb-Frontroller vorn. Dabei fahre ich nur meine Einkaufsrunde zum Lidl, einmal pro Woche
von: ro-77654

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.04.20 10:30

Radfahrer mit Taschen haben wir über 100 gesehen. Campingkram ist z. B. ein zusätzlicher Sack hinten, zum Teil sichtbare Isomatte und mehrere gefüllte Wasserflaschen.
von: martinbp

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.04.20 17:22

Bei mir sieht man vom Campingkram nur das Gestänge, alles andere passt in die Vaude-Taschen
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.04.20 17:27

Heute waren sie entfesselt. Gefühlt 120% aller in den letzten 20 Jahren verkauften Fahrräder waren unterwegs. 2020 wird ohne Zweifel in die Annalen als Jahr der Familienfahrradunternehmungen eingehen. Solche Massen an Fahrrädern (nebst deren Steuerorganen auf dem Sattel) habe ich noch nie gesehen. Ich hoffe, alle für zukünftige Lockerungsentscheidungen Zuständigen waren heute mit Doppelblindheit geschlagen.
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 01:13

Und ab Montag dann ohne Fahrrad zum Shoppen...
swelbstverständlich mit Mundschutz und bargeldloser Bezahlung.

Ob die Straßen verstopft dann sind und die Wege schwarz vor Menschen ?
in weniger als 10 Stunden werden wir es erleben.
Der Corona-Virus wird sich sooo sehr erschrecken und das Weite suchen wollen!
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 01:33

In Antwort auf: mille1
Nachdem ich meine Pläne A (Italien), B (England), C (Dänemark) im Laufe des Jahres in den Eimer gekippt habe, kommt nun Plan D (Tour de Ländle).

Ich werde fahren, auch wenn die Fraktion der Gegner des Wildcampen aufheulen wird.
In diesem Faden geht es darum, ob Touren gefahren werden können oder nicht. Und ich werde fahren. Wohin verrate ich nicht. Sondern wenn ich wieder daheim bin. Ich habe gestern mit einem Polizisten gesprochen. Er fand es gut, daß ich fahren werde.


Dein Wunsch ist auch meiner, und ich überlege wie man den "Eigenübernachtungsplatz total sauber hinterlassen kann" den man ja , wie der Nächste es bewußt auch tut,nach gewissen Kriterien gesucht hat.
Stelle mir gerade vor wie es an den ausgewählten Plätzen heftig stinkt, wenn die Sonne scheint und der Wind so herrlich warm weht ?
Wenn die Restaurant-Toiletten geschlossen sind, und bleibt dann nur die Möglichkeit mit dem Klappspaten zu vergraben, welches beim Urin ja schon nicht geht?
Praktikable Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht !

ALLES mitnehmen und entsorgen ? Wie, Wo ?
von: SchottTours

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 08:03

Trotzdem: wenn man gestern auf die Alb zum Wandern gegangen ist - und sich als Ziel nicht etwa einen Hotspot wie Schloss Lichtenstein oder Uracher Wasserfall herausgesucht hatte, konnte man herrlich (fast) einsam wandern.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 08:47

Tschechien will die Grenzen für ein Jahr schließen.
von: Ali64

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 11:33

In Antwort auf: Seniorradler
In Antwort auf: mille1
Nachdem ich meine Pläne A (Italien), B (England), C (Dänemark) im Laufe des Jahres in den Eimer gekippt habe, kommt nun Plan D (Tour de Ländle).

Ich werde fahren, auch wenn die Fraktion der Gegner des Wildcampen aufheulen wird.
In diesem Faden geht es darum, ob Touren gefahren werden können oder nicht. Und ich werde fahren. Wohin verrate ich nicht. Sondern wenn ich wieder daheim bin. Ich habe gestern mit einem Polizisten gesprochen. Er fand es gut, daß ich fahren werde.


Dein Wunsch ist auch meiner, und ich überlege wie man den "Eigenübernachtungsplatz total sauber hinterlassen kann" den man ja , wie der Nächste es bewußt auch tut,nach gewissen Kriterien gesucht hat.
Stelle mir gerade vor wie es an den ausgewählten Plätzen heftig stinkt, wenn die Sonne scheint und der Wind so herrlich warm weht ?
Wenn die Restaurant-Toiletten geschlossen sind, und bleibt dann nur die Möglichkeit mit dem Klappspaten zu vergraben, welches beim Urin ja schon nicht geht?
Praktikable Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht !

ALLES mitnehmen und entsorgen ? Wie, Wo ?

Wie wäre es hiermit: https://www.amazon.de/Andes-Outdoor-Campingtoilette-Faltbar-Mit-Beuteln/dp/B00EVOCHK2
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 11:35



Derzeit nicht verfügbar grins
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 12:10

Für die Leute, die ihre Fahrräder immer mit Isorohren schützen. teuflisch
https://calitop.eu/product_info.php?info=p66_camping-toilette--c-loo-2-.html
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 13:04

In Antwort auf: SchottTours
Trotzdem: wenn man gestern auf die Alb zum Wandern gegangen ist - und sich als Ziel nicht etwa einen Hotspot wie Schloss Lichtenstein oder Uracher Wasserfall herausgesucht hatte, konnte man herrlich (fast) einsam wandern.
Das stimmt sicherlich. Aber auf den üblichen Autobahnen aka Neckartalradweg war es furchtbar, da reichen auch schon 5 km um zwangsneurotisiert zu werden. grins Man könnte einfach sonntags in ausgedehnte Industriegebiete ausweichen teuflisch
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 13:06

In Antwort auf: Seniorradler
Dein Wunsch ist auch meiner, und ich überlege wie man den "Eigenübernachtungsplatz total sauber hinterlassen kann" den man ja , wie der Nächste es bewußt auch tut,nach gewissen Kriterien gesucht hat. [...] Wenn die Restaurant-Toiletten geschlossen sind, und bleibt dann nur die Möglichkeit mit dem Klappspaten zu vergraben, welches beim Urin ja schon nicht geht?

Such Dir halt weniger frequentierte Stellen und verrichte Dein Geschäft in deutlichem Abstand, wo keiner normal hingeht. In den Wald zu pinkeln hat noch nie jemanden gestört. Gerüchten zufolge tun Bären und Hirsche und andere Waldbewohner das auch.

Viele Grüße,
Stefan
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.04.20 13:55

Zitat:
In Antwort auf: Ali64
Stelle mir gerade vor wie es an den ausgewählten Plätzen heftig stinkt, wenn die Sonne scheint und der Wind so herrlich warm weht ?
Wenn die Restaurant-Toiletten geschlossen sind, und bleibt dann nur die Möglichkeit mit dem Klappspaten zu vergraben, welches beim Urin ja schon nicht geht?
Praktikable Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht !

ALLES mitnehmen und entsorgen ? Wie, Wo ?

Wie wäre es hiermit: https://www.amazon.de/Andes-Outdoor-Campingtoilette-Faltbar-Mit-Beuteln/dp/B00EVOCHK2


Also Lösung Nr. 1 ist natürlich der Klappspaten und das Loch mindestens 25cm tief und Pinkeln möglichst weit vom Weg/Platz.

Ansonsten Pinkeln:
BianchiPamela-Portable-Disposable-Collect-Emergency

und fürs große Geschäft haben wir vom Ranger für die Grand-Canyon-Wanderung mal solche Beutel bekommen (und erfolgreich benutzt).
Ich glaube, die waren in der Art
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 03:24

Und wie ist das mit der Entsorgung ?
von: Margit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 07:08

Entsorgung ist doch ganz einfach: Klappspaten den Ureinwohnern (Bär, Wolf etc.) schenken, Plastikbeutel mit nach Hause nehmen und im eigenen Garten vergraben bier
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 07:21

Tankstellen haben doch nach wie vor geöffnet... die meisten sogar rund um die Uhr. Und die haben in aller Regel auch eine Toilette. Ebenso wie Lebensmittel und Heißgetränke.

In Zeiten wie diesen, wo nicht mehr viel geöffnet ist, weiß ich das um so mehr zu schätzen. Vielleicht muss man mal über den Tellerrand schauen und sich nicht vom Feindbild Auto ablenken lassen.

Gruß
Thoralf
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 07:29

Zitat:
Und die haben in aller Regel auch eine Toilette


Darf man diese denn benutzen bzw. sind die für den "Publikumsverkehr" geöffnet? Ich war zu Ostern bei meiner Mutter, die Toiletten auf den Raststätten und Parkplätzen entlang der Autobahn waren alle abgesperrt. Ich musste mich dann im Gebüsch erleichtern.

Ich höre nämlich immer wieder, es wäre auch einer von mehreren Aspekten warum Gastro und Campingplätze noch nicht öffnen könnten. Nämlich ein fehlendes Hygienekonzept für die Benutzung von (öffentlichen) Toiletten oder Gemeinschaftswaschräumen.


von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 07:37

In Antwort auf: Thomas1976
Ich war zu Ostern bei meiner Mutter, die Toiletten auf den Raststätten und Parkplätzen entlang der Autobahn waren alle abgesperrt.

Ich war in Hessen, und habe das nicht erlebt. An jeder Tankstelle und jedem Parkplatz unterwegs (Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg) konnte ich problemlos aufs Klo. Finde ich echt verwunderlich, was du erlebt hast...

Gruß
Thoralf
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 07:40

https://www.radioessen.de/artikel/essener-tankstellen-schliessen-kundentoiletten-545209.html
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 07:47



Danke Jürgen,

Gut ich bin jetzt nicht jede Tankstelle/Rastplatz angefahren, aber die 2 die ich angefahren bin waren geschlossen.

Das ist u.a. für mich nämlich schon ein Grund, warum ich keine Wochenendtour machen mit wildcampen, biwaken oder ähnliches. Die hygienischen Voraussetzungen sind einfach nicht gegeben und das Toiletten an Tankstellen aufhaben, darauf kann man sich nicht verlassen.

Das ist doch auch das Problem, was u.a. LKW Fahrer haben, sie können sich nicht vernünftig waschen, weil an den Rastplätzen an den Autobahnen geschlossen sind. Das ist mein Stand vor 14 Tagen. Vielleicht hat sich da schon was gebessert.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:06

Wir wissen ja, dass es auf Friedhöfen immer Wasser gibt. Manche Friedhöfe haben auch Toilettenanlagen. zwinker
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:13

In Antwort auf: Juergen
Wir wissen ja, dass es auf Friedhöfen immer Wasser gibt. Manche Friedhöfe haben auch Toilettenanlagen. zwinker


Ich glaube, da hatte der Veloträumer schon was zu geschrieben, dass diese zum Teil auch geschlossen sind (also die Toiletten).

Solange Gastro und Campingplätze nicht aufmachen, werde ich sowieso keine Tour mit Übernachtung machen.
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:24

In Antwort auf: Thomas1976

Darf man diese denn benutzen bzw. sind die für den "Publikumsverkehr" geöffnet?


ja, und nur zum Teil kostenlos. Aber als Radfahrer sollte man vermeiden eine Autobahnraste zu nutzen peinlich
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:28

Zitat:
ja, und nur zum Teil kostenlos. Aber als Radfahrer sollte man vermeiden eine Autobahnraste zu nutzen peinlich


ich rede ja eher von der "normalen" Tanke an der Bundesstraße zwinker

Habe gestern 1 Liter Sagrotan bestellt für Schweinegeld (25€), desinfizieren kann mich nun also auch unterwegs zwinker
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:34

In Antwort auf: Thomas1976

ich rede ja eher von der "normalen" Tanke an der Bundesstraße zwinker


da hast du doch meistens nach einem Schlüssel beim Kassierer fragen müssen, das geht jetzt auch. Stellst dich mit entsprechendem Abstand an. Musst halt etwas früher planen und nicht auf den letzte Drücker zur Tanke zwinker
von: lutz_

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:36

Hallo zusammen!


In Antwort auf: Thomas1976
Ich musste mich dann im Gebüsch erleichtern.


Ich empfehle einen Klassiker der Outdoor-Literatur:

Klick!


Gruß LUTZ
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:37

In Antwort auf: Michael B.
[…] Aber als Radfahrer sollte man vermeiden eine Autobahnraste zu nutzen peinlich

Warum eigentlich? Wir haben das gerne mal gemacht, ist lange, lange her, aber es war ziemlich lustig, beim Rennradfahren in der Rhön mal die Autobahnraststätte Uttrichshausen anzufahren und dort im McDonalds einzukehren. Großer Spaß, wie man da angeschaut wird, wenn man sich dort in Rennradklamotten mit Rad nebendran hinsetzt grins

Gut, im Regelfall würde ich das auch nicht machen, aber zur Not schon.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:39

Zitat:
Manche Friedhöfe haben auch Toilettenanlagen

... die wg. Corona in der hiesigen Gemeinde gerade geschlossen sind.
Gruß
Uli
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:44

Die Raststätte Sindelfinger Wald ist auch problemlos mit dem Rad anfahrbar, haben wir früher oft gemacht als das noch ein Mövenpick Marche war...

Ich gehe davon aus, dass viele Autobahnraststätten einen Hintereingang haben, schließlich muss ja auch das Personal zur Arbeit kommen, wenns mal Stau auf der Autobahn hat....
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:47

In Antwort auf: Martina
[…]Ich gehe davon aus, dass viele Autobahnraststätten einen Hintereingang haben, schließlich muss ja auch das Personal zur Arbeit kommen, wenns mal Stau auf der Autobahn hat....

Jepp, so war das auch in Uttrichshausen. Manche haben da aber ein Tor, dass aufgeschlossen werden muss - ohne es genau zu wissen, glaube ich, dass das bei der Essotankstelle Weilbach hier bei Hofheim so ist. Fahre da ziemlich regelmäßig auf einem Radweg vorbei.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:49

In Antwort auf: Seniorradler
Und wie ist das mit der Entsorgung ?
Was Du tun willst tue es jetzt, weil Morgen könntest du keine Gelegenheit mehr dazu haben ...
Denkt sich Seniorradler-67


Diesen Beitrag finde ich großartig. Und geradezu allgemeingültig.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 08:51

In der Schweiz sind zusätzliche Nicht-Autobahn-Zufahrten zu den Rasthäusern weit verbreitet. Wenn der Betreiber die erwähnte MM-Kette ist, ist das Angebot sogar recht attraktiv (wenn auch CH-typisch für uns teuer).
Gruß
Uli
von: Felix-Ente

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 11:20

Das könnte etwas mit der Größe der Anlage zu tun haben? Tankstellen an der Landstraße haben ja meistens nur eine Kabine. Da ist Abstand halten kein Problem. Aber gerade auf Rastplätzen dominieren doch die Toiletten, wo bis zu 20 Kabinen pro Toilette vorhanden sind und sich alle Kunden durch dieselbe Schranke drängeln müssen. Da wird es dann mal kuschlig, besonders wenn die, die rein wollen, keine Zeit zum Warten haben bis der Vordermann/Gegenverkehr durch ist...
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 11:43

Ich würde meinen, dass dort im Moment nicht allzuviel los ist. Wo doch die Autobahnen praktisch leer sind.

https://www.sanifair.de/

Damit an Ein- und Ausgang nicht gedrängelt werden muss, stehen die bei Sanifair jetzt offen.
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 11:51

Ähnlich wie Thomas hatte ich auch gehört, dass viele Autobahnraststätten geschlossen sind - da gab es mal eine Reportage in der Hessenschau über LKW-Fahrer, die deshalb richtige Probleme haben
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 13:56

In Antwort auf: Thomas1976
In Antwort auf: Juergen
Wir wissen ja, dass es auf Friedhöfen immer Wasser gibt. Manche Friedhöfe haben auch Toilettenanlagen. zwinker


Ich glaube, da hatte der Veloträumer schon was zu geschrieben, dass diese zum Teil auch geschlossen sind (also die Toiletten).

Ja, Wasseranschluss ist aber meistens an, außen für die Gießkannen (also auch für die Wasserflasche), Toiletten waren bisher immer dicht (habe aber auch nur drei Beispiele, jüngst wieder am Wochenende in Vaihingen/Enz). Scheitert evtl. auch nicht an Hygiene-Vorschrift, sondern an Personal. Wundersam war, dass die öffentliche Toilette in Plochingen auf hatte mit diesem Kunstbau. Winterbach kenne ich auch noch eine im Ort, aber nicht getestet. Geht es nur um Trinken, sind die Alternativen aber auch breiter. Kann man auch fragen, wo man einkauft (Bäcker, Tankstelle, Dönerbude usw.) oder auch mal jetzt Flaschen einfach kaufen. Brunnen muss man abwägen, in Deutschland immer etwas heikel. Manchmal gibt es quellnahe natürliche Bachläufe, die man nutzen kann.

Für das "Geschäft" reicht mir aber eher die bekannte Naturentsorgung, Diskussion dazu finde ich mehr als schräg in diesem Forum. Brauche aber Wasser auf Reisen auch mal für Zähneputzen, Körperwaschen etc. Das geht auch mal notfalls an Brunnen, Waschlappen sollte dabei sein - muss man schauen, wo man gerade ist. Seen sind offenbar auch seltener abgerieglt als zunächst gedacht - das waren so ein paar Hotspots, wo auch Corona-Partys gefeiert wurden. Bei Kurzreisen würde ich jetzt einen E-Rasierer einpacken, weil Klinge ohne Spiegel ist heikel. Für alle Elektrik gilt aber, dass man keine Gelegenheit zum Aufladen hat. Das müsste man für längere Touren dann überlegen, Powerbank scheint ja auch eher beschränkt.

Wer Angst hat, sich bei Zahlungsvorgängen oder an Einkaufsware zu infizieren, kann Infektionsmittel mitnehmen. Ich sehe das aber nicht, brauche unterwegs i.d.R. nicht mal Einkaufswagen. Ansonsten sind kritische Handkontakte auf solchen Touren vermeidbar, anders sicherlich als auf der Arbeit etwa. Bekanntlich sind aber Schmierinfektionen eher unwahrscheinlich, Handhygiene wird also zuweilen auch etwas hochgepusht, weil es einfach machbar ist und sich hübsche Mitmach-Videos mit Liedchen drehen lassen.

Öffentliche Toiletten habe ich aber in Deutschland nicht so auf der Agenda, weil sie mal ganz fehlen, dann wieder solche Kabinenautomaten sind usw. Beste und meiste öT gibts in Österreich, Frankreich auch fast immer, aber nicht immer sauber (aber häufiger als das Image), Schweiz geht so, weiß nicht recht, Italien sehr verschieden, aber mehr als erwartet, Spanien überrascht manchmal auch in Dörfern mitten auf dem Lande, aber nicht immer flächendeckend. Aber international kann man ja aktuell gar nicht denken.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 14:05

In Antwort auf: Martina
Die Raststätte Sindelfinger Wald ist auch problemlos mit dem Rad anfahrbar, haben wir früher oft gemacht als das noch ein Mövenpick Marche war...

Ich gehe davon aus, dass viele Autobahnraststätten einen Hintereingang haben, schließlich muss ja auch das Personal zur Arbeit kommen, wenns mal Stau auf der Autobahn hat....

Ich kann noch Gruibingen auf der Alb empfehlen, die ist von der normalen Straßen übersichtlich anfahrbar. Wenn man Zufahrten gezielt sucht, wird man sie wohl meistens finden, oft sind die aber schwer erkennbar, zudem suche ich ja auch nicht unbedingt die Nähe zur Autobahn auf Radtour.
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 14:06

In Antwort auf: Holger
Ähnlich wie Thomas hatte ich auch gehört, dass viele Autobahnraststätten geschlossen sind - da gab es mal eine Reportage in der Hessenschau über LKW-Fahrer, die deshalb richtige Probleme haben


die Restaurants sind zu, Toiletten an der Tanke meistens geöffnet, Duschen nur mit Schlüssel und gegen Euros. Die Drive ins sind geöffnet, nur da passen keine LKWs und die Fahrer könnes sich das nicht leisten, die BAB-Auffahrten sehen entsprechend aus böse

(ich tanke Erdgas und fahre viel, daher komme ich öfters an Tankstellen/Autohöfe/ Raststellen [in der Reihenfolge]))
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 20:49

mich würde es schon mal reizen, so ganz ohne der üblichen Gewohnheiten durch Deutschland zu reisen.

"Baden" kann man ja auch in Seen, Toilette mit Grube graben, Einkaufen ist ja kein Problem.

ICh bin ja so gespannt: unser Jahresurlaub ist für die ersten 3 Juniwochen geplant. Unseren Plan mit Schottland habe ich innerlich schon abgeschrieben.

Ob die Campingplätze in Deutschland wieder auf haben werden? Ich befürchte nein. Was bitte soll ich 3 Wochen daheim nur tun?

Ich glaube ich hatte es schon mal vorgeschlagen: können wir nicht ein Radforumscampingnetz eröffnen, wo man einfach dann bei einem anderen radforumisten übernachten kann?

Rennrädle
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 20:58

Zitat:
Ich glaube ich hatte es schon mal vorgeschlagen: können wir nicht ein Radforumscampingnetz eröffnen, wo man einfach dann bei einem anderen radforumisten übernachten kann?


Habe ich auch schon überlegt. Warmshowers werde ich wohl auch zukünftig intensiver nutzen.
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 21:06

Ich habe auch im Juni 3 Wochen Urlaub und wollte via Dolomiten und Carnische Alpen zur Mischpoke ins Friaul.
Wird sicher nicht gehen.
Wir haben aber ein Stückle im Wieslauftal, das werden wir dann vielleicht auf Vordermann bringen. Touren gehen da auch gut.
Die Idee eine Freunde/ Bekannte- Abfahrtour zu machen, hatten wir auch schon. Wenn nix geht, renovieren wir halt ein Badezimmer, da sind 3 Wochen locker rum.
Gruß
Nat
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 22:32

In Antwort auf: Rennrädle
Ich glaube ich hatte es schon mal vorgeschlagen: können wir nicht ein Radforumscampingnetz eröffnen, wo man einfach dann bei einem anderen radforumisten übernachten kann?

Ich wollte mich sogar schon bei dir einladen... schmunzel

Nur - wenn man wieder Radeln darf, dann werden alle gleichzeitig losfahren und keiner wird zu Hause sein... weinend

Gruß
Thoralf
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 22:35

Ihr seit auch in Berlin willkommen. Wir haben nur leider keine Berge (aber wenn wir welche hätten, dann wären sie auf jeden Fall höher als die in Bayern!!!), dafür aber ganz viele Seen und Kiefernwälder.

In Antwort auf: natash
Wenn nix geht, renovieren wir halt ein Badezimmer, da sind 3 Wochen locker rum.

In dem Fall würde ich für mein Bad plädieren.

Gruß
Thoralf
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 23:15

In Antwort auf: Toxxi
Wir haben nur leider keine Berge (aber wenn wir welche hätten, dann wären sie auf jeden Fall höher als die in Bayern!!!)
grins lach bravo
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.04.20 23:35

In Antwort auf: Toxxi
Wir haben nur leider keine Berge (aber wenn wir welche hätten, dann wären sie auf jeden Fall höher als die in Bayern!!!)

Möglich, aber das Berliner Problem ist, dass ihr nie damit fertig würdet, sie zu bauen. zwinker lach
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 00:39

In Antwort auf: Margit
Entsorgung ist doch ganz einfach: Klappspaten den Ureinwohnern (Bär, Wolf etc.) schenken, Plastikbeutel mit nach Hause nehmen und im eigenen Garten vergraben bier


Oder als Gartendünger verwenden,...wäre dann ein Beitrag zur Nachhaltigkeit ? bier
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 00:50

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: Toxxi
Wir haben nur leider keine Berge (aber wenn wir welche hätten, dann wären sie auf jeden Fall höher als die in Bayern!!!)

Möglich, aber das Berliner Problem ist, dass ihr nie damit fertig würdet, sie zu bauen. zwinker lach


Berlin hat doch den höchsten Fernsehturm, wenn ich nicht irre, und da oben hat man eine grandiose Fernsicht und das nach allen Seiten. ,...zwinker lach und da können die Alpen-Berge nicht mithalten.
Gibt da auch Fahrradständer zum sicheren anschließen der Räder ...
Berlin ist zum Radeln einmalig, und man kann vielfältige Tagestouren radeln!
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 07:33

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: Toxxi
Wir haben nur leider keine Berge (aber wenn wir welche hätten, dann wären sie auf jeden Fall höher als die in Bayern!!!)

Möglich, aber das Berliner Problem ist, dass ihr nie damit fertig würdet, sie zu bauen. zwinker lach
dIe Berliner denken halt in geologischen Zeiträumen. Nur Geduld! grins
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 07:51

In Antwort auf: Thomas1976
Warmshowers werde ich wohl auch zukünftig intensiver nutzen.
Warmshowers dürfte bei noch anhaltenden Kontaktbeschränkungen auch nicht so recht funktionieren. Wann ich meine Möglichkeiten wieder als verfügbar melde, vermag ich zur Zeit noch nicht zu sagen. Das in den Niederlanden recht weit verbreitete Netz "Vrienden op de fiets" ist zur Zeit ebenfalls nicht aktiv. Letztlich haben sich diese Netzwerke ja nicht zur Umgehung eines Verbotes touristischer Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben gebildet.Mal sehen, wie es sich entwickelt. Selbstverständlich wäre es schön, wieder Gäste aus aller Welt über Warmshowers aufnehmen zu können. Warten wir mal ab, vielleicht wird's ja irgendwie und irgendwann. Immer optimistisch bleiben. grins
von: Gina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 08:11

Hallo Rennrädle, ich habe mich als Gastgeber hier angemeldet: klick
Ich hätte nur gerne noch eine Möglichkeit wie ich meine Route mit den Gastgeberkoordinaten in einer Karte vereinen kann. Weiß jemand, ob und wie das geht?
Liebe Grüße
Gina
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 08:33

Zitat:
Warmshowers dürfte bei noch anhaltenden Kontaktbeschränkungen auch nicht so recht funktionieren.


Ich meine in der Zeit nach der Kontaktbeschränkung, die hoffentlich bald aufgeboben wird bzw. der Kontakt zu mehreren Personen erlaubt wird.

Da selbst Campingplatzbetreiber damit rechnen, als letztes öffnen zu dürfen (wegen strengen Hygienevorschriften in Sanitätsgebäuden) wäre das eine Alternative bezüglich übernachten auf einer Deutschlandtour. Ebenso das Übernachtungsnetzwerk vom Forum.

Theoretisch dürfte ich 1 Person bei mir über Warmshowers oder das Übernachtungsnetzwerk vom Forum beherbergen. Ich wohne alleine. Wenn ein befreundetes Forumsmitglied bei mir anfragen würde, würde ich vermutlich jetzt nicht mehr ablehnen.

Hinweis: Die hierauf folgende Diskussion wurde nach D&D verschoben, da sie mit dem Thema hier nichts zu tun hat: Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus (Dies & Das)
von: BeBor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 11:23

In Antwort auf: veloträumer
Wer Angst hat, sich bei Zahlungsvorgängen oder an Einkaufsware zu infizieren, kann Infektionsmittel mitnehmen. Ich sehe das aber nicht, brauche unterwegs i.d.R. nicht mal Einkaufswagen.

Ohne Einkaufswagen bin ich gestern im Lebensmittelladen derbe gerüffelt worden, sowohl von einem Kunden als auch von der Inkassodame. Es ist allerdings ein Hinweis zur Nutzungsempfehlung an der Ladentür, hatte ich aber wirklich nicht gesehen. Außer mir waren insgesamt vielleicht fünf Leute auf tausend Quadratmetern.

Bernd
von: amarillo

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 12:19

Hallo Gina,

Vielen Dank für den Link. Nach einer solchen Seite habe ich gesucht. Habe mich gerade als Gastgeber angemeldet.

LG Hildegard
von: Need5Speed

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 14:34

Hallo Gina, interessante Seite und Möglichkeit mit dem one-night-tend. In Komoot kannst du die Koordinaten der Plätze in der Form z.B. "50.123456,6.783116" eingeben und als Wegpunkt festlegen.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 15:56

In Antwort auf: natash

Wir haben aber ein Stückle im Wieslauftal, das werden wir dann vielleicht auf Vordermann bringen. Touren gehen da auch gut.


Hi Nat,
Ist es das Wieslauftal bei Schorndorf? Bin dort letztes Wochenende eine wunderbare Runde gefahren. Wieslauftal-Radweg -> Ebnisee -> Murrtal und es gibt noch viele andere Möglichkeiten.
Viele Grüße
Harry
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 17:54

genau das schmunzel
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.04.20 18:12

also bei uns ist der Garten immer geöffnet und die Schlüsselorganisation ist über die Nachbarn garantiert.

Ich habe allerdings eine Einschränkung: das Angebot gilt nur für uns persönlich bekannte Radelfreunde.

Irgendwie fände ich das eine interessante Idee. Ich weiß nur nicht wie man das hier umsetzen kann.

Vorhin gab es im Fernsehen einen Beitrag, indem Menschen ihren Garten für andere "ausleihen" zB für Familien mit Kindern zum spielen , die sonst keinen Garten haben. Und das wird gerne angenommen.

Rennrädle
von: MichiHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.04.20 00:01

Sobald die Kontaktsperre wieder entsprechend gelockert ist, bieten wir auch wieder unsere Gästezimmer und natürlich den Garten vor hinter und neben dem Haus am Niederrhein zum Campen an.
"1 nite tent", oder "zeitzuhause" als auch die fb Gruppe "dein Zelt in meinem Garten" bieten ein noch sehr überschaubares Netzwerk an privaten Campingmöglichkeiten an, warmshowers und couchsurfing sind wie auch vriendenopdefiets und dachgeber eher "drinnen" Angebote. Bieten aber ein riesiges Netzwerk.
Wir nutzen sie alle schmunzel und sind auch in allen genannten Netzwerken vertreten, die höchste Nachfrage haben wir durch vriendenopdefiets (liegt wohl an der Nähe zu den NL schmunzel ) gefolgt von couchsurfing, warmshowers. Wir hoffen bald wieder auf nette Abende/Tagestouren mit Gästen.
von: Michaela

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.04.20 14:49

Hallo Zusammen,

unser Garten steht immer zur Verfügung wenn wir zuhause sind :-)

Bisher sind wir auf Warmshowers vertreten und bieten darüber ein Gästezimmer oder einen Platz fürs Zelt im Garten an.

Zudem beteiligen wir uns auch am Übernachtungsnetzwerk des Forums, wobei wir hierüber noch nie eine Anfrage hatten.

Die Ideen für weitere Netzwerke finde ich spannend, da dies sicher hilfreich sein kann, wenn man wieder etwas reisen kann und die Zeltplätze aber noch geschlossen haben sollten.

Bei uns wäre es eigentlich Mitte Mai nach Schottland gegangen. Am liebsten würden wir alternativ eine Deutschlandtour machen, könnten uns aber vorstellen, dass es bis dahin noch zu früh seid wird und wir in der Schweiz bleiben müssen.

Viele Grüsse

Michaela
von: Michaela

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.04.20 14:56

Hallo,

wegen des Übernachtungsnetzwerks des Forums ist mir noch etwas in den Sinn gekommen: es wäre doch cool, wenn man sich die Beteiligten auf einer Kartenansicht anschauen könnte, so wie z.B. bei https://1nitetent.com/

Oder gibt es diese Funktion bereits?!

Liebe Grüsse

Michaela
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.04.20 18:37

In Antwort auf: Rennrädle
also bei uns ist der Garten immer geöffnet und die Schlüsselorganisation ist über die Nachbarn garantiert.

Ich habe allerdings eine Einschränkung: das Angebot gilt nur für uns persönlich bekannte Radelfreunde.

...



Die Einschränkung für uns persönlich bekannte Radelfreunde ist vorallem für die Schlüsselübergabe über die Nachbarn gedacht, also wenn wir dann nicht daheim sind.

Natürlich darf man bei uns sonst auch anfragen, wenn wir dann daheim sind.

Rennrädle
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 13:18

In Antwort auf: Michaela


Hallo,
so was (oder/und ein Forumsnetzwerk) finde ich toll und wenn ich einen Garten hätte, würde ich gerne einen Platz anbieten. Habe ich aber leider nicht, mal sehen, on diese Möglichkeit zu nutzen ist, auch in der aktuellen Zeit...

Ich sitze auf bepacktem Rad und würde am liebsten sofort los, spätestens wenn innerdeutsche Reisen nicht mehr untersagt werden. Dann hoffe ich , auch irgendwo beim Bauern unterkommen zu können und als offensichtlich Reisende nicht direkt verteufelt zu werden. Was Wildzelten in Deutschland betrifft bin ich eher zurückhaltend, aber ich ziehe es in Erwägung. Irgendwann muss ich auch mal los. Und besser in Deutschland noch eine Tour machen, als gar nicht. Der Alternativplan ist Ostdeutschland, das kenne ich noch nicht.

Grüße
Yvonne
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 14:16

In Antwort auf: muecke
. . . . spätestens wenn innerdeutsche Reisen nicht mehr untersagt werden. Dann hoffe ich , auch irgendwo beim Bauern unterkommen zu können und als offensichtlich Reisende nicht direkt verteufelt zu werden
wenn Reisebeschränlungen aufgehoben werden, kann doch jeder potentielle Gastgeber, ob gewerblich oder privat, nach eigenem Ermessen über die Aufnahme von Gästen entscheiden. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es auch dann für einen Teil unserer Mitbürger wieder viel zu schnell geht und je nach Mentalität mehr oder weniger lautstark geklagt oder gar gezetert wird. Wird man als Reisender aushalten müssen. Es wird doch auch jetzt nach Eingreifen von Ordnungsbehörden gerufen, selbst wenn Regelungen formal noch nicht einmal verbindlich in Kraft sind.
Für zukünftige Reisen gilt: "Hauptsache die potentiellen Gastgeber, Hotels, Pensionen, Campingplätze, Warmshowers etc. und Restaurants spielen mit." grins
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 17:25

In Antwort auf: muecke
Der Alternativplan ist Ostdeutschland, das kenne ich noch nicht.


Dann wird's vielleicht Zeit schmunzel

Wir sind echte Fans der ostdeutschen Bundesländer. Hat zwar auch abstoßende Flecken mit riesiger industrieller Landwirtschaft aber auch wunderbare Natur. In meinem Gefühl immer sehr viel mehr Grün zwischen den Ortschaften.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 17:46

In Antwort auf: muecke
spätestens wenn innerdeutsche Reisen nicht mehr untersagt werden

Die "Bundesregierung" sagt sinngemäß: Bundesbürger sollen auf alle nicht notwendigen, touristischen Reisen verzichten.
Das Bundesgesundheitsministerium rät von allen privaten Reisen ab, auch innerhalb Deutschlands.
Das ist mein aktueller Stand. Hab ich was verpasst? Seit wann sind die verboten?
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 20:06

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
In Antwort auf: muecke
spätestens wenn innerdeutsche Reisen nicht mehr untersagt werden

Die "Bundesregierung" sagt sinngemäß: Bundesbürger sollen auf alle nicht notwendigen, touristischen Reisen verzichten.
Das Bundesgesundheitsministerium rät von allen privaten Reisen ab, auch innerhalb Deutschlands.
Das ist mein aktueller Stand. Hab ich was verpasst? Seit wann sind die verboten?


Naja, Wortklauberei, deswegen schrieb ich "untersagt".
Meine freie Interpretation "auf nicht notwendige Reisen verzichten" in Verbindung mit touristische Übernachtungen sind verboten. In der Summe ergibt das für mich, dass ich nicht reisen darf. Leider. Not zu reisen habe ich wohl nicht (also eigentlich doch..., aber das ist ein Luxusproblem).
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 20:10

In Antwort auf: snoopy_226k

[zitat=muecke]Der Alternativplan ist Ostdeutschland, das kenne ich noch nicht.

Dann wird's vielleicht Zeit schmunzel
/zitat]

Wird es auf jeden Fall.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 20:26

Wortklauberei gelöscht. Beziehe dich bitte aufs Thema Radfahren.
Danke auch für deine zukünftige Beachtung hier und im anderen Faden.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.04.20 20:30

Die Lösung heißt: tags immer wieder ruhen und nachts durchfahren. zwinker grins
von: drachensystem

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 07:00

In Antwort auf: muecke
Was Wildzelten in Deutschland betrifft bin ich eher zurückhaltend, aber ich ziehe es in Erwägung. Irgendwann muss ich auch mal los. Und besser in Deutschland noch eine Tour machen, als gar nicht. Der Alternativplan ist Ostdeutschland, das kenne ich noch nicht.

Ich kann es nachvollziehen, wenn du als Frau (?) nicht wildzelten wolltest. Und die Stereotypen über "Ostdeutschland" sind ja auch oft verzerrt.
Landschaftlich gibt es in Brandenburg schönste Ecken, denn rein rechtlich gibt es in Brandenburg das Gesetz, dass du für eine Nacht in der "Landschaft" übernachten darfst. Ich könnte das Gesetz raussuchen.
Vieles bei Radreisen ist ja reine Kopfsache. träller
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 07:15

In Antwort auf: muecke
Und besser in Deutschland noch eine Tour machen, als gar nicht. Der Alternativplan ist Ostdeutschland, das kenne ich noch nicht.

Ähm, verstehe nicht, wo da die Alternative liegt...
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 07:25

Dieses Pärchen mit seinen 3 Kindern ist gerade zu ihrer 1-jährigen Europa Radreise gestartet und mittlerweile in Schweden angekommen.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 08:44

Interessant schmunzel Hätte ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass das derzeit geht und dass Fähren auch andere Fahrzeuge als Versorgungs-Lkw befördern. Weiß jemand, ob es irgendwo eine gute Website gibt, auf der die derzeitigen Möglichkeiten für Fernradler aktuell dargestellt werden?

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 08:59

Dann sind sie mittlerweile mit ihren KIndern in einem Land mit einer Corona-Sterblichkeit von 12,2 % angekommen. entsetzt
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Schweden
von: snoopy-226k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 09:04

In Antwort auf: drachensystem
Ich kann es nachvollziehen, wenn du als Frau (?) nicht wildzelten wolltest. Und die Stereotypen über "Ostdeutschland" sind ja auch oft verzerrt.
Landschaftlich gibt es in Brandenburg schönste Ecken, denn rein rechtlich gibt es in Brandenburg das Gesetz, dass du für eine Nacht in der "Landschaft" übernachten darfst. Ich könnte das Gesetz raussuchen.


Vielleicht bietet sich auch die Reisegemeinschaft mit mehreren an. Ich finde das Recht, in Brandenburg eine Nacht zelten zu dürfen auch entspannend. Man hat weniger den Nervenkitzel "hoffentlich jagt mich keiner weg".

Vielleicht ist die Tour Brandenburg ein Tipp? Den sind wir inzwischen zweimal geradelt, der hat gute 1000km, ist immer wieder supertoll per Bahn angebunden, so dass man auch Abschneiden oder Verkürzen kann.
Und er hat tolle naturnahe Ecken wo immer ein oder zwei Zelte hinpassen.
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 09:29

Guten Morgen!
Mein Problem ist nicht als "Frau" wild zu zelten, sondern eher, dass ich keine Lust habe erwischt zu werden und diskutieren zu müssen, zumal ich mit meiner Freundin fahre und sie da noch weniger nervenstark ist, sie traut sich nicht mal auffällig mit bepackten Rädern mit dem Zug zu fahren.

Der Tipp mit Brandenburg ist gut, ich suche mir die Infos mal raus. Brandenburg ist auf jeden Fall in der Ostdeutschlandtour berücksichtigt.

Ansonsten bin ich einfach nur noch froh, wenn ich überhaupt noch mal los kann. (Habe aktuell seit März frei, noch bis Ende Juli) Und eine viel größere Tour war der Plan. Eigentlich dürften wir jetzt in Nordmazedonien sein, sind aber Ende März schon vor Slowenien gescheitert.

Respekt vor der Familie, die während der Zeit weitergeradelt ist.

Wünsche einen sonnigen Radtag!
Yvonne
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.04.20 09:36

In Antwort auf: drachensystem

Landschaftlich gibt es in Brandenburg schönste Ecken, denn rein rechtlich gibt es in Brandenburg das Gesetz, dass du für eine Nacht in der "Landschaft" übernachten darfst. Ich könnte das Gesetz raussuchen.

Das stimmt so nicht.

1) In Brandenburg ist freies Übernachten im Wald verboten. Bundesweite Regelung.
2) In Brandenburg ist freies Übernachten in Naturschutzgebieten, Biosphärenreservaten, Landschaftsschutzgebieten, etc. verboten.

Damit fällt schon mal das meiste raus.

Was erlaubt ist, ist das Übernachten in der sonstigen Landschaft, sofern es privatrechtlich gestattet ist. Daraus ergeben sich Möglichkeiten für z.B. Pfadfindergruppen, die langfristig geplante Touren durchführen, Grundstückseigner zu recherchieren und Genehmigungen einzuholen. Aber für eine spontane Radtour ist das relativ wertlos.

In der Praxis macht man halt das gleiche wie in anderen Bundesländern und verhält sich angemessen und das geht dann halt meist gut.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.04.20 07:35

In Antwort auf: muecke

Ansonsten bin ich einfach nur noch froh, wenn ich überhaupt noch mal los kann. (Habe aktuell seit März frei, noch bis Ende Juli) Und eine viel größere Tour war der Plan.


Hi Yvonne,
da kann ich gut mitfühlen, habe meinen Job nach 20 Jahren hingeschmissen, weil ich echt mal eine Auszeit brauchte. Ab April sollte es auf große Reise gehen...
Jetzt sitze ich zu Hause und dreh Däumchen... bzw. baue mein Bike unnötigerweise mal wieder um und so traurig
Eine Deutschland Reise wäre jetzt schon galaktisch, wenn man mal wüsste wann die Campingplätze sicher wieder öffnen können. Wildzelten sehe ich als Notlösung und nicht als Dauerzustand.

Viele Grüße
Harry
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 02:46

Bei uns in NRW idt es noch nichtmal erlaubt Verwandte zu besuchen....
und ich hätte Geschwister in BW und Bayern, und Weitere in ganz Deutschland .
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 02:58

Wild-Zelten ???
Bei der aktuellen Brandgefahr mit größter Vorsicht zu geniesen, und nach der aktuellen Nachrichtenlage ist es ja bereits verboten da Wälder zu betreten.
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 03:02

... und gestrandet ?
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 03:07

In Antwort auf: muecke


Respekt vor der Familie, die während der Zeit weitergeradelt ist.


Yvonne

...."Den Mutigen gehört die Straße....",
von: Seniorradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 03:15

Steht da was darüber im Bußgeld-Katalog, und braucht man nur 1 x dafür bezahlen ? ... in jedem Bundesland ?
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 07:35

In Antwort auf: Seniorradler
Bei uns in NRW idt es noch nichtmal erlaubt Verwandte zu besuchen. .
ich glaube, da irrst du dich. Oder wurde da in den letzten Tagen etwas geändert? Halte ich eher für unwahrscheinlich.
von: Bicyclista

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 08:37

In Antwort auf: Thomas1976
Dieses Pärchen mit seinen 3 Kindern ist gerade zu ihrer 1-jährigen Europa Radreise gestartet und mittlerweile in Schweden angekommen.


Laut ihrer Webseite sind sie nicht losgefahren weil ihr Bürgerbüro geschlossen hat und sich weigert den Kindern Pässe auszustellen.
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 08:45

Auf dem Instagram werden diverse Fotos aus Schweden gepostet. Daher sind sie wohl los.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 08:51

In Antwort auf: Bicyclista
In Antwort auf: Thomas1976
Dieses Pärchen mit seinen 3 Kindern ist gerade zu ihrer 1-jährigen Europa Radreise gestartet und mittlerweile in Schweden angekommen.


Laut ihrer Webseite sind sie nicht losgefahren weil ihr Bürgerbüro geschlossen hat und sich weigert den Kindern Pässe auszustellen.


Bitteschön!

Hier ihr neuestes Video. Frisch von der Fähre zwinker
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 09:59

Die Fähren zwischen Rostock-Trelleborg und Travemünde-Trelleborg fahren.

Bei TT Line steht: "Travemünde-Trelleborg als Information und Erklärung.

Der Aufenthalt zu touristischen Zwecken ist im Bundesland Schleswig-Holstein derzeit bis zum 03.05.2020 leider nicht gestattet. Die Durchreise zu dem Fähranleger in Travemünde ist Ihnen mit einem gültigen TT-Line Ticket weiterhin uneingeschränkt möglich. Auch, wenn Sie aus Schweden kommen, ist die Weiterreise/Durchreise durch besagtes Bundesland gestattet."
https://www.ttline.com/de/passage/
Ausreise uneingeschränkt, Einreise nach D gibt es mit Einschränkungen.

Stena Line bietet auch noch Fährverbindungen nach Schweden. Eventuell fährt auch noch Finnlines.
von: sciphot

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 12:31

Ich bin in Italien länger hängen geblieben und erst am Freitag (24.4.) zurück nach München. Per Zug durch den Simplon, Lötschberg. Das ist problemlos möglich (allerdings momentan nur Rückreisen). Nur zur Info.

Grüsse

Verschoben. Siehe auch: HINWEIS ZUR CORONAKRISE (Dies & Das)
von: Sickgirl

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 12:40

Und bist du jetzt in Quarantäne geschickt worden?
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 14:51

In Antwort auf: Bicyclista
In Antwort auf: Thomas1976
Dieses Pärchen mit seinen 3 Kindern ist gerade zu ihrer 1-jährigen Europa Radreise gestartet und mittlerweile in Schweden angekommen.


Laut ihrer Webseite sind sie nicht losgefahren weil ihr Bürgerbüro geschlossen hat und sich weigert den Kindern Pässe auszustellen.

Es gibt auch einen Artikel zur Abreise im Mindener Tagblatt (im Web kostenpflichtig). Die sind etwas chaotisch und naiv, Zeitplan und Wohnungsaufgabe usw. völlig auf eine Karte gesetzt, haben es mit der Website nicht mehr recht hinbekommen, war wichtiger jetzt schnell los als Trotz-Reaktion und vielleicht auch letzte Chance, das Sponsorenmodell zu retten. Sie kommunizieren aktuell nur noch über die eigene Facebook-Seite (und Youtube), in einer FB-Radreisegruppe haben Sie sich jetzt auch zurückgezogen, weil das Echo zuvor doch arg bissig war, schon das Lastenradkonzept selber mit drei Kleinkindern belegt. Damit sollte es ja mitten in die Meseta gehen, wenn die Sommertemperaturen Höhepunkt feiern. Mag alles in Normalzeiten irgendwie gehen, aber erzeugt natürlich Reaktionen, sollte man einpreisen. Mit Corona sicherlich noch mehr, auch wenn die Route geändert ist und sicherlich nachvollziehbar. Auch die Schweden sehen ausländische Touristen derzeit eher weniger gerne.
von: Bicyclista

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 16:14

Ah okay, danke für den Update. Bin seit dem Ausbruch der "Krise" nicht mehr in FB und IG unterwegs.

Hatte auch den Eindruck dass sie etwas chaotisch sind. Alleine schon auf den letzten Drücker Pässe für die Kinder zu besorgen. Und dass sie auf ihr Unternehmen - vor allem wegen der Kinder - nicht nur positive Reaktionen erhalten, hätte ihnen auch bewusst sein müssen. Da wäre eine eigene Homepage ohne Kommentarfunktion wesentlich weniger störanfällig als das Fratzenbuch.

Hatte mich nur in so fern interessiert, da Schweden eventuell meine Fluchtmöglichkeit für den Sommer sein würde - falls in irgendeinem Rahmen machbar.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.04.20 17:48

Es deutet sich ja an, dass der Sommer noch mehr Optionen bietet, sogar jenseits vom schönen Deutschland. Soeben hat Heiko Maas nochmal betont, dass man eine gemeinsame europäische Linie zu den Grenzöffnungen fahren möchte, aber mit Geduld. Druck kommt aber aus Österreich auf zügige Grenzöffnung.

Ich schätze mal, es wird am Ende mehrere Geschwindigkeiten geben. Kleine Alpenländer, Benelux, Skandinavien, Slowakei, Portugal und ein Teil des Balkans werden mit Deutschland den ersten Schritt zur gegenseitgen touristischen Grenzöffnung gehen, Frankeich, Spanien und Italien vielleicht eine zweite Stufe abwarten oder Einzelregionen öffnen (Mallorca?) bzw. Transit erlauben. Der Druck auf die Öffnung der Gastronomie und Hotellerie ist da aber auch enorm gewachsen, und das wird dann schnell zu Grenzöffnungen führen, weil die umliegenden Länder in Europa alle weniger Infektionsrisiko mitbringen als die eigenen Landsleute. Tschechien, Ungarn und Polen sind politisch ein wenig unberechenbar - auch nicht neu.

Österreich testet jetzt quasi pionierhaft die Tourismusöffnung für eigene Bürger, die Schweiz umwirbt die Araber und Chinesen als zahlungskräftige Kundschaft für sonst unbezahlbare Hotelbetten und Kroatien wedelt bereits freundlich, um die Italien-, Spanien- und Türkei-Freunde abzufangen. Wer kann, sollte auf September oder Anfang Oktober setzen, dann hat sich auch einiges eingespielt und die Erstferienmacherwelle ebbt ab. Wenn kein ernster Rebound-Effekt kommt.
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.04.20 00:29

Wenn ich das richtig sehe, kann man ohne Probleme nach Schweden einreisen.
https://www.government.se/press-releases/2020/03/temporary-ban-on-travel-to-sweden-due-to-covid-19/
Ich beziehe mich auf:

... den vierten Absatz.

Bitte keine fremden Texte einfügen. Fremde Texte und Bilder werden entfernt (Forum)

von: Stahlradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.04.20 01:22

In Antwort auf: bluesaturn
Wenn ich das richtig sehe, kann man ohne Probleme nach Schweden einreisen.
https://www.government.se/press-releases/2020/03/temporary-ban-on-travel-to-sweden-due-to-covid-19/

Das ist korrekt und mit dem Faehrticket wirst du in SH/MV ohne Probleme zum Faehrhafen durchgelassen.
Ob das solidarisch ist musst du selber wissen lach
von: Bartoli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.04.20 23:01

In Antwort auf: snoopy_226k
In Antwort auf: muecke
Der Alternativplan ist Ostdeutschland, das kenne ich noch nicht.


Dann wird's vielleicht Zeit schmunzel

Wir sind echte Fans der ostdeutschen Bundesländer. Hat zwar auch abstoßende Flecken mit riesiger industrieller Landwirtschaft aber auch wunderbare Natur. In meinem Gefühl immer sehr viel mehr Grün zwischen den Ortschaften.


Ist inzwischen auch meine erste Option. Bin aber schon mindestens bei Plan E oder F.

Habe heute gelesen, dass Polen ab dem 4. Mai Gastronomie und Hotelbetriebe wieder öffnen wird. Heißt das auch, dass die Grenzen wieder aufmachen oder zielt das nur auf den innerpolnischen Tourismus ab? Und was passiert, wenn Polen seine Grenzen öffnet, Deutschland aber nicht?

Fragen über Fragen. wirr
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.04.20 23:14

Hallo zusammen,


bald werden die Länder ja ihre Stufenpläne zur Öffnung des Gastgewerbes bzw. der Reisefreiheit innerhalb Deutschlands veröffentlichen. Wäre es vielleicht denkbar, hierzu zur besseren Übersicht einen extra Faden aufzumachen?
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 00:15

In Antwort auf: stefan1893
Hallo zusammen,


bald werden die Länder ja ihre Stufenpläne zur Öffnung des Gastgewerbes bzw. der Reisefreiheit innerhalb Deutschlands veröffentlichen. Wäre es vielleicht denkbar, hierzu zur besseren Übersicht einen extra Faden aufzumachen?

Macht wenig Sinn, weil es nur wenige alternative Optionen gibt, die man im Auge haben muss. Zudem alles Spekulation, Glaskugellesen. Derzeit gilt, nichts Entscheidendes ändert sich bzgl. Grenzöffnungen vor dem 14. Juni. Polen, Tschechien und Ungarn schätze ich als relativ unkalkulierbar ein, vgl. jüngstes Hin-und-Her in Tschechien, schon zuvor gab es solches Durcheinander bzgl. Grenzübertritte von Pflegekräften nach Österreich. Polen fährt derzeit strenges Regime, "mein" Heizungsableser ist seit zwei Monaten nicht in der Lage, bei seinem deutschen Arbeitgeber in Stuttgart zu arbeiten, weil er sonst familiär mit extrem restriktiven Quarantäne-Bestimmungen lahmgelegt würde. Schließt sicherlich keine plötzlichen change aus, aber es braucht dafür keinen Spekulationsfaden. Es wird ohnehin schon zuviel über ungelegte Eier diskutiert mit Verfallsdaten von Eintagsfliegen.
von: Sickgirl

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 07:20

Verstehe deinen Post nicht ganz, Stefan will ja keine wilde Spekulationen sondern einfach eine Auflistung was dann in den jeweiligen Bundesländern tatsächlich erlaubt ist

Und das finde ich wirklich sinnvoll
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 07:41

In Antwort auf: Bartoli
Und was passiert, wenn Polen seine Grenzen öffnet, Deutschland aber nicht?

Fragen über Fragen. wirr
dann würde ich die Möglichkeit nach einer Rückkehr für eine gewisse Zeitspanne in Quarantäne gehen zu müssen ernsthaft in Erwägung ziehen. Des weiteren würde ich nicht unterstellen, dass ich bei der Wiedereinreise nur freundlich gebeten würde, mich in Quarantäne zu begeben, sondern möglicherweise Zwangsmaßnahmen ergriffen werden könnten. Ist aber alles nicht lebensgefährlich sondern würde nur eine gewisse terminliche Flexibilität erfordern. grins
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 08:42

In Antwort auf: stefan1893
bald werden die Länder ja ihre Stufenpläne zur Öffnung des Gastgewerbes bzw. der Reisefreiheit innerhalb Deutschlands veröffentlichen. Wäre es vielleicht denkbar, hierzu zur besseren Übersicht einen extra Faden aufzumachen?

Vielleicht hilft diese Aufstellung ein wenig. Hotellerie und Gaststättengewerbe sind darun nur teilweise und am Rand enthalten, aber mehr Infos gibt es momentan vermutlich einfach nicht. Wir werden uns wohl leider noch gedulden müssen bier2

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 08:57

Außerdem wissen wir doch nun schon, dass es überhaupt kein Problem ist, in Schweden Urlaub zu machen.

Ich suche ab und zu die Infos nach den früher mal für den Sommer diskutierten Reisezahlen ab. Das ist eher mühsam. Wäre doch schon, zusammenzutragen, wann man wo wieder hin kann.

Und im Laufe der nächsten Wochen wird sich das sicher ständig ändern, aber es werden sich auch mehr Möglichkeiten auftun.
von: rayno

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 09:02

Was Schweden angeht, scheint es mit der Einreise so ganz einfach noch nicht zu sein. Unsere Freunde und Nachbarn, die als Ruheständler seit Jahren die meiste Zeit in ihrem Ferienhaus in Schweden verbringen, trauen sich zur Zeit noch nicht hinzufahren, weil die Durchfahrt durch Dänemark noch nicht möglich ist.

Dass die Vätternrunde abgesagt ist, dürfte ja bekannt sein. Das erste Mal seit ihrem Bestehen. Es wird allerdings einen Ersatz geboten. Man kann die 300 km-Runde auch anderswo in der Zeit vom 05. bis 13. Juni fahren. Als registrierter Teilnehmer 2020 kann man die Ersatzrunde auf der Vättern-HP unter #myvatternrundan anmelden und nach der Fahrt einen Nachweis über die abgeschlossene Fahrt beibringen. Man bekommt auch eine Startnummer und hinterher die übliche Medaille und das Diplom. Die Ersatzrunde dürfte auch auf die Anzahl der absolvierten Vätternrunden mitzählen, was für den einen oder anderen wichtig sein könnte.
Ich habe eine Route für meine Ersatzrunde schon entworfen und werde sie Anfang Juni fahren. Nach 25mal Vättern um den See mal was anderes: Start und Ziel Zuhause und keine 1000 km An- und Rückfahrt.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 09:05

Ich würde jetzt erst einmal nicht spekulieren, sondern abwarten.

Das Richtung Ausland erst einmal nichts geht bis zum 15.06. ist seit gestern Fakt.

Richtung Inland werden auch in den nächsten Wochen Entscheidungen fallen.

Geduld ist nicht meine Stärke, aber die braucht man nun.

Das Reisejahr 2020 wird halt ein anderes, außer man war schon im Januar/Februar unterwegs cool
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 09:05

... warum immer die Regeln aus zweiter oder dritter Hand über Medien von weder Fachkundigen noch Rechtskundigen. Einfach die Originale auf der Homepage des jeweiligen Bundeslandes (jede Landesregierung hat eine offizielle HP) und des Bundes. Dort sind die aktuellen Notfallverordnungen (Bayern), Rechtsverordnungen (BadWü), Verordnungen (Sachsen), ... und alles sonstige zu finden. Niemand braucht dafür Bild, Focus, Anne-Will, FAZ, TAZ, ....
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 09:16

Zitat:
Dass die Vätternrunde abgesagt ist, dürfte ja bekannt sein. Das erste Mal seit ihrem Bestehen. Es wird allerdings einen Ersatz geboten. Man kann die 300 km-Runde auch anderswo in der Zeit vom 05. bis 13. Juni fahren. Als registrierter Teilnehmer 2020 kann man die Ersatzrunde auf der Vättern-HP unter #myvatternrundan anmelden und nach der Fahrt einen Nachweis über die abgeschlossene Fahrt beibringen. Man bekommt auch eine Startnummer und hinterher die übliche Medaille und das Diplom. Die Ersatzrunde dürfte auch auf die Anzahl der absolvierten Vätternrunden mitzählen, was für den einen oder anderen wichtig sein könnte.
Ich habe eine Route für meine Ersatzrunde schon entworfen und werde sie Anfang Juni fahren. Nach 25mal Vättern um den See mal was anderes: Start und Ziel Zuhause und keine 1000 km An- und Rückfahrt.


Echt. das ist ja cool. Kann man sich dafür auch noch nachträglich für anmelden. ich würde dann da mitmachen.

Gruss
Thomas
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 09:40

In Antwort auf: AndreMQ
... warum immer die Regeln aus zweiter oder dritter Hand über Medien von weder Fachkundigen noch Rechtskundigen. Einfach die Originale auf der Homepage des jeweiligen Bundeslandes (jede Landesregierung hat eine offizielle HP) und des Bundes. Dort sind die aktuellen Notfallverordnungen (Bayern), Rechtsverordnungen (BadWü), Verordnungen (Sachsen), ... und alles sonstige zu finden.

Mir jedenfalls ist eine solche Aufstellung immer angenehm - dann kann ich bei Bedarf immer noch tiefer schürfen. Scheint noch vielen Leuten so zu gehen, sonst würden diese Aufstellungen nicht erstellt. Doch jedem das Seine schmunzel

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 10:17

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: Bartoli
Und was passiert, wenn Polen seine Grenzen öffnet, Deutschland aber nicht?

Fragen über Fragen. wirr
dann würde ich die Möglichkeit nach einer Rückkehr für eine gewisse Zeitspanne in Quarantäne gehen zu müssen ernsthaft in Erwägung ziehen. Des weiteren würde ich nicht unterstellen, dass ich bei der Wiedereinreise nur freundlich gebeten würde, mich in Quarantäne zu begeben, sondern möglicherweise Zwangsmaßnahmen ergriffen werden könnten. Ist aber alles nicht lebensgefährlich sondern würde nur eine gewisse terminliche Flexibilität erfordern. grins

Genau vor dieser Problematik stehen wir momentan auch - mit einer Runde vom Raum Stuttgart ins Elsaß und zurück über Kaiserstuhl und Schwarzwald, beginnend ab 14.6. Man wird einfach noch bis Ende Mai warten müssen und dann ggf. die stornierbaren Quartiere canceln. Dass Frankreich seine Grenzen vor Deutschland öffnet kann ich mir nicht vorstellen - auch bei Österreich etwa, das wohl vorpreschen will, klappt das nur, wenn beide Seiten mitspielen.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: SchottTours

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 10:32

In Antwort auf: Thomas1976
...

Das Richtung Ausland erst einmal nichts geht bis zum 15.06. ist seit gestern Fakt.

Mal nur so zum Verständnis, eben weil ich das nirgends explizit in diesem Zusammenhang lese: eine Reisewarnung heißt ja erstmal nicht, dass ich nicht in dieses Land reisen darf, sondern dass ich nicht hinreisen soll. D.h. wenn ich in ein Land einreisen darf, kann ich auch mit Reisewarnung dies prinzipiell tun, oder? Abgesehen davon, ob dies z.Zt. sinnvoll ist oder nicht.
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 10:39

Wer sprach von einem Transit durch Dänemark? Deutschland - Schweden direkt mit einer Fähre.
Allerdings gibt es jetzt von Deutschland aus eine Reisewarnung.

von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 11:07

wer will kann ja die jeweils aktuellen Infos ins Wiki eintragen zu den jeweiligen Ländern.

und allgemein: eine Reisewarnung ist kein Verbot. Geschlossene Grenzen und Ausgangsbeschränkungen/Verbote die streng kontrolliert werden, sind/wären da schon eher die relevanten Hindernisse für eine Radreise...

Dies war ja zB für Afganistan etc auch so in der VErgangenheit, da gibt es schon ewig Warnungen aber hinfahren hätte man können (weniger mit dem Fahrrad vielleicht sondern eher mit Auto, Guide etc), halt auf eigenes Risiko oder mit extra Privatversicherung.
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 11:20

In Antwort auf: Sickgirl
Verstehe deinen Post nicht ganz, Stefan will ja keine wilde Spekulationen sondern einfach eine Auflistung was dann in den jeweiligen Bundesländern tatsächlich erlaubt ist

Und das finde ich wirklich sinnvoll
Das ändert sich fast täglich und ist typisches Beispiel von doppelter Datenhaltung/Datenpflege mit allen Fehlern. Nur für Beispiel BY ein Ausschnitt der Veröffentlichungstermine von Verordnungen: 27.03, 16.04, 21.04, 28.04. Sicher neue werden kommen: ca. 01.05, ca. 09.05, wenn irgendetwas anbrennt, noch schneller. Es wird von der Politik Flexibilität je nach Viruslage verlangt und das tut sie auch richtigerweise. Völlig untauglich, sich die aktuelle Lage aus einem händisch gepflegten Wiki zu holen. Da kann einer auch die Bibel reinschreiben, ist völlig egal, es zählen nur die offiziellen Seiten der Regierungen.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 11:37

In Antwort auf: SchottTours
Mal nur so zum Verständnis, eben weil ich das nirgends explizit in diesem Zusammenhang lese: eine Reisewarnung heißt ja erstmal nicht, dass ich nicht in dieses Land reisen darf, sondern dass ich nicht hinreisen soll. D.h. wenn ich in ein Land einreisen darf, kann ich auch mit Reisewarnung dies prinzipiell tun, oder?
das dürfte so sein. Aber man sollte dann nicht später darauf setzen, dass durch besondere Aktionen des AA die eigene Rückreise organisiert wird. grins
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 11:44

In Antwort auf: SchottTours
In Antwort auf: Thomas1976
...

Das Richtung Ausland erst einmal nichts geht bis zum 15.06. ist seit gestern Fakt.

Mal nur so zum Verständnis, eben weil ich das nirgends explizit in diesem Zusammenhang lese: eine Reisewarnung heißt ja erstmal nicht, dass ich nicht in dieses Land reisen darf, sondern dass ich nicht hinreisen soll. D.h. wenn ich in ein Land einreisen darf, kann ich auch mit Reisewarnung dies prinzipiell tun, oder? Abgesehen davon, ob dies z.Zt. sinnvoll ist oder nicht.


Erstens müssen ja die Grenzen auf sein und das ist faktisch ja in keinem Land mehr.

2. Musst Du, wenn Du länger wie 72 Stunden im Ausland bist, dann 14 Tage in Quarantäne wenn Du wieder nach Deutschland einreist. Das gilt, so lange die Reisewarnung akut ist.

Ansonsten ist es eine Warnung, aber wenn irgendetwas im Ausland sein sollte, kannst Du nicht mehr mit Unterstützung des Auswärtigen Amts rechnen. Das hat der Außenminister gestern nochmals betont, es gibt keine 2. Rückholaktion mehr seitens Bundesregierung.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 11:50

In Antwort auf: Grimbol
wer will kann ja die jeweils aktuellen Infos ins Wiki eintragen zu den jeweiligen Ländern.
Da bin ich strikt dagegen, denn wer bitte soll das dauerhaft pflegen?
Schaut auf die aktuellen offiziellen Seiten und fangt nicht an veraltete Daten ins WIKI zu schaufeln.
von: SchottTours

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 11:53

In Antwort auf: Thomas1976
In Antwort auf: SchottTours
In Antwort auf: Thomas1976
...

Das Richtung Ausland erst einmal nichts geht bis zum 15.06. ist seit gestern Fakt.

Mal nur so zum Verständnis, eben weil ich das nirgends explizit in diesem Zusammenhang lese: eine Reisewarnung heißt ja erstmal nicht, dass ich nicht in dieses Land reisen darf, sondern dass ich nicht hinreisen soll. D.h. wenn ich in ein Land einreisen darf, kann ich auch mit Reisewarnung dies prinzipiell tun, oder? Abgesehen davon, ob dies z.Zt. sinnvoll ist oder nicht.


Erstens müssen ja die Grenzen auf sein und das ist faktisch ja in keinem Land mehr.

2. Musst Du, wenn Du länger wie 72 Stunden im Ausland bist, dann 14 Tage in Quarantäne wenn Du wieder nach Deutschland einreist. Das gilt, so lange die Reisewarnung akut ist.

Ansonsten ist es eine Warnung, aber wenn irgendetwas im Ausland sein sollte, kannst Du nicht mehr mit Unterstützung des Auswärtigen Amts rechnen. Das hat der Außenminister gestern nochmals betont, es gibt keine 2. Rückholaktion mehr seitens Bundesregierung.


Das war mir schon alles klar soweit. Ich wollte es nur nochmal bestätigt wissen, dass ich grundsätzlich auch mit Reisewarnung reisen darf. Vor habe ich es momentan sicher nicht. Aber danke Dir, Thomas :-)
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 11:57

In Antwort auf: Juergen
In Antwort auf: Grimbol
wer will kann ja die jeweils aktuellen Infos ins Wiki eintragen zu den jeweiligen Ländern.
Da bin ich strikt dagegen, denn wer bitte soll das dauerhaft pflegen?
Unsere Zeit ist geprägt davon, daß wir nicht wissen, daß wir nichts wissen.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 12:05

Als wir noch wussten, dass wir nichts wussten und dies auch für die Zukunft verinnerlicht haben, da ging es uns besser. schmunzel
Sokrates oder so?
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 12:08

Man kann aber doch immer noch von Rostock nach Trelleborg oder von Kiel nach Göteborg fahren, oder sind die Verbindungen zur Zeit auch unterbrochen? Jetzt wäre auch die Königslinie via Rügen natürlich ideal. Und die Anreise wäre mit Nachtzug sehr viel besser zu bewältigen.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 15:06

Nach Schweden kannst du einreisen. Wenn du dann nach Deutschland zurück willst, musst du zu Hause zwei Wochen in Quarantäne. Das finde ich nicht besonders problematisch. Im Moment leben wir doch sozusagen in Dauer-Quarantäne. Bloß, dass wir selber einkaufen können. Das müsste dann jemand für uns tun.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 15:22

In Antwort auf: Fricka
Nach Schweden kannst du einreisen. Wenn du dann nach Deutschland zurück willst, musst du zu Hause zwei Wochen in Quarantäne. Das finde ich nicht besonders problematisch.
für andere Menschen könnte es jedoch problematisch werden, wenn infizierte Personen eine "Quarantäne auf Vertrauensbass" allzu eigenwillig auslegen und fröhlich Viren auch in Bereiche außerhalb der eigenen Wohnung tragen. Da gab's ja vor einigen Tagen so einen Fall in einer größeren Wohnanlage. Eine unter Quaratäne gestellte Familie glaubte, sich nicht an die Auflagen halten müssen. Jetzt stehen weitere Familien unter Quarantäne. Na ja, vielleicht entspannt sich die Lage bis zur Rückkehr hier diskutierender potentieller Reisender oder man hält sich an eine vernünftige Quarantäne, auch wenn's nicht kontrolliert wird.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 16:32

klink mich jetzt einfach nur hinten an:

wir haben nun unseren LH-Flug nach Schottland gecancelt, nachdem das auswärtige Amt gestern die Reisewarnung bis 15. Juni verlängert hat. Rückzahlung dauert ca 3-6 Monate wirr, aber was solls...

Unsere erste Buchung am 30.5. bei AirBnB konnte ich stornieren und habe eine Gutschrift bekommen.

Aber die letzte Nacht in Schottland kann ich nicht auf Gutschrift stornieren. Weiß auch nicht, wie die sich das denken. Hinfliegen kann ich nicht, die erste Nacht darf ich stornieren aber die spätere nicht. Blöd...

Rennrädle
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 16:36

PS: bei uns haben beide Chefs "genickt" und wir können unseren Urlaub von Ende Mai auf Mitte Juni (ab Fronleichnam) schieben. Das ist unsere Hoffnung auf Radeln und Campen in D oder vielleicht sogar in Österreich.

Rennrädle
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 16:38

In Antwort auf: Fricka
Nach Schweden kannst du einreisen. Wenn du dann nach Deutschland zurück willst, musst du zu Hause zwei Wochen in Quarantäne. Das finde ich nicht besonders problematisch. Im Moment leben wir doch sozusagen in Dauer-Quarantäne. Bloß, dass wir selber einkaufen können. Das müsste dann jemand für uns tun.

Wer eine reguläre Beschäftigung ohne Homeoffice hat, sollte das nicht tun. Dann riskierst du eine Kündigung, weil du dann vorsätzlich die Quarantäne provoziert hast und du dem Arbeitgeber nicht zur Verfügung stehst. KollegInnen sehen das dann auch nicht gerne. Es sei denn, du hast noch zwei Wochen Resturlaub nach Rückreise. Zuweilen wird aber sogar ein Verlängerung der Quarantäne verlangt. Bei so vielen Unbekannten jetzt muss man nicht anfangen auf einem dünnen Hochseil Jonglieren zu lernen. Dazu gibt es bessere Zeiten.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 16:48

Zudem hat Herr Maas ziemlich deutlich gemacht, dass Leute, die jetzt in Urlaub fahren und im Ausland stranden keine Unterstützung durch den Staat erwarten dürfen. Reiseversicherungen müssen jemanden auch nicht unbedingt helfen, wenn trotz einer Reisewarnung losgezogen wurde.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 17:25

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: Fricka
Nach Schweden kannst du einreisen. Wenn du dann nach Deutschland zurück willst, musst du zu Hause zwei Wochen in Quarantäne. Das finde ich nicht besonders problematisch. Im Moment leben wir doch sozusagen in Dauer-Quarantäne. Bloß, dass wir selber einkaufen können. Das müsste dann jemand für uns tun.

Wer eine reguläre Beschäftigung ohne Homeoffice hat, sollte das nicht tun. Dann riskierst du eine Kündigung, weil du dann vorsätzlich die Quarantäne provoziert hast und du dem Arbeitgeber nicht zur Verfügung stehst. KollegInnen sehen das dann auch nicht gerne. Es sei denn, du hast noch zwei Wochen Resturlaub nach Rückreise. Zuweilen wird aber sogar ein Verlängerung der Quarantäne verlangt. Bei so vielen Unbekannten jetzt muss man nicht anfangen auf einem dünnen Hochseil Jonglieren zu lernen. Dazu gibt es bessere Zeiten.


genau das hat mein Arbeitgeber auch klipp und klar in den regelmäßig versendeten Informationen geschrieben.

Wer trotz Reisewarnungen (Auslands-)Reisen unternimmt und dann in Quarantäne muss, wird mit gravierenden Folgen rechnen müssen. Wie weit die gehen würden, steht nicht drin, aber letztendlich denke ich schon, dass dies auch eine Kündigung sein wird, da ja vorher schon darauf hingewiesen wurde.

Rennrädle
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 17:32

In Antwort auf: veloträumer
Bei so vielen Unbekannten jetzt muss man nicht anfangen auf einem dünnen Hochseil Jonglieren zu lernen
och, ich denke, Angehörige der Familie Traber könnten das etwas anders sehen. Aber die leben ja auch auf Hochseilen und in ähnlich kritischen Umgebungen. grins
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 18:01

Da hast du recht. Ich bin selbstständig und kann ohne Probleme in der Heimquarantäne arbeiten. Auf Hilfe durch den Staat haben wir noch nie gezählt. Insofern.....
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 19:29

Der Chef kann maximal ne Abmahnung schreiben. Die wird dann angefochten und man mus sehen was vor Gericht bestand hat. Wenn sie bekannt hat hält sie 2 Jahre und die nächste kann zur Kündigung führen. So einfach ist das hier nicht mit dem kündigen.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 19:36

ich hatte ja auch geschrieben, dass ich es für möglich halte auch wenn ich nicht so tief im Arbeitsrecht abgetaucht bin.

Wenn aber schon explizit darauf hingewiesen wird, wäre es ziemlich unklug, die Warnung zu ignorieren. Selbst wenn es "nur" eine Abmahnung wäre, verliert man viele Pluspunkte, die man vielleicht in den Jahren zuvor gesammelt hat.

Und mit dem arbeitgeber vor Gericht zu landen, ist noch unkluger...

Rennrädle
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 21:10

Zitat:
Und mit dem arbeitgeber vor Gericht zu landen, ist noch unkluger...


Und ganz bestimmt nicht in diesen Zeiten, wo vermutlich viele Arbeitgeber noch Entlassungen tätigen werden. Bei Fehlverhalten ist man ganz schnell oben auf der Liste.
Zumal der Arbeitsmarkt vorraussichtlich die nächsten 1,5 - 2 Jahre tot sein wird und es schwer sein wird neue Arbeit zu finden.

Das Risiko gehe ich nicht ein, auch wir haben in unserer Firma ganz klare Anweisungen bekommen, wie man sich in Zeiten der Corona-Krise verhalten soll. Da steht auch ganz klar drin, wer bewusst eine Quarantäne verursacht und wem das Nachgewiesen wird (Ansteckung durch Ignorieren der Kontaktbeschränkungen, Reisen ins Ausland ohne Grund etc.) hat mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.04.20 21:13

Zitat:
wir haben nun unseren LH-Flug nach Schottland gecancelt, nachdem das auswärtige Amt gestern die Reisewarnung bis 15. Juni verlängert hat. Rückzahlung dauert ca 3-6 Monate wirr, aber was solls...


Dann drücke ich Euch mal die Daumen, ob es dann die LH noch gibt und ob sie dann noch zahlungsfähig ist.
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 10:32

Ich finde das gar nicht so offtopic.

In Antwort auf: Thomas1976
Da steht auch ganz klar drin, wer bewusst eine Quarantäne verursacht und wem das Nachgewiesen wird (Ansteckung durch Ignorieren der Kontaktbeschränkungen, Reisen ins Ausland ohne Grund etc.) hat mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Was ist mit einer Reise in Deutschland? Wenn ich bei Einhaltung aller Regeln, die ja Sport an der frischen Luft, Einkaufen mit Maske oder Besuch des Lebenspartners und noch so einiges weitere gestatten? verwirrt

Mein Chef sieht das zum Glück entspannt. Insofern würde ich versuchen, unter Einhaltung der behördlichen Auflagen irgendwie zu Himmelfahrt das ausgefallene Forumstreffen für mich zu ersetzen.

Irgendwie ist das rechtlich eine gewisse Grauzone. Darf mir der Arbeitgeber vorschreiben, was ich in meiner Freizeit tun darf und was nicht? Wenn ich Eisbaden gehe und mich erkälte - Kündigungsgrund? wirr

Den Faden mal weitergesponnen... in Zukunft (nach Corona) wird man vielleicht nicht mehr auf Fernradreise gehen, weil das zu gefährlich ist und man für den Arbetgeber ausfallen könnte? Ich hoffe, da werden die Gerichte auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Sowas kann der Arbeitgeber nicht allein entscheiden.

Ich will nicht den Teufel an die Wand malen. Aber irgendwo müssen Grundrechte trotz Coronaeinschränkungen noch gewahrt bleiben. Wie gesagt - mein Chef ist da zum Glück entspannt. schmunzel

Gruß
Thoralf
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 10:35

In Antwort auf: Fricka
Nach Schweden kannst du einreisen. Wenn du dann nach Deutschland zurück willst, musst du zu Hause zwei Wochen in Quarantäne. Das finde ich nicht besonders problematisch. Im Moment leben wir doch sozusagen in Dauer-Quarantäne. Bloß, dass wir selber einkaufen können. Das müsste dann jemand für uns tun.

Die Diskussion zum Reiseblog durch Schweden wurde abgetrennt:
Blog Lastenradreise (Treffpunkt)
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 13:21

Auch wenn wir auf deutsch schreiben, nicht alle arbeiten in Deutschland.
In der Schweiz kann man z.B. als Arbeitgeber ohne Begründung kündigen, muss nur die Kündigungsfrist einhalten. Bei so einem Fall, der für fristlose Kündigung nicht reicht, kann der Arbeitgeber das also anwenden, muss noch die 3 Monatslöhne zahlen und dann hat sich die Sache.

Ob das besser oder schlechter ist, ist eine interessante Frage, aber darauf möchte ich jetzt nicht eingehen.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 13:25

Thomas und Renata haben deutsch Arbeitsverträge. Gerade intrernationale Arbeitgeber probieren es erst mal und werden dann von deutschen Gerichte auf den Boden des Rechtsstaates zurückgeholt.

Aber lass uns das hier nicht vertiefen, das würde zu Weit gehen
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 14:20

Bewusst Qurantäne ist u.a. folgendes gemeint, da wurden uns auch Fallbeispiele genannt,

Z.B. ich fahre trotz Reisewarnung ins Ausland, stecke mich womöglich auch noch an und sitze da 4 Wochen fest.

Ein anderes Beispiel, ich feiere zusammen mit mehreren Kollegen eine Grillparty.

Bei zweiterem wird man diejenigen Kollegen fristlos kündigen, bei ersterem werden die Wochen die man im Ausland festsitzt und die anschließende Qurantäne vom Urlaub und wenn der verbraucht ist vom Lohn abgezogen. Ebenso wird es eine Abmahnung geben, da man dem Arbeitgeber durch eigenes Verschulden nach dem Urlaub mit seiner Arbeitskraft nicht zur Verfügung stand. Das gilt, solange es Reisewarnungen gibt.

Unsere HR Leute sind zum Teil Juristen, die stellen nicht einfach mal so Regeln auf.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 14:50

In Antwort auf: bk1

In der Schweiz kann man z.B. als Arbeitgeber ohne Begründung kündigen, muss nur die Kündigungsfrist einhalten.

Das ist doch in D dasselbe... Aus betrieblichen Gründen...
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 14:57

In Antwort auf: Toxxi
[…]
Irgendwie ist das rechtlich eine gewisse Grauzone. Darf mir der Arbeitgeber vorschreiben, was ich in meiner Freizeit tun darf und was nicht? Wenn ich Eisbaden gehe und mich erkälte - Kündigungsgrund? wirr […]


Grundsätzlich darf der Arbeitgeber das nicht vorschreiben. Ein bisschen aber schon. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber hinnehmen muss, wenn ein Arbeitnehmer in seiner Freizeit Straftaten begeht - das ist aber nur eine Vermutung und hier auch nicht relevant. Ich denke, hier geht es um die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für die anderen Arbeitnehmer. Dass man selbst ausfallen könnten, wenn man im Privatleben verunglückt, darf aber kein Grund sein, denke ich. Es müsste da wohl auch Unmengen arbeitsrechtlicher Literatur und URteile geben.
von: ta7h12

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 16:00

In Antwort auf: bk1
In der Schweiz kann man z.B. als Arbeitgeber ohne Begründung kündigen, muss nur die Kündigungsfrist einhalten.
Nur mal aus Neugierde: kann man denn gerade durch die Schweizer Gebiete (Ramsen und so) am Nordufer des Rheins durchfahren?
Thomas
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 17:11

Nein. Jedenfalls nicht legal.

Klick!
von: ta7h12

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.05.20 21:00

In Antwort auf: Fricka
Nein. Jedenfalls nicht legal. Klick!

Thnx! Ich wusste nicht, ob das vielleicht ähnlich Kleinwalsertal behandelt wird.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 07:04

In Antwort auf: stefan1893
Wäre es vielleicht denkbar, hierzu zur besseren Übersicht einen extra Faden aufzumachen?
Der Gedanke fliegt bei mir auch seit Tagen im Kopf rum, da es in diesem Faden doch recht mühsam ist, echte Infos von Spekulationen und übertriebenen Sichtweisen zu trennen. Einen reinen Info-Faden mit Quellenangaben und möglichst diskussionsfrei wäre schön. Da ich mich aber noch für zu 'jung' im Forum für solche 'Forderungen' halte, lass ich das lieber sein.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 07:11

In Antwort auf: Thomas1976
Unsere HR Leute sind zum Teil Juristen, die stellen nicht einfach mal so Regeln auf.
Oh, darauf würde ich mich auf keinem Fall verlassen! Es gibt durchaus Abteilungen in Unternehmen, die es ggf. sogar bewusst zum Vorteil des Arbeitgebers darauf anlegen. Befrag mal nen Betriebsrat dazu!
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 07:48

So eine Infosammlung ist durchaus sinnvoll. Nur ist ein Forum, was grundsätzlich auf Austausch beruht und von der Idee her archiviert wird, nicht ganz das passende Format.

Wir könnten eine Infosammlung fürs Wiki aufnehmen. Dort würde ich aber nur gaaaanz grobe Zusammenfassungen liefern und eigentlich nur die Links zu den Originalquellen auflisten.
Parallel als größtes Zugeständnis eventuell noch einen Faden, wo man die Links (nicht die Inhalte) diskutiert.

Die Frage für mich ist, wer da endgültig selektiert? Die Kunst ist ja, die Auswahl passend einzuschränken. Man kann es auf die offiziellen Verordnungen/Gesetze/Erlasse beschränken.
Man kann es auch um gewisse Infostellen (z.B. die Podcasts) erweitern, nur sehe ich schon die Diskussion um "Warum wird mein Lieblingsverschwörungstheoretiker nicht verlinkt"?
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 10:05

Das Wiki hier und auch das Wikipedia funktioniert ja mit den vorhandenen Regeln ganz gut.
Überraschend gut.
Ich denke, man müsste die Seite einrichten und dann würde der Rest "von selber" passieren.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 11:13

In Antwort auf: bk1

Ich denke, man müsste die Seite einrichten und dann würde der Rest "von selber" passieren.
Dann sollte das jemand machen, der die Seite auch pflegt. Vorschläge könnt ihr gerne hier machen. Re: Neues aus dem Radreise-Wiki (Treffpunkt)

Bitte beendet die Diskussion dazu hier im Faden.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 16:05

In Sachsen-Anhalt ist ab Montag der Kontakt zu 5 Personen gleichzeitig erlaubt.

Ich glaub, ich organisiere mal ne Forumsausfahrt ab Magdeburg oder so für 5 Teilnehmer.

Hat jemand Lust? Nächsten Sonntag oder so?
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 17:57

In Antwort auf: Cruising
Dass Frankreich seine Grenzen vor Deutschland öffnet kann ich mir nicht vorstellen
Derzeit ist eine Einreise für EU-Ausländer nur möglich, wenn man einen Wohnsitz in Frankreich hat. Ausnahmen gelten für Grenzgänger. Zudem wurde heute angekündigt, dass jede Person, die nach Frankreich einreist, vierzehn Tage in kontrollierte Quarantäne ("Quatorzaine") muss. Das ändert natürlich nichts an der Situation für Radreisende, reduziert aber die Hoffnung auf Lockerungen für Urlaubsreisende vor Ende Juni. Ich befürchte auch, dass Lockerungen im Juli/August, falls es sie geben wird, den Franzosen vorbehalten sein werden.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 18:02

Seh ich ähnlich, hier wird es allerdings auch nicht viel anders laufen. Vielleicht mit Ausnahme von Östereich und Schweiz. Von der Idee des Auslandsurlaubs haben wir uns für dieses Jahr verabschiedet.
von: Mütze

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 18:05

Stell Deine Frage doch in den Treffpunkt. Da wird sie leichter gefunden. Bestimmt hat jemand Lust.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 18:07

Zitat:
Vielleicht mit Ausnahme von Östereich und Schweiz.


Dänemark und Niederlande könnten auch noch gehen, bei Dänemark bin ich mir sogar ziemlich sicher.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 18:09

In Antwort auf: Mütze
Stell Deine Frage doch in den Treffpunkt. Da wird sie leichter gefunden. Bestimmt hat jemand Lust.


Ja, das habe ich vor. Ich warte aber noch den Mittwoch ab. Wenn es auch in Niedersachsen zu Lockerungen kommt, könnte ich eine Tour "vor der Haustür" anbieten. Lust habe ich, endlich mal wieder mit mehreren Leuten zu radeln und nicht immer nur alleine.

Ansonsten wäre Magdeburg kein schlechter Startpunkt.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 19:48

Wäre ja schön, wenn DK, SE, AT, CH und DE jeweils miteinander offene Grenzen hätten für Radtouren. Mir fehlt noch NO in der Liste.. :-)
Und natürlich vor allem UA.
Klar hat jeder seine eigenen Bedürfnisse, Präferenzen und Lebenssituation..
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 20:25

Die Grenze SE/DE ist nicht geschlossen, es gibt nur auf deutscher Seite die 14-Tage-Regel bei Wiedereinreise.
von: jhNor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.05.20 22:18

Es tut mir leid, aber hier in Norwegen wurde eben beschlossen die Grenzen mindestens bis Mitte August geschlossen zu halten. Dass heisst das man als Ausländer nicht hinein kommt (und das ich leider nicht nach Deutschland fahren darf). In Schweden sah es etwas bis jetzt anders aus, doch werden sie anscheinend bald strenger reagieren. Sorry - hoffen wir auf 2021!
JH in Norwegen
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 01:20

Tauscht euch über Europa bitte woanders aus.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 09:32

http://www.lessentiel.lu/de/news/grossre...kreich-10871833

Das sieht doch gut aus. Wenn man nicht vorhat, da demnächst auch wieder für normale Unterwegsler zu öffnen, würde man das doch nicht machen?
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 09:48

Was ist mit der Reisewarnung?

Das bedeutet aber, dass ausschließlich Tagestouren über die Grenze möglich sind, oder?

Ansonsten gilt doch immer noch die Regel, wenn man länger im Ausland ist (72 Stunden) sich in Qurantäne zu geben, oder?
von: Axurit

Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 10:08

In Antwort auf: Fricka
http://www.lessentiel.lu/de/news/grossre...kreich-10871833

Das sieht doch gut aus. Wenn man nicht vorhat, da demnächst auch wieder für normale Unterwegsler zu öffnen, würde man das doch nicht machen?
Ich wünschte, du hättest recht. Diese Grenzübergänge waren im März geschlossen worden. Daraufhin mussten Pendler erhebliche Umwege in Kauf nehmen und konnten zum Teil überhaupt nicht mehr in zumutbarer Zeit an ihren Arbeitsplatz. Jetzt macht man diese Übergänge wieder auf, für die Pendler. Daraus würde ich jetzt erst mal gar nichts ableiten, außer dass der gesunde Menschenverstand im Saarland sechs Wochen braucht, um sich durchzusetzen.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 10:19

Ehrlich gesagt, habe ich gedacht, dass die Grenzen für Pendler auch gesperrt waren? Das bringt doch sonst gar nichts. Und im Fernsehen gibt es dauernd Gejammer von Ehepartnern, die nicht zueinander können.
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 11:26

So wie ich es verstanden habe, hat man keine Grenze zu 100% dicht gemacht, das geht schon wegen der Warenströme nicht. Man hat sich halt auf die großen Grenzposten beschränkt (mit entsprechenden Kontrollen), kleinere eben ganz dicht gemacht.
Nach Sachsen war es meines Wissens stets so, dass Arbeitspendler des Gesundheitssystems auf jeden Fall durchgelassen wurden (teilweise erst nach kurzfristiger Intervention des Freistaates auf tschechischer Seite). Um Umwege und Staus zu reduzieren, wäre es nur konsequent auch kleinere Grenzposten wieder durchlässiger zu machen, das muss aber nicht heißen, dass in Sachen Personenverkehr über die Grenze generell mehr als zuvor erlaubt wird.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 14:02

Und weitere Beiträge des Tages, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind in der Tonne gelandet.
Tauscht euch über Europa bitte woanders aus.
von: Margit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 14:43

Leider funktioniert der Link bei mir momentan nicht. Kann man Tagesausflüge ins benachbarte Ausland machen? Kann ich bspw. im Rupertiwinkel radeln und dann in Salzburg in Zug steigen oder muss ich in Freilassing einsteigen?
von: Reirei

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 15:55

Hallo,

Zum Spass darfst du nicht nach Österreich einreisen. Du brauchst dazu einen Grund wie z.B. Arbeiten, Besuch von Frau und Kindern, Versorgung von Tieren etc.

Reini
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 16:37

Hinweise auf Beiträge bitte nicht posten, sondern durch Klick auf den dafür vorgesehenen Button oder per email an das Team-Postfach melden.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 16:39

Ich würde sagen: "Noch nicht." Aber ich vermute mal, dass das nicht mehr lange dauert.
von: amarillo

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 18:17

Nein, mit unterwegs sein hat das nichts zu tun. Die Öffnung zusätzlicher kleinerer Grenzübergänge hängt damit zusammen, dass Pendler Umwege von bis zu 1h in Kauf nehmen mussten. Hier im Saarland ist man abhängig von französischen Arbeitnehmern. Viele arbeiten im Gesundheitswesen, im Handel und in der Industrie.
Private Fahrten über die Grenze sind nicht erlaubt. Selbst grenzüberschreitende Radwege sind gesperrt oder werden kontrolliert. Dies gilt nun noch bis mindestens 14. Juni.

Gruß Hildegard
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 18:52

In Antwort auf: Thomas1976
Was ist mit der Reisewarnung?

Das bedeutet aber, dass ausschließlich Tagestouren über die Grenze möglich sind, oder?

Ansonsten gilt doch immer noch die Regel, wenn man länger im Ausland ist (72 Stunden) sich in Qurantäne zu geben, oder?


grins neue Idee - einmal Deutschland umradeln und spätestens alle 71 Stunden wieder nach Deutschland rein. Nur noch die Frage bzgl Übernachung und fertig ist der Radurlaub grins

Die 72 Stunden-Regel kannte ich bisher nicht.

Rennrädle
von: amarillo

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 19:09

Kann ich nicht empfehlen. Du hast dauernd die Hubschrauber der Bundespolizei über dir. Ich weiß, dass du das auch nicht ernst gemeint hast.
Mich nervt es aber gewaltig, sie fliegen mindestens 2mal täglich über unser Haus. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass Drohnen eingesetzt werden.

Gruß Hildegard
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 19:32

In Antwort auf: amarillo
Kann ich nicht empfehlen. Du hast dauernd die Hubschrauber der Bundespolizei über dir. Ich weiß, dass du das auch nicht ernst gemeint hast.
Mich nervt es aber gewaltig, sie fliegen mindestens 2mal täglich über unser Haus. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass Drohnen eingesetzt werden.

Gruß Hildegard


Echt? Soweit ist es schon gekommen? Gruselige Vorstellung schockiert
von: amarillo

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 20:15

Grenzkontrolle ist Aufgabe der Bundespolizei.
Ich stelle mal die Behauptung auf: Entweder Bundesliga oder Grenzkontrolle. Das Personal lässt sich nicht unendlich in kürzester Zeit vermehren.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 21:13

In Antwort auf: Axurit
Derzeit ist eine Einreise für EU-Ausländer nur möglich, wenn man einen Wohnsitz in Frankreich hat. Ausnahmen gelten für Grenzgänger. Zudem wurde heute angekündigt, dass jede Person, die nach Frankreich einreist, vierzehn Tage in kontrollierte Quarantäne ("Quatorzaine") muss. Das ändert natürlich nichts an der Situation für Radreisende, reduziert aber die Hoffnung auf Lockerungen für Urlaubsreisende vor Ende Juni. Ich befürchte auch, dass Lockerungen im Juli/August, falls es sie geben wird, den Franzosen vorbehalten sein werden.

Hallo Rainer,

danke dir – auf deine Insider-Einschätzung hatte ich insgeheim gehofft schmunzel So hatte ich es leider befürchtet und mir auch so vorgestellt, und dazu kommt ja noch, dass man u.U. bei der Rückkehr nach Deutschland nochmal in Quarantäne müsste.

In Antwort auf: Amarillo
Private Fahrten über die Grenze sind nicht erlaubt. Selbst grenzüberschreitende Radwege sind gesperrt oder werden kontrolliert. Dies gilt nun noch bis mindestens 14. Juni.

Frage noch an euch: Wo steht explizit dieser 14.6. geschrieben, und gibt es einen Stichtag, an dem ggf. eine Verlängerung dieser Frist bekannt gemacht wird? Irgendwo habe ich auch von einer Lockerung der Bestimmungen zum 11.5. gelesen… Habe zwar unsere Reise innerlich schon abgehakt bzw. in Gedanken auf Herbst oder kommendes Frühjahr verschoben. Die Quartiere für An- und Rückreise sind bei Booking.com mit Kündigungsfrist reserviert und wären kein Problem. Aber die vier Nächte in einem Hotel in Trois Èpis sind eigentlich nicht kündbar. Doch wenn staatliche Reglements wie eine Einreisesperre dem entgegen sprechen oder man das Hotel wegen Quarantäne nicht verlassen dürfte, wäre das ein triftiger Rücktrittsgrund. Wir möchten halt nicht für etwas bezahlen müssen, dessen Inanspruchnahme uns gar nicht möglich ist traurig Bei Rechtssicherheit, dass wir nirgends in Quarantäne müssen und in den Vogesen auch zum Wandern aus dem Haus dürften, würden wir selbstverständlich fahren.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.05.20 21:43

Die für Saarland gültige Regelung ab morgen und gültig bis 17.05.2020 ist hier . D.h. spätestens am 16.05.2020 kommt die Nachfolgeregelung. Das kann eine Verlängerung der bestehenden oder eine komplett neue sein und alles dazwischen. Die gesamten Grenzübergänge von DE ins Ausland sind hier . Diese Liste wird permanent aktualisiert. Macrons Botschaft übersetzt ist hier .
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 09:08

Hallo Thomas,

Es ist wie so oft in Frankreich, der Präsident oder der Premierminister hält eine zackige Rede, in der alles bis ins Kleinste geregelt scheint. Dann tauchen Fragen auf und nachgeordnete Stellen liefern Antworten. Was dann noch unklar ist, regeln Beamte in den FAQs auf der Homepage der Regierung. So war das bei den derzeitigen Regelungen zum Fahrradfahren. Wochenlang war unklar, ob man den täglichen Spaziergang auch mit dem Rad absolvieren durfte.

So ist auch das, was ich am Samstag zu den Einreisebestimmungen geschrieben habe, teilweise schon überholt. Es soll nun doch keine Quarantäne geben, wenn man aus einem EU-Staat einreist. Offenbar ist man in Frankreich bemüht, das Prinzip der EU-Freizügigkeit weitgehend aufrecht zu erhalten. Unter welchen Voraussetzungen man ab dem 11.Mai einreisen darf, ist aus meiner Sicht aber noch unklar. Als Inländer darf man sich in 100km Umkreis von seinem Wohnort frei bewegen. Möglicherweise darf man einreisen und bis zu 100km weit ins Land fahren. Cafés und Restaurants bleiben geschlossen, ob man in Hotels oder auf Campingplätzen übernachten kann, ist aber unklar. Wahrscheinlich hat man dieses Szenario einfach nicht im Blick gehabt.

Nach dem 11.Mai ist die nächste Phase der Lockerungen für den 2.Juni geplant. Ich vermute, dass man auch dann erst wenige Tage zuvor weiß, was möglich sein wird. Ausschlaggebend für eine Radreise wäre für mich letztlich, ob die Infrastruktur (CPs, Hotels) verfügbar ist, und welches Ansteckungsrisiko besteht.

Gruß
Rainer
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 09:37

In Antwort auf: Cruising
Irgendwo habe ich auch von einer Lockerung der Bestimmungen zum 11.5. gelesen…

Heute früh aktueller Bericht über Polen auf Inforadio BB:

- Berufspendler dürfen seit heute wieder ohne Quarantäne die Grenze queren, Ausnahme für Beschäftigte im Gesundheitswesen
- Die Grenze bleibt ansonsten bis mindestens 13.5.20 geschlossen

Was danach passiert, werden wir sehen. Ich glaube aber kaum, dass am 14.5. wieder geöffnet wird. Obwohl der Zustrom an deutschen Touristen für Westpolen wirtschaftlich ebenso wichtig ist wie die polnischen Arbeitskräfte für Brandenburg.

Für mich war Polen aufgrund der geographischen Nähe immer gut für Mehrtagestouren mit Übernachtung. Aber ich sehe auch ein, dass das Jammern auf hohem Nieveau ist. Bleibe ich eben in Deutschland, davon kenne ich eh noch zu wenig.

Gruß
Thoralf
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 09:48

Die Rheinlandpfälzer finden die für sie gültige Regelung ab 03.05 und ablaufend 17.05.2020 hier . Dass auch Radwege gesperrt werden, weil Reiseverbote auch für Radler gelten, findet sich speziell für DE - FR z.B. hier . Da kann jeder für seinen eigenen Fall nach der gültigen Regelung suchen und wenn er sie nicht findet, eine Hotline anrufen hier .
In der ab heute gültigen Regelung für Bayern ist nachwievor die Ausgangsbeschränkung "... Verlassen der Wohnung nur aus triftigem Grunde ....", was so nicht in Saarland und RLP steht. Radreisen gehören zu den touristischen Aktivitäten, für die kein Beherbergungsbetrieb öffnen darf und die nur bei bewusster Falschauslegung als "Sport und Bewegung" bezeichnet werden können. Das gilt überall, aber wer Lücken sucht, wird welche finden. Die Frage ist nur, ob man Lücken sucht (siehe Cum-Ex) oder Lücken im Sinne des Gesetzgebers schließt und das heißt keine Radreisen. Wer das Rad als Verkehrmittel benutzt, unterliegt den Bedingungen für z.B. Arbeit. usw. usw. Es ist völlig sinnlos, nach den Regelungen über einen Zeitraum mehr als 2 Wochen voraus zu sehen, weil die BunKan selbst klar gestellt hat, dass die Regelungen im 2-Wochen-Rhythmus gecheckt und je nach Viruslage angepasst werden. Es gibt keine Verhandlungen mit dem Virus. In der Bund-Länder-Konferenz werden dann die Maßnahmen abgestimmt und wenige Tage später in den Länderverordnungen eingebaut. Mit kleinen Unterschieden, die aber nicht wesentlich sind (Radreisen sind für 99,9% der Bevölkerung nicht wesentlich). Es gibt nur eine längerfristige Regelung z.Zt.: Großveranstaltungsverbot bis 31.08.2020.
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 10:41

In Antwort auf: Axurit
Es ist wie so oft in Frankreich, der Präsident oder der Premierminister hält eine zackige Rede, in der alles bis ins Kleinste geregelt scheint.

Amen. Nicht mal die Schließung der Schulen und Universitäten, die Macron am 11. März angekündigt hat, war gesetzlich vorbereitet. Die Dekrete haben noch 24 Stunden auf sich warten lassen, in der Zwischenzeit wusste niemand, was los war.

In Antwort auf: Axurit
So war das bei den derzeitigen Regelungen zum Fahrradfahren. Wochenlang war unklar, ob man den täglichen Spaziergang auch mit dem Rad absolvieren durfte.

Gibt's denn da was Neues? Ich sehe, dass die FAQ, die wir Anfang April mal diskutiert haben, inzwischen tatsächlich die Gesetzeslage widerspiegelt, meinst Du das?

Viele Grüße,
Stefan
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 10:41

In Antwort auf: AndreMQ
? . . . aber wer Lücken sucht, wird welche finden. Die Frage ist nur, ob man Lücken sucht (siehe Cum-Ex) oder Lücken im Sinne des Gesetzgebers schließt und das heißt keine Radreisen.

Das sehe ich irgendwie auch so. Es dürfte auch dann richtig sein, wenn man nicht gleich auf "Cum-Ex" verweist. Mit dem "irgendwie" räume ich allerdings ein, dass ich mir schon eine gewisse Freiheit bei der Interpretation des einen oder anderen Punktes in den verschiedenen Anordnungen oder dringenden Appellen nehme, beispielsweise bei der fast inflationär benutzten Formel, nur in dringenden Fällen den ÖPNV zu nutzen oder der schon gebetsmühlenhaft oft wiederholten Phrase "bleibt zuhause, oder neudeutsch: stay at home" Aber ansonsten denke ich schon, einige Dinge kann man auch ohne es für absolut richtig oder notwendig zu halten einfach aus Solidarität mitmachen. grins
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 11:01

.... genau, welches Schutzziel soll eigentlich erreicht werden? Z.B. durch Reisen die weiträumige Verbindung eines Ausbruchsschwerpunktes mit einer noch cleanen Region verhindern. Eine infizierte Person reicht bereits. In einem komplett verseuchten Gebiet kreuz und quer zu fahren, ist praktisch egal, aber niemals dann dort heraus. Deshalb wird ja sofort abgeriegelt.
von: Uwe Radholz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 11:21

In Antwort auf: Toxxi
..... Bleibe ich eben in Deutschland, davon kenne ich eh noch zu wenig.

...



Immerhin kennst du schon den Unterschied zwischen Baden und Schwaben. Und den zwischen der Oberpfalz und der Pfalz. Du weiß auch, dass die Kurpfalz was anderes ist. Ok, das vielleicht nicht. Aber du glaubst es mir. zwinker

Nee, aber es stimmt. Wir haben im Lande richtig gute Möglichkeiten, manchmal sogar gutes Wetter und es wird wenige von uns geben, die nicht noch Einiges zu entdecken hätten.
Eine Berliner Forumista behauptet sogar, dass es im Ruhrgebiet schön sei.... teuflisch
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 12:39

In Antwort auf: StefanS
Ich sehe, dass die FAQ, die wir Anfang April mal diskutiert haben, inzwischen tatsächlich die Gesetzeslage widerspiegelt, meinst Du das?
Ja, das war es, was ich meinte. Auf dem Blog von Isabelle Lessens ist der Zickzackkurs der Behörden gut dokumentiert.

Es gibt auch eine merkwürdige Inkonsistenz zwischen dem bei der Einreise nach Frankreich mitzuführenden Formular und der Anweisung des Premierministers auf das es sich bezieht. Letztere erlaubt die Einreise für Bürger der EU und einiger gleichgestellter Länder ohne weitere Bedingung, im Formular dagegen wird unterschieden zwischen "EU-Bürger mit Wohnsitz in Frankreich" und "Französische Staatsbürger". Derzeit hat das kaum praktische Relevanz, aber nach dem 11.Mai könnten je nach Auslegung Tagesausflüge aus Deutschland möglich sein oder auch nicht.
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 13:27

Sehr interessant, danke für die Links!

Stefan
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 17:26

Niedersachsen öffnet ab 11.Mai wieder die Campingplätze schmunzel

Vom Campingplatz Räbke habe ich folgende Antwort erhalten:


1) Kein Kontakt zu anderen Campern während es Aufenthaltes auf dem Platz.
2) Sanitätsgebäude bleiben geschlossen, Hygiene darf nur im Wohnwagen oder eigenem Zelt stattfinden.
3) Wer krank ist -und das gilt schon für den kleinsten Infekt- darf das Gelände nicht betreten.
4) Wer während seines Aufenthalts auf dem Campingplatz erkrankt, muss den Campingplatz umgehend verlassen und sich auf direktem Weg nachhause begeben und den Campingplatz über die Erkrankung benachrichtigen. Die Betreiber müssen protokollieren, welche Personen sich zu welchem Zeitpunkt auf dem Platzgelände aufhalten.
5) Um unnötigen Kontakt zu vermeiden, muss jeweils bei An- und Abreise ein Zettel in den Briefkasten geworfen werden. Darauf müssen die Personen, das Datum und die Uhrzeit vermerkt sein.
6) Ein Aufenthalt im Zelt von 1-2 Nächten ist möglich unter Einbehaltung der oben aufgeführten Punkte.

Gruss
Thomas
von: albe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 17:33

In Antwort auf: Thomas1976

2) Sanitätsgebäude bleiben geschlossen, Hygiene darf nur im Wohnwagen oder eigenem Zelt stattfinden.


das hört sich fuer mich so an, als bliebe "wild" zelten praktikabler... solange man nicht in der ultra-schwerlast Katergorie unterwegs ist und im Vorzeit sein Porta-Potti aufbaut....
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 17:40

In Antwort auf: albe
In Antwort auf: Thomas1976

2) Sanitätsgebäude bleiben geschlossen, Hygiene darf nur im Wohnwagen oder eigenem Zelt stattfinden.


das hört sich fuer mich so an, als bliebe "wild" zelten praktikabler... solange man nicht in der ultra-schwerlast Katergorie unterwegs ist und im Vorzeit sein Porta-Potti aufbaut....


Ja, ich habe ja schon immer gesagt, der Knackpunkt werden die Sanitätsgebäude sein. Auf Zelter wie uns, mit Dackelhütte, hat man natürlich nicht gedacht.

Mit Wohnmobil und eigenem Klo, ist das natürlich alles kein Problem wenn die Sanitätsgebäude geschlossen bleiben. Aber wenn nun die Cafe´s wieder eröffnen spricht an Himmelfahrt nichts gegen eine Wildcampingtour mit Cafe Besuch zumindest in Niedersachsen schmunzel

Vermutlich ziehen am Mittwoch weitere Bundesländer nach, ich denke auf jeden Fall auch NRW.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.05.20 18:48

In Antwort auf: Axurit
Nach dem 11.Mai ist die nächste Phase der Lockerungen für den 2.Juni geplant. Ich vermute, dass man auch dann erst wenige Tage zuvor weiß, was möglich sein wird.

Also - dann werde ich mal den 11.Mai abwarten, dann sehen wir weiter. Ich denke, da kann man wenigstens dann grob abschätzen, wohin der Hase läuft. Danke nochmal; werde gelegentlich berichten. Vielleicht kann man sich auch mit dem Hotel auf einen späteren Zeitpunkt verständigen.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 07:58

Und weitere Beiträge der Nacht, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind in der Tonne gelandet.
Tauscht euch über Europa und Fernbeziehungen bitte woanders aus.

von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 08:53

Der Berliner hat sogar recht. Ich bin die Ruhr letztes Jahr runter und kann sagen das mir die Augen aus dem Kopf kamen.
Da war nix mehr mit meiner Vorstellung von Kohle und Dreck. Da wurde (wenn Natur nicht schon da war) renaturiert und begrünt wo immer es ging.
Das war meine totale Überraschung 2019 (Dank eines lieben Mitgliedes hier der mir vieles dort gezeigt hat).
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 10:01

Die Grenzschließungen dürften auch nicht mehr sehr lange anhalten. Vor ein paar Tagen sah ich im TV einen Kommentar dazu, dass diese rechtlich nicht mehr lange haltbar sind, da die nationalen Schließungen gegen EU-Recht verstoßen. Irgendeine Schengen-Vereinbarung garantiert uns EU-Bürgern eine Reisefreiheit innerhalb der EU!
Sprich: Wenn der Erste klagt, dürfte es schnell gehen.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 10:04

Ich war noch nicht dort, aber diese Doku hat mich echt für das Ruhrgebiet begeistern lassen!
YouTube: Das Ruhrgebiet von oben
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 19:11

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
Die Grenzschließungen dürften auch nicht mehr sehr lange anhalten. [...] Irgendeine Schengen-Vereinbarung garantiert uns EU-Bürgern eine Reisefreiheit innerhalb der EU!

Ganz so einfach ist es nun auch nicht. EU-Länder haben selbstverständlich das Recht, aus Gründen der öffentlichen Sicherheit die Reisefreiheit zu begrenzen. Das muss aber eine Ausnahme sein (Corona gilt wohl als solche) und darf nicht diskriminierend gegenüber anderen EU-Bürgern sein.

Mal so als naheliegendes Beispiel, wie stellst Du Dir denn jetzt gerade eine Reisefreiheit in Frankreich vor? Wir dürfen hier ja ohne Sondergenehmigung nicht mal mehr als einen Kilometer von der Wohnung weg, und das jetzt seit sieben Wochen. Und Du willst als EU-Bürger mal eben Reisefreiheit in Frankreich haben? Du kannst allenfalls dieselben Rechte wie Franzosen in Anspruch nehmen, also z.B. aus dringenden Familienangelegenheiten nach Frankreich reisen. Wenn Du Dich nur verlustieren willst, endet Dein einer Kilometer halt an der französischen Grenze, da liegt keine Diskriminierung vor.

Umgekehrt dürfte es Deutschland schwieriger haben, seine Grenze geschlossen zu halten: Sofern sich die Bürger frei innerhalb von D bewegen können, lässt sich schwer argumentieren, dass Bürger aus Nachbarländern mit ähnlichen Infektionsraten und Vorsichtsmaßnahmen das in D nicht dürfen sollen.

Viele Grüße,
Stefan
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 19:38

Ich habe nur einen aufgeschnappten TV-Kommentar in einer ÖR-Nachrichtensendung zu den Grenzschließungen sinngemäß 'wiedergegeben'. Wie sich das dann mit nationalen Regelungen zur Reisefreiheit verhält, war nicht das Thema.
Aber zu Deiner Frage, die ich natürlich ohne jeglichen juristischen Hintergrund und ohne Anspruch auf Richtigkeit für mich mal so beantworte:
Je nach Land dürfte ich dann eben mehr oder weniger, den aktuellen, jeweiligen Vorschriften entsprechend.
Frankreich wäre zum heutigen Stand eben 'sehr unattraktiv', Österreich könnte aber interessant sein. Soweit ich weiß, gibt es dort keine Ausgangsbeschränkungen (mehr?). Auf den offiziellen Seiten konnte ich diesbezüglich nichts finden. Man könnte also eine nette Radreise machen (Unterkunft- oder Quarantänekram lass ich mal offen). Nur darf ich aus Deutschland eben nicht rein - und das widerspricht EU-Recht. Auf diesem Recht möchte ich jetzt nicht rumreiten, es ist aber auch ein Aspekt, den man beachten sollte und nicht nur unsere jeweiligen nationalen 'Grundrechte'.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 19:44

Zitat:
Soweit ich weiß, gibt es dort keine Ausgangsbeschränkungen (mehr?)


Nein, die gibt es in Österreich nicht mehr, es gilt nur noch ein Mindestabstand von einem Meter. österreichischen Regierung

Nachzulesen auf den offiziellen Seiten der
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 19:45

Dann war ich ja gar nicht mal sooooo ungeschickt beim lesen party
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 19:47

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
Dann war ich ja gar nicht mal sooooo ungeschickt beim lesen party


Sorry, falsch interpretiert. Ich dachte Du suchst, wo auf den offiziellen Seiten etwas über die Aufhebung steht.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 19:50

Um Gottes Willen Nein! Was interessiert mich dem Kurz sein Gschwätz von Gestern? omm
Alles gut Thomas, ich hab mich ja auch nicht zu 100 % eindeutig ausgedrückt!
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.05.20 20:49

Hoffen wir einfach, dass es im Spätsommer 2020 zumindest mit Zelt möglich ist, international unterwegs zu sein.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.05.20 11:04

Camping Verband rechnet mit erhöhter Nachfrage für Juli und August.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.05.20 18:58

Ich habe heute eine EMail von einer Fluggesellschaft bekommen. Darin vermerken sie, dass sie im Juni wieder eine Menge Flüge anbieten und günstige Preise haben. Gefühlt ab Zürich wieder das normale Programm oder ein großer Teil davon, aber ich kann es nicht wirklich genau abschätzen. Die Frage ist, ob das im Juni immer noch gilt und ob man dann konkret auch ein- und ausreisen kann.

Das heißt nicht, dass ich jetzt fliegen werden, wenn Bahn und Schiff als Möglichkeit ebenfalls zur Verfügung stehen. Aber es ist zumindest ermutigend, so etwas zu lesen. Eventuell wird es dieses Jahr ausnahmsweise sinnvoll sein, zu fliegen, statt mit Bahn und Schiff anzureisen, wenn man dadurch die Anzahl der Grenzübertritte verringern kann, da diese jeweils potentiell mit Komplikationen verbunden sind und die Konditionen sich ja kurzfristig ändern können.

In der Schweiz dürfen anscheinend Jugendherbergen und Hotels öffnen, aber Zeltplätze noch nicht.

Hoffen wir, dass das real wird (incl. Zeltplätze) und nicht nach einer Woche wieder zurückgerudert wird.
von: belmonte68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.05.20 19:29

In Antwort auf: Deul
Camping Verband rechnet mit erhöhter Nachfrage für Juli und August.


Habe ich auch gelesen. ;-)

https://www.focus.de/finanzen/boerse/wir...d_11960032.html
von: Wendekreis

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.05.20 23:28

Hier eine umfassende, präzise Aufstellung der Lockerungen bei den Corona-Einschränkungen für ganz Deutschland.
Situationsbericht
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 01:20

MP Söder hat einen Stufenplan für Bayern bis Ende Mai vorgestellt, der bereits mit ersten Lockerungen ab 06.05.2020 startet. Details kann man im offiziellen Amtsblatt nachlesen, welches fast täglich ergänzt/geändert wird. Für Einzelradler gibt es damit praktisch keine Einschränkungen mehr, aber Hotels und Camping-Plätze sind erst für den 30.05.2020 geplant zu öffnen. Hygiene-Maßnahmen werden notwendig sein, welche, wird in der entsprechenden Verfügung stehen, die wenige Tage davor entsteht, also so ab dem 20.05.2020. Parallel die selektive Öffnung von KiTas und Schulen so, dass bis Ende Mai etwa 50% der Kinder wieder mit Schutzmaßnahmen in diese Einrichtungen gehen. Das hört sich alles sehr plausibel an. Der Vorbehalt ist immer, dass die Infektionszahlen nicht explodieren, also der Virus sich in das erwartete Sommerloch verabschiedet. Tut er das aber nicht, ist Mayday und die Lockerungen werden nicht realisiert bzw. wieder zurückgenommen.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 06:03

Und weitere Beiträge der Nacht, die nichts mit dem Thema zu tun haben, sind in der Tonne gelandet.
Fremde Texte setzen dem dann noch die Krone auf.

Ihr seid es selber Schuld, wenn hier das Schloss kommt
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 07:43

In Antwort auf: AndreMQ
Camping-Plätze sind erst für den 30.05.2020 geplant zu öffnen.
Auch für Baden-Württemberg sieht es gut aus! Ab Pfingsten Camping für Jedermann schmunzel
Davor nur Dauercamper und WoMo.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/lockerungen-corona-mai-regelungen-100.html
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 10:26

Ich habe für den 04 Juni die Fähre nach Schweden gebucht und will dann mit dem Rad hoch in den Norden. Zeit habe ich und ich hoffe die Ein- und Ausreise klappt problemlos. Wenn es dann gut läuft werde ich mich über den Sommer auch noch über Finnland ins Baltikum zurück bewegen, alles ohne Zeitdruck.
Ich hoffe es klappt,
lg
Helmut
von: albe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 15:09

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
In Antwort auf: AndreMQ
Camping-Plätze sind erst für den 30.05.2020 geplant zu öffnen.
Auch für Baden-Württemberg sieht es gut aus! Ab Pfingsten Camping für Jedermann schmunzel
Davor nur Dauercamper und WoMo.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/lockerungen-corona-mai-regelungen-100.html



hast du auch gefunden, was "ab Pfingsten" genau heisst? Ab "Pfingstdienstag"?

Ich würde ja durchaus gerne in den Pfingstferien los... btw: wie sieht es denn dann in Bayern aus?
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 15:29

In Antwort auf: wetterfest
Ich habe für den 04 Juni die Fähre nach Schweden gebucht und will dann mit dem Rad hoch in den Norden


Das ist gut. Denn Schweden hat bis zum 15. Mai jetzt einen entry ban, mehr hier.
https://polisen.se/en/the-swedish-police...il-15-May-2020/
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 15:41

Willst du nicht vielleicht selbst recherchieren und uns mit den Ergebnissen beglücken, statt mit merkwürdigen Bemerkungen ... ach ich spar mir das lieber.
von: albe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 16:50

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
Willst du nicht vielleicht selbst recherchieren und uns mit den Ergebnissen beglücken, statt mit merkwürdigen Bemerkungen ... ach ich spar mir das lieber.


schlecht gelaunt?

Laut Badischer Zeitung bleiben die Campingplaetze fuer Individualcamper bis auf weiteres geschlossen - ich hatte gehofft, jemand hatte bessere Nachrichten.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 19:05

In Antwort auf: wetterfest
Ich habe für den 04 Juni die Fähre nach Schweden gebucht und will dann mit dem Rad hoch in den Norden. Zeit habe ich und ich hoffe die Ein- und Ausreise klappt problemlos. Wenn es dann gut läuft werde ich mich über den Sommer auch noch über Finnland ins Baltikum zurück bewegen, alles ohne Zeitdruck.

Toll! Ich hoffe, dass alles so normal, wie unter den gegebenen Umständen möglich, klappt.
Wenn man zumindest nach Schweden ein- und ausreisen kann, lässt sich dort schon eine lohnenswerte Radtour machen. Da Schweden bisher mit relativ wenig Restriktionen ausgekommen ist, ist wohl auch die Gefahr, dass es plötzlich wieder eingeschränkt wird, kleiner als in anderen Ländern. Natürlich nur für alle diejenigen, die gerne in die nordischen Länder reisen. Besser noch, wenn NO und FI auch möglich ist. Vorteil bleibt, dass man notfalls ganz oder überwiegend im Wald zelten kann und nur auf Einkaufsmöglichkeiten angewiesen ist, die ja sowieso offen sind.
Ich habe heute gerade gelesen, dass Italien wohl noch länger unzugänglich sein könnte, aber andere südeuropäische Länder schon früher öffnen.
Die Tourismusbranche in den Ländern, wo das ein großer Wirtschaftsfaktor ist, ist unser Freund. :-)
Nachteil bleibt eventuell, dass eine Anreise mit vielen Transitländern die Komplexität erhöht, weil sich die Restriktionen dann addieren.

Weiß jemand was über Weißrussland? Die sind auf allen Karten immer der weiße Fleck gewesen, weil sie angeblich gar keine Restriktionen eingeführt hatten. Betrifft das auch Reisen dorthin?

Zum Thema Ukraine: Ich habe die Botschaft kontaktiert. Bis 22. Mai ist Einreise noch für Touristen verboten. Was danach ist, wird sich wohl demnächst zeigen.
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 19:29

In Antwort auf: albe
In Antwort auf: UrbanCosmonaut
Willst du nicht vielleicht selbst recherchieren und uns mit den Ergebnissen beglücken, statt mit merkwürdigen Bemerkungen ... ach ich spar mir das lieber.


schlecht gelaunt?

Laut Badischer Zeitung bleiben die Campingplaetze fuer Individualcamper bis auf weiteres geschlossen - ich hatte gehofft, jemand hatte bessere Nachrichten.
... warum sucht ihr immer in Zeitungen, Fernsehen und solche Sekundärquellen, wo irgendwelche Inkompetente irgendwelche schlechte und falsche Zusammenfassungen liefern und dazu noch Fakten, Wünsche und Ideen komplett durcheinander mixen? Z.Zt. sind alle Camping-Plätze zu, aber "z.Zt." verändert sich wöchentlich mit neuen Anweisungen. In Bayern ist der 30.05.2020 ein Zieltermin, für z.B. Camping und Hotels. Davor für Außen- und Innengastro. Die entsprechenden Verfügungen - und nur die zählen - gibt es aber noch gar nicht und können auch nicht gefunden werden. Zur Zeit gibt es nur die aktuelle Verfügung für den Zeitraum vom 11.05 bis 17.05.2020 mit einem vorgezogenen Teil gültig ab 06.05.2020. Die nachfolgenden mit den Maßnahmen ab 18.05 und ab 25.05 und ab 30.05 müssen überhaupt erst einmal erstellt werden. MP Söder hat diese Eckdaten für Maßnahmenpakete genannt, für die jeweils die zuständigen Ministerien (Gesundheit, Wirtschaft, Soziales, Kultus, ...) die Details für die Formulierung der Verfügungen erstellen. Dort arbeiten die Leute Tag und Nacht.
von: albe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 19:37

In Antwort auf: AndreMQ
warum sucht ihr immer in Zeitungen, Fernsehen und solche Sekundärquellen,

...weil man sie mir jeden Morgen in den Briefkasten wirft und ich immer noch hoffe, dass sich da jemand Mühe gibt Tatsachen sinnvoll zu recherchieren.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 19:44

Was hast Du für ein Problem damit, wenn man für reiselustige Radler nicht uninteressante, grobe Eckdaten von Maßnahmen bereitstellt, deren Details von den Menschen die Tag und Nacht daran arbeiten aber leider noch nicht genannt wurden?
von: Wuppi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 19:54

In Antwort auf: AndreMQ
Z.Zt. sind alle Camping-Plätze zu, aber "z.Zt." verändert sich wöchentlich mit neuen Anweisungen. In Bayern ist der 30.05.2020 ein Zieltermin, für z.B. Camping und Hotels.
und in anderen Bundesländern bereits früher. Campinginfo Newsticker --> Klick mich
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 20:22

Das ist für uns Zeltende wohl die wichtigste Campingquelle. Man kann aber noch nicht genau herauslesen, ob auch die Sanitärgebäude verwendbar sind oder ob es für nur autarke Camper freigegeben ist.

Aber auch da einfach noch etwas Geduld

Rennrädle
von: albe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 20:29

fuer BW: nein - die bleiben zu.

--> https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/ser...gungsbetrieben/

gennant wird eine Oeffnung nur wenn "eine autarke Versorgung" sichergestellt ist; insbesondere bleiben die Sanitärbereiche der entsprechenden Anlagen zunächst geschlossen. Ein Termin an dem sich das ändert wird vom Staatsministerium nicht genannt.
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 20:31

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
Was hast Du für ein Problem damit, wenn man für reiselustige Radler nicht uninteressante, grobe Eckdaten von Maßnahmen bereitstellt, deren Details von den Menschen die Tag und Nacht daran arbeiten aber leider noch nicht genannt wurden?
... ich habe keine Probleme damit, weil ich bei solchen Themen die Sekundärquellen nicht lese, weil sie mir zu unzuverlässig sind.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.05.20 23:46

Wenn man Wikipedia, anderen Webseiten, Zeitungen, Fernsehen und Radio in der Frage, für die man sich interessiert, vertrauen kann, ist das sicher bequemer als alles in den vielen Primärquellen nachzuschauen. Aber manchmal sind die primären Quellen auch besser.

Ich denke, dass man das nicht pauschal sagen kann.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 01:48

Hallo,

wäre es denn jetzt nicht vielleicht denkbar, dass man eine Art Infofaden zu den einzelnen Ländern anlegt?

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, aus diesem Artikel die Basisinfos herauszuziehen. Stand 7. Mai 16:55 Uhr.

Land - Öffnungsdatum Gastronomie - Öffnungsdatum Hotellerie - Besonderheiten

BW - 18.05. - 29.05. - Reservierungspflicht Restaurants
BY - 18.05./25.05.* - 30.05.
BE - 15.05. - 25.05.
BB - 15.05. - 25.05.
HB - 18.05. - ???
HH - ??? - ???
HE - ??? - ???
MV - 09.05./25.05.** - 18.05./25.05.** - max. 6 Personen pro Tisch im Restaurant, 60% Auslastung in Hotels
NI - 11.05. - 25.05. - max. Auslastung der Restaurants und Hotels 50%, 7 Tage Wiederbelegungsfrist in Hotels
NW - 11.05. - 21.05.
RP - 13.05. - 18.05.
SL - 18.05. - ???
SN - 15.05. - 15.05.
ST - 22.05. - ???
SH - 18.05. - 18.05.
TH - 15.05. - 15.05.

* erst Außen-, dann Innengastronomie
** jeweils erst für Einheimische in MV, dann für alle Bundesbürger

Länderkürzel nach ISO 3166-2

Gibt es eine Möglichkeit, diese Infos aktuell zu halten? schmunzel
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 05:15

Schrub ich woanders schon mal: Gehört wenn dann in unser Wiki. Klar kann man das aktuell halten, muss halt gemacht werden...
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 06:10

Ein vertrauenswürdiger Erfurter morste mir gestern das die Lokus ab 15. Mai in Thüringen auch offen wären und zur Erleichterung bereit stünden.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 07:36

Ein interessanter Ansatz zum Wiederanlauf des Tourismus kommt von einem Fortscherteam aus Frankreich. Demnach sollten europaweit "grüne" Zonen festgelegt werden und das Reisen zwischen diesen Zonen ermöglicht werden.

Interview NZZ
Seite eines der Autoren mit weiteren Links
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 12:30

In Antwort auf: Axurit
Ein interessanter Ansatz zum Wiederanlauf des Tourismus kommt von einem Fortscherteam aus Frankreich. Demnach sollten europaweit "grüne" Zonen festgelegt werden und das Reisen zwischen diesen Zonen ermöglicht werden.

Interview NZZ
Seite eines der Autoren mit weiteren Links
das passt ja recht gut zu meinenhier skizzierten Wünschen. Ob es alsbald einen "grünen Korridor" vom Niederrhein in die Bretagne geben wird, erscheint mir leider derzeit noch eher zur Traumwelt als zur Realität zu passen. Aber man sollte die Hoffnung nie aufgeben. Notfalls müssen die lieben Bretonen noch etwas bis zu meinem nächsten Besuch warten. grins
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 13:07

Und die, die meinen, dass alles offen wie im Schlaraffenland sein wird, sollten sich die Ideen von Frau Schwesig anschauen, die die Touristen stark selektieren wird.
Risiko Touris nicht erwünscht in MeckPom
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 13:37

In Antwort auf: Juergen
Und die, die meinen, dass alles offen wie im Schlaraffenland sein wird, sollten sich die Ideen von Frau Schwesig anschauen, die die Touristen stark selektieren wird.
Risiko Touris nicht erwünscht in MeckPom
auch das passt meines Erachtens recht gut zu dem von Azurit verlinkten Interview mit der Idee der "roten" und "grünen" Zonen. Ob's so oder irgendwie anders kommt, bleibt abzuwarten.
Aber ich gebe dir recht, manche Leute scheinen zu glauben, jetzt sei alles vorbei und irgendein Lappen vor Mund und Nase würde selbst so simple Dinge wie das Abstandsgebot überflüssig machen. Ich bin auch etwas irritiert, dass man gelegentlich von ernsthaften Überlegungen hört oder liest, noch vor Ablauf der bis Anfang Juni geltenden Kontaktbeschränkungen wieder Gruppenausfahrten außerhalb der definierten Grenzen machen zu wollen. Bei uns nicht NRW geht das zur Zeit halt nur entweder mit den Angehörigen zweier Haushalte oder zu zweit plus einer weiteren Person. Gefällt mir zwar auch nicht so besonders. Aber so sind nun mal die aktuellen Regelungen. So völlig unsinnig und wirkungslos scheinen diese Einschränkungen auch nicht zu sein. grins
von: bikekiller39

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 13:43

Hi zwinker

In Antwort auf: Juergen
Und die, die meinen, dass alles offen wie im Schlaraffenland sein wird, sollten sich die Ideen von Frau Schwesig anschauen, die die Touristen stark selektieren wird.
Risiko Touris nicht erwünscht in MeckPom


Schön und gut! Die spontanen Fragen, die sich mir dabei stellen, sind:

Wie, bitte schön, will sie das kontrollieren ( lassen ) ? Wer soll das kontrollieren? Gibt es an der Landesgrenze Kontrollen? Wohl eher nicht, oder doch?

Theo
von: albe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 14:53

In Antwort auf: bikekiller39

Wie, bitte schön, will sie das kontrollieren ( lassen ) ? Wer soll das kontrollieren? Gibt es an der Landesgrenze Kontrollen? Wohl eher nicht, oder doch?


bisher ist das innerdeutscher Standard: https://taz.de/Coronavirus-und-Landesgrenzen/!5674150/

Hinweis an die, die ihre Beiträge suchen. Sie sind im Corana-Faden integriert. Die Gründe sind offensichtlich.
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 16:17

In Antwort auf: bluesaturn
In Antwort auf: wetterfest
Ich habe für den 04 Juni die Fähre nach Schweden gebucht und will dann mit dem Rad hoch in den Norden


Das ist gut. Denn Schweden hat bis zum 15. Mai jetzt einen entry ban, mehr hier.
https://polisen.se/en/the-swedish-police...il-15-May-2020/


zu bluesaturn: muss ich dir jetzt den Unterschied zu EU ausländern und nicht EU Ausländern erklären?

Meine Fährlinie hat mir eben nochmal die Überfahrt und problemlose Einreise bestätigt, siehe Info hier:
https://www.ttline.com/de/passage/an-bor...hweden_textlink
Nun starte ich bald und freue mich sehr,
Helmut
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 16:35

In Antwort auf: wetterfest
In Antwort auf: bluesaturn
In Antwort auf: wetterfest
Ich habe für den 04 Juni die Fähre nach Schweden gebucht und will dann mit dem Rad hoch in den Norden


Das ist gut. Denn Schweden hat bis zum 15. Mai jetzt einen entry ban, mehr hier.
https://polisen.se/en/the-swedish-police...il-15-May-2020/


zu bluesaturn: muss ich dir jetzt den Unterschied zu EU ausländern und nicht EU Ausländern erklären?

Meine Fährlinie hat mir eben nochmal die Überfahrt und problemlose Einreise bestätigt, siehe Info hier:
https://www.ttline.com/de/passage/an-bor...hweden_textlink
Nun starte ich bald und freue mich sehr,
Helmut


Ich glaube, er wollte dir doch eigentlich nur bestätigen, dass deinem Plan nichts im Wege steht?
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 20:29

Was ist mit der bis zum 14.06. ausgerufen, weltweiten Reisewarnung des auswärtigen Amtes? Interessiert Dich nicht? unsicher
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 20:56

In Antwort auf: Axurit
Ein interessanter Ansatz zum Wiederanlauf des Tourismus kommt von einem Fortscherteam aus Frankreich. Demnach sollten europaweit "grüne" Zonen festgelegt werden und das Reisen zwischen diesen Zonen ermöglicht werden.

Interview NZZ
Seite eines der Autoren mit weiteren Links

Ich denke, dass das ein guter Schritt in Richtung Normalisierung ist.
Man kann nicht warten, bis alle soweit sind und gewisse "grüne" Regionen, die willig sind, mitzumachen und die Krankheit gut genug im Griff haben, sollten anfangen statt dass wir ewig warten.
Ein Problem wird sein, dass grüne Zonen eventuell nicht zusammenhängend sind und man möglicherweise rote Zonen nicht durchfahren kann. Man muss sich also ein Gebiet mit möglichst zusammenhängenden grünen Zonen suchen, wenn das kommt und man selber in einer grünen Zone lebt.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 20:58

In Antwort auf: Juergen
Und die, die meinen, dass alles offen wie im Schlaraffenland sein wird, sollten sich die Ideen von Frau Schwesig anschauen, die die Touristen stark selektieren wird.

Ja, das ist genau die ursprüngliche Idee. Wer in einer roten Zone wohnt, profitiert noch nicht. Nicht gut, aber ein Fortschritt und ein Schritt in die richtige Richtung.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:02

In Antwort auf: Fennek
Was ist mit der bis zum 14.06. ausgerufen, weltweiten Reisewarnung des auswärtigen Amtes? Interessiert Dich nicht? unsicher

Das muss jeder selbst wissen. Mich interessieren an der Stelle Warnungen nur begrenzt, solange es nur Empfehlungen und keine an den Grenzübergängen überwachte Verbote sind. Vielleicht sieht das Helmut ähnlich... Vielleicht fallen auch die Reisewarnungen weg.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:04

ich vermute welcher vertrauenswürdiger Mensch dies wohl ist schmunzel

Das wäre natürlich super, denn Thüringen liegt auch auf unserer Wunschliste ganz oben. Am besten mit einer Radtour von unserer Haustüre los.

Vor vielen Jahren waren wir mal auf einem 3 Wochenradtour in Thüringen und Sachsen und fanden es wunderschön. Da gut 2 Wochen zu verbringen ist auch kein Problem.

Gruß Rennrädle
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:09

Wenn MVP uns nicht mag, weil wir in Bayern wohnen (800m zur hessischen Grenze) dann mache ich einen Vorschlag:

man macht es abhängig von Reiseart und Übernachtungsart:

Radreisende in Zelt dürfen nach MVP, weil diese Reiseart sicher die unkritischste bzgl Ansteckung ist, und alle anderen müssen daheim bleiben grins
von: Frank DD

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:12

Brauche bitte eine kurzfristige Info zu Brandenburg:

Eigentlich wollte ich morgen mit dem Zug von Dresden in die Prignitz fahren und dort eine Tagestour unternehmen und dann abends mit dem Zug zurück.
Darf ich nun schon nach Brandenburg aus touristischen Zwecken für einen Tagesausflug einreisen? Bin total verwirrt, weil ein Fremdenverkehrsverband (Lausitzer Seenland) schreibt, dass die Anreise per Rad möglich sei, aber nicht wenn das Rad auf dem Autodach hereintransportiert wird (d.h. dann auch nicht mit dem Zug?) - was ansonsten unter Umweltgesichtspunkten zu begrüßen wäre!

Vielen Dank im Voraus
Frank
PS.: suche noch schon ewig auf den Webseiten der Länder - finde aber nichts Eindeutiges zu tourist. Tagesaausflügen aus anderen Bundesländern
2.PS: Pardon Rennrädle, dass ich Deine Gedanken unterbrochen habe..



von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:16

In Antwort auf: Rennrädle
... weil wir in Bayern wohnen (800m zur hessischen Grenze) ...
...

blöd - wir wohnen in Bayern, wie gesagt 800 Meter bis zur hessichen Grenze.

Die Hessen haben nur 25% der Gesamtinfektionen und 50% der Neuinfektionen im Verhältnis zu Bayern

Bäähhh...

Rennrädle
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:22

In Antwort auf: stefan1893

Ich glaube, er wollte dir doch eigentlich nur bestätigen, dass deinem Plan nichts im Wege steht?


Ja. Danke, Stefan.
Den Unterschied kenne ich übriges.
Da steht ebenfalls, dass bis zum Mai nur EU-Angehörige nach Schweden mit Grund einreisen dürfen, z.B. falls sie dort leben.
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:27

In Antwort auf: Frank DD

Eigentlich wollte ich morgen mit dem Zug von Dresden in die Prignitz fahren und dort eine Tagestour unternehmen und dann abends mit dem Zug zurück.
Darf ich nun schon nach Brandenburg aus touristischen Zwecken für einen Tagesausflug einreisen? Bin total verwirrt, weil ein Fremdenverkehrsverband (Lausitzer Seenland) schreibt, dass die Anreise per Rad möglich sei, aber nicht wenn das Rad auf dem Autodach hereintransportiert wird (d.h. dann auch nicht mit dem Zug?) - was ansonsten unter Umweltgesichtspunkten zu begrüßen wäre!

Ist in Brandenburg nie untersagt gewesen. Falls die Ausreise aus Sachsen legal ist, ist das OK.
von: Frank DD

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 21:59

Danke für den Hinweis.
Verfolge mal aber diesen Link des MDR im Absatz ungefähr in der Mitte "Ausflugsziele in der Region Bautzen":

Ausflug von Sachsen nach Brandenburg

da steht was ich zuvor erwähnte und scheint aktuell zu sein.

Grüsse
Frank
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.05.20 22:21

Ja. Ich kann nur sagen, daß vor Ostern (als generell strengere Regeln galten) es in Berlin großes Thema war, ob Ausflüge nach Brandenburg erlaubt sind. Es gab da die klare Aussage, daß sie grundsätzlich erlaubt sind, aber davon abgeraten wird, zum Spaß den ÖPNV zu nutzen, was ja letztlich bedeutet, daß es erlaubt ist, mit der Bahn zu fahren.

Ich würde daher vermuten, daß das entweder ein Verbot ist, was von Sachsen aus ausgeht oder eine Fehlinterpretation des MDR. In der Praxis kann ich mir nicht vorstellen, daß nachdem der "triftige Grund" entfallen ist, irgendwo Einzelpersonen kontrolliert werden.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.05.20 12:50



Hinweis an die, die ihre Beiträge suchen. Sie sind im Corana-Faden integriert. Die Gründe sind offensichtlich.
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.05.20 14:56

Also: Eine Reisewarnung ist erstmal kein Reiseverbot..... bedeutet aber, dass man im Notfall auf sich alleine gestellt ist und nicht das AA Rückholaktionen startet bspw.
Die Ein- und Ausreiseregelungen sind sehr unterschiedlich je nach Land und ändern sich nun auch öfters....
Schweden setzt sehr auf Eigenverantwortung und gilt ja eh als sehr liberal. Es gibt aktuell keine Kontrollen bei der Einreise, vereinzelt wurden in den etzten Wochen einreisende befragt ob sie gesund sind bzw. Fieber haben etc.....
Als ich die Fähre gebucht habe war ich mir nicht 100 prozent sicher ob es klappt, bei der Dynamik im Geschehen kann man das auch wohl kaum voraussehen... nun hat mich aber das aktuelle Geschehen bzw. die Bestätigung der Fähre (siehe weiter oben) absolut überzeugt das es wohl klappt und die richtige Entscheidung war.
Da ich alle anderen Termine für diesen Sommer bereits gecancelt habe bin ich nun völlig ungebunden und starte im Süden und schaue einfach wie es läuft und wie weit ich komme..... im Idealfall (?) komme ich ganz in den Norden und auch über Finnland und Baltikum zurück.... und bin dann bis September unterwegs(?). Wie auch immer, ich bin total froh das es los geht und lass einfach alles auf mich zukommen.... natürlich bereite ich hier alles gut vor und nehme auch Gepäck mit, um mal zwischendurch irgendwo bleiben zu können.... wenn es mir dort supergut gefällt, oder wenn es doch Grenzprobleme zu einem späteren Zeitpunkt gibt, dann bleibe ich eben im hohen Norden über den Sommer. Zum Schluss, wenn alle Stricke reissen.... ist man jederzeit in spätestens 2 Tagen auch wieder in Deutschland, notfalls halt in 48 Std. mit dem Zug. Natürlich sind alle Überlegungen nur individuell als sinnvoll oder unsinnig zu betrachten, für mich ist es so eine gute Entscheidung gewesen.
ich wünsche Euch auch einen tollen Sommer mit schönen Radtouren, lieber Gruß Helmut
von: Bicyclista

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.05.20 16:24

Wünsche dir viel Spaß und eine ganz tolle Zeit in Schweden. Ich hoffe dir Anfang Juni folgen zu können. Will aber noch abwarten bis sich das ganze Wirrwarr hier zwischen den einzelnen Bundesländern hoffentlich ein wenig gelegt hat.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.05.20 16:39

d'accord, möge alles so klappen, wie Du es Dir wünschst lach
Gute Reise!
Harry
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.05.20 20:51

Endlich!
Nach den neuen Regelungen, können wir nun endlich starten! Statt von Klagenfurt bis Athen (wo wir eigentlich fast angekommen sein sollten), ist jetzt eine größere Deutschlandtour angesagt. Mit Start vor der Haustür.
Zum Glück wohnen wir in NRW, wo ab Montag Ferienwohnungen und Campingplätze genutzt werden können. Auf Rückfragen bei den Campingplätzen fehlen uns noch Antworten. Vermutlich ist dort auch noch nicht ganz klar, welche Bedingungen genau gelten. Ich hoffe sehr auf geöffnete Sanitärgebäude, so dass auch zelten möglich ist. Bis dahin werden Ferienwohnungen herhalten müssen. Ich vermute, dass spontanes Anreisen auf Campingplätzen sich auch nicht so sehr anbieten wird. Alles besser, als gar nicht zu fahren.

Ab Donnerstag geht es durchs Oberbergische Land über das Sauerland bis nach... Hessen, Niedersachen…, was eben dann möglich ist. Die Ostseeküste wäre toll und an der Deutsch-Polnischen und -Tschechischen Grenze entlang. Mal sehen, was so geht.
In der Hoffnung, nicht schon wieder nach einer Woche umkehren zu müssen, weil es wieder knallt.

Diese Seite Länderverordnungen finde ich aktuell sehr hilfreich für den Überblick, wo was geht.

Viel Glück für alle, die jetzt bald losfahren und ich wünsche eine tolle Reise, auch wenn sie so ganz (wo)anders ist, als geplant.

Gruß
Mücke
von: ta7h12

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.05.20 22:12

In Antwort auf: muecke
Diese Seite Länderverordnungen finde ich aktuell sehr hilfreich für den Überblick, wo was geht.

Danke für den Link! Demnach könnte das Forumstreffen höchstens in Bayern stattfinden, aber das wird mit der Orga nicht mehr reichen ...
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 09:15

warum ausgerechnet Bayern?

Denn dort sind Campingplätzr auch noch geschlossen

Rennrädle
von: ta7h12

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 14:01

In Antwort auf: Rennrädle
warum ausgerechnet Bayern?
Denn dort sind Campingplätzr auch noch geschlossen

So interpretier ich das: "Bayern: Der Betrieb ... und die Zuverfügungstellung jeglicher Unterkünfte ist ... untersagt. ... Die Verordnung tritt mit Ablauf des 17. Mai 2020 außer Kraft. Erwartest du, dass es eine Nachfolgebeschränkung gibt? Ich hab so ein bisschen den Bodensee-Königsee-Radweg im Auge. Thomas
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 14:35

In Antwort auf: ta7h12
In Antwort auf: Rennrädle
warum ausgerechnet Bayern?
Denn dort sind Campingplätzr auch noch geschlossen

So interpretier ich das: "Bayern: Der Betrieb ... und die Zuverfügungstellung jeglicher Unterkünfte ist ... untersagt. ... Die Verordnung tritt mit Ablauf des 17. Mai 2020 außer Kraft. Erwartest du, dass es eine Nachfolgebeschränkung gibt? Ich hab so ein bisschen den Bodensee-Königsee-Radweg im Auge. Thomas

Ich denke schon, dass es Nachfolgeverordnungen gibt. Da dürfte es dann etwas gelockert werden. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es ab 17. Mai in Bayern keine Regelungen mehr gibt. Ggf. kommt was wie in den anderen BUndesländern, bei dem Campingplätze geöffnet, aber Sanitäranlagen geschlossen bleiben.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 15:12

Bayern öffnet die Campingplätze am 30.05.

Hier außerdem eine Übersicht wann in welchen Bundesländern die Campingplätze öffnen und wann in welchen Bundesländern auch touristisches Camping wieder erlaubt ist. In den meisten Bundesländern nicht vor dem 30.05. Dauercamping schon früher möglich.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 16:08

ach so - ich hatte das Datum nicht so auf dem Schirm.

Aber mich würde es wundern, wenn Bayern von annähernd Null auf 100 geht.

Wir beobachten das andere auch sehr genau, denn unser Urlaub geht ab Fronleichnam los.

Wenn wir normal auf CP zelten dürfen, dann werden wir vermutlich eine schöne Deutschland-Runde machen:

Start an der Haustür - über den Spessart nach Lohr - Gemünden-Hammelburg-Neustadt a.d. Saale-Oberhof-Erfurt-Eschwege-an der Werra entlang - Hann. Münden-Kassel-Edersee- obere Lahn - Lahnradweg bis Lahnstein-Rüdesheim-Frankfurt-Haustür..
Wären ca 900km und verbindet viele unserer Kurzreiseideen.

Das wäre echt super und mit Sicherheit auch super schön.

Rennrädle
von: Frank DD

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 20:33

Als Nachtrag zu meiner gestrigen Anfrage wollte ich noch mitteilen, dass alles perfekt geklappt hat. An-und Abreise mit ICs und regionalen Zügen von Sachsen nach Brandenburg auch mit Umstieg in Sachsen-Anhalt. Im Regionalverkehr Maskenpflicht, im Fernverkehr zum Glück erst ab Montag. Für einen Samstag waren alle Züge gähnend leer und in den ICs hatte man mindestens 6 Reihen bis zum nächsten Fahrgast. Ich frage mich nur ob Essen und Trinken am Sitzplatz künftig möglich sein wird. Gestern habe ich es getan immmer wenn weit und breit kein Mensch zu sehen war. listig unschuldig

Grüsse
Frank
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 21:51

Ja, gute Reise. Es ist ja schön, dass Schweden schon mal höchstwahrscheinlich offen ist.
Ich versuche noch herauszufinden, wie es mit Norwegen und der Ukraine aussieht.
von: panther43

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.05.20 22:03

Norwegen ist zu, es ist wahrscheinlich, dass es zu bleibt. nächste Entscheidung darüber am 15.5.
evtl. wird Island "aufgemacht" ... Wobei die Anreisevarainter sich da auf die Fähre beschränkt, Flüge sind selten ...
schweden ist offen, aber man bittet Touristen eigentlich darum nicht zu kommen.
von: Michaela

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 18:33

Hallo Zusammen,

das Mitlesen ist sehr spannend!

Wir sind deutsche und leben in der Schweiz.

Bei uns wäre es eigentlich am 15. Mai nach Schottland gegangen. Nun steht auch unsere Alternative, eine Deutschlandtour ab dem 21.05., auf sehr wackligen Beinen. Und überall finden sich widersprüchliche Infos. Selbst wenn wir reingelassen würden, scheint uns v.a. die Quarantäne-Regel einen Strich durch die Rechnung zu machen. In Hessen beispielsweise wurde sie zuletzt bis zum 05. Juni verlängert; in Bayern gilt sie aktuell zwar nur bis 17. Mai aber wer weiss ob da nicht auch noch eine Verlängerung kommt.

Klar ist die Schweiz auch schön, aber bei Ferien von 2 Wochen oder mehr, fahren wir halt schon gerne ins Ausland, zumal man das meiste hier auch an einem langen Wochenende erkunden kann. Ausserdem hätten wir eine Deutschlandtour mit Besuchen von Freunden in Thüringen und Familie in Bayern verbinden können.

Klar mag das in der aktuellen Situation auf hohem Niveau gejammert sein und man kann v.a. froh sein gesund zu sein! Dennoch heisst es nun: in der Schweiz bleiben, Deutschland und damit eine Strafe riskieren oder ganz was anderes.

Hat jemand einen Link wo es die offiziellen Infos zur Einreise in Schweden gibt? ;-)

Wahrscheinlich können wir das Reisen nach Corona zumindest noch mehr schätzen, wenn es eine Weile nicht mehr selbstverständlich war, überall hinreisen zu können, noch nicht mal in sein Heimatland …

Viele Grüsse

Michaela
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 19:12

Wie hoch wäre denn die Busse, wenn man nachts ohne Licht die grüne Grenze überquert und erwischt wird? So ein bisschen Nervenkitzel wäre doch das Salz in der Suppe einer Radreise. zwinker
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 19:39

In Antwort auf: stefan1893
Wie hoch wäre denn die Busse, wenn man nachts ohne Licht die grüne Grenze überquert und erwischt wird?
Ich habe vor Beginn der ernsten Phase spaßeshalber den Vorschlag gemacht, hier eine Liste mit nicht- bzw niedrigstfreqentierten Grenzübergängen in die Schweiz zu erstellen. Wenn ich mir überlege, wie die Eidgenossen jedes Mauseloch dicht gemacht haben in den Zeiten von vor 75-80 Jahren, so zweifle ich auch heute nicht, daß die nun wirklich jede Möglichkeit genauestens kennen. Alles andere wäre naiv, fürchte ich.
von: Michaela

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 20:03

Hallo,

ich weiss sogar von einem Übergang CH - D, der vor ein paar Tagen definitiv nicht bewacht war (von einem Patienten von mir, der „versehentlich“ über die Grenze nach Deutschland gewandert ist und nach weniger als einem Kilometer nur nach einer grossen Diskussion wieder in die Schweiz zurück durfte). Habe aber auch gelesenen, dass der Übertritt an grünen Grenzen nicht erlaubt ist. Was es kosten würde – keine Ahnung.

Ich denke wir würden auch eher versuchen z.B. mit dem Auto über die Grenze zu kommen, wo man dann wohl einfach der Willkür der Zollbeamten unterlegen ist.

Viel blöder ist diese Quarantäneregel, bei deren Missachtung die Strafen glaube ich bis 3000 Euro hoch gehen können. Ich weiss noch nicht, ob ich Lust auf so einen Nervenkitzel habe.

Alternativen? Wie gesagt - hat jemand einen Link wo es die offiziellen Infos zur Einreise in Schweden gibt? Oder doch Urlaub in der Schweiz... Ist ja an sich superschön hier aber dennoch – grrrrrrrrrrrrrr.

Viele Grüsse

Michaela
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 20:37

Wir haben gestern eine Rundtour durch die Südpfalz gemacht (Track s. hier), weil ich mir das Desaster mal aus nächster Nähe anschauen wollte. Auf dem Rheinradweg wird man schon bei Wörth auf die Sperrung hingewiesen - wir sind dann hinter Neuburg vor der Absperrung rechts abgebogen und an der Lauter entlang. Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass sich vielleicht doch irgendwo einer im Gebüsch versteckt hat, aber für mich sahen einige Feldwege rüber ins Elsass unbewacht aus.
Aufgrund der Zollproblematik haben die Schweizer mit Grenzbewachung aber sicherlich eine bessere Routine.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 20:43

In Antwort auf: Michaela
ich weiss sogar von einem Übergang CH - D, der vor ein paar Tagen definitiv nicht bewacht war (von einem Patienten von mir, der „versehentlich“ über die Grenze nach Deutschland gewandert ist und nach weniger als einem Kilometer nur nach einer grossen Diskussion wieder in die Schweiz zurück durfte). Habe aber auch gelesenen, dass der Übertritt an grünen Grenzen nicht erlaubt ist. Was es kosten würde – keine Ahnung.

Ich denke wir würden auch eher versuchen z.B. mit dem Auto über die Grenze zu kommen, wo man dann wohl einfach der Willkür der Zollbeamten unterlegen ist.

Ich bin mal Anfang der 1990er Jahre als Konstanzer nur mit kurzer Turnhose, T-Shirt und Schlüssel bewaffnet (sonst nichts) über die Grenze (unbewachter Übergang) am See nach Kreuzlingen zwecks Spaziergang. Als ich zurückkam (am bewachten Übergang), wollten die Zöllner meine Ausweis sehen, wurde dann zu 20 DM verknackt wegen unerlaubten Grenzübertritt ohne gültige Papiere. Sie mussten lange suchen, bis ein verstaubten Aktenordner fanden, wo das Bußgeld niedergeschrieben war. Als ich noch einwenden wollte, dass für mich der Grenzübertritt so normal und alltäglich wäre, weil ich in fast jeden Tag über die Grenze fahren würde, da Praktikum in der Schweiz, drohten sie mir, dass ich dann sogar vorsätzlich gehandelt häbe. Musste dann gegen mein Naturell still halten, die machen schnell daraus nicht nur fette Bußgelder, sondern schnell auch Knast. Anderer Vorfall als Studentengruppe in Kreuzlingen zu einer Party gewesen mit einem Peruaner im Auto (hatte kein Visum für CH), mussten wir den sogar mit Geld auslösen, damit er nicht die Nacht auf dem Zoll verbingen durfte.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 20:53

In Antwort auf: Michaela

Alternativen? Wie gesagt - hat jemand einen Link wo es die offiziellen Infos zur Einreise in Schweden gibt? Oder doch Urlaub in der Schweiz... Ist ja an sich superschön hier aber dennoch – grrrrrrrrrrrrrr.

Schau dir doch die Familie mit Lastenrad im Parralelthread an. Das war auch kein Spaß, obwohl in Schweden einiges an touristischen Betrieben auf hat. Du bist derzeit als Ausländer nicht erwünscht, auch wenn die Einriese möglich ist. Und das schwedische Konzept ist nicht sicher, dass es noch kippen könnte.

Du bist zu früh dran, es wird sicherlich noch für den Sommer Grenzöffnungen geben nach Östereich, Deutschland usw. Kroatien ist gierig für Urlauber, hat derzeit kein Neuinfektionen mehr, ist aber auch abhängig von den Grenzöffnungen zu Österreich und Slowenien, was ja eine EU-Absprache werden soll. Du kannst auch Transit durch Österreich machen, soweit du den kontaktlosen Transit und die Ausiese garantieren kannst. Du musst aber dann irgendwo rein, Slowenien oder Italien, das geht dann wieder nicht, selbst wenn die Kroaten dich schon reinlassen würden. Das ist alles eine Gleichung mit mehreren Unbekannten. Wenn du Mathematik kannst, weißt du, was das bedeutet.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 20:59

In Antwort auf: iassu
Ich habe vor Beginn der ernsten Phase spaßeshalber den Vorschlag gemacht, hier eine Liste mit nicht- bzw niedrigstfreqentierten Grenzübergängen in die Schweiz zu erstellen. Wenn ich mir überlege, wie die Eidgenossen jedes Mauseloch dicht gemacht haben in den Zeiten von vor 75-80 Jahren, so zweifle ich auch heute nicht, daß die nun wirklich jede Möglichkeit genauestens kennen. Alles andere wäre naiv, fürchte ich.

In den 1970er Jahren hatte mein Bruder einen Freund in Öhningen bei Stein am Rhein, wo er mal Urlaub gemacht hatte. Die sind zum Zigarettenschmuggel zur Schweizer Grenze rübergeschwommen mit so einem wasserdichten aufblasbaren Kissen, wo man die Zigarettenschachtel reintun konnte.

Interessant wäre noch zu wissen, wie jetzt mit der Exklave Büsingen bei Schaffhausen verfahren wird. Dürfen die pronlemlos in/durch die Schweiz?
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 21:15

Habe dazu hier auf der Seite der Gemeinde Büsingen was gefunden.
Explizit werden nur Einwohner genannt, die Zutritt haben. Pendler dürften noch hinzukommen, aber das war's dann.
Interessant ist, dass (laut letzter Meldung 8.05.) in Büsingen wohl die Bestimmungen der Schweizer Behörden gelten? Es wird also Schweizer Recht auf deutschem Territorium ausgeübt.
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 21:27

In Antwort auf: stefan1893
Habe dazu hier auf der Seite der Gemeinde Büsingen was gefunden. ...
...genau richtig so, wenn offizielle Regelungen gesucht werden, ruft man einfach offizielle Seiten auf und dort kommt man weiter. Egal ob Stadt oder Bundesland. Wenn die Situation in Posemuckel wichtig ist, ruft man halt dies auf grins .
von: franjocastilia

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 21:42

Hallo
Ist es nicht so das man 14 Tage Quarantäne bekommt wenn man länger wie 72 Stunden im Ausland war. Kollege war 48Stunden mit dem Wohnwagen in den Niederlanden.
Gruß
von: Felix-Ente

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 21:45

Ich vermute, dass ihr als deutsche Staatsbürger ganz legal und offiziell nach Deutschland einreisen dürft, dann aber an der Grenze angeben müsst, wo ihr die 14-tägige Quarantäne verbringt.

An Schweden und anderem Ausland, wo ich legal einreisen dürfte, würden mich im Moment gar nicht so die Umstände schrecken (obwohl man eine flexible Rückfahrmöglichkeit braucht, falls von einem Tag auf den anderen der Lockdownhammer fallen sollte), sondern dass es schwierig sein dürfte, Krankheitsfälle abzusichern. Was mache ich, wenn ich bei der Tour stürze oder auch nur beim Abendspaziergang umknicke? Die Auslandskrankenversicherung wird wenig begeistert sein, sofern überhaupt eine vorhanden ist...
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 21:58

In Antwort auf: franjocastilia
Hallo
Ist es nicht so das man 14 Tage Quarantäne bekommt wenn man länger wie 72 Stunden im Ausland war. Kollege war 48Stunden mit dem Wohnwagen in den Niederlanden.
Gruß

NRW kontrolliert die Grenzen wohl gar nicht, daher kann eine Quarantäne höchstens freiwillig erfolgen. Bei der Einreise nach NDS wird es aber evtl. anders aussehen.
von: franjocastilia

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.05.20 22:10

Hallo
Der Kollege ist die A30 Richtung Niederlande gefahren,aber schon im April,
ohne Kontrolle. Grenzübergang liegt in Niedersachsen
Gruß
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 04:47

Passt Zum Thema,

Quarantänepflicht für Einreisende nach Niedersachsen außer Vollzug gesetzt
von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 06:42

Da ist nix. Ein Kollege (aus Aachen) hat seinen 50igsten letzte Woche an der Holländischen Küste gefeiert. Keiner der Gesellschaft wurde rein oder raus auf Fieber oder sonstwas kontrolliert.
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 08:37

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: iassu
Ich habe vor Beginn der ernsten Phase spaßeshalber den Vorschlag gemacht, hier eine Liste mit nicht- bzw niedrigstfreqentierten Grenzübergängen in die Schweiz zu erstellen. Wenn ich mir überlege, wie die Eidgenossen jedes Mauseloch dicht gemacht haben in den Zeiten von vor 75-80 Jahren, so zweifle ich auch heute nicht, daß die nun wirklich jede Möglichkeit genauestens kennen. Alles andere wäre naiv, fürchte ich.

In den 1970er Jahren hatte mein Bruder einen Freund in Öhningen bei Stein am Rhein, wo er mal Urlaub gemacht hatte. Die sind zum Zigarettenschmuggel zur Schweizer Grenze rübergeschwommen mit so einem wasserdichten aufblasbaren Kissen, wo man die Zigarettenschachtel reintun konnte.

Interessant wäre noch zu wissen, wie jetzt mit der Exklave Büsingen bei Schaffhausen verfahren wird. Dürfen die pronlemlos in/durch die Schweiz?


Als ehemaliger Salzburger habe eine gewisse Erfahrung mit unerlaubtem Grenzübertritt, manchmal unter Mitnahme von in Deutschland günstiger erworbenen Artikeln, gesammelt. Das war damals unter jungen Leuten ohne Geld normal. Einmal habe ich ein Kassettendeck über den Untersberg getragen, oben am Rucksack das Kletterseil als Tarnung. Mein Freund, der mit dem Auto um den Berg herum gefahren war, wurde am Grenzposten zerlegt, weil sie nicht glauben wollten, dass er nichts schmuggelte.

Wenn ich wollte, würde ich auch heute noch Möglichkeiten finden, z.B. im Umkreis von Salzburg die Grenze so gut wie sicher unbemerkt zu überqueren. Schwierig ist es allenfalls hinter der Grenze. Wenn du auffällst, wirst du an gehalten. Für euch sollte es ja klappen, Ösis zu spielen, mein japanischer Schwiegersohn würde auch mit Lederhose und Gamsbart nicht als Ösi durchgehen.

An der Schweizer Grenze wird es auch nicht viel anders aussehen: An den Übergängen und den üblichen Routen werden ein paar Hanseln stehen, daneben nichts und niemand. Auch an der ach so schwer bewachten Grenze zwischen Österreich und Ungarn stehen halt ein paar gelangweilte Bundesheerler herum. Wer illegal hinüber will, muss nur ein paar hundert Meter daneben durch den Wald gehen.

lg!
georg
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 09:11

In Antwort auf: Felix-Ente
Ich vermute, dass ihr als deutsche Staatsbürger ganz legal und offiziell nach Deutschland einreisen dürft, dann aber an der Grenze angeben müsst, wo ihr die 14-tägige Quarantäne verbringt.

Genau das. Nach deutschem Recht kannst Du als deutscher Staatsbürger jederzeit legal nach Deutschland einreisen. Wie der (in diesem Falle schweizerische) Arbeitgeber darauf reagiert, ist nochmal eine andere Frage.

Viele Grüße,
Stefan
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 09:51

In Antwort auf: Cruising
In Antwort auf: Axurit
Nach dem 11.Mai ist die nächste Phase der Lockerungen für den 2.Juni geplant. Ich vermute, dass man auch dann erst wenige Tage zuvor weiß, was möglich sein wird.

Also - dann werde ich mal den 11.Mai abwarten, dann sehen wir weiter. Ich denke, da kann man wenigstens dann grob abschätzen, wohin der Hase läuft. Danke nochmal; werde gelegentlich berichten.

Der 11.Mai ist vorüber und ich komme nochmal auf unsere geplante Elsaß-Tour zurück. Bitte nochmal die Frankreich-Insider um Interpretationshilfe der aktuellen Bestimmungen: Hier, hier und hier entnehme ich, dass es immer noch einen triftigen Grund für die Einreise braucht (also nicht Tourismus), vor Ort dann ziemliche Einschränkungen zwecks Aktionsradius und bei der Rückkehr dann die Aussicht auf Quarantäne gibt. Über rote und grüne Zonen habe ich jetzt nix Aktuelles mehr gefunden, aber Haut-Rhin wäre dann bestimmt dunkelrot listig

Sieht also so aus, als mache eine Reise dorthin bis Ende Juni keinen Sinn, oder? Oder habe ich was Wesentliches falsch interpretiert? Wir neigen dazu, das Ganze auf nächstes Jahr zu verschieben. Das Hotel in Trois Épis dürfte auch noch zu sein - wann macht die Hotellerie im Elsaß denn auf?

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: AndreMQ

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 09:51

So einfach kann man das nicht sagen. Zuerst ist die Bundespolizei für die Einreisekontrollen zuständig, aber das jeweilige Bundesland für die Regeln der Quarantäne. Für Bayern ist dies die aktuelle Vierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und speziell für die Einreise die mehrfach verlängerte Notbekanntmachung. Und so muss man sich für konkrete Fragen für konkrete Länder die relevanten Vorschriften holen, man kann das nicht allgemein beantworten. Da sind auch FAQs für Grenzgänger, Saisonarbeitskräfte, die Bürger von Büsingen, …. zu finden. Die Regeln sind z.T. nur eine Woche gültig und werden dann verlängert oder modifiziert. Völlig sinnlos, die gültigen Regeln für den Juni haben zu wollen. Es gibt nur Wunschdiskussionen darüber, aber keine Verordnungen. Wenn eine Frage nicht abgedeckt ist, ruft man eine Hotline an. Wir sind also komplett versorgt, nur passt es nicht in eine Zeitungsüberschrift.
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 11:30

In Antwort auf: Cruising
Der 11.Mai ist vorüber und ich komme nochmal auf unsere geplante Elsaß-Tour zurück. Bitte nochmal die Frankreich-Insider um Interpretationshilfe der aktuellen Bestimmungen: Hier, hier und hier entnehme ich, dass es immer noch einen triftigen Grund für die Einreise braucht (also nicht Tourismus), vor Ort dann ziemliche Einschränkungen zwecks Aktionsradius

Korrekt, und noch mindestens bis zum 15. Juni.

In Antwort auf: Cruising
Über rote und grüne Zonen habe ich jetzt nix Aktuelles mehr gefunden, aber Haut-Rhin wäre dann bestimmt dunkelrot listig

Ostfrankreich (Région Grand Est) gilt als rote Zone, aber hauptsächlich wegen der Belegung der Krankenhäuser. Was die Infektionszahlen angeht, gilt das Elsass zur Zeit als grün. Diese Zonen sind aber nur halb so relevant, hauptsächlich betrifft das die Öffnung bestimmter öffentlicher Einrichtungen, nicht die Bewegungsfreiheit.

Viele Grüße,
Stefan
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 16:08

Über die normalen Grenzübergänge geht es jedenfalls nicht, wie eine Freundin von mir, deren Kinder in der Schweiz leben, es am Muttertag versucht hat. Erfolglos.
von: rayno

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.05.20 18:07

Nahe der NL-Grenze wohnend gehen wie seit vielen Jahren meine Radtouren mehrmals in der Woche auch in dieser Corona-Zeit in die benachbarte niederländischen Twente. Hin- und Rückfahrt zumeist über verschiedene Grenzübergänge. Probleme hatte ich dabei noch nie. Ganz im Gegenteil. Die zur Zeit hierhin (aus Hannover und von Hamburg/Flughafen) abgeordneten beiden Hundertschaften Bundespolizei haben von mir noch nie Notiz genommen, ausgenommen in den Anfangstagen ihres Einsatzes hier im Grenzgebiet als die Beamten noch ortsunkundig waren. Da wurde ich einige Male gefragt, wo man denn hier noch über Feldwege mit dem Auto die Grenze überqueren könne. Warum ich über die Grenze wollte, hat niemand interessiert. Inzwischen kennen mich offensichtlich schon einige BP's, denn ich werde manchmal freundlich gegrüßt.
Meine Frau fährt auch regelmäßig zu Einkäufen (Kaffee, Medikamente, Dosengetränke, und jetzt Spargel)oder zum Hundetraining mit dem Auto über die Grenze. Auch sie hatte nie Probleme, was wohl auch mit ihrem hiesigen Autokennzeichen zu tun hat. Mein Sohn (HH-Kennzeichen) wurde auf der Rückkehr von einer Einkaufsfahrt schon mal angehalten. Nachdem er sagte, dass er aus der Gegend stamme und nur eben etwas eingekauft habe, war alles in Ordnung.

Diese unsere persönlichen Erfahrungen decken sich allerdings nicht ganz mit dem, was man auch in der hiesigen Lokalpresse zu den (offiziell) geltenden Beschränkungen lesen kann.
von: Biker19

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 07:32

Hallo
habe bisher vieles hier gelesen aber noch keinen praktischen Ratschlag gefunden wie man aktuell mit Rad und Zelt auf Tour gehen kann. Die Campingplätze in Deutschland öffnen ja wieder aber nehmen im Moment nur Reisende mit Wohnmobil oder Wohnwagen auf. Die bisherigen Recherchen in NRW, BW , Hessen ergaben dies. Das die Duschen nicht in Betrieb sind ist ok, aber die Toilette mit Zugangsbeschränkung müsste doch möglich sein. Jedermanns Recht gibt es nur in Skandinavien aber wie funktioniert hier die Anreise mit der Fähre und gibt es Einreisebestimmungen ? Wäre schön wenn sich hier im Forum zu diesem Thema etwas tun würde, da wir ja alle nicht mit dem Auto durch die Gegend reisen möchten und Diskussionen über Corona helfen auch nicht weiter. Es geht jetzt hier um praktische Ratschläge zu einer Radtour mit Zelt. Wäre Super wenn hier alle Ihre Erfahren einbringen könnten
Horst
von: Mütze

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 07:37

Es wurde klar gesagt , daß wir keinen neuen Faden zum Thema Corona haben wollen. Deswegen habe ich diesen Faden mit "Radfahren in Zeiten von Corona" zusammengelegt.
Mütze für Das Team
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 08:14

Informationen aus erster Hand, Campingplatz Räbke - Niedersachsen.

1) Sanitärräume (Duschen und Toiletten) sind geschlossen. Jeder Camper muss autark sein (auch Zelter). In Niedersachsen wird das erst ab Phase 4 aufgehoben (Datum noch unbekannt).
2) Aufnahme nur nach Vorreservierung, mind. 1 Tag vorher. Keine Aufnahme bei einem spontanen Erscheinen.
3) Kontakt zu anderen Camper (gemütliches Zusammensitzen) ist untersagt, auf dem Campingplatz gelten die bekannten Abstandsregeln
4) Jeder Camper muss vor Betreten des Platzes Kontaktdaten hinterlassen.

von: Christoph179

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 08:41

In Mecklenburg-Vorpommern habe ich bisher eine Antwort vom Campingplatz Bolter Ufer in Rechlin erhalten:

Ab dem 25. Mai gilt für Gäste mit Rad und Zelt (habe ich explizit erfragt) folgendes:

"Eine Reservierung / Voranmeldung für die Stellplätze ist nicht erforderlich. Aufgrund der Größe unseres Zeltplatzes und der nicht vorhandenen Parzellierung sind für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile immer ausreichend Stellplätze frei, auch in der Ufernähe.

Sie können sich Ihren Platz vor Ort gemeinsam mit unseren Mitarbeitern aussuchen. Die Kriterien Wassernähe und Stromanschluss sind auf allen Stellplätzen des Platzes gegeben."

Die sind da also sehr optimistisch was eine spontane Anreise angeht.

Lieben Gruß
Christoph
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 09:00

In Antwort auf: Biker19
Es geht jetzt hier um praktische Ratschläge zu einer Radtour mit Zelt. Wäre Super wenn hier alle Ihre Erfahren einbringen könnten
Horst


Das Problem ist, dass auch die Leute hier nur begrenzte Informationen haben. Es machen ja jetzt erst langsam Campingplätze usw. auf. Die Regelungen sind aber nicht einheitlich und wie z. B. die Situation im Juli sein wird, wenn ich gerne meine Radreise unternehmen will, kann hier keiner sagen. Ich habe hier zwar auf meinem Schreibtisch eine kleine Kristallkugel stehen, aber so lange ich auch darin suche, ich bekomme keine Antworten zwinker . Das Thema wird hier übrigens durchaus an mehreren Stellen diskutiert. Natürlich hier in diesem Faden, aber z. B. auch im Bereich "Länder", wo ja allgemein die Planung von Reisen besprochen werden (siehe z. B. Deutschland Nord-Süd oder Süd-Nord? (Länder) ) ...
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 11:48

Es muss auch nicht so sein, dass die Campingplätze jeweils alles, was erlaubt wäre, auch umsetzen. Habe ich jedenfalls bei meiner Recherche über bayrische CPs herausgefunden.

Sie dürfen dann öffnen. Müssen aber nicht. Bei vielen ist noch Total-Corona auf der HP. Andere haben schon die Preise hochgesetzt. Wenn man vorbuchen muss, muss man das auch schon vor der Öffnung können. Für die Zeit danach halt.

Dass sich weiterhin alles ständig ändert, wird wohl so bleiben. Deshalb muss man noch abwarten.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 11:53

Hast Du mal Links, um welche Plätze es sich handelt, die die Preise hochgesetzt haben. Ich will einfach mal einen Vergleich haben, was nun ein Stellplatz für kleines Zelt und 1 Person kosten.

Campingplätze kommen für mich nur in Frage, wenn ich spontan anreisen kann (auch später, also nach 19Uhr) und Sanitärgebäude geöffnet sind. Ohne Duschen undbKlo macht ein Campingplatz für mich gar keinen Sinn.

Habe mir nun eine App installiert, wo alle Schutzhütten eingetragen sind. Ich denke, diesen Sommer ist verstärkt wildcampen angesagt.
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:00

In Antwort auf: Thomas1976
Informationen aus erster Hand, Campingplatz Räbke - Niedersachsen.

1) Sanitärräume (Duschen und Toiletten) sind geschlossen. Jeder Camper muss autark sein (auch Zelter).

Was bedeutet das? Ist das eine etwas komplizierte Formulierung für "Zelten verboten"? Spätestens beim Toilettenbesuch kann ich mir nicht vorstellen, daß es im Interesse der Betreiberin ist, wenn die Gäste "autark" einen Haufen auf die Zeltwiese setzen.
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:06

In Antwort auf: nachtregen

Was bedeutet das? Ist das eine etwas komplizierte Formulierung für "Zelten verboten"? Spätestens beim Toilettenbesuch kann ich mir nicht vorstellen, daß es im Interesse der Betreiberin ist, wenn die Gäste "autark" einen Haufen auf die Zeltwiese setzen.


Porta Potti ist das Stichwort peinlich
von: IndianaWalross

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:07

In SH sind nur die Klos, nicht aber die Duschen geöffnet. Immerhin. Bedeutet ja rein theoretisch könnten Zelter anreisen.

Zitat vom NDR hierzu:
Fremden Text entfernt. Das ist doch bei dir nicht das erste Mal. Lass es bitte ein für alle mal sein. Danke.

Die diversen Orte wo man zelten könnte haben allerdings auf Nachfragen nur gesagt sie "wüssten noch nicht wie sie das mit Zeltern dann jetzt machen werden"...

Was heisst "autark versorgen können" aber gleichzeitig soll ja die Gastronomie wieder öffnen dürfen und Klos auch - ist mir etwas rätselhaft. Weil Gastronomie offen hiesse ja ich muss keinen Kocher mitschleppen, aber muss ich mein Trinkwasser selbst mitbringen und auch ne Reisedusche? Fragen über Fragen, wie immer alles möglichst schwammig formuliert, damit man ja nicht auf die Idee kommt günstig mit Zelt Urlauben zu wollen in 2020...

Grenze zu DK bleibt während unseres Urlaubs auch noch dicht, da also Shelter nutzen zu können ist also zunächst ebenso aussichtslos. Zumal man nicht weiss wie es dann weitergehen soll, muss man dann für jede Einreise zukünftig eine Reservierung für irgendwas vorweisen auch mit Rad?! Wie viele Tage steht man dann an der Grenze Schlange bis alle geprüft wurden? wirr

Ich glaube im Moment kann man nur abwarten und erstmal alles gedanklich abhaken, sonst ärgert man sich nur unnötig...

von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:10

In Antwort auf: nachtregen
In Antwort auf: Thomas1976
Informationen aus erster Hand, Campingplatz Räbke - Niedersachsen.

1) Sanitärräume (Duschen und Toiletten) sind geschlossen. Jeder Camper muss autark sein (auch Zelter).

Was bedeutet das? Ist das eine etwas komplizierte Formulierung für "Zelten verboten"? Spätestens beim Toilettenbesuch kann ich mir nicht vorstellen, daß es im Interesse der Betreiberin ist, wenn die Gäste "autark" einen Haufen auf die Zeltwiese setzen.


Bei einem anderen Campingplatz habe ich gelesen, dass die Toiletten geöffnet sind, Duschen und Waschräume (also die echten, nicht der Ami-Euphemismus) dagegen geschlossen sind. Keine Ahnung, ob das überall funktioniert - und überall so gemacht wird. Ich fürchte, das wird einige Zeit ein Flickenteppich unterschiedlichster Lösungen bleiben.

Für mich bedeutet das aber in der Tat in der Konsequenz: Zelten verboten. Wer mit Auto und Zelt fährt, kann aber auch ein Campingklo mitnehmen - das Duschproblem löst das natürlich nicht.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:10

Zitat:
Was bedeutet das? Ist das eine etwas komplizierte Formulierung für "Zelten verboten"? Spätestens beim Toilettenbesuch kann ich mir nicht vorstellen, daß es im Interesse der Betreiberin ist, wenn die Gäste "autark" einen Haufen auf die Zeltwiese setzen.


Nein, Zelten nicht verboten. Aber du darfst deinen Toilettengang nicht auf dem Platz ausüben.

Die Betreiberin rechnet aber ehrlich gesagt bis Phase 4 eintritt mit keinen Zeltérn.
von: s´peterle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:32

Nein, Zelten nicht verboten. Aber du darfst deinen Toilettengang nicht auf dem Platz ausüben.

Die Betreiberin rechnet aber ehrlich gesagt bis Phase 4 eintritt mit keinen Zeltérn.

[/zitat]

Phase 4 von 3 ??
Vermutlich wird als vorletztes die Prostitution wieder zugelassen, bevor die Zeltler wieder "normal" auf den Campingplatz dürfen (mit allem was zum Zelten dazu gehört - Toilette und Dusche)...

Im Restaurant darf man doch auch auf die Toilette. Auf dem Campingplatz (im Freien) ist es aber untersagt?? Muss ich das verstehen???
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:52

Ich werde im Juni mal rumtelefonieren was denn dann gilt. Falls man nicht Duschen kann, und auch spontan keine Pensionen und Hotelzimmer bekommt für eine Nacht ist es halt diesen Sommer nicht möglich und die Tourismusindustrie muss auf meinen Umsatz für den Sommer halt verzichten.

Dann wird es 3 Wochen Tagestouren geben.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 12:59

Im Verlauf des Fadens war das 4 pahsige Konzept von Niedersachsen verlinkt. Darauf bezieht sich die Phase. Musst halt den Faden danach durchsuchen.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 13:12

5-Stufenplan Niedersachsen Stand 04. Mai 2020 grins
https://www.ndr.de/corona2708.pdf
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 13:30

In Antwort auf: Deul
Ich werde im Juni mal rumtelefonieren was denn dann gilt. Falls man nicht Duschen kann, und auch spontan keine Pensionen und Hotelzimmer bekommt für eine Nacht ist es halt diesen Sommer nicht möglich und die Tourismusindustrie muss auf meinen Umsatz für den Sommer halt verzichten.

Das wird sich recht schnell ändern, wenn Grenzen zu Nachbarländern offen sind für touristische Reisen. Das ist ja absehbar. Österreich wird seine Campings schon mit geöffneten Duschen und Toiletten anbieten, die sind ja mehr auf ausländische Gäste angewiesen und müssen in Konkurrenz zu Bayern agieren. Dann wird man in Bayern auch nicht nachstehen und gleichen Komfort anbieten. Zudem dürfte auch ein Rolle spielen, inwiefern überhaupt kurzweilige Zelter im Blickpunkt der Campings liegen - bekanntlich sind das ja in Deutschland eher die Minderheit, weil fast ausschließlich Stammplätze und Ganzjahrescamper. Dort werden sich die Betreiber dann überlegen müssen, Zelter ganz abzuweisen oder zumindest notwendigste Sanitäreinrichtungen zu öffnen. Im Zweifel verspielen sie Einnahmechancen an die Nachbarländern. In Dänemark und Schweden sind ja viele Campings bereits mit Sanitäranlagen offen, Niederlande dito.
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 13:46

In Antwort auf: Juergen
5-Stufenplan Niedersachsen Stand 04. Mai 2020 grins
https://www.ndr.de/corona2708.pdf


Hm, mal sehen, ob sich mein Deutschland-Nord-Süd-Plan Ende Juni realisieren lässt. Niedersachsen ist da ja schon von ziemlicher Bedeutung - und ich komme wohl kaum in einem Tag durch...
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 13:52

Du musst ja nicht durch Niedersachsen, östlich geht auch Nord-Süd. schmunzel
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 13:54

Zitat:
Falls man nicht Duschen kann, und auch spontan keine Pensionen und Hotelzimmer bekommt für eine Nacht ist es halt diesen Sommer nicht möglich und die Tourismusindustrie muss auf meinen Umsatz für den Sommer halt verzichten.


Die Tourismusindustrie will schon, aber sie darf noch nicht. Beschweren musst Du Dich nicht bei der Tourismusindustrie, sondern bei den einzelnen Chefs der Bundesländer. Die Tourismusindustrie kann gar nichts dafür.

Wenn jetzt am 15.6. die Grenzen aufmachen, wird das ganz schnell gekippt. Wetten?
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 13:54

In Antwort auf: veloträumer
Du musst ja nicht durch Niedersachsen, östlich geht auch Nord-Süd. schmunzel

Ich präzisiere Nord-Süd: Gemeint war Sylt-Oberstdorf, also soweit nord wie möglich bis soweit süd wie möglich, und das ganze möglichst direkt. Da ist östlich von Niedersachsen ein ziemlicher Umweg.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 15:17

In Antwort auf: Fricka
Andere haben schon die Preise hochgesetzt.
In Antwort auf: Thomas1976
Hast Du mal Links, um welche Plätze es sich handelt, die die Preise hochgesetzt haben. Ich will einfach mal einen Vergleich haben, was nun ein Stellplatz für kleines Zelt und 1 Person kosten.

Wie stellt man so was denn fest oder will das vergleichen?
Habt Ihr von allen CP's die Preislisten vom letzten Jahr vorausschauend eingelagert?
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 16:03

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
Wie stellt man so was denn fest oder will das vergleichen?
Habt Ihr von allen CP's die Preislisten vom letzten Jahr vorausschauend eingelagert?

Kommt drauf an. Zu meinen Reiseaufzeichnungen gehören seit Jahren die Notiz der Kosten für Übernachtung und Gasthofessen. Ich kann also durchaus Vergleiche anstelle, wenn auch nicht unbedingt im Jahresrhyhtmus (manchmal über eine Dekade) und nur für bereits besuchte Campings. Gelegentlich kann ich deswegen auch die eine oder andere fantasiereiche Behauptung entzaubern. Preissteigerungen standen in einigen Fällen auch ohne Corona an, um sich an allgemeine Lohn- und Preisentwicklungen anzupassen. Die deutschen Löhne der letzten Jahre waren im Schnitt stark gestiegen, dass hat sich auch auf Hotels, Campings und Speisekarten niedergeschlagen.
von: Nilz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 17:11

Hallo zusammen.

Wie sind denn eure Meinungen zu den Campingplätzen in NRW. Also meine Recherche auf Seiten von CP im Bergischen und in der Eifel ergab bislang, dass die meisten geöffnet haben bzw am 15. öffnen, auch für Zelte und bei vielen auch die Sanitäranlagen unter strengen Auflagen genutzt werden können.

Habt ihr da andere Infos oder Erfahrungen?
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 17:49

Hallo!

Campingplätze in Österreich:
Der Platz, auf den wir zu Pfingsten fahren, öffnet am 29.5. Das Waschhaus ist unbürokratisch offen, Toiletten und Duschen auch. Man trägt beim Gang zum Waschhaus Maske und hält Abstand, muss halt die Pfoten waschen und sollte die Türgriffe mit Desinfektionslösung kurz abwischen. Wer Letzteres nicht macht, ist nicht besonders fair zu den anderen, wird deshalb aber nicht am Pranger der nahen Stadt landen.

Da sich dieser Platz an die Vorschriften hält, müssen sie eigentlich für alle Campingplätze in Österreich gelten. Die Chefin hat mir nichts gesagt, ob es Beschränkungen die Belegung betreffend gibt, sie werden dort auch kein Problem sein. Falls es solche Beschränkungen geben sollte, müsste man vielleicht rechtzeitig mit einer kurzem mail oder einem Anruf reservieren, gehört habe ich davon nichts.

Es steht also einem Radlurlaub in Österreich ab Grenzöffnung nichts im Weg.

lg!
georg
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 18:43

Moin!

Ist zwar vom ADFC: Übersicht über die CP-Situation etlicher Europäischer Länder.


Gruß - Reinhard
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 19:08

Hallo,
auf meine Rückfragen bei fünf CP per Mail im Bergischen Land, Sauerland und Wittgenstein habe ich leider nur von einem eine Antwort bekommen. Eine Zusage zur Anreise (CP Winterberg). Ich habe ausdrücklich Radreise und Zelt erwähnt und nach "Dingen, die zu beachten sind" gefragt, aber keinen Hinweis erhalten, dass z.B. Sanitärgebäude nicht geöffnet seien. Also gehe ich davon aus, dass sie geöffnet sind.

Den Homepages einzelner Campingplätze war zu entnehmen, dass die die Sanitärgebäude geschlossen haben und keine Zelter aufnehmen, anderen war noch nichts konkretes zu entnehmen. Teilweise scheint es, die Betreiber wissen selbst noch nicht, was zu beachten ist. Der veröffentlichten Anlage zur Verordnung NRW fehlt immernoch der Punkt Beherbergungsbetriebe. Fischen im Dunkeln scheint mir.

Wir haben zur Sicherheit jetzt erst einmal Ferienwohnungen eingeplant und werden dann unterwegs mal sehen, was sich auf CP ergibt - und gerne hier berichten.

Gruß Mücke
von: olafs-traveltip

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 19:20

Für Niedersachsen ist die Pflicht zur Quarantäne ja schon gekippt:
https://www.tagesschau.de/inland/analyse-corona-aufhebung-101.html
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 20:21

Hinweis an die, die mal wieder ihre Beiträge suchen, die nichts mit diesem Faden zu tun haben. Sie sind im Corana-Faden integriert. Die Gründe sind offensichtlich.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.05.20 22:48

In Antwort auf: Cruising
Wir neigen dazu, das Ganze auf nächstes Jahr zu verschieben. Das Hotel in Trois Épis dürfte auch noch zu sein - wann macht die Hotellerie im Elsaß denn auf?

Hallo miteinander,

noch kurz als Feedback: War kein Problem, unser Hotel zu canceln - man freue sich auch, wenn wir später (oder nächstes Jahr) kommen schmunzel Und das wäre keine Pauschalbuchung gewesen... Vielleicht nützt es ja denen was, die vor einem ähnlichen Problem stehen.

Danke nochmals an Rainer (Axurit) uns Stefan(S) für die Insider-Infos - mal sehen, wo wir alle bei unserer nächsten Radtour landen. Vielleicht tatsächlich irgendwo im Wald mit Biwak und Klappspaten grins

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 01:14

Hallo, vom Gastgewerbe-Magazin (Artikel) gab es gestern ein Update der Übersicht zu den einzelnen Bundesländern. Diesmal wurde sogar eine praktische Karte erstellt, in der zu jedem deutschen Bundesland sowie zu Österreich und der Schweiz die Öffnungsdaten von Restaurants und Hotellerie angegeben sind. schmunzel
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 07:54

Per Newsletter teilt der Jugendherbergsverband für Rheinland-Pfalz und das Saargebiet mit, dass ab 18.5. die dortigen Jugendherbergen wieder geöffnet sind. Wie es aussieht, kann man wohl auch für einzelne Übernachtungen buchen. Vielleicht sind an einzelnen Tagen nicht genug Einzelzimmer verfügbar. Aber ich werde mal in den nächsten Tagen einen ersten Versuch in Verbindung mit einigen Wanderungen oder einer kurzen Radtour machen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 07:59

Hallo Horst,

Danke für die Info. Dann wäre es an der Zeit endlich mal wieder den Jugendherbergsausweis zu nutzen zwinker Die brauchen unbedingt Unterstützung.

Weiß Du, ob die Buchung eines Einzelzimmers Pflicht ist?

Gruss
Thomas
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 08:18

In Antwort auf: Thomas1976
Hallo Horst,

Danke für die Info. Dann wäre es an der Zeit endlich mal wieder den Jugendherbergsausweis zu nutzen zwinker Die brauchen unbedingt Unterstützung.

Weiß Du, ob die Buchung eines Einzelzimmers Pflicht ist?

Gruss
Thomas
Hallo Thomas,
ich habe nicht geprüft ob Einzelpersonen auch in der jetzigen Situation ein Bett in einem Mehrbettzimmer buchen können. Ich habe in den letzten Jahren immer Einzelzimmer gebucht. Mach doch einfach online eine Testbuchung, kannst ja vor dem verbindlichen Klick abbrechen oder notfalls bei der Jugendherberge telefonisch nachfragen. Für mich ist die Verfügbarkeit der Jugendherbergen ein erfreulicher Schritt in Richtung weiterer Normalisierung. Wir müssen ohnehin halt für eine unbestimmte Zeit mit dem Virus leben und uns irgendwie arrangieren. grins

Viele Grüße
-horst-
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 08:27

In Antwort auf: Thomas1976
...
Weiß Du, ob die Buchung eines Einzelzimmers Pflicht ist?


das verstehe ich jetzt nicht, willst Du mit Maske ins Mehrbettzimmer verwirrt
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 08:33

Ich will einfach wissen, was buchbar ist. Auch spontan.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für Jugendherbergen rentabel ist, wenn sie nun ein 8- Bett Zimmer als Einzelzimmer vermieten müssen.
Es kann ja sein, dass sie ein 8-Bett Zimmer mit 2 oder 3 Personen vermieten dürfen. Warum sollte man da keine Abstandsregeln einhalten können?


Und nein, ich will nicht mit Maske in ein Mehrbettzimmer, weil das überhaupt nicht umsetzbar ist. Oder soll ich die beim Schlafen auch aufsetzen?
von: scherbe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 11:28

Wir starten am 18.05. in Rheinland-Pfalz zu einer Tour, wo wir unser Route an den vorhandenen Jugendherbergen ausrichten. Wir sind zu zweit unterwegs (kein gemeinsamer Hausstand). Gebucht haben wir bisher erst die erste Übernachtung, der Rest folgt dann immer mit kurzem Vorlauf (wegen Flexibilität). Wir bleiben jeweils nur eine Nacht. Ob wir jetzt in einem 2-Bett-Zimmer oder in größeren Räumen untergebracht werden ist mir egal (aktuell wohl ein 8er-Zimmer für uns beide geplant).
Auf meine Frage, ob wir mit vollen Jugendherbergen rechnen müssen, hat die Herbergsleiterin nur gelacht. Schulklassen sind jedenfalls b.a.w. keine Gefahr. Kann sich natürlich Richtung Sommermonate noch ändern.
Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht: wir buchen immer Halbpension, damit haben wir auch kein Problem abends eine Gaststätte zu finden ,da dies ja wohl nur mit Voranmeldung zum Essen geht. Kann ja gerne nach der Tour mal berichten, wie unsere Erfahrungen waren.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 12:17

In Antwort auf: hopi
Ich habe in den letzten Jahren immer Einzelzimmer gebucht.

Darüber verfügen aber nicht alle Jugendherbergen. In einigen Fällen werden sie auch für Betreuer von Jugend-/Schulgruppen reserviert gehalten.
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 12:24

Achtbettzimmer sind in heutigen Jugendherbergen echt selten. Und das eher übliche Vierbett für eine Einzelperson mit Seniorenzuschlag als Einzelzimmer kostet nicht wirklich weniger als es als Vierbett für vier Jugendliche im Rahmen einer Jugendgruppenfahrt kosten würde.
von: Oldmarty

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 12:35

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: hopi
Ich habe in den letzten Jahren immer Einzelzimmer gebucht.

Darüber verfügen aber nicht alle Jugendherbergen. In einigen Fällen werden sie auch für Betreuer von Jugend-/Schulgruppen reserviert gehalten.



und wieviele Sport/Jugend/Schüler* Gruppen werden wohl im Sommer unterwegs sein?

Eher sind das Familien, und die können in den Mehrbettzimmern ja nächtigen

die ganzen Herbergen müssen da umdenken, weil da der Markt der Gruppenreisen zusammengebrochen ist.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 13:16

Ja, schon, "echte" Einzelzimmer waren aber zumindest mal sehr selten. Wenn eher noch Zweibettzimmer. Kann sich ja geändert haben, war jetzt in den letzten Jahren zu selten in JHen, eher noch in unabhängigen Hostels. Wenn Platz ist, wird man bei den meisten JHen eh alleine in ein Mehrbrettzimmer gesteckt, zumal wenn man als alter Mann auftaucht und andere Zimmer eher von Gruppen als von Einzelreisenden belegt sind.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 15:01

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: hopi
Ich habe in den letzten Jahren immer Einzelzimmer gebucht.

Darüber verfügen aber nicht alle Jugendherbergen. In einigen Fällen werden sie auch für Betreuer von Jugend-/Schulgruppen reserviert gehalten.
tja Matthias, dein Hinweis ist ja nicht falsch. Aber in meinem ersten heutigen Beitrag gab's doch bereits einen Hinweis, dass Einzelzimmer nicht immer verfügbar sein dürften. Wenn's bei meiner Buchung nicht verfügbar ist, frage ich nicht nach dem Grund, sondern nehme es einfach zur Kenntnis. grins
von: Wuppi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 17:14

In Antwort auf: nachtregen
Achtbettzimmer sind in heutigen Jugendherbergen echt selten. Und das eher übliche Vierbett für eine Einzelperson mit Seniorenzuschlag als Einzelzimmer kostet nicht wirklich weniger als es als Vierbett für vier Jugendliche im Rahmen einer Jugendgruppenfahrt kosten würde.
die Jugendherbergen welche am 18.05. aufmachen sind alle im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Diese bilden einen eigenen Verbund im Jugendherbersverband. In allen dieser JH´s gibt es max. 4-Bett-Zimmer. Das Groh sind aber 1- und 2-Bettzimmer. Und alle Zimmer sind mit eigener Dusche/WC ausgestattet. Ich habe da nur sehr gute Erfahrungen gemacht.

Nachtrag: Ich sehe gerade, dass die restlichen 14 DJH-Landesverbände noch prüfen, welche Jugendherbergen ab wann und unter welchen Voraussetzungen öffnen kann.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 19:50

Komisch eigentlich. Der hier so oft wiederholten Behauptung, man dürfe nach Schweden einreisen, entspricht das hier nun so garnicht.
von: Astronomin

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.05.20 19:56

Gilt für Einreisen von außerhalb der EU.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.05.20 00:27

und was bedeutet dabei "europäische Freihandelszone" ?
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.05.20 00:38

Damit wird wohl die EFTA gemeint sein.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.05.20 00:43

Das ist die Ersatz-EU-ERweiterung für Länder, die da eigentlich reingehören, aber nicht wollten (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island), ursprünglich war der Kreis größer und die Idee auch etwas komplexer. In meiner Studienzeit ein großes Thema gewesen, im neuen Jahrtausend etws aus demn Blickfeld geraten.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.05.20 20:18

Ich habe soeben ein Update vom Campingplatz Räbke bekommen.

Ab 18.05. öffnen in Niedersachsen auf allen Campingplätzen auch die Sanitärgebäude. Duschen und Klo sind somit geöffnet, man darf auch ohne Maske duchen zwinker. Vorreservierung ist auch ab 18.05. nicht mehr notwendig mehr, schon gar nicht bei Radfahren mit kleinem Zelt.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.05.20 21:02

Richtig gute Nachricht.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.05.20 22:24

Oh ja, unsere Chancen auf eine Rad reise ab Fronleichnam steigt rapide. Vielleicht müssen wir Bayern umradeln aber Hessen ist ganz nah.

Rennrädle
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 08:47

In Antwort auf: Rennrädle
Oh ja, unsere Chancen auf eine Rad reise ab Fronleichnam steigt rapide. Vielleicht müssen wir Bayern umradeln aber Hessen ist ganz nah.

Rennrädle


Ich weiß von 2 Forumsmitglieder, die seit gestern unterwegs sind und ursprünglich zum Forumstreffen anreisen wollte, dass eine Übernachtung auf dem Campingplatz Sultmer Berg in Northeim ohne Probleme möglich war. Auch die Sanitärgebäude waren da schon offen.
von: Nobody1967

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 08:56

Aktuelle Übersicht !!!

http://www.campingplatz-deutschland.de/aktuelles/corona.html

Kann meine Deutschland Tour wohl ab 24.05 starten schmunzel
von: weissbart

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 09:46

...yepp, so langsam entspannt sich wohl alles und man kann planen und umsetzen...:-)))
Was wie wann geht los Nobody ?!?
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 10:53

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
In Antwort auf: Fricka
Andere haben schon die Preise hochgesetzt.
In Antwort auf: Thomas1976
Hast Du mal Links, um welche Plätze es sich handelt, die die Preise hochgesetzt haben. Ich will einfach mal einen Vergleich haben, was nun ein Stellplatz für kleines Zelt und 1 Person kosten.

Wie stellt man so was denn fest oder will das vergleichen?
Habt Ihr von allen CP's die Preislisten vom letzten Jahr vorausschauend eingelagert?


Ich habe bei Plätzen in Bayern geguckt, die wir öfter aufsuchen. Da weiß ich durchaus, was die letztes Jahr gekostet haben. Die Preise waren nicht etwas, sondern heftig höher. Wobei sich das sicher noch ändern kann. Speziell da die meisten Plätze noch gar keine Infos zur demnächstigen Öffnung boten. Sobald die Konkurrenz größer wird, normalisieren sich die Preise vielleicht.

In Hessen eröffnen in erster Runde 4 JHs des JHW. Für die anderen steht der Termin noch nicht fest. Ich hatte zwei Wochen für eine Jugendgruppe im August gebucht. Das hält die betreffende JH für nicht machbar. Die Auflagen wären nicht einzuhalten. Und die Auslastung dann zu gering.

Neben dem JHW gibt es aber auch noch diverse andere JHs. Kreisjugendheime etc. Da müsste man jeweils gucken, was sie machen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 11:00

Ich habe nun für meine bevorstehende Pfingsttour Campingplätze mir in Hessen angeschaut. Keine Beschränkung was die Personenanzahl oder Stellplätze angeht.

Ich habe einen einzigen Platz gefunden, der pro Person 2 Euro für erhöhte hygienische Anforderungen nimmt.

Hessen scheint da sehr freizügig zu sein.
von: Nobody1967

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 14:28

Moin,
geplant ist von Koblenz über Radweg Deutsche Einheit auf Mittellandroute D4 an die Neiße.
Dann den Neiße - Oder Radweg hoch nach Binz (Rügen) Vielleicht auf der Strecke mal
Abstecher Berlin und Polen! Mal schauen schmunzel

Prag war auch geplant aber wohl noch zu unsicher !
von: Gerhard O

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 20:06

In Antwort auf: Thomas1976
Hessen scheint da sehr freizügig zu sein.
Bist du sicher?
Meine Recherche ergab zwar, daß ab 18.5. die Plätze offen sind, aber gelegentlich den Hinweis: Die Sanitäranlagen bleiben bis auf Weiteres geschlossen!

Ohne Duschen und Toiletten muß Hessen leider auf meine Anwesenheit verzichten.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.05.20 20:44

Es ist eigentlich keine Vorschrift des Landes Hessen. Hat die tage hier ja auch schon mal jemand verlinkt, wo was möglich ist.

Ich kann mir aber vorstellen, dass einige Plätze noch am "Umrüsten" sind um die Hygienebedingungen zu erfüllen und somit vorerst die Sanitäranlagen noch geschlossen halten.

von: cyclerps

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.05.20 09:39

Halleluja!
Gruß an Eveline.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.05.20 10:27

Die Vorschrift des Landes Hessen ist natürlich einzuhalten. Dazu gibt es noch welche von Landkreisen und Gemeinden. Und letztendlich hat der Betreiber das Hausrecht.
von: Gerhard O

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.05.20 11:22

Ich habe gerade von Camping Maaraue die Nachricht erhalen, daß grundsätzlich in Hessen alle Campingplätze incl. Sanitäranlagen offen sind. Gleiches gilt für die Gastronomie.
Ich denke, daß nach Pfingsten alle 'umgerüstet' haben und man mit Zelt Reisen kann.

Gruß
Gerhard
von: Fluri

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.05.20 12:00

Ich bin auf dem Weg nach Hessen, mit dem Zug. Habe telefonisch bis nächsten Sonntag gebucht. Sanitär ist offen. Mit der üblichen Maskenbetretung, gebe dann Info wenn vor Ort
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.05.20 15:37

Da bin ich gespannt.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.05.20 07:05

In verschiedenen Online-Medien wurde Heute geschrieben, dass in Frankreich in den grünen Zonen zum 2. Juni Cafés und Bars wieder öffnen sollen/dürfen.
Gibt es da eine offizielle Meldung in/aus Frankreich?
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.05.20 08:38

In Antwort auf: UrbanCosmonaut
In verschiedenen Online-Medien wurde Heute geschrieben, dass in Frankreich in den grünen Zonen zum 2. Juni Cafés und Bars wieder öffnen sollen/dürfen.
Gibt es da eine offizielle Meldung in/aus Frankreich?

Am 14.Mai hat der Premierminister angekündigt, dass über die Öffnung der Cafés und Restaurants am 25.Mai entschieden wird. Sollte sich die Situation nicht verschlechtern, könne eine Öffnung in den grünen Regionen ab dem 2.Juni in Betracht gezogen werden. Hier der Originalton.
von: BvH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.05.20 20:27

In Rheinland-Pfalz sieht es noch schlecht aus, die Campingplätze sind zwar ab heute geöffnet, die Sanitärhäuser aber noch nicht. Die sollen im Juni folgen.
von: Gerhard O

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.05.20 21:08

In Antwort auf: BvH
die Campingplätze sind zwar ab heute geöffnet, die Sanitärhäuser aber noch nicht. Die sollen im Juni folgen.
Drum habe ich den Start meiner Radtour (vorläufig) auf den 2. Juni verschoben. Rheinland-Pfalz würde ich dann am 3. Juni erreichen.

Von Hessen bekomme ich im Moment recht widersprüchliche Nachrichten: von 'alles kein Problem' bis 'Campingplätze und Gaststätten nur mit Reservierung'.
von: Nobody1967

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 08:32

Moin,
ist denn jemand zur Zeit mit dem Rad auf einer Längeren Tour in Deutschland unterwegs?
Bin hin und her gerissen, würde gerne am 25.05 meine Tour Starten, das wäre aber wohl eine Tour ins Ungewisse !!!
Bekomme auch widersprüchliche Antworten auf meine Anfragen, von kein Problem, geht gar nicht über nur mit vorheriger Reservierung oder zu guter Letzt, immer noch geschlossen!!!
Jedes Bundesland, jeder Landkreis, jeder Ort und jede Unterkunft Regelt das unterschiedlich.
Da vergeht Mir die Lust auf meine diesjährige 3,5 Wochen Tour. Nicht zu wissen ob man einen Schlafplatz findet (vorwiegend Zelt) und dann ständig darauf zu achten darf ich das oder darf ich das nicht. Maske auf Maske ab ….. !!!
von: weissbart

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 09:05

Moin Nobody... Antworte dir Mal so... Meine Recherchen sind ähnlich... Man weiß nicht genau wo was wie geht und ob überhaupt Platz, weil viele Betreiber melden jetzt schon dicht und man merkt Zelt ist eh nicht gewünscht..
Was hast du denn so geplant, welche Tour... Vielleicht kann man ja paar km zusammen Schrubben... Grüße aus FFM... Stefan
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 09:12

Zitat:
ist denn jemand zur Zeit mit dem Rad auf einer Längeren Tour in Deutschland unterwegs?


Ein Paar aus dem Forum ist unterwegs. Wollten eigentlich zum Forumstreffen nach Mannheim radeln.

Die Nachrichten, die ich von denen bekommen habe, sind unterschiedlich. In Südniedersachsen in Northeim hat sie ein Campingplatz ohne Probleme aufgenommen, auch die Sanitärgebäude waren problemlos geöffnet.

In Hessen dagegen bisher Ablehnung und keine Aufnahme auf dem Campingplatz.

Ich selber habe gestern bei einigen Campingplätzen in Hessen und Thüringen bezüglich meiner Pfingsttour angerufen. Auch hier unterschiedliche Aussagen. Einige Campingplätze wollen keine Einzelgäste, da sie ihre Kapazitäten frei halten für Familien etc. Bei anderen nur mit Vorbuchung und Anreise bis spätestens 18Uhr möglich. Bei anderen wiederum scheint es unkompliziert zu sein.

Spontan und spät abends auf dem Platz erscheinen und dann am nächsten Morgen bezahlen würde ich momentan unterlassen.

Ich habe mich nun für Pfingsten komplett auf wildcampen eingestellt. Ich will spontan unterwegs sein und reise im Sommer nicht vor 18Uhr an.

Es gibt viele schöne Schutzhütten in Deutschland zwinker
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 09:25

In Antwort auf: Thomas1976
Spontan und spät abends auf dem Platz erscheinen und dann am nächsten Morgen bezahlen würde ich momentan unterlassen.
6 Stunden Schlaf reichen doch grins
von: kawa9999

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 13:03

Hi,
mir schweben im Kopf auch 2/3 ganz konkrete Fragen wenn ich an ein mögliche Radtour in Deutschland denke (ich nehme an die Bedingungen werden demnächst sich nicht viel ändern).
1. Zugfahren. Mein Tour Start wäre (wünschenwert) in Pforzheim. Ich müsste also von München irgendwie dort hinkommen. Mit Zug ein halbes Tag. Das wäre aber auch mit Rad ggf. möglich, etwa 2 Tage. Die tendenz ist eh mit den rad dort zu fahren, ich kann schlecht das Risiko im Zug bewerten. Oder übertreibe ich es wie immer mit den Vorsicht :-)
2. Wie geht das wenn man irgendwo weit weg von Zuhause in Quarantäne bleiben muss? Bleibe ich dann 2 Wochen in Hotel?
3. Maske: Es gilt glaube ich fast überall Maskenpflicht in Supermarket bzw im Geschäfte. Allein in Wald glaube ich eh nicht. Wo ich nicht ganz sicher bin ist wenn man Leute zufällig trifft bzw. wenn man z.b. durch größere Städte fährt wo man sowieso bei jeder Ampel zig. Leute um sich herum hat. Wie geht Ihr praktisch damit um? Maske irgendwo in der Tasche mitnehmen, und danach wohin? Oder im Städte immer tragen? Abends einfach im Camping waschen oder wie?
Besten Dank für eure Tipps!
manuel
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 13:14

Maskenpflicht nur innen in fremden Räumen mit Begegnungsoption.
Quarantäne ist derzeit dabei, eher ganz abgeschafft zu werden, außer, wenn eine konkrete Infizierung im konkreten Einzelfall nachgewiesen ist.
Es sind in D nach meinem Kenntnisstand maximal 2 Promille infiziert, der größte Teil davon hat es hinter sich und ist infiziert gewesen. Man kann also davon ausgehen, daß man auf so jemanden nicht trifft. Maske und Abstand sollten dann auch beim Zugfahren ausreichend Schutz vor Infektion und Angst bieten.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 13:48

Zu 3 Nimmst Die Maske abends in nen Kochtopf mit etwas Wasser und lässt sie 5 Minuten sprudelnd kochen.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 14:01

Zitat:
Man kann also davon ausgehen, daß man auf so jemanden nicht trifft

Wenn das so wäre, wäre die Reproduktionsrate bei Null. Das Risiko ist leider "nur" sehr gering, aber nicht Null.
Gruß
Uli
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 14:13

Zitat:
2. Wie geht das wenn man irgendwo weit weg von Zuhause in Quarantäne bleiben muss? Bleibe ich dann 2 Wochen in Hotel?

Ja. Es kann sogar sein, dass du die meiste Zeit auf dem Zimmer bleiben musst.

Zitat:
Mit Zug ein halbes Tag.

Fernverkehr (IC) 3 Std.
Nahverkehr (RE) 4,5 Std.

Gruß
Uli
von: Sharima003

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 15:15

Hallo,
weiß jemand, wie das mit Hotel Übernachtungen in Nordrein Westfalen aussieht?
Niedersachsen hat ja die komische Regelung, dass man 7 Tage buchen muss, bzw. bei nur einem Tag müsste das Hotel das Zimmer 6 Tage leer stehen lassen.
Mit dieser Regelung würde ich Pfingsten ja niergends ein Zimmer bekommen.
Geplant ist der Hermansweg. 3 Tage wandern von Ibbenbüren bis ca. Detmold.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 16:07

Wenn die Zeitung heute nicht gelogen hat, dann ist in NRW auch tageweises Buchen möglich. Ich würde aber auf jeden Fall SOFORT reservieren, denn es stand dort auch zu lesen, dass über das kommende lange Wochenende die Auslastung schon heute bei über 90% ist.
Gruß
Uli
von: Sharima003

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 16:09

In Antwort auf: Uli
Wenn die Zeitung heute nicht gelogen hat, dann ist in NRW auch tageweises Buchen möglich. Ich würde aber auf jeden Fall SOFORT reservieren, denn es stand dort auch zu lesen, dass über das kommende lange Wochenende die Auslastung schon heute bei über 90% ist.
Gruß
Uli


Da ich meine Tagesetappen ja schlecht einschätzen kann beim wandern, muss ich kurzfristig buchen. Laut booking com ist aber noch einiges frei. Kostet dann halt auch mal etwas mehr.
Ich wohne nur ca. 60 Kilometer vom hermannsweg entfernt. Wenn ich dann nichts bekomme, lasse ich mich halt Abends wieder abholen
von: Tilia

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 18:13

In Antwort auf: Gerhard O
In Antwort auf: BvH
die Campingplätze sind zwar ab heute geöffnet, die Sanitärhäuser aber noch nicht. Die sollen im Juni folgen.
Drum habe ich den Start meiner Radtour (vorläufig) auf den 2. Juni verschoben. Rheinland-Pfalz würde ich dann am 3. Juni erreichen.

Von Hessen bekomme ich im Moment recht widersprüchliche Nachrichten: von 'alles kein Problem' bis 'Campingplätze und Gaststätten nur mit Reservierung'.


In Rheinland-Pfalz müssen auf den Campingplätzen die Duschen bis einschließlich 9.Juni geschlossen bleiben.
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 19:00

Ich kenne Quarantäne so, dass man sich unverzüglich und direkt nach Hause begeben muss, dann da die zwei Wochen bleiben. Von Leuten unter entsprechender Vorsicht Essen bringen lassen, ist ok.
Radreise ist bissl speziell. Wärst du mit dem Auto, könntest du also schlicht heim fahren. Mit Rad? Hm? Coronataxi? Zumindest würde ich drauf hoffen, dass sich eine Variante finden lässt, wo du nicht 2 Wochen Hilton löhnen musst.
Aber heh, wie hoch ist das Risiko, dass du auf Radreise krank wirst (und dann vor Ort getestet und da dein Ergebnis bekommst)? Das ist vernachlässigbar in der Reisevorplanung.
Bist du selbst Risikogruppe? Wenn nicht würde ich einfach die Regeln einhalten und machen, das Infektionsrisiko ist individuell äußerst gering, aber leider nicht so minimal, dass wir es als Gesellschaft vernachlässigen können.
Beim Radfahren würde ich sowieso nen Buff mitnehmen (es gibt als rad-forums-Mitglied sowieso nur DEN einen Buff zwinker ), zum Einkaufen hochziehen, am besten doppellagig. Im Alltag lassen sich als Reiseradler spielend die 1,5m Abstand einhalten, da brauchts keine Maske. Auskochen der Maske ist eine Möglichkeit.
Aber um das Handling der Masken wird m.E. zu viel Aufhebens gemacht. Schmierinfektionen sind bei dieser Krankheit nicht so relevant. Wichtig ist, dass man seine Umgebung nicht mit dem Virennebel einhüllt. Das verhindert die Maske ziemlich gut. Für die Kontaktwege gilt gesunder Menschenverstand (musst den Buff ja nicht auf die Theke beim Bäcker legen...) und Händewaschen für alle, die deine Maske direkt oder klar indirekt angedaddscht haben (könnten).
von: BvH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 19:56

Ich habe mir die Verordnung von Niedersachsen mal durchgelesen. Danach muss man nicht 7 Nächte buchen, es geht auch nur eine Nacht. Allerdings darf der Gastgeber innerhalb von 7 Tagen nur einmal das Zimmer vergeben, was bedeutet, dass 6 Nächte keiner drin sein darf, egal wie lange vorher vermietet war. Daher dürfte es schwer werden, für eine Nacht ein Zimmer zu finden.

Aus diesem Grund fällt derzeit Niedersachsen aus meiner Planung heraus.
von: Mastermind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 20:24

Bei der Liste der schwachsinnigen Vorschriften rückt die Wiederbelegungsfrist aus Niedersachsen weit nach vorn.

Wenn ich es richtig verstanden habe gilt das aber nur in Stufe 2. Ab 25.05. öffnen auch Hotels und dann dürfte das nicht mehr gelten.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 20:39

Zitat:
Wenn ich es richtig verstanden habe gilt das aber nur in Stufe 2. Ab 25.05. öffnen auch Hotels und dann dürfte das nicht mehr gelten.


Nein, das gilt bis Phase 4. Wann Phase 4 beginnt weiß nur der Weil (oder der liebe Gott zwinker)

Also auch die 7-Tage Wiederbelegungsfrist ist noch ab 25.5. aktiv und aktuell. Das hat man absichtlich so gemacht um (Massen)tourismus an Himmelfahrt und Pfingsten zu vermeiden.

Nachzulesen auch hier:
https://www.ndr.de/corona2708.pdf

Habe ich aber auch schon bestimmt 5x hier verlinkt.

von: Mastermind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 20:40

Sicher bzw. wo steht das?
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 20:41

In Antwort auf: Mastermind
Sicher bzw. wo steht das?


Hier:

https://www.ndr.de/corona2708.pdf
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 21:26

In Antwort auf: kawa9999

3. Maske: Es gilt glaube ich fast überall Maskenpflicht in Supermarket bzw im Geschäfte. ... Wo ich nicht ganz sicher bin ist wenn man Leute zufällig trifft bzw. wenn man z.b. durch größere Städte fährt wo man sowieso bei jeder Ampel zig. Leute um sich herum hat. Wie geht Ihr praktisch damit um? Maske irgendwo in der Tasche mitnehmen, und danach wohin? Oder im Städte immer tragen? Abends einfach im Camping waschen oder wie?

Maske ist fast immer nur solidarische Symbolleistung, soweit du die Kontakregeln einhälst. Das sollte nämlich ohne Maske möglich reichen. Dass viele die Masken im Freien tragen, hat unterschiedliche Gründe. Es gibt selten Ballungen, die das sinnvoll machen. Es gibt aber auch Pflichtorte wie z.B. an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs oder offene Lebensmittelmärkte, sogar bei Einritt in Biergräten, erst am Tisch wird die Maske abgesetzt. Andere tragen die Maske, um sie nicht dauernd auf- und abzunehmen. Die meisten tragen die Maske im Freien, weil sie die Wirkung nicht verstehen und eine Etikette bedienen wollen. Je mehr Masken in der Öffentlichkeit, desto mehr Lob von Politikern.

Maske bzw. Buff ist in der Lenkertasche. Auf Radreise wirst du dich nicht so häufig und lange in Geschäften herumtreiben, dass sie durchsüfft ist. Anders ist es, wenn du damit arbeiten musst. Es reicht normales Lüften, besonders jetzt mit Sonne und trockener Luft. Falls dochmal nötig, kannst du sie waschen wie Socken auf dem Campingplatz. Tu mir einen Gefallen und unterlasse es ggf. Einwegmasken in den Straßengraben zu werfen. Es ist bereits eine neue Seuche geworden.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 21:39

Wenn Du ein Zelt hast, kannst Du immer noch ab und zu wild zelten.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 21:47

Wie seht Ihr es mit Anreise für eine Radtour, die durch ein anderes Land führt?

Z.B. Jemand wohnt in der Schweiz, macht eine Radtour in Schweden.

Man kann mit Bahn und Schiff anreisen und das würde ich auch immer bevorzugen, zumindest für Start- und Zielorte, die das hergeben.

Im Moment gewinnt aber die Anreise mit Flug einen Pluspunkt, weil man in dem Fall ein Land mit potentiell hinderlichen Vorschriften sparen kann. Haltet Ihr das für einen valablen Punkt?
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.05.20 22:21

So könnte man die Flugwirtschaft wieder in Schwung bringen... Es könnte auch für Einzelregionen gelten, z.B. Ferienninseln, die geringer betroffen waren, etwa Mallorca, während Restpanien andere Vorschriften bekommt. Es gibt vielleicht aber auch andere Lösungen, z.B. Transit per Bahn oder Auto bei Vorzeigen von Buchungsunterlagen im Zielland und Verbot, den Transit zu unterbrechen. Das gibts wohl in Österreich, die haben das bereits anfangs der Pandemie mit deutschen Rückkehrern aus Italien praktiziert (über Brenner-Route). Das sah mal mit Kroatien so aus, weil die aufmachen wollten, und Österreich und Slowenien nur Transit gewähren würden. Jetzt kommt aber wohl doch eine recht einheitliche EU-Teillösung.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.05.20 12:52

Die Flugwirtschaft in Schwung zu bringen sehe ich eher als Kollateralschaden an.
Aber ich hoffe, dass möglichst bald die Bahn wieder in Schwung gebracht wird und es Nachtzüge und schnelle Tageszüge mit Fahrradtransport geben wird.
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.05.20 14:10

Trotz Reduzierung des Flugverkehrs wurde dort nur wenig CO2 eingespart. Flugzeugverkehr verursacht weniger als 3% des weltweiten CO2 Ausstosses, grössere Einspareffekte gibt es dagegen im Strassenverkehr. https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...aren-lohnt.html
Dann sollten wohl eher alle Leute in die Städte ziehen, keine Autos mehr fahren, und sich mit dem Rad fortbewegen.
Vielleicht ist der Flugverkehr nicht immer an allem Schuld.

@alle Bitte zurück zum Thema
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.05.20 11:21

Der Jugendherbergsverband Berlin/Brandenburg plant ab Pfingsten fünf seiner 19 Häuser zu öffnen.

https://www.berlin.de/aktuelles/brandenb...-zu-pfings.html
von: rolf7977

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.05.20 18:04

in Rheinland-Pfalz öffneten die Juhes schon. Von 45 Standorten werden leider 6 nicht mehr dabei sein, u. a. Bollendorf an der Sauer und Traben-Trarbach an der Mosel. Denen hat Corona den Rest gegeben. Das ist schon schade.
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.05.20 18:22

Hier im Vogtland machen die JHs Schöneck, Plauen,Aschberg jetzt bzw nach Pfingsten wieder geöffnet.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.05.20 21:36

In Hessen haben in der ersten Runde vier JHs geöffnet.
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.05.20 22:10

Kleine Serviceleistung:

Link zu den buchbaren JH

angenehme Tage - Reinhard
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 10:08

In Antwort auf: derSammy
Ich kenne Quarantäne so, dass man sich unverzüglich und direkt nach Hause begeben muss, dann da die zwei Wochen bleiben. Von Leuten unter entsprechender Vorsicht Essen bringen lassen, ist ok. Radreise ist bissl speziell. Wärst du mit dem Auto, könntest du also schlicht heim fahren. Mit Rad? Hm? Coronataxi? Zumindest würde ich drauf hoffen, dass sich eine Variante finden lässt, wo du nicht 2 Wochen Hilton löhnen musst.

Dieses Problem macht uns gerade auch Kopfzerbrechen für unsere geplante Schwarzwaldtour (s. paralleler Faden). Man muss ja derzeit wohl bei jedem Restaurantbesuch und Einkehrschwung seine Kontaktdaten hinterlassen, und du kannst eigentlich gar nie ausschließen, dass du am Nachbartisch von ein paar Infizierten sitzst, s. etwa hier. Dann ist die Tour wohl gelaufen, die restlichen gebuchten Quartiere bleiben finanziell an dir hängen und du musst noch eine aufwendige Schnell-Heimreise organisieren traurig

Hat sich jemand darüber schon Gedanken gemacht, liege ich da richtig mit meiner rechtlichen Einschätzung? Allen aus dem weiteren Umfeld, die wegen solchen Kontakten in Quarantäne waren und von denen wir gehört haben, die hatten selbst in der Quarantäne keine Symptome entwickelt, wurden nicht getestet, aber 14 Tage weggesperrt. Absolut ein Unding entsetzt Was ist eure Strategie, dass einen sowas nicht trifft?

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Mastermind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 10:31

Das ist ein Risiko welches ich akzeptiere und worüber ich mir keine Gedanken mache.
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 10:37

Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass genau deshalb eine Radreise solange diese Bestimmung gilt nicht möglich ist. Nicht wegen des finanziellen Risikos, sondern weil ich echt nicht sehe, wie ich dann heimkommen soll, ohne gegen Quarantäneregeln zu verstoßen.

Edit: ich kann dann ja weder Bahn fahten, noch einen Mietwagen nehmen (das geht nicht völlig kontaktlos), noch mich abholen lassen

Nochmal edit: ich muss präzisieren: eine Radreise, auf der man seine Kontaktdaten hinterlassen muss. Wildzelten ohne Restaurantbesuch mag gehen.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 10:46

Aktuell sind in D 0,12 Promille der Bevölkerung infiziert. Das entspricht ungefähr 4 Infizierten in einem voll besetzten Fußballstadion. Man muß also schon granatenmäßig Pech haben, mit so jemandem länger in einem geschlossenen Raum zu sitzen. Wenn einem dieses Risiko zu groß ist, darf man nicht in ein Restaurant gehen oder besser, man bleibt zuhause.
von: Reirei

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 10:51

Hallo,

Wenn du auf Reisen bist, kann dich in der Regel auch niemand kontaktieren.

Reini
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 10:55

Tja da kommt diecübliche Versicherungsrechnung zum Einsatz: wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Ereignis eintritt und wie groß ist der Schaden, wenn es eintritt? Bei einem sehr großen Schaden kann es auch bei kleiner Wahrscheinlichkeit sinnvoll sein, das Risiko nicht einzugehen bzw. falls möglich eine Versicherung abzuschließen. Wenn ich auch bei einer sehr kleinen Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Infizierten am Nachbartisch (die ich nicht bestreite, im Gegenteil) sicher gegen mit verdammt hohen Strafen belegte Gesetze vestoßen muss, wenn das Ereignis eintritt, dann halte ich das für mich für keine gute Strategie.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 10:59

Und das von mir, der von dem Realitätsgehalt dieser Art Rechnungen so garnichts hält peinlich

Ich finde halt, daß man wieder Reisen darf, ist schon so ein Gewinn, daß man nicht noch darauf bestehen muß in einem Innenraum bespeist zu werden. Das dürfte ja auch von kurzer Halbwertszeit sein. Dann, "wenn das endlich vorbei" ist, wird unsere Welt ja schöner werden, als sie je war. teuflisch
von: HerrZebra

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 11:12

Also ich will auch mit 2 Kindern, Hund und Zelt für 3 Wochen los. Taschen sind schon gepackt und warten nur noch auf besseres, trockenes Wetter. Ich muss ja nicht in irgendwelchen Lokalitäten speisen oder mich großartig in Innenräumen mit fremden Menschen aufhalten. Würde ich ja sonnst auch nicht. Also sehe ich die einzigen Chancen mich anzustecken wenn ich Proviant besorgen muss.

Finde es schon ein Unding das man nur dann reisen soll, wennst dir erlauben kannst mehrere Tage im Hotel zu verbringen. Damit wird wieder der kleine Man eingeengt der sich keine Hotels leisten kann.
von: BeBor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 11:20

In Antwort auf: iassu
Dann, "wenn das endlich vorbei" ist, wird unsere Welt ja schöner werden, als sie je war. teuflisch

Für ziemlich viele ist Corona doch schon vorbei. Mehr oder weniger. Bzw. hat nie stattgefunden.

Im Nachbarort knallt es gerade wieder. Erneut Wohnheime für rumänische Schweinetotmacher.

Bernd
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 13:26

Natürlich musst du nicht in Restaurants speisen, niemand zwingt dich. Aber wenn ich Thomas richtig verstanden habe, möchte er das gerne bzw. zieht es in Erwägung und macht sich über die Konsequenzen Gedanken. Ich finde das legitim.
von: Fluri

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 17:15

Hallo, ich war jetzt eine Woche am Moosener See, war ein guter Tip. Die Sanitäranlagen sind uneingeschränkt offen, beim Betreten aber Maske auf. Wenn man den kleinen Brötchenkiosk betritt ebenfalls. Die Liegewiese ist derzeit noch geschlossenen, in einer anderen Region war sie auf dem CP offen. Hatte sicherheitshalber telefonisch gebucht, weil ich von einer nur 60 % ,,Belegung gehört hatte
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 18:05

Ich hatte schon mal an diesen Platz für ein Forumstreffen gedacht. Aber über Himmelfahrt muss man d 2 jähre im Voraus buchen. Das scheidet dann für uns halt aus.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 18:12

Buch doch einfach vor, sag Bescheid und gut ist cool
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 18:33

In Antwort auf: Martina
Natürlich musst du nicht in Restaurants speisen, niemand zwingt dich. Aber wenn ich Thomas richtig verstanden habe, möchte er das gerne bzw. zieht es in Erwägung und macht sich über die Konsequenzen Gedanken. Ich finde das legitim.

Genau schmunzel Sind jetzt auch noch gut drei Wochen bis dorthin - wir werden die Entwicklung beobachten, und zur Not reisen halt der Campinggaskocher, die Notfall-Raviolidose und eine Flasche Rotwein mit und wir speisen auf dem Hotelbalkon wein Wär' nicht das erste Mal...

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 19:21

wo ist denn der Moosener See? Finde nur einen Nieder-Mooser See süd-westlich von Fulda.

Meinst Du den?

Hast Du dort auch gezeltet?

Geht das in Hessen schon ?

Rennrädle
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 19:37

Genau jener ist es. Den hab ich Fluri empfohlen. Wir sind da immer wenn es nach Osten geht, oder wir von Osten kommen.
von: Fluri

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 22:17

Ja, Nieder Mooser See.,das geht dort, von Lauterbach über Fulda erreichbar. Das meiste Stück ist auf dem Vulkanradweg. Ansonsten sollte man n der Gegend stramme waren haben. Habe Profil immer mit Komoot geplant, 4bis 6% sind gängih
von: Fluri

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 22:18

Ja gezeltet Sani offen aber nur mit Maske betreten
von: Fluri

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.05.20 22:21

Das glaub ich gerne, hinten die Wiese ist ideal
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.05.20 08:12

Vorab: Völlig Unabhängig von der Ein-/Ausreise D <-> F!
In einem französischen Online-Magazin wird die aktuelle Situation der Campingplätze in Frankreich und wer drauf darf behandelt.
Zwar reicht mein französisch mit Müh und Not dazu, das inhaltlich zu verstehen, aber natürlich nicht um erklärende oder verifizierende Quellen zu finden.
In dem Magazin ist zu dem Punkt, wer im Moment auf einen CP darf folgendes zu lesen (im ersten Absatz, sinngem. übersetzt):
Menschen, für die der Campingplatz ein reguläres Zuhause darstellt (Arbeiter in Bewegung, Studenten, verarmte Bevölkerung, Menschen auf der Durchreise, Gesundheitspersonal)

So, nun steht da also Menschen auf Durchreise - wer ist das? Sind das auch Radreisende mit Ziel xy?
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.05.20 08:29

Man muss das immer im Kontext der allgemeinen Regeln sehen: Reisen bis 100km uneingeschränkt, darüber nur wenn ein triftiger Grund vorliegt. Auch Dauercamper dürfen nur dann zu ihrem Wohnwagen fahren, wenn dieser weniger als 100km vom Wohnort entfernt ist.
In Antwort auf: UrbanCosmonaut


So, nun steht da also Menschen auf Durchreise - wer ist das? Sind das auch Radreisende mit Ziel xy?
Da steht "en transit" und das ist restriktiver als "auf der Durchreise". Es bedeutet eher "auf Überführung". Ich interpretiere das so: wer aus einem der Gründe unterwegs ist, der Fahrten über 100km erlauben, darf auf dieser Fahrt auf einem CP übernachten.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.05.20 08:32

Ok, Danke für den Kontext schmunzel
Diese feinen Unterschiede der Worte machen natürlich sehr viel aus.
Wie erwähnt, ist mein französisch hierfür zu oberflächlich ...
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.05.20 08:40

Ich denke, in den Köpfen der Leute, die diese Regeln formulieren, kommt ein Szenario, bei dem man sich im Umkreis von 100km vom Wohnort bewegt und dabei außer Haus übernachtet, einfach nicht vor.
von: UrbanCosmonaut

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.05.20 09:10

Ab 29. Mai sind wohl alle Beherbergungsbetriebe in BaWü wieder uneingeschränkt geöffnet (somit auf CPs auch die Sanitäranlagen). Abstands- und Maskenregeln gelten weiterhin!
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...f15d636cb7.html
von: MichiV

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.05.20 13:18

Mit Minimalgepäck liegt am Wochenende eine DreiTagesRadtour im Harz an.

Da ich nicht weiß, ob das Übernachten in Privatpensionen geht, kommt die Hängematte Cocoon Ultralight Mosquito Net mit, damit mir Nachts halt kein Vogel auf dem Kopf kackt schmunzel
von: Uwe Radholz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.05.20 18:28

In Antwort auf: MichiV
Mit Minimalgepäck liegt am Wochenende eine DreiTagesRadtour im Harz an.

....



Berichte mal, wie es funktionierte, wenn es nicht doch die Hängematte wurde. Harz habe ich nach Pfingsten auch auf dem Schirm.


MGU
von: HerrZebra

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.05.20 18:26

Mal anders gefragt: Wer von hier würde in den kommenden Tagen, Wochen ein Platz zu Zelten für 1 Nacht anbieten? grins
Oder wäre es sinnvoll dafür mal einen neuen Thread zu öffnen wo wir so was sammeln können?
von: Flowcatcher

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.05.20 18:52

Das gibts ja so schon, ich kann warmshowers empfehlen,
4 Anfragen, 3 positive Antworten für die kommenden 5 Tage.
von: Kubikus

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.05.20 19:05

In Antwort auf: MichiV
Mit Minimalgepäck liegt am Wochenende eine DreiTagesRadtour im Harz an.

Da ich nicht weiß, ob das Übernachten in Privatpensionen geht, kommt die Hängematte Cocoon Ultralight Mosquito Net mit, damit mir Nachts halt kein Vogel auf dem Kopf kackt schmunzel

Moin! So wie es schein, sind die meisten Campingplätze ausgebucht. Habt ihr einen ähnlichen Eindruck? Ich wollte ab Freitag in Richtung Ostsee (ab Hannover) starten und dann der Küste entlang in Richtung Osten. Irgendwie ungünstig, durch all die Situation um C....
Mit Wildcampen habe ich leider keine Erfahrung und würde meiden wollen. Oder gerade jetzt die beste Option bzw. Alternative?
von: Mastermind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.05.20 19:13

Pfingstferien werde ich weitestgehend meiden. Ich starte am 13.06 in Flensburg und schaue dann jeden Tag neu wo ich übernachte. Möglichst auf Campingplätzen und je nach Lust und Wetter in Pensionen und Hotels. Wildcampen würde ich ebenfalls wenn es denn sein muss. Ich habe da kein Problem mit, lediglich die Dusche würde ich vermissen.
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.05.20 19:13

Es gibt auch hier ein Übernachtungsnetzwerk, allerdings leider nicht hübsch als Karte darstellbar. Du findest Deine Gastgeber vielmehr lediglich über den Wohnort. Wenn jetzt einer zb im Süden schreibt, findest Du den dann freilich nicht.
Diejenigen, die Übernachtungen anbieten, findest Du über eine Art Schlafmütze beim Avatar.
Ich hatte schon einige Übernachtungsgäste, kannte aber die meisten vorher sowieso schon. Die bei denen ich selbst übernachtet habe, waren mir ebenfalls bekannt, was auch daran liegt, dass die Mitgliedszahl in den ersten Jahren eher übersichtlich war.
Gruß
Nat
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 00:32

In Ostbelgien wartet man auch bereits sehnlichst auf die Öffnung der Grenzen. Ein verbindliches Datum gibt es nicht, nur den 8. Juni als "geschätztes Datum". Unsicher ist das ganze deswegen, weil der Innenminister des Föderalstaates Pieter De Crem angeblich warten will, bis auch Frankreich die Grenze aufmacht, um dann alle Grenzen gleichzeitig aufmachen zu können. Viele interpretieren diese Vorgehensweise als reine/s Machtspielchen und Profilierungssucht des Innenministers. In Ostbelgien leiden die Menschen besonders, weil enge Bindungen nach Deutschland bestehen und viele auch darauf angewiesen sind, günstig einkaufen zu können.

Wen es interessiert, hier die gestrige Sitzung des Parlaments der Deutschsprachingen Gemeinschaft. Ab Minute 37:10 geht es um die Öffnung der Grenzen.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 11:22

Pfingsten an der Ostsee sind die Campingplätze auch ohne Corona ausgebucht.

Ich habe mich gerade zum Campen angemeldet. Im grünen Waldhessen. Ich habe einfach mal angerufen und gefragt, wie es aussieht. Und es sah so aus: Fast ausgebucht. Man muss sich auf jeden Fall anmelden, abends vor 20 Uhr dort sein (sonst anrufen, dann wartet jemand), Beim Check-in einen Gesundheitsbogen ausfüllen, an der Rezeption und im Sanitärhaus einen Mundschutz tragen, den man dann am Waschbecken/in der Dusche abnimmt.

Wir sind es an sich gewöhnt, einfach loszuradeln. Und das ist nun durchaus unspontaner. Aber wir probieren es jetzt Pfingsten einfach mal aus.
von: Kubikus

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 19:50

In Antwort auf: Fricka


Wir sind es an sich gewöhnt, einfach loszuradeln. Und das ist nun durchaus unspontaner. Aber wir probieren es jetzt Pfingsten einfach mal aus.

Ich werde den Urlaub für die nächste Woche wahrscheinlich canceln, weil mir diese Unsicherheit, an mehreren Campingplätzen keinen Platz zu bekommen, nicht gefällt. Dann lieber ein paar lange Touren am Pfingswochenende und einen Tagesausflug in den Harz und zum Brocken (mit dem MTB). Eine Bikepackingreise zu einem etwas spätere Zeitpunkt, entlang der Ostseeküste, erhoffe ich mir aber doch noch in diesem (Spät-)Sommer.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 19:58

Südtirol will Touristen künftig Gratis-Tests auf das Coronavirus anbieten. Alerdings sollen diese nur in Hotelangebote integriert sein. Was das für Individualtouristen bedeutet, keine Ahnung.

Vermutlich sind Individualtouristen, also auch Radreisende demnach nicht im Land erwünscht.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 20:05

passt dazu: wir haben eben versucht, in Bamberg auf unserem Lieblingscampingplatz einen Zeltplatz zu bekommen. Keine Chance mehr direkt über Pfingsten. Ab Montag wäre es wieder möglich.

Aber: ich denke dass es nun vorallem nach Pfingsten nicht so schlimm sein wird, denn es haben nur 2 Bundesländer länger Ferien.

Gruß Rennrädle
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 20:08

In Antwort auf: Thomas1976
...

Vermutlich sind Individualtouristen, also auch Radreisende demnach nicht im Land erwünscht.


naja, daraus zu resultieren, dass man dadurch nicht erwünscht ist....?
Finde ich jetzt etwas zu weit und zu negativ interpretiert.
Letztendlich werden die Tests angeboten und sind nicht verpflichtend.

Rennrädle
von: BvH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 20:17

Ich habe mir heute nochmal die Verordnung von Niedersachsen angesehen. Kann es sein, dass die Wiederbelegungssperre von 6 Tagen für Hotels und Pensionen entfallen ist und nur noch für Ferienhäuser und Ferienwohnungen gilt?

Dann könnte meine nächste Tour doch noch nach Norden gehen.

Gruß

Bettina
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 20:23

In Antwort auf: BvH
Ich habe mir heute nochmal die Verordnung von Niedersachsen angesehen. Kann es sein, dass die Wiederbelegungssperre von 6 Tagen für Hotels und Pensionen entfallen ist und nur noch für Ferienhäuser und Ferienwohnungen gilt?

Dann könnte meine nächste Tour doch noch nach Norden gehen.

Gruß

Bettina


Ja, aber das war doch in der Phasenlockerung des 5-Stufen Planes so vorgesehen. Wir in Niedersachsen müssten uns nun in Phase 3 befinden.
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 22:56

Hallo in die Runde,

ab dem kommenden Sonntag, 31. Mai, plane ich, zwei Wochen lang auf dem Deutschen Limes-Radweg von Regensburg an den Mittelrhein unterwegs zu sein. Dabei bin ich darauf angewiesen, jede Nacht ein Zimmer zu finden, denn Zelten ist für mich keine Option. Ich bin es gewohnt, die Unterkünfte erst am gleichen Tag zu buchen, da mir eine längere Vorausbuchung zu unflexibel ist. Laut booking.com scheint es selbst für die Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag noch reichlich Angebote zu geben.

Zu großen Teilen führt meine Route durch Gegenden, die nicht sehr touristisch geprägt sind. Dies ist einerseits natürlich ein Vorteil, da auf dem wenig frequentierten Weg die Abstandsregeln problemlos eingehalten werden können. Andererseits sind die Unterkunftsmöglichkeiten womöglich dünn gesät.

Daher die Frage aller Fragen: Kann ich mich darauf verlassen, dass ich trotz der Krisensituation spontan für eine Nacht aufgenommen werde und auch einen Tisch zum Abendessen bekomme?

Gruß aus Duisburg
Carsten
von: Mastermind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 23:00

Das kann dir keiner beantworten, aber mit etwas Flexibilität bei der Etappenlänge und der Preisspanne der Hotels sehe ich da keine Probleme. Ich würde es machen.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 23:18

Ich sehe da kein Problem. Die große Reisewelle wird jetzt ab Pfingsten bestimmt nicht ausbrechen und auf der geplanten Strecke gibt es mWn auch keine Kapazitätsbeschränkungen in den Unterkünften. Mach es einfach.
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.05.20 23:41

Das hört sich schon mal gut an. Weiß jemand, ob die öffentlichen Toiletten in der Regel wieder in Betrieb sind? Zeitweise waren ja die meisten geschlossen.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 00:05

In Antwort auf: CarstenR
Das hört sich schon mal gut an. Weiß jemand, ob die öffentlichen Toiletten in der Regel wieder in Betrieb sind? Zeitweise waren ja die meisten geschlossen.

Ich kann es dir nicht sagen. Ich kenne einige, die waren dauernd in Betrieb, vor allem innerstädtisch. An Friedhöfen finde ich teils immer noch geschlossen Toiletten, was aber auch wegen der Kosten/Perosnal sein kann, nicht wegen der Bestimmungen. Weil etliche Freizeitgelände aufmachen (Baggerseen usw.), gibt es auch wieder erweiterte Möglichkeiten von WCs. Was mit einfachen Dixieklos an solchen Anlagen passiert, kann ich weiderum nicht einschätzen. Was gestern galt, muss aber nicht morgen gelten. Es ist nicht nur nach Bundesland verschieden, sondern jede Gemeinde entscheidet selber.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 10:09

Eine garantierte Unterkunft gab es eigentlich noch nie. Wir haben da schon einiges erlebt. In normalen Zeiten. Und da sind wir jetzt noch lange nicht.
von: Sharima003

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 10:59

Ich fahre über Pfingsten den Hermannsweg. Normalerweise buche ich auch sehr spontan ein Zimmer. Ich beobachte bei booking com die Zimmerangebote. In den letzten Tagen merkt man, dass die Angebote weniger werden. Ich denke, viele buchen jetzt noch kurzfristig. Ich habe bei meinem ersten Etappenziel bis Sonntag noch zich Angebote gehabt. Gestern waren es noch ca. 3. Ich habe jetzt das erste Etappenziel gebucht. Ich habe ja auch noch meinen Hund mit und bin darauf angewiesen, dass Hotels/Pensionen Hunde erlauben.
Ach ja, das erste Etappenziel war in Niedersachen. Und durch Wegfall der 7 tages Regel werden wohl noch einige spontan für ein paar Tage gebucht haben!!
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 11:01

Ich habe es jetzt für Pfingsten - Hessen Nord-Süd - vorgebucht. Auf meiner Route hätte ich sonst etwas REspekt, eben, weil es nicht so viele Unterkünfte gibt an den Orten meiner Tagestourenden. Da war auch nicht mehr sooo viel frei.

Nach Pfingsten hätte ich auch nicht so wahnsinnig Bedenken, allerdings sind in BaWü und Bayern Pfingstferien. Mit der Flexibilität, im Zweifelsfall noch eine Stunde länger fahren zu können und der Flexibilität, mehr ausgeben zu können, müsste das aber gehen.

Bei meiner Nord-Süd-Tour Ende Juni habe ich auch nur die erste Nacht vorgebucht. Sylt, da schien es mir angebracht, außerdem ist es eben der Start der Tour und daher örtlich festgelegt. Bei allen anderen Etappen will ich auch spontan buchen.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 18:09

weiß jemand, warum zwar die Campingplätze die Santitärgebäude öffnen aber man dennoch nicht als Zelter kommen kann?

ZB Bischofsheim in der Rhön: Gebäude geöffnet aber nur Wohnmobile/-wagen mit eigenem Sanitär zugelassen.
Bamberg und Dollnstein auch.

fragt sich
Rennrädle
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 18:39

Ruf die doch mal an und frag.

LG
Detlef
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 18:50

haben wir schon probiert - kommen aber nicht durch bzw es kommt keine Rückantwort. Wahrscheinlich sind die alle ziemlich überrannt-
Die in Bamberg sind zB Landunter mit Anfragen.

Rennrädle
von: Mastermind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 19:04

Ich fahre wie Holger Deutschland Nord-Süd (ab 12.06.) und habe bis auf den Beginn auf Sylt nichts vorgebucht.

Ich bin da entspannt. Deutschland ist sehr dicht besiedelt und man wird irgendwas zum übernachten finden. Wildcamping kann auch mal reizvoll sein und wenn man nett fragt ist es nicht "wild" sondern "genehmigt".

Die Tendenz ist deutlich zu schnelleren und immer weitgehenderen Entscheidungen in Richtung Normalität. Außer bei den Hotspots die im Sommer aber auch bisher schon sehr voll waren, mache ich mir keine Sorgen.
von: Eon

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 19:18

In Antwort auf: Rennrädle
weiß jemand, warum zwar die Campingplätze die Santitärgebäude öffnen aber man dennoch nicht als Zelter kommen kann?

Bei uns im lokalen Käseblättchen hat zum Campingplatz am Gederner See in Oberhessen gestanden, dass die Sanitäranlagen nur für Dauercamper über einen elektronischen Zugangscode zugänglich sind. Andere müssen ihre eigene Toilette mitbringen, z.B. Wohnmobil.
Zelten ist grundsätzlich nicht gestattet, aber dann wollten die noch auf dem Gelände von dem Campingplatz ein Autokino eröffnen um die finanziellen Verluste auszugleichen. Pinkeln die Kinobesucher jetzt in den See?

Gruß
Eon
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 19:22

Wir fahren zur ähnlichen Zeit von Süd-West nach Mitte-Ost und retour und ich stelle mich auf überwiegendes "Wild"- Zelten ein. Wenn sich was anderes ergibt, freue ich mich, aber ich plane nicht fest damit.
Übrigens ist gerüchteweise an beliebten Ausflugsecken wie zb dem Pfälzer Wald Polizei unterwegs, die versucht wildes Campen (wohl aber vorwiegend das automobile) zu unterbinden.
Ich fürchte also, dass man noch umsichtger bei der Platzwahl sein sollte als sonst.
Fragen schadet sicher nicht, sofern möglich.
Gruß
Nat
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 19:45

Hat sich irgendwas an Änderungen bezüglich Sommerradtouren in Schweden ergeben?
Ich haben nach Recherchen im Internet den Eindruck, dass man nach Schweden reisen kann und auch wieder zurück nach CH kann, ohne Quarantäne.
Nur die Grenzen zwischen Schweden und den benachbarten drei nordischen Ländern schließen sich langsam...
Interessanter ist natürlich, Norwegen und Schweden zu kombinieren oder gar nur in Norwegen zu fahren. Aber sowas wie Kiruna - Malmö wäre aus meiner Sicht zumindest interessant und man könnte sicher mit Wildzelten einiges machen, wenn Zeltplätze nicht wollen, dürfen oder können.
Ich bevorzuge für An- und Abreise natürlich die Kombination aus Schiff und Zug, aber ich weiß nicht, ob das das ganze Projekt unnötig gefährdet, weil man dann ja zwingen noch mehr Länder bereist. Ich neige also im Moment dazu für die Anreise sowas wie Zürich - Stockholm - Kiruna zu nehmen und für die Rückreise Malmö - Stockholm - Zürich. Auch wenn es noch dazu ein bescheuerter Umweg ist.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 19:53

Ich denke, dass das ein Risiko ist. Aber ich denke, im konkreten Fall lässt es sich irgendwie lösen.
Die Frage ist auch, ob das (kleine) finanzielle Risiko im Vergleich mit dem (ebenfalls kleinen, aber realen) Risiko, eine schwerwiegende Krankheit zu bekommen, so stark ins Gewicht fällt.
von: Olli2017

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 20:13

Bin heute in Schweden (Malmö) angekommen und gleich mal 100 km Richtung Norden gefahren. Auf der Fähre trug NIEMAND eine Maske. Auch bei der Einreise null Kontrole. Schweden scheint auch alles super locker zu sein. Das tut gut. Wer denkt, das er sich eine tödliche Krankheit einfängt bleibt einfach zu Hause. Nordkapp wird wohl nichts aber vielleicht kann ich über Finnland und Helsinki zurück fahren.
Ansonsten stell ich mich auf 100% Wild zelten (Müll kommt natürlich mit!) ein und sauber werden im oder am See. Mit klarem Wasser. Dafür könnte das Jedermannsrecht auch heute noch wie gemacht für sein.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 20:19

offensichtlich starten hier viele ab dem 12.6. schmunzel
Wir auch - hoffentlich nach Erfurt und großer Bogen durch Mitteldeutschland.

Fürs Wochenende haben wir uns in den Holzberghof in der Rhön eingenistet. Hatte jetzt keine Lust mehr auf Campingplatz weitersuchen. Waren früher schon mal da - liegt direkt an der Hochrhönstraße und ist eher einfach gestrickt. Freue mich drauf- muss echt mal raus was anderes sehen und erradeln.

Gruß rennrädle
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 20:25

In Antwort auf: Eon

Zelten ist grundsätzlich nicht gestattet, aber dann wollten die noch auf dem Gelände von dem Campingplatz ein Autokino eröffnen um die finanziellen Verluste auszugleichen. Pinkeln die Kinobesucher jetzt in den See?

Gruß
Eon


Die Regeln beim Autokino sind die, dass man das Auto während der Vorstellung nicht verlassen darf. Siehe u.a. hier
von: BvH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 20:33

Bei mir geht es erst am 13. los, wahrscheinlich zuerst 3 Tage Ostfriesland mit festem Quartier und dann soweit wie möglich Richtung Heimat.
von: Michael B.

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.05.20 21:30

In Antwort auf: Sharima003
Ich fahre über Pfingsten den Hermannsweg. ...


den Wanderweg mit Hänger und Hund? Hut ab und viel Spaß (Kenne nur Teile zwischen Bielefeld und Bad Driburg)
von: Sharima003

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.05.20 05:27

In Antwort auf: Michael B.
In Antwort auf: Sharima003
Ich fahre über Pfingsten den Hermannsweg. ...


den Wanderweg mit Hänger und Hund? Hut ab und viel Spaß (Kenne nur Teile zwischen Bielefeld und Bad Driburg)


Ja genau,den Wanderweg. Ich starte in Ibbenbüren (die Anfangsstrecke bin ich schon mehrfach gelaufen) und versuche dann bis zu den Externsteinen zu radeln.
Letztes Jahr bin ich den kompletten Weg gewandert. Ich weiß also, was mich erwartet schmunzel.
Ich habe seit Montag einen BOB YAK, den ich als Hundeanhänger verwende.
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.05.20 08:37

Zitat:
Die Regeln beim Autokino sind die, dass man das Auto während der Vorstellung nicht verlassen darf. Siehe u.a. hier

Bevor das unter Fake-News fällt, bitte die Hinweise komplett lesen: Toilettenbesuche sind natürlich hier und in anderen Autokinos erlaubt. Wenn das Auto verlassen wird, ist eine Maske zu tragen, an der Toilette ist Händedesinfektion obligatorisch.
Gruß
Uli, dreimal Autokino und -comedy in den letzten Wochen
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.05.20 12:39

In Antwort auf: Olli2017
Bin heute in Schweden (Malmö) angekommen und gleich mal 100 km Richtung Norden gefahren.

Das klingt gut.
Eine Herausforderung ist noch das Laden des Mobiltelefons, wenn man sehr lange hintereinander im Wald zeltet. Ich habe Solarladegerät und für sparsamen Einsatz des Telefons könnte das reichen... Aber nicht für die Digitalkamera. Ich überlege deshalb, meine analoge Kamera mitzunehmen, da die die ganzen Ferien mit einer Batterie durchhält.

Ich werde dann mal bald anfangen, konkret etwas zu planen, für ca. 3.5 Wochen in Juni/Juli/August.

Interessant ist noch, ob und wie Zeltplätze grundsätzlich trotz Corona in Schweden noch funktionieren. Ich gehe aber gerne überwiegend oder auch fast ausschließlich in den Wald.

Es bleibt eine Herausforderung in größeren landwirtschaftlichen oder städtischen Gebieten zu übernachten und in der letzten Nacht vor der Heimreise.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.05.20 12:42

Ich denke, dass der Zeltplatz einfach Geld verdienen will und sich das raussucht, was erlaubt ist und Geld bringt. Auch wenn es absurd ist, dass man Autokinobesucher in der Toilette erlaubt und Camper mit Zelt nicht.

Ich freue mich schon auf das richtige Kino, wenn das wieder besuchbar wird.
Autokino geht ohne Auto nicht... ;-)
von: elay

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 11:02

Radfahren in der Coronakrise, das haben wir über das letzte verlängerte WE auch gemacht und unsere Reiseräder aus Leipzig abgeholt u. die „Überführung (knapp 300KM)“ gleichzeitig als kleinen Probelauf genutzt schmunzel

Wir haben 4x gezeltet u. 1x wurden wir beim Wasser tanken in eine gerade freistehende Whg. eingeladen grins Hier haben wir als Dankeschön auch eine kleine Spende für die Kinderspardosen im Briefkasten (sollten wir den Schlüssel einwerfen wenn wir fahren) hinterlassen.

Das freie Zelten hat immer super geklappt grins u. wir hatten schöne Rasen-/Wiesenplätze u. haben beim Wasser holen nachgefragt u. immer freundliche Menschen getroffen u. nette Gespräche geführt.
Durch Sachsen-Anhalt hatten wir auch kein Problem, obwohl hier erst ab dem 28.05 für touristische Zwecke geöffnet werden sollte, aber wir hatten ja nur eine Überführungsfahrt

Wetter war super, auch mal geregnet u. kurzzeitiger Hagel, aber sonst durchgängig Sonne-Wolken-Mix. Da wir aus dem Osten kamen hatten wir immer Wind von der Seite o. von vorn träller

Abstandsregeln u. Mund-Nase-Schutz wurden überall eingehalten, mal mehr, mal weniger…

Es geht aufwärts u. die nächste Tour steht schon vor der Tür schmunzel auch wenn aus den Minimum 2 Jahren um die Kugel, erstmal nur 4 Wochen durch Deutschland werden – aber wir sind optimistisch, dass wir zum Jahresende bzw. Anfang nächsten Jahres doch starten können.

Schöne Pfingsttouren…
von: drachensystem

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 11:26


Eine Karte mit allen aktuellen Reisebeschränkungen innerhalb der EU und möglichen Grenzöffnungen fand ich gerade
hier: https://media.graphcms.com/sN788ojKR4qxLMbtO16t
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 18:25

In Antwort auf: Axurit
Da steht "en transit" und das ist restriktiver als "auf der Durchreise". Es bedeutet eher "auf Überführung". Ich interpretiere das so: wer aus einem der Gründe unterwegs ist, der Fahrten über 100km erlauben, darf auf dieser Fahrt auf einem CP übernachten.
Inzwischen kann man die ab dem 2.Juni geltenden Regeln auch auf der Seite des französischen Konsulats in Berlin nachlesen. Demnach bleibt es dabei, dass die Einreise, abgesehen von beruflichen und familiären Gründen, nur für Personen mit Hauptwohnsitz in Frankreich sowie für die Durchreise zum Heimatland erlaubt ist.
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 22:24

Moin!

Zu zweit wollten wir Anfang Juli ab Parsberg/Oberfalz an sich nach Tschechien/Slowakei/Südpolen – sprich Berge machen.

Als Alternatividee schwebt mir nun vor: erst mal nach Bay.-Zell (mit Einkehr im Kloster Weltenburg!) und von dort aus immer hart an der tschechischen Grenze (Iron-Curtain-Trail?) gen Norden zu fahren. Und weiter Richtung polnische Grenze und an der Neiße/Oder oder quer durch BB nach Hause.

Wie ist es im Grenzgebiet Tschechien/Slowakei mit der CP-Dichte? Ich denke aber auch, dass man in der Gegend halbwegs gute Chancen hat, Wildcampingstellen zu finden.

Gute Tage - Reinhard
von: Wendekreis

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 22:39

In Antwort auf: Bahnhofsradler
Wie ist es im Grenzgebiet Tschechien/Slowakei mit der CP-Dichte? Ich denke aber auch, dass man in der Gegend halbwegs gute Chancen hat, Wildcampingstellen zu finden.

Mit der Option [Suche-Unterkunft] hast du reiche Auswahl:
MapyCZ
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 22:51

In Antwort auf: drachensystem

Eine Karte mit allen aktuellen Reisebeschränkungen innerhalb der EU und möglichen Grenzöffnungen fand ich gerade
hier: https://media.graphcms.com/sN788ojKR4qxLMbtO16t


Vielen Dank!
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 22:54

Danke! das ist ein guter Link für die Planung. Suche "Camping" - und schon haste den Überblick!

Reinhard
von: Wendekreis

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.05.20 23:31

Die Angaben bei "Archies Campings" sind reichhaltiger und zuverlässiger. Weitere Angaben dazu in diesem Forum.
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.06.20 23:52

Hi bk schmunzel

willst du noch starten? Wie sieht deine Planung ggf. aus?

Ich wollte Ende Juni los. Mein Zeitfenster sind etwa 3 Wochen. Eigentlich war als Anfahrt Kiel-Oslo geplant. Das hat sich jetzt leider erledigt, nachdem Norwegen die Einreisebeschränkungen bis mindestens tief in den Juli verlängert hat. Nun schwanke ich noch zwischen Göteborg, Trelleborg/Malmö und Helsinki als Anreisepunkt.

Da Göteborg etwas weiter nördlich liegt als Trelleborg/Malmö und Stenaline (von Kiel) ganz gute Stornierungsbedingungen zu haben scheint (im Gegensatz zu Finnlines nach Helsinki), ist das momentan mein Favorit.

Würde mich ebenfalls über aktuelle Infos zu Skandinavien freuen. Etwas nachdenklich macht mich noch die Rückreise. Wenn Norwegen dicht bleibt (wovon auszugehen ist), muss ich wieder zurück nach Göteborg oder noch weiter südlich. Das schränkt die Routenplanung doch etwas ein.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 08:27

Wir haben Pfingsten auf dem Campinplatz in Grünberg verbracht. Mit Voranmeldung. Maske an der Rezeption. Auf der Wiese war viel Platz. Die Leute entspannt und freundlich. Das Sanitärhaus sollte nur jeweils von 2 Personen mit Maske betreten werden. Ich habe dort niemals jemanden getroffen. Es war - naja relativ sauber- Campingplatz halt. Gras auf dem Boden usw. Und es roch nicht nach Desinfektionsmittel. Ich hatte meines dabei.

"Im Grünen" haben wir niemanden getroffen. In Grünberg selber war es recht voll. In den Gaststätten zu voll für uns. In den Orten, die wir unterwegs durchquert haben, war alles geschlossen.
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 11:29

Am Donnerstag geht es bei mir los: Fähre nach Trelleborg von Travemünde und dann will ich langsam Richtung Norden radeln. Die Großen Städte werde ich meiden und ich hoffe das für den Rückweg die Grenze nach finnland offen ist. da ich gut Zeit habe kann ich alles sehr relaxt angehen.... freue mich das es nun losgeht. Euch auch einen schönen Radelsommer, lg helmut
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 11:59

Gute Reise. Ich möchte auch in Kürze nach Schweden.
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 12:28

Danke vielleicht sieht man sich irgendwo mal..... da ich sicher auch alle 2 Wochen mal einen mehrtägigen Stop einlege, dir auch gute Reise dann..... Helmut
von: oerni

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 15:25

Bin nun seid ner guten Woche in Deutschland unterwegs, angefangen in Emden ist der (Ersatz)Plan quer durchs Land. Ich wurde bisher erst einmal von einem Camping abgewiesen da man keine Zelte aufnimmt. Das war in Niedersachsen. Ansonsten hatte ich keine Probleme, allerdings auch mal geschlossen Duschen gehabt. Überall gilt, beim betreten geschlossener Räume, Maske auf...
Mal sehn wie das nun in Bayern wird.... und ob man am 15.6. früh nach Österreich rein radeln kann
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 16:45

Viel Glück beim Start, Helmut! Das klingt auf jeden Fall nach einer tollen Tour! Bei mir kribbelt es auch langsam schmunzel

Wenn du die Zeit hast und Norwegen bis dahin wieder offen sein sollte, dann lohnt sich ein Abstecher in die Finnmark, wenn du sowieso schon einmal da oben im Norden bist.

Wie planst du zu übernachten? Wild, CP oder Zimmer?
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 17:43

In Antwort auf: MaikHH

Wenn du die Zeit hast und Norwegen bis dahin wieder offen sein sollte, dann lohnt sich ein Abstecher in die Finnmark, wenn du sowieso schon einmal da oben im Norden bist.

Wie planst du zu übernachten? Wild, CP oder Zimmer?

Danke Maik, ich würde gerne mal nach Norwegen rüber....aber die lassen wohl noch länger niemand aus Schweden rein, denke das wird nix. Ich habe ein Zelt und alles dabei.... gönne mir aber auch mal eine Jugendherberge oder wenn ich mal abundzu irgendwo mehrere Tage bleiben will eine Unterkunft über Airbnb. Geht ja alles mit der App spontan.
LG Helmut
von: RADional

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 18:02

Gute Nachrichten: Tschechien öffnet Grenzen für deutsche Touristen am 15. Juni

Du wirst dir also aussuchen können, ob du Richtung Polen durchs schöne Erzgebirge oder vergleichsweise flach durch die Tschechische Republik radelst.

Zur ersteren Option schrub ich hier und hier schonmal etwas. Wildcamping dürfte da kein Problem sein.

Zur zweiten Option würde sich der Eger-Radweg anbieten. Entlang des Flusses gibt es allerhand eher einfache Zeltplätze für Paddler, da ist sicher ein Unterkommen.

Falls du noch Fragen zur Routenführung in den hiesigen Gegenden hast, gib Bescheid.
von: Uwe Radholz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 18:02

Hänge ich mich bei dir an, weil du den letzten Beitrag geschrieben hast.

War gerade beim Stadler und wollte was besorgen. Ein vollkommen unglaublicher Anblick und ich habe bedauert, dass Handy nicht dabei zu haben, um es zu fotografieren. Den gehen die Fahrräder aus. Vor allem die aus dem mittleren und niedrigen Preissegment.
Ich habe es mal gezählt. Die haben solchen Warenaufsteller, auf denen üblicher Weise acht oder neun Räder nebeneinander stehen. Einige waren vollkommen leer, auf anderen standen ein oder zwei Räder.
Ab 1.000€ aufwärts sah es dann besser aus. Auch Rennräder gab es mehr, wenngleich auch viel um die 3.000 Euro. Auch erstaunlich: Stromfahrräder gab es jede Menge. Scheint nicht der Hit zu sein oder der Nachschub funktioniert besser. Es gibt jetzt auch richtige E-Mopeds.
Riesige Schlangen an den Kassen, weshalb ich auch ohne Einkauf wieder ging. Durch die Abstände wirkt es natürlich alles erst mal größer, weshalb ich auch gezählt habe. Waren 30 Kunden bzw Gruppen, die zusammengehörten. Ungefähr die Hälfte davon kauften neue Räder.

Ein Händler, mit dem ich am Samstag sprach, weil ein Bekannter ein bestimmtes Rad haben will, meinte, er bestellt es gern, aber zuletzt hätte er bei diesem Hersteller die Ansage bekommen, dass man 12 Wochen warten müsse. Übrigens ein deutscher.

Ich hoffe sehr, dass all die neuen Räder auch auf die Straße kommen und nicht kurz nach dem Start in Fahrradleben ein trauriges Ende im Schuppen oder Radkeller finden. Und auch wenn die Zeiten für viele nicht wirklich gut sind, freut es mich, dass grad diese Branche eine Ausnahme sein könnte.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 18:13

Zitat:
Und auch wenn die Zeiten für viele nicht wirklich gut sind, freut es mich, dass grad diese Branche eine Ausnahme sein könnte.



Mich freut es auch, ich bin mir aber sicher dass die Dinger bei vielen verstauben im Kellegewölbe wenn wieder alles erlaubt ist.

Nicht jeder ist so doof wie wir, der einen ganzen Keller voll mit Rädern hat und tatsächlich jedes Rad nutzt.
von: cyclist

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 21:51

Hallo Maik,
Zitat:
Da Göteborg etwas weiter nördlich liegt als Trelleborg/Malmö und Stenaline (von Kiel) ganz gute Stornierungsbedingungen zu haben scheint (im Gegensatz zu Finnlines nach Helsinki), ist das momentan mein Favorit.
das Problem bei Finnlines und der Fährverbindung Travemünde-Helsinki ist, das es einmal den "Special-Preis" und einmal den "Flex-Preis" gibt. Der erstere Tarif ist zwar deutlich günstiger, aber bei einer Stornierung 100% Verlust hat. Bei dem zweiten "Flex"-Tarif hat man die Möglichkeit auch noch ein paar Tage vorher umzubuchen.
Leider ist es jetzt nicht mehr möglich, ein einzelnes Bett in einer 3er-/4er-Bett-Kabine zu buchen, sondern man kann nun nur noch die jeweilige komplette Kabine buchen, was sich natürlich deutlich im Preis niederschlägt. Ich hatte mal Anfang März ausgerechnet, was es mich kosten würde (Tra-Hels-Tra, mit Rad, 1 Bett in 3er-Kabine, incl. Mahlzeitenpaket), da kam ich auf 703,-€ weinend Vor ein paar Tagen dann erneut berechnet, da kam ich bei der Auswahl nur mit Ruhesessel auf 610,-€ (ansonsten identische Auswahl). schockiert Mit der günstigsten zur Verfügung stehenden Kabinenoption lag ich bei über 800,-€

Insofern würde ich meine ursprünglich geplante Reise nach Finnland (halbe Runde um den Bottnischen Meerbusen) auch eher auf kommendes Jahr verschieben und dieses Jahr auch auf eine Tour durch Südschweden umschwenken. schmunzel traurig
von: BeBor

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 22:14

In Antwort auf: Thomas1976
Mich freut es auch, ich bin mir aber sicher dass die Dinger bei vielen verstauben im Kellegewölbe wenn wieder alles erlaubt ist.

Dann gibts sicher 2030 bei eBay jede Menge neuwertige Teile für Uralträder aus dem Coronasommer (... wann war das noch mal?). Schön für die Bastler- und Schrauberfraktion.

Bernd
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 22:23

Ich haenge mich einfach an den letzten Poster.
Fuer Frankreich findet sich nun folgendes:

https://www.interieur.gouv.fr/Actualites/L-actu-du-Ministere/Attestation-de-deplacement-et-de-voyage

Deutsch und Englisch sind ebenfalls vorhanden.
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 22:28

In Antwort auf: Olli2017
Bin heute in Schweden (Malmö) angekommen und gleich mal 100 km Richtung Norden gefahren. Auf der Fähre trug NIEMAND eine Maske. Auch bei der Einreise null Kontrole. Schweden scheint auch alles super locker zu sein. Das tut gut. Wer denkt, das er sich eine tödliche Krankheit einfängt bleibt einfach zu Hause.


Was irgendwie schon komisch ist, dass jetzt soviele Nicht-Schweden einreisen, wenn fuer Schweden selbst eine Reisewarnung gibt und man soll sich doch bitte nicht mehr als 2h von seinem Zuhause entfernen.
Es ist alles super locker in Schweden, aber man verzeichnet eine höhere Todeszahl als die anderen nordischen Laendern und ohnehin per 1 Mio Einwohner.
Und Du weisst doch: In Schweden gibt es keine Kontrollen, sondern FHM setzt auf das Vertrauen in die Bürger, sie mögen sich an die Empfehlungen halten.
von: Uwe Radholz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.06.20 23:14

In Antwort auf: Thomas1976
Zitat:
Und auch wenn die Zeiten für viele nicht wirklich gut sind, freut es mich, dass grad diese Branche eine Ausnahme sein könnte.



Mich freut es auch, ich bin mir aber sicher dass die Dinger bei vielen verstauben im Kellegewölbe wenn wieder alles erlaubt ist.

Nicht jeder ist so doof wie wir, der einen ganzen Keller voll mit Rädern hat und tatsächlich jedes Rad nutzt.


Ja, das wird es wohl werden. Aber vielleicht bleiben doch etliche Menschen dabei, das Rad zu nutzen. Einfach, weil sie rausbekommen, dass es gut ist.
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 00:26

Hi Markus,

ich war schon kurz davor, bei Color-Line zu buchen. Die hatten ab demnächst wieder Überfahrten von Kiel nach Oslo im Programm und lockten auch mit kostenlosem Flex-Tarif (freie Stornierung bis 24h vor Fahrtantritt). Als ich dann auf der Seite der norwegischen Botschaft gelesen habe, dass das Land für mich mindestens bis zum 20.7. dicht sein wird, hab ich das natürlich gelassen. Bei Finnlines viel dann auf, dass ein Flextarif nicht so "billig" zu bekommen ist.

Ich vermute mal, dass Color-Line einfach wie wahnsinnig jetzt Kunden anwerben muss. Die Fähren sind ja hauptsächlich für den Passagiertransport (mit Event-Charakter) ausgelegt. Daher standen die wohl im Lockdown still. Finnlines transportiert aber nebenbei noch Güter, so dass die nicht so sehr auf den Passagiertransport angewiesen sein dürften. Ich frage mich nur, was die Passagiere dann in Oslo machen sollen, außer gleich wieder zurückzufahren. Norwegen bleibt ja zunächst dicht. verwirrt

Ich werde jetzt wohl Kiel-Göteborg buchen, mit Flextarif (20€ Aufpreis). Dann geht's am Fjell entlang Richtung Östersund und irgendwie wieder zurück. Ein paar schöne Ecken gibt es auf dieser Route auf jeden Fall. Und auch die Zivilisationsdichte sollte hinreichend niedrig sein grins

Falls sich Schweden in den kommenden zwei / drei Wochen noch dramatisch entwickeln sollte (und zB die Reisewarnung des AA für Schweden bestehen bleiben sollte oder die Quarantäne für Rückkehrer wieder? verhängt wird), werde ich aber wohl schauen, ob dann nicht doch Finnland noch möglich sein wird.
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 07:28

In Antwort auf: Fricka
Wir haben Pfingsten auf dem Campinplatz in Grünberg verbracht.

Darf ich interessehalber nachfragen, um welches Grünberg es sich handelt? verwirrt Es scheint nahezu 20 Nester diesesNamens allein in Deutschland zu geben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnberg

Gruß
Thoralf
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 08:06

Ich nehme aus Gründen an, das eine in Hessen (Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus (Länder)).

Die meisten der 20 sind zudem ja Ortsteile, man dürfte eher "Jagstzell" sagen, als Grünberg (Jagstzell).
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 08:27

Grünberg in Hessen. Bei Gießen. Im Vogelsberg.
von: Margit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 08:28

Die Ortsangaben finde ich auch stets faszinierend wirr Suche ich jedoch nach "Campinplatz in Grünberg" zeigt mir Google den in Hessen an. Komoot kennt den auch, wenn man bei der Ortssuche das Wörtchen "in" entfernt und zeigt "Schwimmbad und Campingplatz" an. Bei Ortssuche ist oft Fantasie gefragt, egal ob hier im Forum oder Beschreibungen der Touristikbüros. Die Planung meiner schwierigsten Touren im Jahr (Osterbrunnen und Krippen) trieb mich früher fast an den Rande des Wahnsinns, zwischenzeitlich plane ich nur noch wochentags, damit ich die Gemeinden anrufen und nach der genauen Adresse fragen kann, insbesondere PLZ oder wenigstens Name des Ortes, zu dem der in den Prospekten erwähnte Ortsteil gehört. zwinker
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 08:45

In Grünberg empfiehlt sich das Malsga eis in der örtlichen Eisdiele. Das ist schlicht und einfach Genial.
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 09:35

In Antwort auf: Deul
In Grünberg empfiehlt sich das Malsga eis in der örtlichen Eisdiele. Das ist schlicht und einfach Genial.

Völlig unmöglich. Unverzichtbarer Bestandteil von Malaga-Eis sind doch Rosinen. Impossible.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 10:03

Die örtliche Eisdiele in Grünberg war so überfüllt mit dicht an dicht sitzenden Menschen, bedient von zwei schwimpfenden Kellnern, dass dir der Appetit auf Malaga sicher vergangen wäre. In den Orten außerhalb von Grünberg bis Alsfeld war noch alles geschlossen. Wir haben es knapp geschafft, ohne zu verdursten.

Der Campingplatz hat eine Homepage, auf der die Adresse steht. Er ist auch ausgeschildert. Und das Schwimmbad sowieso.
von: bluesaturn

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 11:47

Ich möchte noch etwas ergänzen:

https://www.swedenabroad.se/de/botschaft...n-m%C3%B6glich/

Dort steht:
"Das schwedische Aussenministerium rät von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. Dies gilt bis zum 15. Juli 2020. Innerhalb Schwedens sind, laut Empfehlung der schwedischen Regierung, Reisen in einem Umkreis von 1 bis 2 Autostunden vom Wohnort möglich."

von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 12:14

Die Route von Göteborg nach Östersund relativ nahe der norwegischen Grenze und etwas weiter entfernt zurück (oder umgekehrt) ist auf jeden Fall vielversprechend. Genau das war vor Jahren (lange vor 2015) mal mein Plan für 2015. Neben Gotland finde ich das Gebiet aus Värmland, Dalarna, Härjedalen und Jämtland die schönste Gegend von Schweden.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.06.20 12:20

Schweden hat eine höhere Verbreitung von Covid-19 pro Einwohner als andere Länder. Das heißt, dass wir das Problem nicht verschlimmern, solange wir uns verantwortungsbewusst verhalten.

Ich verstehe nicht ganz, vorgestern waren in der Schweiz Cafes voll mit Leuten, dicht gepackt. Aber Einreise z.B. auf Ukraine, wo es viel weniger Infektionen als in der Schweiz gibt, ist verboten.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.06.20 07:40

In Antwort auf: bk1
Göteborg

Ich lese hier schon eine Zeit lang mit, deswegen hänge ich mich mal hier dran. Meine Ziele sind schwankend. Einer meiner möglichen Endpunkte ist Göteborg. Mal schauen, ob es noch Plätze auf der Fähre gibt. Alle blockiert mit Radlern. Oslo scheint nicht möglich zu sein.

Aber mir hat sich deswegen eine andere Frage dabei gestellt. Werden Fahrräder im Flugzeug zu Coronazeiten mitgenommen. Hintergrund der Frage, vielleicht wird bei dem wenigen Flugverkehr der Frachtraum anderweitig gebraucht und Sperrgepäck nur bedingt mitgenommen. SAS hat mir auf diese Frage noch nicht geantwortet.

Eine andere Alternative würde mich an die tschechisch-deutsche Grenze führen. Tschechien wäre offen. Aber über die Campingbedingungen habe ich nichts gefunden. Bei meinen gefunden Quellen geben da nicht sehr viel her.
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.06.20 11:23

In Antwort auf: bk1
Die Route von Göteborg nach Östersund relativ nahe der norwegischen Grenze und etwas weiter entfernt zurück (oder umgekehrt) ist auf jeden Fall vielversprechend. Genau das war vor Jahren (lange vor 2015) mal mein Plan für 2015. Neben Gotland finde ich das Gebiet aus Värmland, Dalarna, Härjedalen und Jämtland die schönste Gegend von Schweden.


Und hast du die Tour 2015 dann auch gemacht? lach

Wir sind 2008 in dieser Gegend von Oslo über Strömsund nach Trondheim gefahren. Das war eine sehr schöne Tour. Normalerweise würde man hier immer wieder zwischen den beiden Ländern wechseln können, mal Schweden, mal Norwegen. Manche der Grenzübergänge sind dabei kaum als solche zu erkennen. Das wird dieses Jahr wohl leider nicht möglich sein.

Wie hast du das empfunden, quasi das zuvor Gefahrene etwas weiter östlich (bzw. westlich) wieder zurück zu fahren?
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.06.20 12:10

Ich hatte 2014 eine Trennung und habe dann andere Planungsparameter gehabt.

Aber ich kenne die Gegend gut und bin dort in den Jahren 1987, 1994, 1999, 2000, 2002, 2006, 2008, 2011, 2015 und 2018 gefahren.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.06.20 12:12

Ich habe gerade mit SAS telefoniert.

Sie nehmen grundsätzlich Fahrräder mit, aber sie fliegen im Moment nicht zwischen Schweden und Mitteleuropa. Das Vorgehen ist so: man bucht den Flug und ruft dann an, um das Fahrrad dazu zu nehmen. Innerhalb von 24 h kann man bei SAS jede Buchung kostenlos stornieren oder ändern. So wie es alle machen sollten...

Und gemäß Sky-Scanner fliegen aber Lufthansa und Swiss nach Schweden und innerhalb von Schweden fliegt SAS.
von: SG1953

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.06.20 11:26

Ging jetzt doch was schneller. Tschechien öffnet die Grenzen ab Punkt 12 Uhr.

https://www.saechsische.de/grenze-zu-tschechien-wohl-freitag-offen-corona-5211023.html
von: martinbp

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.06.20 12:43

Es gab mal eine Zeit- gerade gestern war der 100. Jahrestag der Vertragsuterzeichnung von Trianon, da hatten Ungarn und Tschechien eine gemeinsame Grenze (bis damals war die Slowakei unter dem Namen Oberland Teil des ungarischen Reiches). Ist nun aber schon "eine Weile" her.

Das hätte der Journalist inzwischen bemerkt haben sollen.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.06.20 12:59

Belgien öffnet für Tourismus am 15. Juni

Wir hatten ganz zufälligerweise schon vor einem halben Jahr ab dem 15. Juni gebucht. Punktlandung, kann man sagen. schmunzel
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.06.20 13:48

Danke, diese Nachricht ist auch für mich sehr wichtig.

Stefan
von: SG1953

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.06.20 14:21

Entweder ist er da noch nicht auf dem neuesten Stand, in Sachen Landesgrenzen, oder es liegt daran daß Ungarn seine Grenzen für Österreicher, Slowaken unt Tschechen geöffnet hat.

https://ungarnheute.hu/news/auch-ungarn-erlaubt-nun-einreise-aus-oesterreich-52659/
von: martinbp

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.06.20 17:46

Naja, ich denke er war einfach ein bisschen oberflächlich.

Für mich sind West Virginia und Nord Carolina auch nicht ohne Blick auf die Karte einzuordnen, irgendwelche Frauennamen...
Aber ich bin auch kein Journalist.
von: muecke

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.06.20 20:58

Moin!

für die, die es interessiert, aktuelle Erfahrungen mit Camping in Mecklenburg Vorpommern, die zur Zeit auf CP und Pensionen/ Hotels nur 60% belegen dürfen:

Gerade auf Rügen wird es eng, man muss schon planen und rumtelefonieren/ online anfragen und etwas flexibel sein, was den Zielort betrifft. In der Woche ist es einfacher, als am Wochenende einen Platz zu bekommen. Von manchen CP erhält man gar keine Antwort auf Anfragen per Mail. Eigentlich muss man auch eine Buchungsbestätigung haben, um in MVP überhaupt reisen zu dürfen, einige Beherbergungsbetriebe weisen ausdrücklich darauf hin.

Zuvor waren wir in Niedersachsen und an der Seenplatte, dort war Camping meist unkompliziert möglich. Die Sanitärgebäude waren geöffnet, teils mit Einlassbeschränkungen.
Für den weiteren Verlauf der Ostseeküste Richtung Usedom hoffen wir, dass die Menge der CP uns bessere Chancen auf planungsfreieres Reisen ist. Es nervt schon, immer ein paar Tage im Voraus genau wissen zu müssen, wohin es gehen soll.
Aber alles besser, als @home.

Grüße
Mücke
von: speichenheld

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 11:10

Danke Mücke für diese Informationen! Das klingt ja gar nicht mal so schlecht. Allerdings muss man bedenken, dass noch keine Sommerferien sind. Wir haben uns eigentlich schon darauf eingestellt, statt klassisch von CP zu CP zu reisen, einen festen CP zu suchen und von dort aus sternförmig die Gegend zu erkunden.
Weiß jemand zufällig wie die Situation für klassisches Radreisen in Dänemark ist (abgesehen von der 6-Nächte-Einreise-Regel)?
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 11:16

da wir am Donnerstag auf unsere Radtour Richtung Erfurt und dann Mitteldeutschland gehen wollen, habe ich gestern die ersten beiden CP angerufen, die wir vorraussichtlich anfahren werden und in dem noch kritischen Bayern liegen.

Es sieht gut aus denn auf beiden kann man zelten und die Sanitärgebäude sind offen.

Nebenbei: wir werden in Bad Kissingen übernachten - echt sauteuer. 1 Zelt, 2 Räder 2 Personen ca 34€- .

Grüßle Renata
von: Wendekreis

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 14:49

In Antwort auf: Rennrädle
1 Zelt, 2 Räder 2 Personen ca 34€

Ich meide Campingplätze der Marke Knaus generell, da ihre Preise durchwegs nach oben aus dem Rahmen fallen.
von: philipp_k

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 17:05

Hallo zusammen,

vermutlich wurden schon viele Infos bezüglich meines Anliegens ausgetauscht, aber ich habe grad nicht die Muße 180 Seiten zum Thema Coronavirus durch zu lesen. :-)
Deswegen freue ich mich wenn mir ein paar unter Euch Infos zukommen lassen können bezüglich des Eurovelo 8 in Richtung Griechenland.

Ich würde gerne so ab Anfang Juli losfahren und bin mir aber nicht sicher, ob das denn nun schon mit sämtlichen Grenzübertritten überhaupt möglich wäre.
Soweit ich weiss darf man ja ab dem 15. juni wieder nach Österreich, Slowenien ist wohl schon offen und Kroatien auch kein Problem. Wie es danach aussieht enzieht sich meinen Kentnissen. Weiss da von Euch jemand was? Sollte das gehen? Natürlich ist mir klar, dass gerade ständig neue Veränderungen kommen, aber was ist denn jetzt gerade der Status quo?

Zudem freue ich mich über Erfahrungen über den Eurovelo 8. Bin schon den 8er am Mittelmehr in Frankreich gefahren und da war die Beschilderung doch immer wieder nicht so dolle.

Wünsche tolle Reisen im Sommer und bleibt gesund!

Bitte eröffne keine weiteren Corona-Threads!

von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 17:38

In Antwort auf: philipp_k
Zudem freue ich mich über Erfahrungen über den Eurovelo 8. Bin schon den 8er am Mittelmehr in Frankreich gefahren und da war die Beschilderung doch immer wieder nicht so dolle.

Die off. Website zum EV8 gibt dazu recht gut Auskunft. Sieht nicht wirklich gut aus, gelb steht für ausgeschildert und ist selten.
Gruß
Uli
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 18:23

Route: Fahr doch einfach die markierten Wege und Straßen gemäß EV8 nach. Karte wirst du ja in irgendeiner Form an Bord haben. Den den mir bekannten Abschnitten zwischen Slowenien und Montenegro ist das recht idiotensicher, soviel Verfahrmöglichkeiten gibt es nicht. In Slowenien, Kroatien und Montenero gibt es diverse Radroutenzeichen, nicht aber unbedingt flächendeckend und schon gar nicht der Eurovelo. Über die Systeme habe ich u.a. etwas in meinem Bericht "Via Dinarica" geschrieben. Das ist grundsätzlich noch gültig, wenn es auch mittlerweile Verbesserungen und Erweiterungen geben dürfte.

Corona: Einreise kannst du in die meisten Länder recht gut, aber für Länder, für die weiterhin nach dem 15.6. die Reisewarnung bestehen bleibt, gibt es auch weiterhin eine Quarantänepflicht nach Rückkehr - also hier inbes. Albanien und die Ex-Yugo-Länder außer SLO & HR. Vielleicht bewegt sich da aber noch was in Richtung Ganz-Europa-Zone, vor allem mit Blick auf die Türkei. Immerhin sind einige Länder besser gestellt als viele der EU-Länder, so etwa Montenegro, dass aktuell als Corona-frei gilt. Ist natürlich Kappes, dass man aus England zurückkommend als unbedenklich gilt, aus Montenegro aber nicht. Ferner musst du die Einreisebestimmungen Griechenlands beachten, bestenfalls haben die Sonderregelungen mit Nachbarstaaten, ansonsten aber fällst du ggf. unter Quarantänepflicht als Einreisender aus Nicht-EU/EU-assozierten Staaten und musst zwei Wochen in Griechenland in einer Hütte ausharren, eher aber kommst du gar nicht rein. Urlaub wäre es dann so oder so nicht. zwinker
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 18:37

In Antwort auf: philipp_k

Ich würde gerne so ab Anfang Juli losfahren und bin mir aber nicht sicher, ob das denn nun schon mit sämtlichen Grenzübertritten überhaupt möglich wäre.
Soweit ich weiss darf man ja ab dem 15. juni wieder nach Österreich, Slowenien ist wohl schon offen und Kroatien auch kein Problem. Wie es danach aussieht enzieht sich meinen Kentnissen. Weiss da von Euch jemand was? Sollte das gehen? Natürlich ist mir klar, dass gerade ständig neue Veränderungen kommen, aber was ist denn jetzt gerade der Status quo?

[mod]Bitte eröffne keine weiteren Corona-Threads![/mod]



Ich würde sagen: Nichts Gewisses weiß man nicht. Am Balkan sind Überraschungen immer möglich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Kroatien wird möglich sein wird, wie sich die Lage entwickelt, Griechenland auch. Wieviel wirtschaftliches Wunschdenken dahinter steckt, ist eine andere Sache. Dazwischen (Montenegro und Albanien) ist eine Menge möglich. Einmal wird wohl ziemlich wenig getestet, die Regierungen sind also, was die gesundheitliche Situation angeht, eher im Blindflug unterwegs. In Mazedonien ist aktuell ein ziemliches Problem aufgepoppt, wie wir unlängst lesen konnten.

Du kannst los fahren und schauen, was auf dich zu kommt. Was das ist, kann dir derzeit kaum jemand fundiert sagen. Wahrscheinlich weiß auch dann, wenn du an der Grenze stehst, niemand wirklich, was im Land abläuft. Nur, ob die Grenze offen ist, das wissen sie. Auf eine hochwertige Covid 19-Therapie würde ich aber nach Kroatien nirgends bauen, auch in Griechenland nicht. Dort haben wir vor der Krise ein Krankenhaus benötigt und wurden ziemlich desillusioniert.

lg!
georg
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 19:15

Mein augenblicklicher Plan geht in die Richtung, Göteborg - Östersund - Göteborg dies Jahr zu fahren...
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.06.20 21:12

In Antwort auf: bk1
Mein augenblicklicher Plan geht in die Richtung, Göteborg - Östersund - Göteborg dies Jahr zu fahren...


Klingt prima lach
Wie viel Zeit hast du dafür zur Verfügung?

Ich habe die Überfahrt nach Göteborg bereits gebucht schmunzel
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 12:54

Zitat:
für Länder, für die weiterhin nach dem 15.6. die Reisewarnung bestehen bleibt, gibt es auch weiterhin eine Quarantänepflicht nach Rückkehr

Das OVG Münster hat diese Woche für NRW entschieden, dass das widerrechtlich ist, weil zu undifferenziert und nicht anlassbezogen.
Gruß
Uli
von: cicoffeero

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 17:39

Ich hatte eigentlich für nächstes Wochenende die Fähre Travemünde-Trelleborg gebucht und eine Tour Trelleborg -> Växjö -> Kalmar -> Ystad -> Trelleborg geplant, aber heute kam die Meldung, dass Niedersachsen Schweden-Rückkehrer unter Quarantäne stellt.

NDR - Quarantäne für Schweden-Rückkehrer

Da würde sich mein Arbeitgeber nicht drüber freuen und ich habe auch keine Lust, 2 Wochen zuhause zu hängen.

Also wird eine Deutschland-Tour draus, zum Glück ist man auf dem Rad flexibel!
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 18:23

Wäre schön, wenn Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und der Rest der Republik das auch so handhaben würden.
von: cyclist

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 20:38

Hallo,
hat da schon wer konkrete aktuelle Infos, wie es für NRW aussieht, bezüglich einer Wiedereinreise aus Schweden? Auf der NRW-Seite des Landes ist noch nichts aktuelles dazu zu lesen.
Bzw. für Schleswig-Holstein - sprich Travemünde.
Ich habe ja (noch) geplant, am 10.7. los zu fahren, via Travemünde nach Trelleborg o. Malmö, um dann in 3 Wochen einmal den Vättern zu umrunden.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 21:07

Bis jetzt ist es nur NIiedersachsen. Unser eiserner Volker wird sich da aber sicher dranhängen. Ich glaub Du brauchst nen Plan B.
von: cyclist

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 21:09

Hallo Detlef,
Zitat:
Ich glaub Du brauchst nen Plan B.
das wäre dann schon Plan C.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 21:12

Ich leide mit Dir, wir drehen statt ner Runde durch Südschweden auch ne Deutschlandrunde.
von: cicoffeero

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 21:16

In Antwort auf: cyclist
Hallo Detlef,
Zitat:
Ich glaub Du brauchst nen Plan B.
das wäre dann schon Plan C.


Es soll wohl ab 50 Neuinfektionen / 100.000 EW in den letzten 7 Tagen eine Quarantäne empfohlen werden. Schweden liegt aktuell über 60, also werden sehr wahrscheinlich andere Bundesländer nachziehen.


Bei mir ist es jetzt auch Plan C schmunzel Aus Dänemark wurde Schweden und jetzt wird es ganz spießig nochmal der Ostseeküstenradweg, aber gechillt und mit mehr Zeit als beim letzten Mal, noch mehr Fischbrötchen und Kaffee schmunzel
Immerhin ist bei uns der Wein besser und preiswerter grins
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 21:26

Zitat:
Es soll wohl ab 50 Neuinfektionen / 100.000 EW in den letzten 7 Tagen eine Quarantäne empfohlen werden. Schweden liegt aktuell über 60, also werden sehr wahrscheinlich andere Bundesländer nachziehen.


Diese Regelung gilt aber meinem Kenntnisstand für alle (EU)- Länder und nicht nur für Schweden.

Horst Seehofer hatte das die Tage in einer Pressekonferenz erklärt.
von: cicoffeero

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 21:37

In Antwort auf: Thomas1976
Zitat:
Es soll wohl ab 50 Neuinfektionen / 100.000 EW in den letzten 7 Tagen eine Quarantäne empfohlen werden. Schweden liegt aktuell über 60, also werden sehr wahrscheinlich andere Bundesländer nachziehen.


Diese Regelung gilt aber meinem Kenntnisstand für alle (EU)- Länder und nicht nur für Schweden.

Horst Seehofer hatte das die Tage in einer Pressekonferenz erklärt.


Ja genau, so habe ich das auch verstanden. Die Reisewarnung wird für alle EU-Staaten plus x aufgehoben, allerdings kann sie für einzelne Länder wieder ausgesprochen werden. Schweden liegt da zurzeit drüber. Quelle: RKI

"Bei problematischer Infektionsentwicklung in einem bestimmten Land will sich die Bundesregierung vorbehalten, die Reisewarnung wieder auszusprechen, beispielsweise wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder drastisch steigt. Dabei will sie sich an der für Deutschland geltenden Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen orientieren."
Quelle: tagesschau.de

Mir persönlich ist das zu riskant, zumal bei einer Quarantäne das für mich auch berufliche Folgen haben könnte. Aber das kann/darf ja jeder für sich selbst entscheiden, wie weit man das Risiko eingeht.
von: Friedrich

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 21:59

In Antwort auf: cicoffeero
Aus Dänemark wurde Schweden und jetzt wird es ganz spießig nochmal der Ostseeküstenradweg, ...

Und was ist daran spiessig traurig ?
von: cicoffeero

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 22:10

In Antwort auf: Friedrich
In Antwort auf: cicoffeero
Aus Dänemark wurde Schweden und jetzt wird es ganz spießig nochmal der Ostseeküstenradweg, ...

Und was ist daran spiessig traurig ?


Naja, zu den eigentlich geplanten Touren in Dänemark/Schweden mit viel Natur und wilden Plätzen ist der OKRW dann doch deutlich touristischer und gediegener. Das hat Vorteile (einkaufen etc.) aber ist eben dann doch schon ein Kontrast: Die Rentnerinnen in Scharbeutz mit den Klunkern an den Fingern und der frisierten Fusshupe an der Leine statt Natur pur am Asnen.
von: cyclist

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 22:27

Hallo Daniel,
ich zumindest gebe die Hoffnung nicht auf, das da doch die Tour durch Schweden möglich sein wird. Erst mal schauen, was für neue Regeln am 15.6. veröffentlicht werden. Danach werde ich erst meine beiden Fähren buchen. Wenn dann auch Anfang Juli keine Quarantäne für Rückkehrer erforderlich ist, sehe ich kein Problem, mit der Reise.
Die alte Bahntrasse Banvallsleden und die restlichen gewählten Routen sind ja ziemlich ab vom Schuss, so das ich da eher weniger Probleme sehe. Zumindest sind da weniger Menschen, als wie ich momentan täglich um mich habe.
von: cicoffeero

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 22:38

In Antwort auf: cyclist
Hallo Daniel,
ich zumindest gebe die Hoffnung nicht auf, das da doch die Tour durch Schweden möglich sein wird. Erst mal schauen, was für neue Regeln am 15.6. veröffentlicht werden. Danach werde ich erst meine beiden Fähren buchen. Wenn dann auch Anfang Juli keine Quarantäne für Rückkehrer erforderlich ist, sehe ich kein Problem, mit der Reise.
Die alte Bahntrasse Banvallsleden und die restlichen gewählten Routen sind ja ziemlich ab vom Schuss, so das ich da eher weniger Probleme sehe. Zumindest sind da weniger Menschen, als wie ich momentan täglich um mich habe.


Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass es dann klappt! Meine Fähre ist schon für nächste Woche gebucht gewesen, das ist mir zu unsicher und riskant. Wenn Du erst später fährst und dann die Lage wieder übersichtlicher ist, wäre cool, wenn das für Dich klappt! Der Banvallsleden wäre auch ein Teil meiner Route gewesen zwinker

Ich drück Dir alle Daumen und die Trollzehen dazu!

LG
Daniel
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 07.06.20 23:10

Moin, eure Beiträge sind doch gar nicht mehr Off-topic. schmunzel

Wenn bei mir bis zur Abfahrt Schweden platzen sollte, werde ich versuchen auf Finnland als Plan C) umzuschwenken. Was wäre denn für dich damit? Würdest du da noch eine Überfahrt bekommen?
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.06.20 18:29

So langsam wird es für Schweden eng: NDR.de

MV und nun auch SH ziehen mit der Quarantäne für Schweden-Rückkehrer nach, da die wöchentliche Anzahl an Neuinfizierten pro 100000 Einwohner über 50 gestiegen ist. Mal schauen, ob und wann Hamburg nachzieht. Schweden selbst führt diesen Anstieg auf Nachmeldungen von 1200 Fällen zurück. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.06.20 18:05

Bayern auch noch. Wie ist das als radelnder Hesse, wenn ich z.B. in Travemünde von der Fähre komme? Ab zum Zug und aus SH ausreisen oder durch SH raus radeln?
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.06.20 19:27

In der Schweiz gibt es keine entsprechende Quarantäne-Vorschriften. Kann aber noch kommen. Da ich aber die Möglichkeit habe, Homeoffice zu machen, sollte das kein unlösbares Problem aufwerfen. Finnland könnte ich mir auch vorstellen.

Wie sieht es aus, wenn man eine Flugverbindung mit Umsteigen hat? Kann einem da das Land, in dem der Umsteigeflughafen liegt, einen Strich durch die Rechnung machen? Ich werde das wohl auf dem Rückweg nicht vermeiden können.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.06.20 20:04

Es gibt evtl. abweichende Transitbestimmungen. Must du alles recherchieren. Evtl. spielt es auch eine Rolle, ab du den Flughafen wechseln musst oder nicht.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 00:09

Nach diesem Artikel erfolgt die Aufhebung der Reisewarnung (=Sperre) für (mehr oder weniger) Europa am 15.Juni, nicht jedoch für Schweden und Spanien, da dort dererseits Einreisesperren gelten. Wie lange, weiß wohl derzeit niemand.

Bedeutet für meinen Schlenker nach Spanien und Andorra im August eine im Vergleich zu den bisherigen Aussichten schon recht konkrete Absage. Zu 50% Wahrscheinlichkeit kann ich das also knicken. Denn die Spanier haben bislang noch immer ihrer allerletzten Verlängerung eine weitere hinzugefügt. Immerhin wollen sie ja auch die Maskenpflich auch im Freien bis unbestimmt weiter aufrecht erhalten, wenn kein Abstand gewahrt werden kann. Das nur als Indiz für nicht allzu vielversprechende Aussichten auf freies Leben und Reisen dort.

Es bleiben mir also in dieser Attraktivitätsreihenfolge eine Verlagerung des Abschnittes Spanien-Andorra-Frankreich nach Griechenland (den Italienanteil hoffe ich, aufrecht erhalten zu können), eine Deutschlandreise, eine Zeit der Tagestouren, mögliche Einschränkungen auf xy Kilometer rund ums Heim oder Quarantäne. Je nachdem, wie sich alles entwickelt. Wir werden es erleben.
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 00:14

In Antwort auf: iassu
Nach diesem Artikel erfolgt die Aufhebung der Reisewarnung (=Sperre) für (mehr oder weniger) Europa am 15.Juni, nicht jedoch für Schweden und Spanien, da dort dererseits Einreisesperren gelten.

Gilt laut deinem Link für Norwegen, nicht für Schweden!
(Oder habe ich das jetzt überlesen?)
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 00:15

Ja, vertippt.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 08:58

Recherchieren aber am Vorabend der Abreise. Weil sich das alles geradezu täglich ändert. Und meistens noch zusätzliche kleinteilige Ausführungsbestimmungen gelten.

Während man dann unterwegs ist, bleibt einem das erhalten.....

Wo da welche Bestimmungen stehen, die am Ende überhaupt gelten, ist schon in Deutschland maximal unübersichtlich. Im Ausland ist es noch einmal erheblich schwieriger mit der Recherche.
von: Michaela

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 09:31

Hallo Zusammen,

statt 3 Wochen Schottland waren wir gerade auf 2-Wöchiger Tour in Deutschland (Thüringen und Bayern) und es hat trotz Corona soweit alles gut geklappt (wir sind deutsche). Genauer gesagt führte unsere Strecke u.a. über den Rennsteigradweg und den Bayrischen Wald nahe der tschechischen Grenze. Wirklich sehr schön!

Haben ein paar Mal wild gezeltet, zwei Mal beim Bauern gefragt (wir haben jedes Mal auf Anhieb eine positive Antwort erhalten) und hatten ein paar Mal ein Zimmer – immer mit spontaner Anreise ohne Verbuchung; sogar die erste Nacht in der die Hotels in Bayern wieder aufgemacht haben, haben wir gleich ein Zimmer gefunden. Die Gastwirte waren sogar froh um Gäste, erzählten uns wie viele Absagen sie bis in den Sommer hinein haben und jammerten teils etwas, aber immer auf sympathische Art.

Wir hatten bei einem Zeltplatz angefragt – hier hätten wir vorreservieren müssen, was aber wahrscheinlich noch am gleichen morgen gereicht hätte. Bei einem anderen Zeltplatz hätten wir sogar spontan anreisen können.

Klar – beim Einkaufen und beim Restaurantbesuch hiess es immer Maske an, Maske ab, aber das kennt man ja in Deutschland mittlerweile und damit kann man sich arrangieren. Auf jeden Fall verlief unsere Reise trotz Corona viel positiver als gedacht. Vielleicht macht das ja dem ein oder anderen Mut, dass mindestens eine Deutschlandtour inzwischen kein Problem mehr sein sollte.

Mitte August würden wir dann aber auch gerne etwas weiter weg (am liebsten Skandinavien) und sind nun entsprechend am Recherchieren…

Viele Grüsse

Michaela
von: Uwe Radholz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 16:00

Danke für den Bericht zum Stand der Dinge. Das bestärkt mich, dann endlich wieder zu touren.

Vielleicht interessant für Freunde, die nicht gern wildzelten: Ich habe in den letzten zwei Tagen ein paar CP's angerufen, die für mich grad passen würden. Vier in Sachsen-Anhalt, einer in Niedersachsen.
Zwei haben keine Einschränkungen. Einer nimmt keine Gäste außer den Dauercampern auf. Einer hat die Duschen gesperrt aber die Toiletten geöffnet. Der in Halberstadt erwartet eine Voranmeldung und zusätzliche Badelatschen und in Goslar kann man ab der kommenden Woche wieder wie üblich anreisen, nicht aber an diesen Wochenende -Frohnleichnam- da ist vollkommen ausgebucht.
Mit anderen Worten: es ist so ziemlich alles möglich und das Gegenteil und zwinker
Vielleicht wird der eine oder Anruf helfen, Umwege zu vermeiden.
von: stuntzi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 17:39

Stand der Dinge in Italien, falls es jemand interessiert:

Anreise mit dem ersten Lufthansa Direktflug München-Rom am 03. Juni in der früh völlig problemlos. Keinerlei Kontrollen beim Aussteigen in Rom, keine Formulare, keine Fragen, überhaupt nix. Mittelplätze im Flieger frei, sonst voll. Maskenpflicht.

Rom war komplett leer, wir waren alleine im Petersdom und mit drei Hanseln im vatikanischen Museum / sixtinische Kapelle. Surreal.

Fast alle Museen etc sind auf. Restaurants und Bars auch. Hotels ebenso.

Im Moment radln wir durch die Abruzzen nach Ancona. Von dort per Fähre nach Split und durch Kroatien und Slovenien und Österreich heim nach München.

Seit einer Woche unterwegs und keine coronabedingten Schwierigkeiten. Die Leute in den Abruzzen nehmens relativ locker. Alle B&Bs freuen sich wie Schneekönige, endlich wieder Gäste begrüßen zu dürfen, trotz teils übler Regeln (3 Tage Zwangsleerstand nach Übernachtung). Zelt ist auch dabei, nötig wärs nicht.

Alles in allem ist alles paletti im Süden, wir erwarten auch keine größeren Probleme zurück auf dem Weg nach München.

Wer mehr Details zum aktuellen Coronaradln in Italien möchte:
https://www.mtb-news.de/forum/t/adriatix-von-rom-nach-muenchen.921178/



von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 18:29

Sehr interessant, danke für die Infos!
von: Uwe Radholz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 19:47

In Antwort auf: stuntzi
.....
Rom war komplett leer, wir waren alleine im Petersdom und mit drei Hanseln im vatikanischen Museum / sixtinische Kapelle. Surreal.

..



Du kannst einen in Versuchung führen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 19:57

bravo bravo bravo
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.06.20 20:37

Ich habe meine Radtour gebucht...
Also Anreise und Rückreise. :-)
Den Rest mache ich selber...
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 08:20

Danke für euren Mut und die sehr eindrücklichen Bilder und Beschreibungen aus den Abruzzen. bravo
von: speichenheld

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 09:23

Es wird eng für Schweden-Radler: neben Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein schickt nun auch Sachsen Rückkehrer aus Schweden in 14-tägige Quarantäne.
https://www.reisereporter.de/artikel/119...-in-quarantaene
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 11:19

Wie sowas kontrolliert werden soll, wer tatsächlich aus Schweden kommt und wer nicht, wird natürlich nicht erwähnt.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 11:20

In Antwort auf: speichenheld
Es wird eng für Schweden-Radler: neben Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein schickt nun auch Sachsen Rückkehrer aus Schweden in 14-tägige Quarantäne.
https://www.reisereporter.de/artikel/119...-in-quarantaene

Anscheinend auch Hessen. Bei denen ist das aber so verschwurbelt geschrieben, sodass nicht klar ist, was Sache ist.
Siehe https://www.hessen.de/sites/default/files/media/1vo_corona_1.pdf §1

Edit: Oder hier etwas klarer: https://soziales.hessen.de/gesundheit/in...r-rueckreisende
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 15:05

In Antwort auf: JZiep
Bayern auch noch. Wie ist das als radelnder Hesse, wenn ich z.B. in Travemünde von der Fähre komme? Ab zum Zug und aus SH ausreisen oder durch SH raus radeln?


Ich hatte gestern ein Gespräch mit einem Infektiologen des hiesigen Gesundheitsamtes. Alles was im Freien stattfindet, wäre extrem ungefährlich. Deswegen habe ich meine obige Frage dem Land SH gestellt mit was für einem Verkehrsmittel ich aus- durchreisen müsste, wenn ich in Travemünde mit einem Rad anlande. Ich habe zur Debatte gestellt Auto, Bahn oder Fahrrad. Weiter erwähnt ich, Fahrrad wäre das vermutlich kontaktloseste.

Die Antwort war, man würde mir die Ausreise bzw. Durchreise mit dem Rad empfehlen, weil ich da am wenigsten mit den Menschen in Berührung komme.
von: stuntzi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 18:55

In Antwort auf: Juergen
Danke für euren Mut und die sehr eindrücklichen Bilder und Beschreibungen aus den Abruzzen. bravo

Naja... "Mut" ist relativ. Wir sind aus einem der Corona-Hotspots Deutschlands (München) in eine Gegend fast ohne Fälle "geflüchtet" :-). Fühlen uns hier in den einsamen Abruzzen wesentlich wohler als beim ewigen "#stayathome und macht gefälligst Urlaub in Bayern" - Mantra unseres Landesvaters. Der sollte sich mal an einem schönen Sommerwochenende am Tegernsee umschauen...
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 19:02

Die ganzen Quarantäne-Vorschriften der einzelnen Bundesländer für Schweden sind auf die aktuellen wöchentlichen Fallzahlen pro 100000 Einwohner zurückzuführen. Das RKI empfiehlt eine Quarantäne, sobald dieser Wert über 50 steigt. Die einzelnen Bundesländer müssen dies nicht einmal ausdrücklich öffentlich kundtun. Die Quarantäne Vorschrift kann im Grunde auch als Automatismus betrachtet werden (wobei es womöglich Ausnahmen geben mag).

In Europa ist momentan Schweden das einzige Land, welches diese Grenze überschreitet. Allerdings hat Schweden vor etwa einer Woche angeblich eine Reihe von Nachmeldungen zu verzeichnen gehabt. Das Übersteigen der Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und pro 100000 Einwohner sei demnach ein statistischer Effekt, der demnächst wieder "abgebaut" sein sollte, wenn die täglichen Neuinfektionen sich weiterhin auf dem bisherigen Niveau entwickeln. Ich halte es also für nicht ganz unwahrscheinlich, dass für Schwedenrückkehrer die Quarantäne in den kommenden Tagen wieder aufgehoben wird. Auch dies muss wohl nicht ausdrücklich erfolgen.

Quellen:
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.06.20 22:06

Bei aller Freundschaft mit Schweden, das mit den 1200 nachgemeldeten Fällen ist eine Nebelkerze. In den Daten der schwedischen Gesundheitsbehörde (hier) sind diese Fälle bereits rückdatiert, und trotzdem sind die Zahlen über der 50er-Grenze. Und außerdem ist jetzt schon über eine Woche her.

In der letzten Woche gab es in Schweden 62 Fälle pro 100.000 Einwohner (Quelle s.o.). Zum Vergleich, im Rest der EU sind es durchschnittlich 4.4 Fälle, und es gibt nur ein anderes zweistelliges Land, das ist Portugal mit 23.

Im Übrigen, ich bin ja kein Epidemiologe, aber ich finde die 50er-Grenze an sich schon extrem großzügig. Für ein kleines Gebiet wie einen Landkreis mag das adäquat sein, aber für ein ganzes großes Land? Deutschland und Frankreich sind selbst auf dem Höhepunkt der Welle nicht über dieser Grenze gewesen, und Italien für zweieinhalb Wochen.

Viele Grüße,
Stefan
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.06.20 09:43

In Antwort auf: StefanS


Im Übrigen, ich bin ja kein Epidemiologe, aber ich finde die 50er-Grenze an sich schon extrem großzügig. Für ein kleines Gebiet wie einen Landkreis mag das adäquat sein, aber für ein ganzes großes Land?


Für die Moderatoren, bitte in den anderen Faden schieben.

Wie oben geschrieben ich hatte mit einem Epidemiologen des hiesigen Gesundheitsamtes ein Gespräch. Kernpunkt war, dass das Gesundheitsamt unbedenklich findet, wenn Menschen an Infizierten im Freien mit Sicherheitsabstand unvermeidbar vorbeilaufen müssen.

Ich habe ihn dann gefragt, warum ich mich dann bei meiner Reiseform dann als Verdachtsfall stärker einschränken muss. Er gab mir recht, dass ich bei meiner Reiseform wahrscheinlich in Schweden sicherer bin als hier. Aber Sie könnten nicht alle Leute durchchecken, wie genau sie sich verhalten haben.

Also der Aufwand verhindert die sachgerechte Lösung. Ob diese Grundüberlegung ein hinreichendes Gegenargument für deinen Einwand ist, möchte ich aber nicht beurteilen.

Du schreibst hier einen Beitrag, den Du in einem anderen Bereich schreiben möchtest.Ja warum schreibst Du ihn dann nicht gleich im richtigen Bereich ?
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.06.20 10:05

In Antwort auf: stuntzi

Anreise mit dem ersten Lufthansa Direktflug München-Rom am 03. Juni

Wie kurzfristig habt ihr gebucht? Wie war der Preis? Eher billig oder eher teuer für den Zeitabstand Buchung - Flug?
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.06.20 17:06

In Antwort auf: JZiep
Er gab mir recht, dass ich bei meiner Reiseform wahrscheinlich in Schweden sicherer bin als hier.
was soll denn hier verglichen werden? Radreisen in Schweden mit Radreisen in Deutschland oder gar in Mecklenburg-Vorpommern? Warum sollte es bei einem solchen Vergleich in Schwden sicherer sein?
Oder soll Radreisen in Schweden mit excessiven Massenveranstaltungen wie neulich mit den Schlauchbooten auf dem Landwehrkanal verglichen werden? Unter dieser Prämisse könnte eine Radreise in Schweden, aber auch in vielen anderen Regionen, möglicherweise "sicherer" sein. Aber ist das eine ernsthaft zu diskutierende Alternative? Gut, man kann sich so manches so lange zurechtbiegen, bis es einem gefällt. teuflisch
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.06.20 13:22

Ich denke, dass Länder mit Jedermannsrecht für jemanden, der zelten will, im Moment gut geeignet sind, weil man ja die "sozialen Kontakte" so noch mehr reduzieren kann.

Ich werde wohl auch noch mehr als sonst im Wald zelten und nur gelegentlich Zeltplätze aufsuchen.
von: Jongleuse

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.06.20 22:26

Verschoben aus Treffpiunkt. Die Gründe sind seit langem bekannt. Neue Themen dazu werden nicht mehr geduldet.
HINWEIS ZUR CORONAKRISE (Dies & Das)


Hallo,

wir versuchen für diesen Sommer irgendeine Art Urlaub mit Radfahren zu planen und stellten heute doch etwas überrascht fest, dass es in Bayern aktuell tatsächlich noch nicht möglich ist zu zelten, weil nur Campinggäste mit eigenen Bädern zugelassen werden. Jetzt hoffen wir auf eine Lockerung bis zum 11. Juli, weil wir eigentlich eine Woche Bauernhof-Urlaub mit einer Woche Radurlaub verbinden wollten. Ein kleines bisschen wild zelten könnten wir uns vorstellen, aber bei der wieder beginnenden Hitze und zwei Kindern ist eine Dusche bzw. fließendes Wasser auch ganz nett.

Konkret habe ich ganz im Süden von Bayern einen Naturcampingplatz angefragt und in Bayrisch Eisenstein. Der eine sagte für den ganzen Sommer 2020 ab, der andere wartet selber darauf, dass die Regeln gelockert werden und er Zeltgäste empfangen darf.
Aktuell hoffen wir noch auf Tschechien, vielleicht sind sie dort eher geneigt die Campingplätze wieder zu öffnen und dass ist mit Sachsen und Bayern gut verbunden.

Ich hatte schon vor der festen Buchung eines Urlaubs versucht allgemein herauszufinden, ob zelten nun wieder möglich ist. Aber zum Beispiel eine Seite des ADFC war da nicht sehr deutlich. Wo habt ihr zuletzt gezeltet bzw. wo wisst ihr, das zelten möglich ist? Sachsen soll laut Freunden auch noch eher schwierig sein. Von Niedersachsen und Ostsee habe ich gehört, dass es dort unproblematisch ist.

Viele Grüße
Stephanie



W
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.06.20 22:44

Thüringen soll es auch unproblematisch sein. In Hessen hängt es vom Campingplatz ab. Ich Telefonier nächste Woche die geplanten CP ab.
Viele Grüße
Detlef
von: uri63

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 07:32

In Brandenburg können seit 25.5. die Campingplätze wieder inkl. Sanitäranlagen öffnen.

grüsse uwe
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 08:05

Ich bin gerade bei diese Quelle darauf gestoßen worden, dass Wohnmobilstellplätze Wassertank und Duschmöglichkeiten sein können. Bloß wie werden diese Stellplätze momentan behandelt? Besonders wenn diese kostenlos und frei zugänglich sind?
von: Uwe Radholz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 08:24

Zur Lage in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hatte ich vor ein paar Tagen mal was geschrieben, was ich am Telefon erzählt bekam. Ich stelle es hier nochmal rein:


Ich habe in den letzten zwei Tagen ein paar CP's angerufen, die für mich grad passen würden. Vier in Sachsen-Anhalt, einer in Niedersachsen.
Zwei haben keine Einschränkungen. Einer nimmt keine Gäste außer den Dauercampern auf. Einer hat die Duschen gesperrt aber die Toiletten geöffnet. Der in Halberstadt erwartet eine Voranmeldung und zusätzliche Badelatschen und in Goslar kann man ab der kommenden Woche wieder wie üblich anreisen, nicht aber an diesen Wochenende -Frohnleichnam- da ist vollkommen ausgebucht.
Mit anderen Worten: es ist so ziemlich alles möglich und das Gegenteil auch.
Vielleicht wird der eine oder Anruf helfen, Umwege zu vermeiden.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 10:43

Wir haben gerade jetzt erst am Forellenhof in Lohr und in Bad Kissingen gezeltet. Ohne Probleme. Vorheriger Anruf natürlich sinnvoll aber nicht zwingend. Beides Bayern. Also eher eine Sache des Willens denn des Dürfens auf Seite der Cp Besitzer
Rennrädle
von: oerni

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 11:16

Bin mittlerweile mit meiner Deutschlandtour in Berchdesgaden angekommen. In Bayern läuft vieles auf den CP strenger ab als im Norden der Republik. Nahezu alle CPs in Bayern schreiben auf ihren Website’s das Zelte ohne eigene Sanitäranlagen nicht aufgenommen werden und auch Anfragen zwecklos sind. Das nimmt natürlich viel der eigenen Freiheit wenn akribisch nach Möglichkeiten der Übernachtungsmöglichkeiten gesucht werden muss. Die Erfahrung zeigte aber, beim direkten Nachfragen an der Anmeldung beim CP vor Ort war es dann fast immer möglich für eine Nacht zu bleiben, die Toiletten waren immer offen, gelegentlich sind die Duschen nicht nutzbar gewesen. Jetzt über dem Fronleichnam WE war es unmöglich einen Platz auf einem der Touristenhotspot CPs an den bayerischen Seen zu bekommen, völlig überfüllt, oder es wurde die Hundewiese als Zeltwiese zu völlig horrenden Preisen verkauft.
Mein Fazit: Am entspanntesten war die Tour was CP Übernachtung angeht im Hinterland der Küste in Niedersachsen und NRW. Bayern empfand ich als nervig da hier der Zeltgast formal erst einmal nicht erwünscht ist. Einmal wurde in einem Gasthof übernachtet, der Wirth freute sich wie Schnitzel da ihm das komplette Sommergeschäft storniert wurde...
Hat es Corona nicht geschafft eine Radtour zu verhindern, tut es jetzt wohl das Wetter. Mit der Aussicht auf Dauerregen in den Alpen werd ich die Tour wohl hier beenden anstatt noch bis zur Adria zu fahren, irgendwie will’s nicht der Radlsommer werden....
von: Kubikus

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 14:19

Hallo,
wenn ich Mitte Juli durch die Lüneburger Heide nach Kiel und dann der Küste entlang in Richtung Lübeck fahre, sollte ich mir da besser vorher einen Zeltplatz bei dem jeweiligen Campingplatz reservieren? Oder unterwegs eher kurzfristig? Wäre mir lieber, da ich nicht weiß, wie meine Tagesetappen genau ausfallen werden.
Hat sich die Lage denn insgesamt entspannt?
von: oerni

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 17:40

Meine Erfahrung, wurde auf der Internetseite des Campingplatz nicht explizit darauf hingewiesen das zelten nicht geht, hatte ich bei spontaner Ankunft auch kein Problem aufgenommen zu werden. Bei Plätzen die Zelte laut Auskunft nicht akzeptieren war es hilfreich eine Mail zu schreiben ob es doch möglich wäre und ich wurde aufgenommen. Bei kleinen, privatgeführte Zeltplätzen hatte ich oft das Gefühl das die Hygieneregeln gar nicht bekannt waren...
Lediglich in Bayern hatte ich besagte Schwierigkeiten. Allerdings scheint mir hier die Verunsicherung bei den Betreibern groß zu sein. Die meisten Plätze scheinen ihr Geld auch lieber mit Caravan und Co zu machen, das kleine Zelt des Reiseradler ist nicht privilegiert genug.
Hinzu kam die Überfüllung der Plätze. Das dürfte aber an den Küsten ähnlich sein. Ansonsten alles völlig entspannt unter Beachtung der üblichen Maskenregelungen. Nicht alle Biergärten waren/sind geöffnet, Gaststätten und Cafés an stark touristisch frequentierten Orten voll oder manche hatten ihr Angebot stark eingeschränkt.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 18:16

Hier der Frageblock: Wo hast Du dich in Bayern bewegt? Wie lange war der zeitliche Vorlauf für deine Mails? Überall überfüllt oder in den Tourigegenden?
von: stuntzi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 18:21

In Antwort auf: JZiep
In Antwort auf: stuntzi

Anreise mit dem ersten Lufthansa Direktflug München-Rom am 03. Juni

Wie kurzfristig habt ihr gebucht? Wie war der Preis? Eher billig oder eher teuer für den Zeitabstand Buchung - Flug?
Wir haben 6 Tage vorher gebucht. Ging auf Meilen, aber die Europreise auf Skyscanner waren relativ normal, glaube so um die 120E. Nicht supergünstig aber auch nicht exorbitant. Die Lage beim Fliegen sollte sich sowieso weiter entspannen jetzt.

Wer noch ein bisserl was visuelles zur Lage in Italien möchte, der erste Film ist gerade fertig geworden. Geht hauptsächlich ums Bergradln, aber ein paar Flughafen/Hotel/Restaurantszenen sind auch mit dabei. Generell fühlt sich alles sehr entspannt an. Grüße von der Adria.

https://youtu.be/vtEsWSVaAnY
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.06.20 20:21

Radfahren geht und macht Spass. Wir sind von Franken bis nach Österreich geradelt. Die Herbergen freuen sich über Gäste und in den Restaurants waren wir auch immer Willkommen. In Österreich war / ist es sogar super leer für uns Radler... für die Gastgeber ist es natürlich nicht super wenn keiner kommen mag weil Warnungen als Verbote interpretiert werden...
In Dtl trägt man mehr Maske als in Ö, sonst ist es fast normal... nur das Wetter ist bescheiden... aber auch das ist ja normal:) ... für mich ist es sogar angenehm wenn in Biergärten etc nicht alle super eng gedrängt sitzen und man den Qualm von Rauchern in der Nase hat oder an der Toilette anstehen muss.
von: Christoph179

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.06.20 13:30

In Antwort auf: muecke

Eigentlich muss man auch eine Buchungsbestätigung haben, um in MVP überhaupt reisen zu dürfen, einige Beherbergungsbetriebe weisen ausdrücklich darauf hin.


Hallo miteinander,
gibt es mittlerweile schon Erfahrungswerte von spontanen, nicht komplett durchgeplanten Touren durch Mecklenburg-Vorpommern? Wenn ich die aktuellen Regelungen der Landesregierung richtig deute, muss man eigentlich derzeit noch jede Nacht vorreservieren. Gibt es Schwierigkeiten, wenn man kurzfristig aufschlägt?
Wir wollen eigentlich ab Samstag von Kiel aus Richtung MV aufbrechen, überlegen jetzt aber, ob wir MV wegen der fehlenden Spontanität außen vor lassen. Dänemark ist da fast schon attraktiver was die Spontanität angeht, da man dort nur 6 Nächte vorgebucht haben muss.

Gruß,
Christoph
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.06.20 13:41

In Antwort auf: Christoph179
Dänemark ist da fast schon attraktiver was die Spontanität angeht, da man dort nur 6 Nächte vorgebucht haben muss.

Muss man die sechs Nächte eigentlich nutzen. Also ich buche CP1 für sechs Nächte, aber schlafe da nur eine Nacht und ziehe weiter. Als bekennender fauler Sack, wäre das eine Option für mich.
von: Christoph179

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.06.20 15:32

In Antwort auf: JZiep

Muss man die sechs Nächte eigentlich nutzen. Also ich buche CP1 für sechs Nächte, aber schlafe da nur eine Nacht und ziehe weiter. Als bekennender fauler Sack, wäre das eine Option für mich.

https://tyskland.um.dk/de/reise-und-aufe...isende-nach-dk/
Die Buchung von 6 Übernachtungen musst du bei Einreise vorweisen können, sonst lese ich da nichts heraus. Ist so ein bisschen wie eine Radreise durch China, da musste ich beim Konsulat in Frankfurt auch Reservierungen vorweisen, und so tun als ob man alles perfekt geplant hatte. Wobei in DK schon von Buchungen die Rede ist, nicht von Reservierungen.
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.06.20 22:48

Moin!

Vom 3.6. - 10.6. bin ich schon mal Probe gefahren. Von HH über Buxtehude und Teufelsmoor, Petersfehn, über Leer in die NL ein Stück LF 14 und dann mit der Bahn ab Hörstel wieder heim. ÜN in preiswerten Hotels, JH in Leer (ganz toll!) und einmal bei Verwandten ging ohne Probleme. Über die Niederlande und Covid 19 nur soviel: Fast keine Masken, auch in Supermärkten nicht - die sehen es ziemlich locker.

Und wenn ich dann am kommenden WE BU24 geschafft habe, geht es langsam ans Packen für die nächste Reise:

Der Link

Am 02.07. geht es per Bahn bis Parsberg. In D und AU hab ich schon Unterkünfte gebucht. In CZ sind die CP geöffnet. Und wie man sieht: Die Strecke hat jede Menge Abkürzungspontentiale. Ende also offen.

Für mich gilt: Ich habe Respekt vor dem Sch...teil, aber keine Angst. Ich passe mich den örtlichen Gegebenheiten, so weit wie mir persönlich möglich ist, aus Überzeugung an. (Keine "was wäre wenn" Diskussion an dieser Stelle ;-) ).

Die Tour war für zwei geplant. Mein Freund hat sich entschieden nicht mitzufahren. Wir werden uns trotzdem am Startpunkt (Winn bei Parsberg) treffen und zusammen zwei Etappen fahren. Er bleibt in D auf dem Rad unterwegs und ich fahre meine Strecke.

Schöne und gesunde Reisen wünscht Reinhard
von: martinbp

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.06.20 11:53

Hallo, Reinhard,
welche Strecke willst du zwischen Brünn und Prag nehmen, konsequent den RAdweg Nr.1?
In diesem Bereich bin ich schon auf mehreren Routen gefahren, aber nie den Radweg 1 komplett, vielleicht kann ich dir noch Tipps geben.

Welche CPs in Tschechien gerade geöffnet sind, ist für mich auch relevant. Ich nehme mal an, dass es dort wenigstens keine Beschränkungen für Zeltler gibt, denn in Tschechien gibt es immer noch viele, die zwar mit dem Auto zum Campingplatz fahren, aber dort ein Zelt aufbauen.

Bayern, wo man -zumindest so viel ich bisher weiß- quasi mit nur autarker Sanitäreinrichtung angemommen wird, hat mir schon mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. An den CP in Passau hatte ich vor einer Woche schon eine Anfrage gerichtet, aber keinerlei Antwort bekommen.

Im Gegensatz dazu hat mir der CP in Vyssi Brod prompt positiv geantwortet. So werde ich wohl auch von Linz her in Richtung Prag fahren, aber dann weiter in Richtung Leipzig.

VG aus Budapest
Martin
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.06.20 13:37

Moin Martin.

Prag - Brünn: da wollte ich noch ein paar Kilometer an der Elbe/Labe bis Kolin fahren und dann den Nr.1 folgen.

In Bayern hab ich mir feste Unterkünfte gebucht. Es mag vielleicht in 14 Tagen schon ganz anders mit den CP aussehen - aber in den "Einradeltagen" hab ich gern was sicheres. Und ich gehe fest davon aus, dass Zelter in Tschechien willkommen sind. Ich habe bis jetzt nichts gegenteiliges gefunden. Reservieren werd ich erstmal nichts.

Vyssi Brod hab ich auch angepeilt (6.7. - 7.7.)

Gruß - Reinhard
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.06.20 15:57

Hallo!

Bei Radreisen im Ausland kann es beim Planen sinnvoll sein, Informationen aus verschiedenen Ländern gegen zu checken. Dazu zwei Beispiele, auf die ich gerade gestoßen bin:

Österreich erlaubt die Reise nach Dänemark, aber die Dänen lassen uns nicht hinein. In Österreich steht davon bis jetzt nichts auf der Seite des Außenministeriums. Das betrifft euch Deutsche nicht, vielleicht gibt es für euch aber andere Schwierigkeiten.

Nordmazedonien erlaubt die Durchreise in einem genau definierten Korridor nach Griechenland binnen 5 Stunden. Was die Griechen am anderen Ende machen kratzt die Nordmazedonier nicht. Lassen sie einen rein? Stecken sie einen in Quarantäne? Das kann sich wahrscheinlich auch ziemlich kurzfristig ändern.

Auch wenn diese Beispiele nicht speziell für Radreisen passen, zeigen sie, dass Quervergleiche bei möglicherweise kritischen Grenzen/Ländern Sinn machen.

Ein Nachtrag: Inzwischen findet sich die Information betreffs Dänemark auf der österreichischen Seite.

lg!
georg
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.06.20 09:24

Weil ich mir einen Wolf gesucht habe mit dem Begriff Risikogebiet und trotzdem nichts gefunden habe. Wer wissen will, ob er bei Rückreise in Quarantäne muss, hier ist die Liste vom RKI.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Ich habe die mit Suchbegriff "Schweden" gefunden.
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.06.20 11:18

In Antwort auf: JZiep
Wer wissen will, ob er bei Rückreise in Quarantäne muss, hier ist die Liste vom RKI.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Interessanterweise ist in dieser Liste auch Vietnam als Risikogebiet ausgewiesen.

Man hat es in deutschen Medien kaum mitbekommen, aber Vietnam ist eines der Länder, die bisher mit am Besten von allen Ländern weltweit durch die Covid-19-Pandemie gekommen sind. International wurde der Erfolg Vietnams sehr geachtet. Es wurden hier schon sehr früh Maßnahmen umgesetzt und eine konsequente Nachverfolgung der einzelnen Fälle und deren Kontaktpersonen durchgeführt, während die deutsche Bundesregierung durch ihr anfängliches Nichthandeln eine gewisse Ausbreitung erst ermöglicht hat.

Ich bin sehr froh, dass ich während der problematischen Zeit ausgerechnet hier gestrandet bin! Und ich bin dem vietnamesischen Staat ausgesprochen dankbar für das erfolgreiche Management der Krise, was es mir schlussendlich ermöglicht hat, meine Reise nicht abbrechen zu müssen, sondern hier bleiben zu können (und zu dürfen), um nach einer längeren Pause nun wieder weiter zu reisen. bravo

Dass nun ausgerechnet Vietnam auf dieser Liste ist, halte ich für sehr fragwürdig und für eine Fortsetzung des zweifelhaften Bildes, welches insbesondere das Robert-Koch-Institut, aber auch Teile der Bundesregierung, während dieser Krise von Anfang an abgegeben haben.

Wie auch immer, ich hoffe sehr, dass die inzwischen auch in Deutschland und in immer mehr Ländern erzielten Erfolge bei der Bekämpfung des Virus dauerhaft sein werden - und nun wieder zunehmend unbeschwerteres Radfahren in Zeiten des Corona-Virus möglich ist. schmunzel
von: Päule

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.06.20 11:30

Hallo in die Runde,

habe gerade diese Seite von der EU gefunden: Re-open EU - ( https://reopen.europa.eu/de#/de )

Vielleicht hilfts ja bei der Planung weiter, zumindest in der EU.

Glück auf
Christian
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.06.20 12:15

In Antwort auf: Päule
Hallo in die Runde,

habe gerade diese Seite von der EU gefunden: Re-open EU - ( https://reopen.europa.eu/de#/de )

Vielleicht hilfts ja bei der Planung weiter, zumindest in der EU.

Auf den ersten Blick eine schöne Seite. Auf den zweiten Blick problematisch. Das RKI und hessische Verordnungen ergeben, wenn ich aus Schweden komme 14 Tage Quarantäne. Die Seite sagt aber ich kann problemlos rückreisen.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 17.06.20 16:42

Update Italien / Südtirol:
Sind am 15.6. ohne Kontrolle über den Brenner. In Österreich war es sehr locker, hier in Italien nimmt man die Maskenregeln ernst und darf sich öfter mal die Hände reinigen. Sonst ist hier alle kritische Infrastruktur für Radler offen und man ist herzlich willkommen. Cafés, Bars und Restaurants sind offen. Die Berghütten sind seit wenigen Tagen auch besuchbar. Alle Geschäfte sind offen, die Straßen sind belebt aber nicht supervoll. Das Beste: wenig Motoradfahrer auf den Pässen, keine Massen aus Bussen die die Passchilder zustellen oder die schönen Orte fluten. Man kann sogar kurzfristig Unterkünfte bekommen wo man sonst ein Jahr im Vorraus buchen musste. Auch beim Wandern ist man hauptsächlich in der Natur und nicht in Menschenmassen... ist fast so wie sonst weiter südlich zB auf dem Balkan. Von mir aus kann das so bleiben schmunzel (ist natürlich für viele Hütten etc nicht wirtschaftlich, klar. Aber ein Mittelweg zwischen Jetzt und vor-Corona) wäre vermutlich ideal)
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.06.20 15:20

Moin!

In Antwort auf: JZiep
Weil ich mir einen Wolf gesucht habe mit dem Begriff Risikogebiet und trotzdem nichts gefunden habe. Wer wissen will, ob er bei Rückreise in Quarantäne muss, hier ist die Liste vom RKI.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Ich habe die mit Suchbegriff "Schweden" gefunden.


Das RKI sieht vor, dass bei Rückreisen aus Risikogebieten nach Deutschland die Quarantäne auch bei einer negativen PCR-Testung, frühestens 48h vor und spätestens 48h nach Einreise, aufgehoben werden kann.

Entscheidend ist hierfür allerdings das zuständige Gesundheitsamt. Die können die RKI-Empfehlung ja durchaus unterschiedlich handhaben. Dann benötigt man natürlich noch einen Arzt, der den Abstrich durchführt und einschickt.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.06.20 15:38

In Antwort auf: MaikHH

Das RKI sieht vor, dass bei Rückreisen aus Risikogebieten nach Deutschland die Quarantäne auch bei einer negativen PCR-Testung, frühestens 48h vor und spätestens 48h nach Einreise, aufgehoben werden kann.

Wo steht das? Im verlinkten Dokument steht das bei mir nicht.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.06.20 16:21

In Antwort auf: JZiep
In Antwort auf: MaikHH

Das RKI sieht vor, dass bei Rückreisen aus Risikogebieten nach Deutschland die Quarantäne auch bei einer negativen PCR-Testung, frühestens 48h vor und spätestens 48h nach Einreise, aufgehoben werden kann.

Wo steht das? Im verlinkten Dokument steht das bei mir nicht.
schau mal in den Abschnitt "wir bitten Sie Folgendes zu beachten" unter Punkt 1 Quarantäne werden mögliche Ausnahmen erwähnt.
von: Mastermind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.06.20 18:10

Kurze Rückmeldung aus Schleswig Holstein und Niedersachsen: Bin am 13.06. auf Sylt gestartet und mittlerweile in Goslar. Campingplätze habe ich immer gegen Mittag telefonisch kontaktiert. Es war 4x problemlos möglich, obwohl in Niedersachsen bis Sonntag die 80% Belegungsgrenze gilt.

Laut Aussage der Betreiber war über Pfingsten ausgebucht und sie hätten mich abweisen müssen.
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.06.20 18:26

Stand 18.6. nach dem abtelefonieren der Plätze auf unserer Strecke: Die Rote Schleuse bei Lübeck hat Reservierungspflicht in Niedersachsen. Wittenberg und der Campingplatz des Forumstreffen sin Erfurt Kühlhauses nehmen momentan keine Zelte auf.In Erfurt gibt es aber einen neuen Campingplatz, da ist das kein Problem.

Mal sehen wie das in 4 - 5 Wochen aussieht, wenn wir da in der Gegend sind.
von: schafkopfer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 18.06.20 20:09

Weiß jemand, ab wann es wieder möglich ist, Fahrradreservierungen in den Zügen von Italien - Deutschland zu tätigen?
Ich habe nun schon mehrmals angerufen, die Züge sind momentan noch für Reservierungen gesperrt. Ohne Fahrradkarte kann man allerdings sein Rad nicht mitnehmen.

Konkret geht es mir in diesem Fall um den Zug am 01.August 2020; der Eurocity von Bozen - München mit 3 Personen und 3 Fahrrädern.
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.06.20 23:54

Falls es jemanden interessiert: Ich habe die Reise auf dem Deutschen Limes-Radweg wie geplant durchgezogen und wurde nicht enttäuscht. Abgesehen vom leidigen Thema Maskenpflicht fühlte es sich so an wie immer. Die Zimmersuche gestaltete sich genauso unproblematisch wie vor der Krise, und auch eine warme Mahlzeit war jeden Abend drin. In Bayern und Hessen musste ich mich dabei immer in die berühmt-berüchtigte Liste eintragen, in Baden-Württemberg wurde es dagegen locker gehandhabt. Auch die öffentlichen Toiletten waren eigentlich überall geöffnet.

Von Regensburg aus habe ich es bis in den Taunus geschafft, auch wenn Letzterer eher mich geschafft hat. Nach dem Großen Feldberg war bei mir die Luft raus, so dass ich bei Idstein die Route verlassen habe und von Limburg aus mit der Bahn gen Heimat gefahren bin. Mein Ziel, von der Donau bis an den Rhein zu kommen, habe ich so zwar nicht erreicht, aber immerhin.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.06.20 06:15

Nachdem Reisen nach und in Frankreich wieder uneingeschränkt möglich ist, habe ich mich auf französischen Foren ein wenig zu der Situation auf den Campingplätzen umgehört. Auf den Plätzen, die offen sind, ist die Situation wohl wie in früheren Zeiten. Allerdings bleiben wohl viele gemeindeeigenen Plätze (Campings municipaux) für diese Saison geschlossen.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.06.20 15:16

In Antwort auf: Axurit
Nachdem Reisen nach und in Frankreich wieder uneingeschränkt möglich ist, habe ich mich auf französischen Foren ein wenig zu der Situation
Camping wird für meine nächste Reise wohl kaum eine Rolle spielen. Aber vielleicht kannst du auch etwas mehr zur Lage in der Bretagne berichten. Mich interessiert da besonders die Küstenregion westlich von Morlaix.
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 20.06.20 19:38

Grüße aus Schweden, ich will mich mal wieder melden....einige erinnern sich an meinen Plan. Ich bin vor 2 Wochen von Trelleborg aus über Öland (3Tage) auf dem Weg durch Schweden.... in Richtung Norden. Alles verläuft bisher völlig problemlos und entspannt....am Anfang waren oft nur ganz wenige Menschen auf den Campingplätzen... man hatte die Einruchtungen nur mit wenigen geteilt. Ausländer trifft man nur selten. Jetzt ist hier Midsommar und die großen Schulferien haben begonnen, es ist jetzt mehr los....sber immer noch nicht voll, aber nur Schweden. Alles ist geöffnet und super unkompliziert....auf dem Land trifft man eh nur wenige Menschen. Die großen Städte habe ich gemieden....groß umfahren stockholm. Nun radel ich aus dem großen Seengebiet wieder zur Küste.....und dann weiter nach Norden. Ich hoffe das Finnland am 15.07. Die Grenze öffnet.... bis dann bin ich hier eh noch unterwegs. Falls nicht habe ich Pläne über das Baltikum bzw Polen irgendwann zurück, habe bis Ende August Zeit. Mal sehen. Soweit msl, ich bin froh das ich due Tour so gemacht habe.... es ust nur verdammt heiss hier und der Wind ist mein größter Gegner..... lg euch aus der Dalana Region, Helmut
von: Hell0imChris

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 12:06

Hallo, muss man tatsächlich reservierte Plätze angeben
(campingplatz etc) um einreisen zu dürfen?
Weiß da jemand was?

lt deren seite ja.. https://entercroatia.mup.hr/Edit

das würde die spontanität der radreise total zu nichte machen traurig
von: lutz_

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 17:15

Hallo!

Guck mal hier:

https://www.mtb-news.de/forum/t/adriatix-von-rom-nach-muenchen.921178/post-16687787

Stuntzi aka Alpenzorro ist erst kürzlich per Schiff aus Ancona/IT nach Split/HR übergesetzt...


Gruß LUTZ
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 18:54

In Antwort auf: Axurit
Aber vielleicht kannst du auch etwas mehr zur Lage in der Bretagne berichten.
Leider nicht.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 19:19

Wir sind seit gut zehn Tagen in Mitteldeutschland unterwegs. Bayern, Thüringen und Hessen. Überhaupt kein Problem mit Zelten oder Zimmersuche. Rufen immer um die Mittagszeit an wenn wir abschätzen können wie weit wir fahren werden . Nur eine Jugendherberge hatte abgelehnt.

Rennrädle
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 19:55

Auch bei Bayern und Zelten kein Problem. Ich habe heute paar bayrische CP-Seiten gecheckt. Deswegen die Frage.
von: cyclist

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 20:32

Hallo zusammen,
In Antwort auf: cyclist
Hallo,
hat da schon wer konkrete aktuelle Infos, wie es für NRW aussieht, bezüglich einer Wiedereinreise aus Schweden? Auf der NRW-Seite des Landes ist noch nichts aktuelles dazu zu lesen.
hat da wer schon eigene konkrete Erfahrungen machen können/müssen, bei der Wiedereinreise auf dem Land-/Seeweg von Schweden nach D?

Wo gibt es diese "magische" Reproduktionszahl für Schweden? Es gibt zwar diverse schwedische Seiten, mit deren aktuellen Zahlen, aber wo findet man diese Zahl für Schweden, worauf ja die Anordnung der Quarantäne (bzw. ein Test) bei Wiedereinreise nach D beruht? verwirrt

Spätestens in knapp 2 Wochen muss ich mich entscheiden, ob es was mit Schweden wird, oder nicht... Ansonsten muss ich mir mal nen Plan E überlegen.
von: cyclist

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 20:36

Hallo Renata,
ich war (zusammen mit einem Forumskollegen) am vergangenen langen Wochenende auch in Hessen und Thüringen unterwegs (u.a. die Werra z.T. flussabwärts). Auf den CPs in Thüringen ging es sehr entspannt zu. In Hessen hat man bei den Leuten allgemein eine gewisse Anspannung merken können - mehr wie in Thüringen.

Nur bei einem Café und einem Bäcker war das Eintragen in diese Gästeliste erforderlich.
von: BvH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 20:47

Ich war letzte Woche hauptsächlich in Niedersachsen unterwegs, zuerst ein paar Tage in Aurich bei Privatvermietern (war vorgebucht), anschließend die Ems hoch und zuletzt eine Nacht in Coesfeld (NRW). Zimmer zu finden war kein Problem, das Angebot bei Booking war jeweils ausreichend. In den Restaurants und Cafés musste man jeweils die Kontaktdaten angeben. Das Frühstück in den Hotels in Dörpen und Lingen wurde von mir am Buffet ausgesucht und vom Personal auf die Teller gelegt. In Coesfeld war dann Selbstbedienung. Wenn nicht die Masken überall gewesen wären, hätte für mich alles einen normalen Eindruck gemacht.

Lediglich die Zugfahrt zurück hat mir nicht gefallen. Im RE von Essen nach Köln waren zu viele Leute um mich herum. Wenn ich in diesem Jahr noch eine Radtour mache, wird diese ohne Anreise per Bahn stattfinden (dabei habe ich noch so viele Gutscheine von stornierten Fahrkarten )
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 21.06.20 23:10

In Antwort auf: cyclist

Wo gibt es diese "magische" Reproduktionszahl für Schweden? Es gibt zwar diverse schwedische Seiten, mit deren aktuellen Zahlen, aber wo findet man diese Zahl für Schweden, worauf ja die Anordnung der Quarantäne (bzw. ein Test) bei Wiedereinreise nach D beruht? verwirrt


Hallo Markus,

hier noch einmal ein paar links für dich zu Schweden:



Rot auf der Karte bedeutet: Risikogebiet = idR. Quarantänepflicht.

Ansonsten habe ich weiter oben noch ein paar Links gesetzt.

So lange Schweden 50 Neuinfektionen pro Woche und pro 100000 EW hat, bleibt Schweden erst mal Risikogebiet. Da der Anstieg der Fallrate auf eine Ausdehnung der Testungen zurückzuführen ist, gehe ich nicht davon aus, dass Schweden in den kommenden zwei Wochen unter 50 fällt. Einige Regionen sind sogar bei 150 und mehr. Das bedeutet nach RKI Quarantäne bei Rückkehr. Das RKI sieht aber auch eine Ausnahme vor, wenn du bei Einreise (+-48h) ein auf einem negativen PCR-Test basierendes ärztliches Gutachten vorlegen kannst. Das scheint aber jedes Gesundheitsamt bzw. Bundesland individuell auszulegen bzw. zu behandeln. Daher einmal mit dem zuständigen Gesundheitsamt kommunizieren und dann mit deinem Hausarzt, ob der dich testen würde.

Einen Vorschlag, wie das laufen kann und wie ich das für mich nun eingeleitet habe, habe ich weiter oben gepostet.

Viel Erfolg!
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 07:43

Hallo Axurit!

In Antwort auf: Axurit
Nachdem Reisen nach und in Frankreich wieder uneingeschränkt möglich ist, habe ich mich auf französischen Foren ein wenig zu der Situation auf den Campingplätzen umgehört. Auf den Plätzen, die offen sind, ist die Situation wohl wie in früheren Zeiten. Allerdings bleiben wohl viele gemeindeeigenen Plätze (Campings municipaux) für diese Saison geschlossen.


Weißt du vielleicht von einer Seite, auf der man finden kann, welche französischen Campingplätze geschlossen sind? (Notfalls müsste ich google oder sonst wen übersetzen lassen, denn Französisch kann ich leider nicht, dank meiner humanösen Schulbildung, leider!) Wir wollen ja im August im Osten Frankreichs unterwegs sein. Anrufen ist auch eine Möglichkeit, falls sich jemand mit Englischkenntnissen findet. Nur die Tatsache, dass jemand abhebt, sagt wahrscheinlich nicht viel, wenn das Bad offen, aber der dazugehörige Campingplatz geschlossen ist.

lg!
georg
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 07:56

In Antwort auf: cyclist
...wo findet man diese Zahl für Schweden, worauf ja die Anordnung der Quarantäne (bzw. ein Test) bei Wiedereinreise nach D beruht? verwirrt

Hier:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html

Gruß
Thoralf
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 08:18

In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: cyclist
...wo findet man diese Zahl für Schweden, worauf ja die Anordnung der Quarantäne (bzw. ein Test) bei Wiedereinreise nach D beruht? verwirrt

Hier:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html
das sieht ja ein klein wenig besser aus, als auf der von MaikHH verlinkten etwas älteren Karte. Schweden sticht aber immer noch als "kritische Region" hervor und hat somit irgendwie ein in heutigen Zeiten besonderes "Alleinstellungsmerkmal" grins

wer kann oder möchte heute schon vorhersagen, wie es 14 Tagen vor einer Rückreise aus Schweden aussieht?
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 08:42

Noch ein kleiner Nachtrag:
Trotz der in den letzten Tagen im Kreis Gütersloh in großer Zahl festgestellten Infektionen bei Tönnies liegt die 7-Tage-Inzidenz in NRW mit 9.1 weit unterhalb der für Schweden gemeldeten Werte. Auch Berlin hat mit 12,1 immer noch eine deutlich geringe 7-Tage-Inzidenz als Schweden. Diese deutlichen Unterschiede könnten vielleicht einen Einfluss auf die Verhaltensweise der zuständigen Gesundheitsbehörden haben. Darum würde ich mögliche Quarantäneanweisungen als realistisches Szenario durchaus in Betracht ziehen.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 09:23

Hallo Georg,
In Antwort auf: irg

Weißt du vielleicht von einer Seite, auf der man finden kann, welche französischen Campingplätze geschlossen sind?
ich habe aktuell bzgl. Schließungen wegen Corona keine Erfahrung, aber da es auch früher keine verlässliche Liste der Campingplätze gab, bin ich mir sicher, dass es solch eine Seite nicht gibt. Sowohl in der Liste von Archie als auch in diversen Internetportalen, die den Anspruch erheben, alle Plätze aufzulisten, stößt man immer wieder auf Plätze, die längst nicht mehr existieren. Am verlässlichsten sind die Homepages der Campingplätze selbst. Bei kleinen Plätzen, die keine Internetseite haben, helfen manchmal die Seiten der offiziellen Tourismusbüros der Gemeinden, Departements und Regionen weiter, aber auch da muss man genau hinschauen, da werden auch manchmal einfach nur die Daten von Jahr zu Jahr ungeprüft übernommen. Bei Gemeindeeigenen Plätzen (Camping Municipal) findet man meist Informationen auf der Seite der Gemeinde (googeln nach "mairie <Ort>"). Wenn man keine verlässlich erscheinenden Informationen im Netz findet, oder ganz sicher gehen möchte, hilft letztlich nur Kontakt per Mail oder Telefon weiter. Wegen der Sprachkenntnisse würde ich mir da keine Gedanken machen, oft sitzen da Studenten im Ferienjob oder du gerätst an den Opa, der seinen Wehrdienst in Stetten am Kalten Markt verbracht hat, und von da noch ein paar brocken Deutsch kann.

Ich habe mal die Probe aufs Exempel für einige Plätze gemacht, auf denen ich schon war. Da war alles dabei: welche, bei denen auf der Homepage ein klarer Hinweis auf die Öffnung nach Ende der Beschränkungen steht, welche, bei denen es keinen solchen Hinweis gibt und ganz offensichtlich inkorrekte Daten , wie "geöffnet von 01.04.2020 bis 20.09.2020", und welche, für die man nach etwas Googeln einen klaren Hinweis daruf findet, dass der Platz 2020 geschlossen bleibt. Die erste Kategorie scheint die Mehrzahl zu sein.

Grüße
Rainer
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 18:27

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: cyclist
...wo findet man diese Zahl für Schweden, worauf ja die Anordnung der Quarantäne (bzw. ein Test) bei Wiedereinreise nach D beruht? verwirrt

Hier:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html
das sieht ja ein klein wenig besser aus, als auf der von MaikHH verlinkten etwas älteren Karte.

Stimmt, ich habe leider auf eine feste Karte verlinkt. Der Link von Toxxi zeigt auf die Webseite, in der diese eingebettet ist, und ist damit hoffentlich laufend aktuell.

Schweden ist dort übrigens wieder rot. Der Grund dürfte daran liegen, dass es über die letzten Tage vermutlich wegen Midsommar keine Meldungen gab. Zumindest laut Johns-Hopkins sind einige Einträge bei Null. Schweden wird sobald nicht aus der Liste der Risikogebiete herausgenommen werden.
von: cyclist

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 19:47

Hallo Maik,
danke für die beiden Links, die aber schon kannte. Der zweite Link enthält aber leider noch den Datenstand vom 08.06.2020, da ist Schweden noch rot markiert. Dagegen enthält der Link zur selben Karte von Thoralf den Datenstand von heute. Und nach der Karte lagen heute früh die Zahlen nun bei <50. Auch die Farbe wurde von rot auf dunkelbraun herab gestuft. Im Laufe des Tage hat man aber wohl noch mal aktualisiert und Schweden wieder auf rot gesetzt. verärgert

Das Problem ist ja auch, das die Zahlen, egal wie sie in Schweden ausfallen, vom RKI interpretiert werden, wenn dabei ein Wert von >50 raus kommt, gibt es wieder eine Reisewarnung bzw. die Verpflichtung zur Quarantäne nach Rückkehr, oder - wie du bereits geschrieben hast - der Nachweis über einen Test das man "negativ" ist.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 21:19

War das seit dem 15. Juni nicht die ganze Zeit rot?
von: MaikHH

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 22.06.20 22:17

In Antwort auf: JZiep
War das seit dem 15. Juni nicht die ganze Zeit rot?

Es war jetzt (gestern Abend oder heute morgen oder so) auch mal dunkelorange. Da hatten sie die zu erwartenden Nachmeldungen von Midsommar wohl noch nicht berücksichtigt grins

In der Liste der Risikoregionen war es aber trotzdem noch aufgeführt.
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.06.20 08:29

Danke für die Tipps! Damit wird ein Frankreich-Urlaub wieder etwas einfacher!

lg!
georg
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 23.06.20 08:48

ESs gibt auch ne Reihe Municipals, die tagsüber telefonisch nicht erreichbar sind.
Dann fährst Du einfach auf den Platz, baust die Hütte auf und wirst am Abend oder gar am Morgen abkassiert. Das passiert, wenn die Mitarbeiter der Gemeinde den Platz in ihrer Freizeit oder der Nebensaison betreuen.

Hier hatten wir das bei 0° und durften dabei den Aufenthaltsraum noch benutzen. Superplatz!
http://www.camping-haut-jura.com/en/
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.06.20 19:25

Wir waren die letzten 10 Tage in der Hohenlohe, Franken, Oberfranken, dem Vogtland, Oberbayern, dem Allgäu (es gibt da diesen geschickten Zug von Hof nach München), Oberschwaben, der Alb und über den Schwarzwald heim, unterwegs.
Spontanes übernachten in Gasthöfen war kein Problem, Zelten war schwieriger, sofern man kein eigenes Sch***häusle mit führt. Bei manchen ist das Sanitärgebäude geöffnet, aber bei etlichen halt nicht.
Wer also noch so einen Nachttopf hat, kanns mal versuchen.
Wir waren zur Übernachtung (Gasthof) oft die einzigen Gäste.
Gastronomie hat ein guter Teil geöffnet und die Hygieneregeln werden unterschiedlich eng interpretiert.
Wohnmobile sind in Massen unterwegs und auf Stellplätzen, die meisten davon in Baden-Württemberg. Auf der Alb sprach man von einer Invasion. Sogar in der abgeschiedenen Hohenlohe wars in dieser Hinsicht belebt, dabei hat es, als wir dort durchkamen, unermüdlich geregnet.
Ab morgen brechen wir übers Elsass ins Jura auf. Ich kann dann danach sagen, wie es dort ist.
Gruß
Nat
von: Saitenriss

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.06.20 23:40

In Antwort auf: philipp_k

Ich würde gerne so ab Anfang Juli losfahren und bin mir aber nicht sicher, ob das denn nun schon mit sämtlichen Grenzübertritten überhaupt möglich wäre.
Soweit ich weiss darf man ja ab dem 15. juni wieder nach Österreich, Slowenien ist wohl schon offen und Kroatien auch kein Problem. Wie es danach aussieht enzieht sich meinen Kentnissen. Weiss da von Euch jemand was? Sollte das gehen? Natürlich ist mir klar, dass gerade ständig neue Veränderungen kommen, aber was ist denn jetzt gerade der Status quo?


So, wo kann man als deutscher Staatsbürger denn aktuell auf dem Rad über Österreich nach Slowenien ein-/ausreisen?
Ich habe nur 3 offene Grenzübergänge mit Kontrollpunkten gefunden, alle für den motorisierten Verkehr gedacht, aber als Radfahrer darf ich diese doch sicher nicht benutzen, da 2 Tunnelverbindungen sind und der 3. über die Autobahn geht?
Hier die offenen Straßen-Grenzübergänge für Deutsche:
1. Karavanke - Karawankentunnel,
2. Ljubelj - Loibltunnel
3. Sentilj (Autobahn) - Spielfeld (Autobahn).
Per Zug geht es ausschließlich über Spielfeld.

Und wie kommt man als als Radfahrer rein/raus?
Ich finde keine Hinweise im Internet.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 00:15

Hätte ich nicht gedacht, dass es solche Regelung gibt. Ggf. bei der slowenischen Botschaft mal anfragen. Loibl-Tunnel darfst du aber als Radler benutzen, bin auch schon durch.
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 09:01

Hallo!

In Antwort auf: Saitenriss
In Antwort auf: philipp_k

Ich würde gerne so ab Anfang Juli losfahren und bin mir aber nicht sicher, ob das denn nun schon mit sämtlichen Grenzübertritten überhaupt möglich wäre.
Soweit ich weiss darf man ja ab dem 15. juni wieder nach Österreich, Slowenien ist wohl schon offen und Kroatien auch kein Problem. Wie es danach aussieht enzieht sich meinen Kentnissen. Weiss da von Euch jemand was? Sollte das gehen? Natürlich ist mir klar, dass gerade ständig neue Veränderungen kommen, aber was ist denn jetzt gerade der Status quo?


So, wo kann man als deutscher Staatsbürger denn aktuell auf dem Rad über Österreich nach Slowenien ein-/ausreisen?
Ich habe nur 3 offene Grenzübergänge mit Kontrollpunkten gefunden, alle für den motorisierten Verkehr gedacht, aber als Radfahrer darf ich diese doch sicher nicht benutzen, da 2 Tunnelverbindungen sind und der 3. über die Autobahn geht?
Hier die offenen Straßen-Grenzübergänge für Deutsche:
1. Karavanke - Karawankentunnel,
2. Ljubelj - Loibltunnel
3. Sentilj (Autobahn) - Spielfeld (Autobahn).
Per Zug geht es ausschließlich über Spielfeld.

Und wie kommt man als als Radfahrer rein/raus?
Ich finde keine Hinweise im Internet.


Ich wüsste nicht, welche Beschränkungen auf einzelnen Übergänge es geben könnte. Die Grenze zwischen Österreich und Slowenien ist offen. Es ist auch keine Schengengrenze. Wenn du legal unterwegs bist (also einen gültigen Reisepass mit hast, den brauchen auch die Einheimischen im Nachbarland, auch wenn sich viele nicht daran halten) darfst du durch. Bekannte haben übrigens nichts von Fiebermessungen o.Ä. an der Grenze berichtet.

Bei einer Schengen-Grenze kann das anders sein. Da gibt es noch einige kleine Übergänge, die Beschränkungen auf weisen. Aber auch bei denen wird es von Jahr zu Jahr leichter. Meistens gelten Einschränkungen nur mehr für Nicht-EU-Bürger.

Aktuell heikel ist ein anderes Thema: In Kroatien steigen die Covid-Fälle, daher überlegen die Verantwortlichen in Slowenien die Sperre der Grenze zu Kroatien. So etwas kann in diesem Jahr prinzipiell immer passieren. Ich denke, eine flotte Durchreise mit dem Auto nach Hause wird ziemlich einfach akzeptiert werden, eine tagelange mit dem Rad könnte komplizierter werden.

In Österreich kann man sich bei Auslandsreise bei einer Seite des Außenministeriums anmelden, dann bekommt man immer aktuelle Informationen. Damit solltet ihr wohl eine gewisse Vorlaufzeit bekommen, um im Fall des Falles rechtzeitig ausreisen zu können. Eine Bahnfahrt von Slowenien nach Österreich funktioniert mit den Rädern grundsätzlich gut, wenn ihr eine passende Bahnstrecke erreicht.

lg!
georg
von: gerold

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 09:58

Vergangenen Samstag am Wurzenpass keinerlei Kontrollen, auch bei der ital./slow. Grenze zwischen Kranska Gora und Tarvis nicht. Angeblich ist auf slow. Seite am Loibl-Paß neuerdings Radfahrverbot, ggf. vorher checken (dürfte nichts mit Corona zu tun haben). Außerdem darf die Grenze nach dem Schengen-Abkommen ja jetzt wieder überall passiert werden (also auch auf Wanderwegen), "offizielle" Grenzübergänge sind nur für KFZ interessant.

Gruß Gerold
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 10:04

Nachtrag zu den französischen Campingplätzen: Ich plane gerade eine kleine Runde von Perpignan ins Minervois und Carcassonne. Dazu habe ich die in Frage kommenden Plätze angerufen. Bis auf einen Plaz haben alle geöffnet und nehmen Einzelreisende für eine Nacht auf. Teilweise wurde auf Abstandsregeln in den Sanitäranlagen hingewiesen aber auch auf den geöffneten Pool. Was die Belegung anbelangt, ist wohl derzeit noch recht wenig los und auch für die anstehende Ferienzeit scheint man nicht mit dem großen Ansturm zu rechnen.

Man kann also derzeit bedenkenlos eine Camping/Radtour durch Frankreich starten. Die aktuellen Corona-Hotspots in Deutschland stehen allerdings auch dort im Focus. Eine Einreisesperre für Reisende aus Gütersloh und Warendorf halte ich daher für nicht ausgeschlossen.
von: Saitenriss

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 10:49

In Antwort auf: gerold
Vergangenen Samstag am Wurzenpass keinerlei Kontrollen, auch bei der ital./slow. Grenze zwischen Kranska Gora und Tarvis nicht. Angeblich ist auf slow. Seite am Loibl-Paß neuerdings Radfahrverbot, ggf. vorher checken (dürfte nichts mit Corona zu tun haben). Außerdem darf die Grenze nach dem Schengen-Abkommen ja jetzt wieder überall passiert werden (also auch auf Wanderwegen), "offizielle" Grenzübergänge sind nur für KFZ interessant.

Gruß Gerold


Ok, dann hoffe ich, dass ich genau diese Grenz-Pässe auch befahren darf.
Ich kam auf die Problematik, weil auf der Seite des dt. Auswärtigen Amts zur Einreise nach Slowenien aktuell steht:
Bitte keine fremden Texte einstellen. Du kannst das Gesagte gerne in eigenen Worten wiedergeben.

Ich dachte, das das dann für alle Verkehrsteilnehmer auf der Straße gilt, also auch für Radfahrer.
von: Saitenriss

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 11:16

Ok, dann schreibe ich das mit meinen eigenen Worten: Das Auswärtige Amt bezieht sich in seinen Einreisebestimmungen nach Slowenien für Deutsche auf dem Landweg über Österreich auf die Website der slowenischen Polizei, auf der mitgeteilt wird, dass nur für Slowenen und Östereicher der Grenzübertritt überall möglich ist; für Deutsche seien nur die drei angegebenen Grenzübergänge Karawankentunnel, Loibltunnel und Autobahn über Spielfeld erlaubt.

Wenn Gerold aber als Radfahrer an den genannten anderweitigen Grenzübergängen keine Probleme hatte, wäre jetzt nur noch die Frage zu klären, ob er Glück hatte, oder ob die Regelung nur für den motorisierten Verkehr gilt?
Ich habe die Website der slowenischen Polizei gelesen, aber speziell von Radfahrern ist dort nirgends die Rede.
von: Thomas S

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 11:35

Wenn Du Dein Profil ausgefüllt hättest, insbesondere zum Ort, wüsstest Du, dass Gerold in Österreich wohnt und vermutlich Österreicher ist.
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 12:46

Danke für das Update!

lg!
georg
von: gerold

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.06.20 14:30

Stimmt bin Österreicher. Auf der Paßhöhe am Wurzenpass ist zwar ein Schild gestanden, aus dem sinngemäß hervorgeht, dass der Grenzübertritt nur für Österreicher und Slowenen erlaubt ist, allerdings waren nur wenige Autos (die mich auf der 18 % Steigung überholt haben) mit österr. oder slow. Kennzeichen unterwegs, viele natürlich aus D. War wie schon geschrieben weder auf österr. noch aus slow. Seite Polizei da, die kontrolliert hätte, vielleicht wurde das Schild auch nur vergessen.

Ich würde mir nicht viele Gedanken machen und einfach einmal losradeln.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 15:49

In Antwort auf: Saitenriss

Ich habe die Website der slowenischen Polizei gelesen, aber speziell von Radfahrern ist dort nirgends die Rede.

Deswegen auch mal nachfragen. Auf der Seite gibts eine E-Mail-Adresse, die für Unklarheiten eingerichtet ist (in Englisch bedient wird). Es gibt nämlich ein paar Unstimmigkeiten, z.B. fährt der internationale Nachtzug von Zagreb nach München über Jesenice und nicht über Spielfeld. Das dürfte nach den Bestimmungen eigentlich auch nicht sein. Auch Wanderer wären ja betroffen, weiß nicht, ob das im Sinne der Maßnahmen der Regierung ist, Touristen z.B. vom Alpe Adria Trail abzuhalten. Wie so oft dürfte sich auch Theorie und Praxis unterscheiden, juristische Grauzone.

Andererseits sind in vielen Ländern ja sichtbare Zeichen, dass man die Individualtouristen, auch noch mit täglichen Ortswechseln, weniger gern sieht und evtl. gehindert werden, Quartier zu beziehen - auch noch in Deutschland (vgl. diverse Campingplatzregelungen; auch Kroatien verlangt ja zumindest offiziell gebuchte Unterkünfte als Pflichtangabe zur Einreise). Was die anderen Übergänge angeht, könnte das ähnlich enden wie die Lokalübergänge, wo man auch in Normalzeiten nicht rüber darf als internationaler Tourist. Da hatte ich ja mal das Erlebnis, dass nach etwas nerviger Diskussion mich die slowenische Polizei weiterfahren ließ.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 17:15

In Antwort auf: veloträumer
Andererseits sind in vielen Ländern ja sichtbare Zeichen, dass man die Individualtouristen, auch noch mit täglichen Ortswechseln, weniger gern sieht und evtl. gehindert werden, Quartier zu beziehen - auch noch in Deutschland...


Sind jetzt 15 Tage unterwegs mit vielen, fast täglichen Unterkunftswechseln... immer einen Abend vorher gebucht, Booking oder direkt über die Homepages... wo: Bayern, Österreich und das meiste in Italien.
Fazit: Null Probleme, überall hat man sich über Gäste gefreut, auch uns Radler. Essen, Bars usw keine Probleme. Kann das „weniger gern sehen“ gar nicht bestätigen.

Oft war es nicht übervölkert, also sehr angenehm. In Italien und Bayern nimmt man die Covid19 Regeln ernster als in Österreich. An den Grenzen haben wir auch keine Kontrollen oder auch nur Fragen gehabt... in alle Richtungen. (Gefahren sind wir Leutasch (noch mit Reisewarnung), Brenner und Timmelsjoch).
Btw. Bayern war am Vollsten ...

Notiz Timmelsjoch: da gibt es einen Felssturz nach Obergurgl (von Italien kommend) der zu einer Straßensperre führt. Als Radler kann man sich an den 50 wackeligen Metern vorbeimogeln (oder den Wanderweg nehmen)... als Autotourist ist kein Durchkommen. Den Tipp haben wir von zwei tschechischen Radlern bekommen und heute selbst umgesetzt... so lange die Sperre da ist, hat man den Pass als wunderbar einsammes Erlebnis für sich...:)
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 17:28

In Antwort auf: Grimbol

Sind jetzt 15 Tage unterwegs mit vielen, fast täglichen Unterkunftswechseln... immer einen Abend vorher gebucht, Booking oder direkt über die Homepages... wo: Bayern, Österreich und das meiste in Italien.
Fazit: Null Probleme, überall hat man sich über Gäste gefreut, auch uns Radler. Essen, Bars usw keine Probleme. Kann das „weniger gern sehen“ gar nicht bestätigen.


Das ist doch eine sehr gute Nachricht! Es wäre andererseits auch irgendwie unlogisch, dass jemand eine Online-Buchung seiner Unterkunft für eine Nacht zulässt, wenn er das gar nicht will. zwinker
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 17:55

Ich bin gerade in Bayern, Oberstdorf Bayern Allgäu.
Allerdings zum Klettersteigen.

1) Wesentliche schärfere Regelungen wie in Niedersachsen kann ich hier nicht feststellen. Ganz im Gegenteil. Anscheinend braucht man hier auf den Aussenterassen keine Kontaktdaten hinterlassen.
Im Innenraum schon.

2) Es ist brechend, ja richtig brechend voll. Und das obwohl noch nicht einmal die Ferien in den Bundesländern begonnen haben. Söders Tourismusmarketing hat wohl gewirkt. Meine Vermieterin meinte, seit etwa 14 Tagen ist eine regelrechte Anfragenflut an sie herangetreten.

3) Dort wo Menschen zusammenkommen (Bergipfel, Breitachklamm) ist meistens nichts mit Mindestabstand.

Auf dem Iseler Gipfel gestern und heute an der Breitach war dichtes Gedrängel wie zu besten Zeiten. Ich weiß auch nicht, wie man das bei Wanderungen kontrollieren will. Einlasskontrollen an den zig hunderten von Wanderwegen ist wohl schlecht möglich.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 18:25

In Antwort auf: Thomas1976
3) Dort wo Menschen zusammenkommen (Bergipfel, Breitachklamm) ist meistens nichts mit Mindestabstand.

Auf dem Iseler Gipfel gestern und heute an der Breitach war dichtes Gedrängel wie zu besten Zeiten. Ich weiß auch nicht, wie man das bei Wanderungen kontrollieren will. Einlasskontrollen an den zig hunderten von Wanderwegen ist wohl schlecht möglich.
Einlasskontrollen an den Wanderwegen hielte ich auch nicht für eine gute Idee. Wenn man so die allgemeinen Empfehlungen beachten möchte, könnte, wenn Abstände zumindest über längere Teilstücke kaum einhaltbar sind, vielleicht der temporäre Gebrauch einer Maske helfen. Fände ich zwar auch nicht so besonders doll, aber vielleicht muss man einstweilen derartige kleine Zugeständnisse machen. Irgendwie sollten wir zu zumutbare Beiträgen zur weiteren Eindämmung der Pandemie bereit sein. Oder sind vor Ort ohne großen Aufwand Informationen zum aktuellen lokalen Infektionsgeschehen, ähnlich wie Gewitterwarnungen, Pollenbelastung etc. pp. Verfügbar? Dann könnte man seine individuelle Entscheidungen vielleicht daran orientieren. Aber vielleicht ist das auch für Wanderungen etwas weltfremd und meine Erfahrungen bezüglich Wetterbriefings während meiner leider schon einige Jahre zurückliegenden Zeit als aktiver Segelflieger passen hier nicht so recht.
Aber dennoch ist es schön zu hören, dass Urlaub in verschiedenen Regionen auch jetzt wohl recht gut möglich ist.
von: harald.m

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 19:04

Bin seit über einer Woche Campen (Auto und Zelt, Fahrräder dabei) an der Italienischen Adria. Anreise war über die Schweiz. Um bei einer eventuellen Grenzkontrolle einen triftigen Grund für den Transit vorzuweisen, hatte ich drei Tage vorgebucht. Hat aber keinen interessiert, die Grenzübergänge waren nicht besetzt - Ich fuhr nachts.
Auf dem Camping ist jedes zweite Waschbecken deaktiviert und Desinfektionsmittel wird angeboten, ein paar Schilder mit Verhaltensmassregeln in die Gegend getackert, das wars dann auch. Am Meer Business as usual.
Im öffentlichen Raum (Geschäfte, Märkte) herrscht Maskenpflicht, Einlasskontrolle etc
Wenig Deutsche und merkwürdigerweise KEIN EINZIGER Holländer auf dem Camping. Soweit ich das als Camper beurteilen kann ist Italien Radreise geignet, sofern ihr eine Maske habt - gibts übrigens überall zu kaufen.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 19:18

In Antwort auf: Grimbol
In Antwort auf: veloträumer
Andererseits sind in vielen Ländern ja sichtbare Zeichen, dass man die Individualtouristen, auch noch mit täglichen Ortswechseln, weniger gern sieht und evtl. gehindert werden, Quartier zu beziehen - auch noch in Deutschland...


Sind jetzt 15 Tage unterwegs mit vielen, fast täglichen Unterkunftswechseln... immer einen Abend vorher gebucht, Booking oder direkt über die Homepages... wo: Bayern, Österreich und das meiste in Italien.
Fazit: Null Probleme, überall hat man sich über Gäste gefreut, auch uns Radler. Essen, Bars usw keine Probleme. Kann das „weniger gern sehen“ gar nicht bestätigen.

Es gibt immer noch Campingplätze, wo du als Radler oder Wanderer nicht zelten kannst, sondern eine Toilettenversorgung verlangt wird. Hotels/Pensionen und Gaststätten habe ich in BaWü die gleiche Beobachtung gemacht wie du, dass sie gerne Gäste begrüßen würden und eher unterbelegt waren, Campings waren mehr ausgelastet (zwei zurückliegende Feiertagswochenenden).

Ein Problem bei Gasthäusern ist allerdings, dass sie wegen weniger Personal oft früher schließen, gibt auch Vorschriften, zu bestimmten Zeiten zu schließen, weil später abends eher nur Alkoholausschank, was wiederum Corona-riskanter ist als nur Essen. Dabei erweisen sich einige Gasthäuser eher nicht als sehr kundenfreundlich, mehrfach erlebt, das trotz früher Schließzeiten auch noch genau auf die Uhr geschaut wird und nicht alle freundlich bemüht sind, noch was anzubieten oder ein alternative Empfehlung zu geben. Vielleicht ist das aber auch ein schwäbisches Problem, allerdings inklusive Schwaben-Italiener.

Du musst auch schauen, dass sich mit jedem Tag die Dinge verändern, sowohl in der Nachfrage, als auch in der prkaitschen Anwendung von Corona-Vorschriften. Jetzt gibts erste Bundesländer mit Sommerferien und die Zurückhaltung drängt immer mehr in den Hintergrund, die Temperaturen tun ihr Überiges. Badeseen samt Strandbistro sind hier jetzt bollevoll, vor zwei Wochen war noch dezente Zurückhaltung. Wenn ich von Pfingsten berichte, ist das schon wieder überholt. So auch zu beobachten in Straßenlokalen direkt bei mir um die Ecke.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 19:25

Normale Wanderwege sicherlich nicht, aber Breitachklamm könnte man kontrollieren über Anzahl der Personen, die rein dürfen, ist mit Eintritt und zudem naturgegeben riskant eng. Scharfe Regelung würde aber die Einnahmen stark mindern, Unmut durch lange Schlangen am Eingang, wo dann wieder nicht Mindestabstand eingehalten würde - also lieber gleich alle reinlaufen lassen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 19:54

Abstände an Gipfeln zu halten ist äußerst schwierig. Ich bin den Klettersteig hoch zum Iseler Gipfel. Auf dem Klettersteig war Abstand halten kein Problem. Auch auf den Wanderwegen, trotz reichlichen Verkehr.

Auf dem Gipfel wurden Abstandsregel nicht eingehalten, wie auch. Ich war zwar nicht lange auf dem Gipfel aber neben mir hat eine Gruppe von Freunden gesessen. Das Mädel hatte anständig gefragt, ob sie sich neben mir setzen darf. Ich hatte es ihr erlaubt, warum auch nicht.

Ich möchte nach der ziemlich aggressiven Tourismuskampagne von Herrn Söder nicht wissen was in ein paar Wochen los ist an beliebten Wandergipfeln in Bayern wie Zugspitze oder Watzmann.

Hoffentlich hat er dann keinen Ausbruch in seinem Freistaat wie beim Tönnies. Stagmatisiert er dann seine bayrischen Bürger auch in seinem geliebten und schönem Bayern?
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 20:00

Zitat:
Unmut durch lange Schlangen am Eingang, wo dann wieder nicht Mindestabstand eingehalten würde - also lieber gleich alle reinlaufen lassen.


Genauso habe ich es auch empfunden.
Trotz "Schikane" wie am Flughafen, weitesgehend kein Mindestabstand und auch keine Begrenzung der Besucher (wie auch).

Ok, bis zur Kasse war Maskenpflicht, die meisten haben sich daran auch nur halbherzig gehalten (ich hatte mein Buff schön wie zur Geldübergabe über Mund und Nase gezogen schmunzel )
von: DebrisFlow

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 20:27

In Antwort auf: veloträumer

Es gibt immer noch Campingplätze, wo du als Radler oder Wanderer nicht zelten kannst, sondern eine Toilettenversorgung verlangt wird.

Gibt es inzwischen eigentlich dazu allgemeingültige Bestimmungen für jedes Bundesland, oder kocht da jeder Campingplatz-Betreiber sein eigenes Süppchen?
Zumindest in Brandenburg und Meck-Pomm ist Zelten meiner Erfahrung nach möglich.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 20:45

Nein. Ich hatte aber vor 2 Wochen auf einer spontanen Wochenendetour während meiner Kurzarbeitszeit ein Gespräch mit einem thüringische Campingplatzbezreiber.

Viele machen es von den Kapazitäten in ihren Sanitärgebäuden ab. Wenig Platz, so sind eher Gäste gefragt, die für mehr Umsatz sorgen.

Mehr Platz in Sanitärgebäuden, so kann der Pltz voll belegt werden, auch für Zelter.

Die Sanitärgebäude sind das Problem, da dort sich immer nur max. 2-3 Personen gleichzeitig aufhalten dürfen.

Die allermeisten Campingplätze nehmen aber mittlerweile wieder alle auf.
von: AndiB

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.06.20 22:13

Einige aktuelle Eindrücke zu Österreich und Italien: Ich bin gerade über die Via Claudia Augusta von Füssen nach Riva del Garda gefahren mit Übernachtung im Zelt. Alle Plätze waren schwach bis mäßig belegt (vielleicht mit Ausnahme von Landeck, wo der Platz aber sehr klein ist) und Übernachtungen ohne Voranmeldung völlig problemlos. In Österreich gilt ohnehin die Maskenpflicht nur noch in sensiblen Situationen (ÖPNV, Apotheken etc), aber auch in Italien waren in den Sanitärgebäuden die meisten Leute ,freizügig' unterwegs.

Am Reschensee wollten wir Seilbahn fahren, aber die hatte noch gar nicht auf. Da läuft der Tourismus gerade erst wieder an. Am Gardasee ist mehr los, aber wahrscheinlich weniger als sonst (ich bin das erste Mal dort und kenne den Normalzustand gar nicht). Der Tretbootvermieter z.B. schien zoemlich unterbeschäftigt zu sein.

So traurig die Umstände sind, es könnte gerade die einmalige Chance bestehen, touristische Hochburgen entspannter zu erleben.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.06.20 08:44

In Antwort auf: hopi
Oder sind vor Ort ohne großen Aufwand Informationen zum aktuellen lokalen Infektionsgeschehen, ähnlich wie Gewitterwarnungen, Pollenbelastung etc. pp. Verfügbar? Dann könnte man seine individuelle Entscheidungen vielleicht daran orientieren. Aber vielleicht ist das auch für Wanderungen etwas weltfremd und meine Erfahrungen bezüglich Wetterbriefings während meiner leider schon einige Jahre zurückliegenden Zeit als aktiver Segelflieger passen hier nicht so recht.
kleiner Nachtrag:
Für Bayern habe ich hier eine recht gute Informationsquelle zum Infektionsgeschehen in den bayerischen Land- und Stadtkreisen gefunden. Das sagt zwar noch nicht viel zu den vielleicht geplanten einzelnen Wanderungen aus, aber für mich könnte es schon eine Hilfe zur Auswahl der in heutigen Zeiten "richtigen" Regionen sein. Jetzt muss ich nur noch ähnlich detaillierte Informationen zur Bretagne finden. Dann könnte ich vielleicht doch noch im Juli oder August über einen weiteren Abschnitt des Küstenwanderweges in der Bretagne (GR 34) laufen. Vielleicht auch in Kombination mit einer Radtour. grins
von: Gina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.06.20 15:59

Ich wollte den VCA in umgekehrter Richtung fahren. Aber die Österreicher lassen keinen aus Italien rein.nur zur Durchreise, ohne anzuhalten.
Bist du schon wieder zu Hause? Mit dem Zug sollte das ja gehen?
Liebe Grüße
Gina, die gerade Plan D ausheckt
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.06.20 17:37

In Antwort auf: Gina
.... Aber die Österreicher lassen keinen aus Italien rein.nur zur Durchreise, ohne anzuhalten. ...


Falsch. Seit dem 16.6. ist wieder alles normal. Ö läst wieder einreisen. Bin gestern ohne Kontrolle in Ö aus I eingeradelt...
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.06.20 20:21

Falsch, da hast Du einfach Glück gehabt. Die Transit-Regelung für Einreisende aus I nach Ö gilt meines Wissens immer noch.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.06.20 20:59

In Antwort auf: Fennek
Falsch, da hast Du einfach Glück gehabt. Die Transit-Regelung für Einreisende aus I nach Ö gilt meines Wissens immer noch.


Falsch, die Grenze ist zu beiden Seiten frei passierbar.
von: AndiB

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.06.20 22:24

In Antwort auf: Gina
Ich wollte den VCA in umgekehrter Richtung fahren. Aber die Österreicher lassen keinen aus Italien rein.nur zur Durchreise, ohne anzuhalten.
Bist du schon wieder zu Hause? Mit dem Zug sollte das ja gehen?


Wir fahren morgen früh zurück.

Zur Frage der Grenze haben sich ja schon einige andere geäußert. Ich hatte mich mit der Frage nicht beschäftigt, weil ja die direkte Durchreise auf dem Rückweg von Anfang an geplant war. An der Grenze am Reschenpass war generell nichts von Kontrollen zu sehen. Am Radweg ohnehin nicht, da bemerkten wir die Grenze nur am Beginn der italienischen Radwegbeschilderung.
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.06.20 22:33

Auf das entspannte Erleben touristische Hochburgen setze ich auch, denn ich plane, vom nächsten Sonntag an in zwei Wochen München-Venezia zu fahren. Das Ziel habe ich in den letzten Jahren immer gescheut, da es für Massentourismus bekannt ist. Diesmal fehlen zumindest die Kreuzfahrtschiffe, so dass es hoffentlich entspannter ist als sonst um diese Jahreszeit.

Ein paar Fragen haben sich doch noch ergeben:

1.) Gehe ich recht in der Annahme, dass in den durchfahrenen italienischen Regionen (Südtirol und Veneto) keine Maskenpflicht im Freien gilt? Ich hatte irgendwo gelesen, dass das im Veneto abgeschafft wurde und jetzt nur noch in der Lombardei gilt.

2.) Kann ich mich darauf verlassen, in der Alpenregion trotz reduzierter Kapazität überall spontan ein Zimmer für eine Nacht zu bekommen?

3.) Die Altstadt von Venezia ist bekanntlich mit dem Fahrrad nicht befahrbar. Wo sucht man dort am besten ein Hotel, in der Altstadt oder doch eher auf dem Festland? Wo lässt man das Fahrrad am besten während der Stadtbesichtigung?

4.) In den Länderinformationen des Auswärtigen Amtes steht weiterhin, dass eine Rückfahrt von Italien mit der Bahn praktisch unmöglich sei. Laut Internetseite der ÖBB sind die ECs über den Brenner größtenteils wieder nutzbar, und auch der railjet über Tarvisio hat den Betrieb wieder aufgenommen. Was stimmt denn jetzt?

5.) Falls es die Brennerstrecke wird, muss ich irgendwie nach Verona gelangen. Habe ich die Chance, mit einem zusammengefalteten und mit einer Überwurfhülle verpackten Faltrad den Frecciarossa zu nutzen?

Gruß aus Duisburg
Carsten
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.06.20 22:45

3.) Das Rad bis einschließlich Bahnhof geht noch irgendwie, jenseits Richtung Innenstadt ist es nur noch ein Hindernis. Ich habe das 2001 mal über Tag beim Bahnhof angeshclossen, mein ugutes Bauchgefühl hatte sich nicht bestätigt. Ich würde das Rad im Hotel in Mestre lassen.

5.) Für Venezia-Verona ist der Zeitgewinn durch den Schnellzug überschaubar. Und im Nahverkehr geht das Rad immer.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 07:09

Wer diesen Sommer noch nach Griechenland auf Radreise will, hat vermutlich Pech gehabt.

Eine Verschärfung der Reiseregeln sorgt dafür, dass Individualreisen praktisch unmöglich sind.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 07:55

In Antwort auf: CarstenR
3.) Die Altstadt von Venezia ist bekanntlich mit dem Fahrrad nicht befahrbar. Wo sucht man dort am besten ein Hotel, in der Altstadt . . . . .
während meines letzten Aufenthaltes in Venedig habe ich auf Empfehlung des Tourismusbüros unweit von Bahnhof und Canale Grande im Hotel "Il Mercante di Venezia" an der Via Cannaregio gewohnt. Das Hotel ist vom Bahnhof ohne Brücken oder Treppen auch per Rad gut erreichbar. Die Via Cannaregio ist zwar sehr schmal und das Hotel liegt fast am Ende. Aber man kommt mit dem Rad dennoch bis zum Hotel. Ich konnte mein Rad seinerzeit im Hotel unterstellen. Durch die Endlage in der kleinen Straße war es auch sehr ruhig. Das Hotel ist lt. Booking.com zur Zeit geöffnet.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 08:01

Das Problem mit der Nachverfolgbarkeit. Was ich mich eigentlich seit Gütersloh und jetzt verstärkt wegen des verlinkten Artikels frage, wie weist man als Zeltreidender am besten nach, wo man die letzten x-Tage war? Insbesondere, wenn man ein paar mal wild zelten musste. Oder Couchsurfing. Also all die Übernachtungsmethoden für die es keinen Beleg gibt. Reichen GPS-Tracks?
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 08:02

Hallo Carsten!

In Antwort auf: CarstenR
Auf das entspannte Erleben touristische Hochburgen setze ich auch, denn ich plane, vom nächsten Sonntag an in zwei Wochen München-Venezia zu fahren. Das Ziel habe ich in den letzten Jahren immer gescheut, da es für Massentourismus bekannt ist. Diesmal fehlen zumindest die Kreuzfahrtschiffe, so dass es hoffentlich entspannter ist als sonst um diese Jahreszeit.

Ein paar Fragen haben sich doch noch ergeben:

1.) Gehe ich recht in der Annahme, dass in den durchfahrenen italienischen Regionen (Südtirol und Veneto) keine Maskenpflicht im Freien gilt? Ich hatte irgendwo gelesen, dass das im Veneto abgeschafft wurde und jetzt nur noch in der Lombardei gilt.

2.) Kann ich mich darauf verlassen, in der Alpenregion trotz reduzierter Kapazität überall spontan ein Zimmer für eine Nacht zu bekommen?

3.) Die Altstadt von Venezia ist bekanntlich mit dem Fahrrad nicht befahrbar. Wo sucht man dort am besten ein Hotel, in der Altstadt oder doch eher auf dem Festland? Wo lässt man das Fahrrad am besten während der Stadtbesichtigung?

4.) In den Länderinformationen des Auswärtigen Amtes steht weiterhin, dass eine Rückfahrt von Italien mit der Bahn praktisch unmöglich sei. Laut Internetseite der ÖBB sind die ECs über den Brenner größtenteils wieder nutzbar, und auch der railjet über Tarvisio hat den Betrieb wieder aufgenommen. Was stimmt denn jetzt?

5.) Falls es die Brennerstrecke wird, muss ich irgendwie nach Verona gelangen. Habe ich die Chance, mit einem zusammengefalteten und mit einer Überwurfhülle verpackten Faltrad den Frecciarossa zu nutzen?

Gruß aus Duisburg
Carsten


Mit Schwierigkeiten wirst du diesen Sommer immer rechnen müssen, auch mit kurzfristigen, die sich nicht vorhersehen lassen.

Zu deinen Fragen: Ob du immer und überall, wo du gerade bist, ein Zimmer bekommen kannst, steht in den Sternen. Wenn ich die Mitteilungen anderer Revue passieren lasse, würde ich annehmen, dass Zimmer heuer eher leerer als voller sein werden. Aber Garantie wird dir wohl niemand geben können. Du kannst es wie andere machen, und ein kleines Zelt mit Schlafsack für den Notfall mit nehmen. Damit bist du immer flexibel.

Zu Venedig: Ob es gescheit ist, heuer dort hin zu fahren, weiß ich nicht. Einerseits ist die Stadt diesmal wohl so leer wie nie in dieser Jahreszeit, andererseits treffen dort immer noch viele Leute aus vielen Ecken der Welt und Italiens auf einander. Ich selbst hätte heuer noch weniger Lust, mich ins Getümmel und Gedränge zu werfen. (Ein zeitweiliges kann dabei schon reichen, um angesteckt zu werden.)
Manche suchen sich Hotels ganz nahe beim Bahnhof von Venedig und nehmen die Räder mit. Das würde ich vor der Buchung aber mit teilen, Räder sind dort ja unüblich, und der Platz ist meistens sehr beschränkt. Räder durch Venedig zu schleppen ist allgemein keine gute Idee, es ist nicht erlaubt. Deshalb wohnen viele lieber außerhalb und fahren täglich hinein.
Ich weiß nicht, aus welcher Richtung du kommst. Wir haben am Campingplatz in Fusine genächtigt und das Schifferl nach Venedig genommen (nicht billig, aber hübsch und einfach, der Platz hat auch Bungalows). Mit dem Rad würde sich auch anbieten, von Chioggia her über Pellestrina auf den Lido zu fahren und dort ein Zimmer zu suchen, oder auf Cavallino.

Österreich hat die Grenze zu Italien geöffnet, Punkt. So weit so einfach. Im schlimmsten Fall könntest du immer noch mit dem Zug in den letzten italienischen Ort fahren und über die Grenze radeln, auch wenn ich nicht denke, dass das nötig sein wird. Z.B. die Alpe-Adria im Raum Tarvis ist ohnehin nett, das wäre einen Radltag leicht wert.
Allgemein würde ich mir überlegen, die Tour um zu drehen, mit der Bahn an zu reisen und mit dem Radl zurück zu fahren. Damit wärest du weit flexibler.

Dass du heuer nichts mit völliger Sicherheit voraussagen kannst, ist dir klar, denke ich. Es reichen ein paar große Cluster, und du kannst in jedem Land, in jedem Landkreis plötzlich Schwierigkeiten haben.

lg!
georg
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 08:21

In Antwort auf: JZiep
Das Problem mit der Nachverfolgbarkeit. Was ich mich eigentlich seit Gütersloh und jetzt verstärkt wegen des verlinkten Artikels frage, wie weist man als Zeltreidender am besten nach, wo man die letzten x-Tage war? Insbesondere, wenn man ein paar mal wild zelten musste. Oder Couchsurfing. Also all die Übernachtungsmethoden für die es keinen Beleg gibt. Reichen GPS-Tracks?
na ja, ein "gerichtsfester" Nachweis ist eine GPS-Aufzeichnung nicht. Aber es dürfte ein durchaus plausibler Nachweis oder vielleicht auch nur ein glaubwürdiger Hinweis für die letzten Aufenthalte sein. Vielleichte kann man es mit einzelnen Kassenbons der letzte Einkäufe, Restaurantbesuche etc. noch etwas verstärken. Aber sicher kann man nie sein. In der aktuellen Lage sollte man sich daher vorsorglich immer auf unvorhergesehene Entwicklungen der Infektionslage und entsprechende Auswirkungen auf die eigene Reise einstellen. Die wahrscheinlich einzige halbwegs sichere Alternative wäre, einfach zuhause zu bleiben. grins
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 09:30

Ich habe für Mai nächsten Jahres Griechenland gebucht (war ursprünglich Zypern dieses Jahr im September, habe ich dann auf Griechenland nächstes Jahr umgebucht, da eine Insel während der Pandemie für mich nicht in Frage kommt, im Schlimmsten Fall sitze ich da Wochen fest).

Nun lässt es mich zweifeln, ob das so eine gute Idee ist/war.

Was gehen wird ist Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich mit Abstrichen.

Ich glaube alle anderen Länder sind für uns als Radreisende, Zeitpunkt jetzt, zu unsicher.
Ich bin mir ziemlich sicher, wenn Du da nicht genau nachweisen kannst, woher Du kommst und wo Du hin willst und übernachtest, hast Du keine Chance in das entsprechende Land reinzukommen.

Was Griechenland übrigens mit der neuen Regelung macht, ist de facto die Aussetzung von Schengen und die Einführung von Personenkontrollen. Dieser QR Code ist quasi das Visum.
Die Frage ist, wie lange sie das aufrechterhalten können. Mal schauen ob Verfassungsgerichte innerhalb der EU das kippen werden.

Ich glaube es aber nicht, seit Beginn der Pandemie ist Schengen mehr oder weniger im Zweifel ein "Luftschloss"
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 09:41

Das ist typisch griechische Behördenmentalität. Gleichzeitig nicht zu Ende gedacht und auch zu sehr durchdacht. Das mit dem QR Code ist mir neu, die Sache mit dem Stichprobentest incl Quarantäne kannte ich schon: für mich ein nogo, da ich ja wenn, dann alles taggenau vorbuche. Unterm Strich spricht das eine sehr deutliche Sprache, die das Gegenteil der Lippenbekenntnisse der letzten Wochen aussagt:

"Bitte kommen Sie nicht nach Griechenland!"

Es wird jede Menge Ärger auslösen, bis sie das dort in den Amtsstuben kapiert haben. Man darf gespannt sein, wie das dann weitergehen wird. Ich hatte GR ja als Spontanbackup angedacht, falls Spanien nicht gehen würde.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 09:43

Hallo

Zu 1) keine Maskenpflicht im Freien, die meisten tragen keine Maske... manche schon (war im Veneto, Trento und Alto Adige). Masken werden in Innenräumen , im öffentlichen Verkehr etc und da draussen getragen, wo es ganz eng ist und du keinen Anstand halten kannst. Radfahren, Spazieren /Wandern /Schwimmen etc keine Maske. Auch wenn du inner Bar / Restaurant sitzt keine Maske... Beim Weg zur Toilette schon... wie in Bayern auch schmunzel

zu 2) relativ sicher ja, war zumindest die letzten zwei Wochen so. Zur Not fährst du halt nen Kilometer mehr oder weniger oder mal einen Umweg, je nachdem wo was frei ist... die bekannten Portale helfen beim Planen

Zu 4) die Züge scheinen wieder buchbar zu sein... d.h. Sie fahren auch... sonst, siehe 5)

zu 5) es gibt auch Regionalzüge die Räder mitnehmen und wo man spontan Tickets für bekommt... Freccia etc hab ich nie probiert.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 10:07

Griechenland beweist, dass Individualltouristen zukünftig, zumindest dort, unerwünscht sind.

Auch wenn bis Mai noch lange hin ist, meine Umbuchung werde ich vermutlich umbuchen.

Sowas wie Einreise über QR-Code ist ein "No Go" für mich und die Erfahrung zeigt, sowas wird nicht so schnell wieder abgeschafft.

Man sollte dann aber seitens EU so ehrlich sein und sagen, Schengen so wie wir es kannten, war einmal und Schengen dient nur noch aus wirtschaftlichen Gründen.
von: Spinatspinat

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 12:51

Ich möchte hier mal einwerfen, dass ich gerade von Österreich über einen kurzen Abschnitt Schweiz nach Südtirol gefahren bin, keinerlei Kontrollen. Schön dass es die EU gibt! Abgesehen davon sind übrigens die Campingplätze und Radwege (bis auf locals) hier noch sehr leer, sowohl was meine bisherige Strecke in Tirol (Prutz, Pfunds) als auch in Südtirol(St Valentin, Prad) angeht.
von: Horst14

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 13:55

Hallo Carsten!
Zitat:
3.) Die Altstadt von Venezia ist bekanntlich mit dem Fahrrad nicht befahrbar. Wo sucht man dort am besten ein Hotel, in der Altstadt oder doch eher auf dem Festland? Wo lässt man das Fahrrad am besten während der Stadtbesichtigung?

Ich habe auf meiner München-Venedig-Tour in Mestre im Hotel Paris in einer Seitenstrasse vom Bahnhof übernachtet. Das Rad bleibt im Hotel und mit einem Tages- oder Mehrtagesticket ist man mobil.

Gruß
Horst
von: AndiB

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 14:37

Hallo Carsten,

an sich wurde schon alles beantwortet, aber ich gebe noch meine direkte Erfahrungen dazu.

In Antwort auf: CarstenR

1.) Gehe ich recht in der Annahme, dass in den durchfahrenen italienischen Regionen (Südtirol und Veneto) keine Maskenpflicht im Freien gilt? Ich hatte irgendwo gelesen, dass das im Veneto abgeschafft wurde und jetzt nur noch in der Lombardei gilt.


Korrekt. Vor ein paar Tagen las ich auf einer Tourismuswebseite (finde ich leider nicht wieder), dass in der Lombardei diese Regel höchstwahrscheinlich ebenfalls bald (Anfang Juli nach meiner Erinnerung) abgeschafft wird.

In Antwort auf: CarstenR

2.) Kann ich mich darauf verlassen, in der Alpenregion trotz reduzierter Kapazität überall spontan ein Zimmer für eine Nacht zu bekommen?


Wir waren nur zelten. Auf den Campingplätzen war es eher leer. Am Samstagabend füllte sich der Platz in Riva aber deutlich, kann sein, dass es dort jetzt eng wird.

In Antwort auf: CarstenR

4.) In den Länderinformationen des Auswärtigen Amtes steht weiterhin, dass eine Rückfahrt von Italien mit der Bahn praktisch unmöglich sei. Laut Internetseite der ÖBB sind die ECs über den Brenner größtenteils wieder nutzbar, und auch der railjet über Tarvisio hat den Betrieb wieder aufgenommen. Was stimmt denn jetzt?


Wir sind gestern mit dem EC Verona-München zurückgefahren. Nach dem Brenner gab es eine Passkontrolle durch österreichische Beamte. Die haben nichts beanstandet und wollten auch nicht wissen, wo wir hinwollen. Mehr Gedanken solltest du dir machen, wie du ohne Fahrradreservierung zurückkommst. Ich habe im Januar gebucht und da war es schon eng, d.h. viele Züge waren schon vor der Pandemie in Hinblick auf Fahrräder ausgebucht. Es kann natürlich vorkommen, dass Leute die Reise jetzt nicht antreten und dann doch noch Platz ist. So war es in unserem Zug, wo ein Paar mit Rädern noch spontan zusteigen konnte, weil in Verona weniger Räder als gebucht eingestiegen waren.
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 14:47

In Antwort auf: AndiB
Mehr Gedanken solltest du dir machen, wie du ohne Fahrradreservierung zurückkommst. Ich habe im Januar gebucht und da war es schon eng, d.h. viele Züge waren schon vor der Pandemie in Hinblick auf Fahrräder ausgebucht.


Meine beiden Nicht-Corona-Erfahrungen mit diesem Zug waren interessanterweise eher so, dass die Sitzplätze ausgebucht waren, Fahrräder hätte man beim einen Mal noch ein paar und beim anderen Mal noch jede Menge untergebracht. Aber das Ergebnis ist ja das gleiche, spontane Reisen mit diesem Zug sind eher schwierig.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 14:55

In Antwort auf: Martina
Aber das Ergebnis ist ja das gleiche, spontane Reisen mit diesem Zug sind eher schwierig.
Es sei denn, man nutzt den Regionalverkehr und das nicht zu Stoßzeiten und ist früh am Bahnhof.

Ich bin mehrfach abends von Bologna bis Brennero gefahren. Wenn man im Zug ist, ist man drin, gerade auch bez Fahrrad. Wenn dann in Rovereto die Gardajüngermassen reindrängen, ist das eben schade für die. Abends um 22:00 am Brenner zu stehen, ist aber auch nicht jedermanns Sache, das stimmt. Aber runter geht immer und die ÖBB funktioniert auch bis Mitternacht. Dauert zugegebenermaßen schon länger als im Schnellzug. Was da derzeit überhaupt fährt, weiß ich allerdings auch nicht.
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 15:06

In Antwort auf: iassu
In Antwort auf: Martina
Aber das Ergebnis ist ja das gleiche, spontane Reisen mit diesem Zug sind eher schwierig.
Es sei denn, man nutzt den Regionalverkehr und das nicht zu Stoßzeiten und ist früh am Bahnhof.


Mit 'diesem Zug' meinte ich tatsächlich explizit den EC. zwinker
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 15:41

In Antwort auf: CarstenR
4.) In den Länderinformationen des Auswärtigen Amtes steht weiterhin, dass eine Rückfahrt von Italien mit der Bahn praktisch unmöglich sei. Laut Internetseite der ÖBB sind die ECs über den Brenner größtenteils wieder nutzbar, und auch der railjet über Tarvisio hat den Betrieb wieder aufgenommen. Was stimmt denn jetzt?

Die Grenzen sind offen, und was die Bahn zur Buchung anbietet, kannst du auch nutzen.

Railjet über Tarviso wäre mir neu, für die Trasse nicht so geeignet. Der Regionalzug heißt Micotra.
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 19:48

Hallo Carsten!

Eine Ergänzung: In Corona-Zeiten kommt es vor, dass normaler weise richtig informierende Seiten einzelne Corona-bedingte Zug- oder Busausfälle nicht richtig wieder geben. Meine Frau hat das gestern im Ausseer Land erlebt. Ich gehe davon aus, dass die Seite der ÖBB richtig informiert.

Als Abhilfe kannst einfach die Tour umdrehen, dann hast du eventuelle Schwierigkeiten, so sie überhaupt auf treten, am Anfang und bist deutlich flexibler. Wenn du bei der Heimfahrt mit dem Zug zeitlich etwas Luft haben solltest, sehe ich kein Problem, wenn es nicht gerade einen überraschenden Lockdown gibt.

lg!
georg
von: Spinatspinat

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 20:48

Also einen nein zwei (fragt nicht) EC von Bolzano nach München mit Radmitnahme konnte ich problemlos mit der sehr guten OEBB App buchen, letzte Woche. Davor ging es noch nicht, auch nicht über die DB (per Telefon).
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 21:13

Es gibt ein tägliches railjet-Zugpaar Wien-Venezia über diese Strecke, ab Mitte Juli sogar zwei, wenn ich es auf der Seite der ÖBB richtig verstanden habe. Letztes Jahr habe ich diese Verbindung auf der Rückfahrt von Trieste benutzt, mit Zustieg in Udine und in Villach dann mit direktem Anschluss am gleichen Bahnsteig nach Salzburg.
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.06.20 21:21

Danke für die Info.

Was die Fahrradmitnahme angeht, dürfte es bei mir unkritisch sein, da ich mein Fahrrad zusammenfalte und unter einer Hülle verstecke, so dass es als Handgepäckstück durchgeht.

Wahrscheinlich wird es auf eine späte Verbindung hinauslaufen: Venezia-Verona mit Regionalzug, Verona-München mit EC, München-Duisburg mit ICE (ohne Fahrradabteil, aber das ist wie oben dargestellt in meinem Fall kein Problem). So bin ich zwar erst nach Mitternacht zu Hause, aber dafür habe ich nur Züge dabei, bei denen die DB-Auskunft eine schwache bis mittlere Auslastung anzeigt. Außerdem ist das die einzige Verbindung, für die ich von Deutschland aus eine durchgehende Fahrkarte erwerben kann. So kann ich einerseits die BahnCard-Ermäßigung auf der ganzen Strecke nutzen und habe andererseits im Falle des Falles bei den Fahrgastrechten bessere Karten.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.06.20 08:13

Die Infos die ich gerade für Belgien rausfische, sind etwas diffus. Da es sich um ein paar Stunden Vennbahnweg handelt, kommt man durch oder nicht.
von: Astronomin

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.06.20 08:26

Kommt man
Auch sind zuletzt touristische Ausflüge nach Belgien wieder erlaubt worden.
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.06.20 09:02

Natürlich kommst Du durch Belgien durch. Ich bin schon am 15. Juni quer durchs Land geradelt, um von F nach D zu kommen. Meines Wissens sind mindestens die Grenzen zwischen F+D+Benelux völlig offen wie vorher.

Viele Grüße,
Stefan
von: Tamina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.06.20 22:56

Da es sich um ein paar Stunden Vennbahnweg handelt, kommt man durch oder nicht.

Da bin ich vorletztes Wochenende gewesen. Habe nur einmal überhaupt gemerkt, dass da eine Grenze gewesen sein könnte.
von: misto

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.07.20 10:10

Hallo zusammen,
beim Auswärtigen Amt steht, dass man - um nach Dänemark einzureisen - mindestens für 6 Nächte reserviert haben muß und dass nur bestimmte Grenzübergänge geöffnet sind.
Kann mir jemand sagen, wie das mit dem Fuß / Radübergang bei Flensburg an der Förde ist?
Als ich letztes Jahr zuletzt dort war, gab es es ein kleines museumsreifes Grenzhäuschen (natürlich nicht besetzt).
Ich würde nun ungerne Umwege fahren, bzw. die Buchungen versuchen, wenn es gar nicht nötig ist.
Bonusfrage: Gibt es die Möglichkeit von den Shelter-Plätzen eine Reservierung zu bekommen?
Die App habe ich. Bookenshelter kenne ich, aber dort sind die Shelter (also die Häuschen) zu buchen, nicht unbedingt die Zeltplätze.
Alternativ müssten wir auf die normalen Campingplätze ausweichen, aber die sind nicht so charmant und teurer.
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.07.20 22:46

Vielen Dank für die Hinweise.

Ein Zelt mitzunehmen, würde mir nichts bringen, denn abgesehen davon, dass ich bezüglich Gewicht und Stauraum ohnehin auf Kante genäht bin, wäre ich mit meinen zwei linken Händen gar nicht in der Lage, es aufzubauen.

Meine Route wird über Treviso nach Venezia führen. Laut Reiseführer gibt es zwei Varianten. Eine führt bei Jesolo an die Küste und dann mit zwei Fährüberfahrten über den Lido. Da ich absolut kein Freund von überfüllten Küstenorten in der Hochsaison bin, werde ich mich wohl für die andere Alternative entscheiden, also den direkten Weg von Treviso über Mestre. Somit bestehen für die Übernachtung (vielleicht werden es auch zwei) die beiden Möglichkeiten in Mestre oder auf der Insel in Bahnhofsnähe. Das werde ich dann kurzfristig je nach Lust und Laune entscheiden.

Den Alpe-Adria-Radweg kenne ich aus dem letzten Jahr, also auch den Abschnitt an der Grenze. Gerade auf der italienischen Seite gibt es einen sehr gut ausgebauten Radweg. Dennoch würde ich ihn in die Rückreise ungern einbauen, da ich möglichst an einem Tag zu Hause im Ruhrgebiet ankommen möchte. Wahrscheinlich wird es auf die Brennerstrecke hinauslaufen. Da muss ich mit dem schweren Gepäck nicht so oft umsteigen, und die DB-Reiseauskunft gab mir eine voraussichtlich nicht so stark ausgelastete Verbindung aus.

Bei meiner letzten Fahrradreise innerhalb Deutschlands vor wenigen Wochen bin ich am entfernteren Ende der Route gestartet und habe mich dann auf die Heimat zu bewegt. Bei einer Alpenüberquerung würde ich das hingegen sehr ungern machen, da sich hier der Reiz unter anderem aus der Vorfreude auf Italien ergibt.
von: Mik

Frankreich Zelten Covid - 02.07.20 14:25


Hallo,

auch auf die Gefahr hin, dass mich einiger hier schlagen zwinker weil ich es übersehen habe hier eine Frage zum Zelten in Frankreich diesen Juli, d.h. während Covid 19. Ich habe sowohl Google als auch die Suchfunktion in diesem Forum bemüht, habe aber nichts konkretes gefunden. Möglicherweise liegt das (auch) daran, dass ich kein Französisch kann...

Nun zur konkreten Frage:
Wie sind diesen Monat (Juli), denn die Regeln für Camping? Ich plane mit dem Zelt unterwegs zu sein. In D wäre das ja wg. der Sanitäranlagen ein Problem bzw. weil die verlangen, dass man in der Hinsicht autark ist. Wenn jemand einen (offiziellen) Link für mich hat, der vorzugsweise Englisch oder Deutsch ist wäre cool. Sonst bemühe ich halt die Übersetzungsfunktion.

Viele Grüße, Mik
von: drachensystem

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.07.20 15:21


Mir hat Google diese Seite angezeigt. Da steht es in der Mitte des Textes.
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.07.20 15:32

Unsere Moderatorin natash ist aktuell mit Rad und Zelt in Frankreich. Wenn sie zurück ist, kann sie bestimmt berichten.

Gruß
Thoralf
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.07.20 15:38

Hallo Mik,

auf einer einwöchigen Tour durch die Corbières und das Minervois bin ich gerade auf dem dritten Platz angekommen und wollte ohnehin gerade meine Erfahrungen im Forum kundtun. Ich hatte bei allen in Frage kommenden Plätzen angerufen. Bis auf einen haben alle geöffnet und nehmen Zelter für eine Nacht auf.

Mit Covid-Restriktionen ist es wie bei vielem in Frankreich, alles ist genau geregelt, mit hohen Bussgeldern belegt, aber es hält sich nicht wirklich jemand daran. Auf dem ersten CP waren die Sanitäranlagen geschlossen aber dafür eines der Chalets als Sanitäranlage reserviert. Es war ein sehr kleiner Platz, da hat das ausgereicht. Auf dem zweiten Platz war das Sanitärgebäude offen, aber die Hälfte der Toiletten und Duschen geschlossen. Das ist aber bei geringer Belegung schon immer üblich gewesen. Auf dem dritten Platz ist alles offen, aber es hat viel rot-weisses Absperrband, dessen Sinn sich mir nicht erschliesst, sowie Pfeile am Boden, die den Weg hinein und heraus weisen.

Die Auslastung ist sehr niedrig, 10% oder weniger, sowohl Zelter als WoMos, auch wenn man berücksichtigt, dass die Schulferien hier erst am Samstag beginnen.

Grüße aus Caunes-Minervois
Rainer
von: tomrad

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.07.20 17:19

Ich war jetzt von Montag letzter Woche für 8 Tage unterwegs.
Start in München, dann über Isar-, Abens- und Donauradweg nach Regensburg. Sodann über Naabtal-, Waldnaab, und Fichtelnaab/ Fichtelgebirge zum Saaleradweg via Hof bis Saalfeld. Von dort nach Plothen, Zeulenroda und an Plauen vorbei durch den Vogtlandkreis zurück in die Nähe von Hof. Von den vielen Steigungen im Fichtelgebirge und in Thüringen mit Vogtland schon ziemlich hinüber bin ich dann über Saale-Mainradweg und Mainradweg und zuletzt Main-Donau-Kanal/ Regnitz bis Nürnberg.
Fünfmal in Bayern wild gezeltet (siehe auch Thread " Wildzelten in Bayern). Zweimal auf Campingplätzen in Thüringen.
Der Campingplatz bei Joditz/Nähe Hof wäre auch inoffiziell für Radler geöffnet gewesen, allerdings keine Duschen. In Thüringen habe ich ich auf dem Campingplatz Linkenmühle/ Saale genächtigt (Duschraum geöffnet mit Duschmöglichkeit für jeweils nur einen Haushalt. Fenster geöffnet und Lüftung auf Dauerbetrieb um Aerosole zu vermeiden - geht doch, wenn man will!). Zweite Übernachtung auf dem urigen Campingplatz Plothener Seen. Auch hier Spontan-Anreise möglich. Leider Duschen nicht möglich, aber Waschräume und WC's offen.
Achtung: bei Nichtvoranmeldung wird man beim Einchecken vom Platzwart, einem mutmaßlichen Ex-Vopo, zusammen geschissen. Von 1.600 Höhenmetern und der Hitze an diesem Tag war ich ohnehin platt und offensichtlich hinreichend devot, so dass ich nach der Behandlung zwei Bonbons geschenkt bekam und dann sehr nett eingewiesen würde. Ein nettes Wohnmobilehepaar, bei dem ich das Handy laden durfte, hatte auch nicht vorreserviert und war nach Tagen noch von der Begrüßung traumatisiert grins.
In der Nacht gibt es ein bombastisches Froschkonzert!

Da ich von Campingplätzen unabhängig sein wollte und sparsam mit dem Handy umging (also nur gelegentliches Navigieren bei Verfahren, Nachladen im Cafés u.ä.), richtete ich mich überwiegend nach der Beschilderung des "Bayernnetz für Radler". Hierüber bin ich sehr dankbar.
Bis Weiden sichtete ich nicht einmal eine Handvoll Reiseradler, danach, im Fichtelgebirge und an der Saale niemanden. Erst als ich Sonntag wieder in Bayern war traf ich mehrere Reiseradler. Eine Gruppe wildcampend, ein Paar bei Kanufreunden und eine Gruppe mit Vorreservierungen.
Insgesamt war wenig bis nichts los, erst an den Mainstädten Kulmbach, Lichtenfels, etc. und schließlich Raum Nürnberg war mehr los. Aus meiner Sicht ist vom Urlaub daheim in Oberfranken und Thüringen nichts zu bemerken. Dies betrifft auch die Campingplätze, die nicht sehr gebucht sind im Gegensatz zu denen in Oberbayern, Allgäu etc. Die Infrastruktur franst hier immer mehr aus, was Lebensmittelläden und Gastronomie betrifft.
Wer im Sommer Recht einsam in schöner und bergiger Landschaft radeln will, ist hier genau richtig.
Von Corona her wurde gelegentlich in Restaurants Registrieren verlangt. Würde aber gefühlsmäßig Richtung Norden weniger ernst genommen.
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.07.20 20:20

Bin grad aus Frankreich retour (nur Elsass und Vogesen und Franche- Comté/Jura, es war nur eine Minitour von daheim aus und retour). Eigentlich ist es wie immer, aber irgendwie halt doch nicht.
In weniger touristischen Ecken (v.a. Sundgau und auf den Hochflächen des Franche- Comté) haben viele Campingplätze geschlossen, ich habe übers Netz auch nicht vorher bei allen herausfinden können, ob sie offen haben oder nicht. Irgendwann wars mir auch zuviel Getue und wir habens auf gut Glück probiert. Manchmal hats dann 3 Campingplätze Anfahrt gebraucht (war aber alles im Umkreis von 20-30 km), manchmal gings sofort. Einmal haben wir frei gezeltetet, wie sich am nächsten Morgen herausstellte, wären wir aber auf der schweizer Jura-Seite fündig geworden. Einschränkungen auf dem Platz gabs so gut wie keine. Bei einem war nur jede zweite Dusche offen, bei einem anderen wurde nach Benutzung sofort geputzt, meist wars wie sonst auch.
Es war fast überall eher leer, es gab kaum Nicht- Franzosen (oder keine ausser uns).
Ausnahme: Vogesen. Da wars zwar leerer wie sonst aber nicht leer und ein paar Niederländer, Belgier und Deutsche gabs auch. Auch hatten alle Plätze geöffnet, an denen wir vorbei kamen.
Haben im Elsass mit einer Betreiberin (communaler Camping), gequatscht und die wusste einen Tag vor Öffnung nicht so recht, wie die Commune das regeln möchte.
Es ist also regional verschiedenen (wie in D auch), aber in touristischen Ecken, wirds eher keine Probleme geben. Auch werden zur Hochsaison mehr Plätze öffnen.
Von der Größe des Platzes wars übrigens nicht abhängig, wir waren nur auf kleinen und sehr kleinen Plätzen.
In jedem Fall ist es aber erheblich einfacher als in Deutschland einen (legalen) Platz für ein Zelt zu finden.
Gruß
Nat
von: max saikels

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.07.20 22:26

Ich war zwar nur fünf Tage unterwegs, davon eine Übernachtung auf dem Campingplatz, den ich von unterwegs hier gefunden hatte, noch in D gelegen. Den Sanitärbereich hatte ich fast für mich alleine. Check-in ohne Ausweis. Die Campingplätze, die ich unterwegs gesehen habe, sehr viele sind das in der Gegend nicht, hatten geöffnet. Die Fahrradgrenze nach Belgien unbewacht, in St. Vith im Restaurant keine Zettel ausfüllen müssen. Das Personal hat mich darauf hingewiesen, dass ich als Gast keinen Mundschutz tragen müsse, nur das Personal.
von: Christoph179

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.07.20 07:50

Auf unserer Tour durch Dänemark in den vergangenen 2 Wochen trafen wir ein Ehepaar, die den Grenzübergang bei Flensburg am Ostseeküstenradweg ohne Kontrolle passiert haben. Lediglich ein Absperrband habe auf dem Boden gelegen. Reservierungen hatten die auch nicht. Wir selbst mussten am Grenzübergang Süderlügum alle Reservierungen vorzeigen. Eigentlich wollten wir am Tag zuvor bei Klanxbüll/Rudbøl schon einreisen aber dort waren alle Grenzen mit Metallgittern abgesperrt, am westlichsten Fahrradweg wäre es mit bepacktem Rad nicht möglich gewesen. Über die Absperrung zu klettern, haben wir uns dann doch nicht getraut.

Wir waren eine Nacht auf einem der Shelterplätze. Dass es eine App gibt wusste ich nicht. Ich hatte nicht den Eindruck, dass man dort irgendetwas reservieren kann. Um 19 Uhr waren alle 4 Schutzhütten von jeweils 2 Personen besetzt. Danach kann noch ein Pärchen, die ein Zelt aufschlugen. Die Atmosphäre war aber recht familiär, ihnen wurden auch Plätze in den belegten Sheltern angeboten, was sie aber ablehnten. Unser Platz war vermutlich aber auch sehr beliebt, da er in der Nähe von Skagen von vielen Wanderern frequentiert wurde, die zur Spitze laufen wollten.

Gruß, Christoph
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.07.20 08:24

In Antwort auf: Christoph179
Eigentlich wollten wir am Tag zuvor bei Klanxbüll/Rudbøl schon einreisen aber dort waren alle Grenzen mit Metallgittern abgesperrt, am westlichsten Fahrradweg wäre es mit bepacktem Rad nicht möglich gewesen.

Interessant. Also anscheinend besser gesichert, als bevor Dänemark Schengen beigetreten ist. Ich bin damals aus Ahnungslosigkeit rüber gefahren. Als ich mich bei der Rückeinreise nach D wunderte, warum kontrolliert wurde und dem Zöllner meinen Grenzübertritt berichtete, habe ich mir einen ziemlichen Anpfiff eingehandelt.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.07.20 08:26

In Antwort auf: tomrad
Fünfmal in Bayern wild gezeltet (siehe auch Thread " Wildzelten in Bayern). Zweimal auf Campingplätzen in Thüringen.

Weil ihr euch das CP-Organisations Heckmeck sparen wolltet, weil es keine gab oder weil ihr abgewiesen worden seid, weil Sanitätsblock zu?
von: tomrad

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.07.20 09:31

In Antwort auf: JZiep
In Antwort auf: tomrad
Fünfmal in Bayern wild gezeltet (siehe auch Thread " Wildzelten in Bayern). Zweimal auf Campingplätzen in Thüringen.

Weil ihr euch das CP-Organisations Heckmeck sparen wolltet, weil es keine gab oder weil ihr abgewiesen worden seid, weil Sanitätsblock zu?


Um etwas weiter auszuholen:
Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der der Auffassung ist, dass die Corona-Verordnungen dilettantisch gestrickt waren.

Am ersten Tag des Lockdowns hier in München fuhr die Feuerwehr herum, um die Bevölkerung ab 7.00 Uhr an einem verregneten Samstag aus dem Schlaf zu reissen mit der bellenden Durchsage "Ausgangssperre: Bleiben Sie Zuhause!", allein auf einer Parkbank Sitzende wurden von der Polizei verscheucht oder mit Bußgeld belegt, etc., alles ohne Rechtsgrundlage.
Was ich sagen will ist, dass es wahrscheinlich immer noch keine verlässlichen Informationen gibt.
Campingplätze waren erst geschlossen, dann nur für Wohnmobile mit Vorreservierung geöffnet, weil die ihr eigenes Klo/ Dusche mitführen. Für meine Tour anvisierte Campingplätze waren/ sind teils geschlossen. Da ich es in der Regel nicht weiß, wie gut ich vorankomme, bzw. Lust habe, habe ich mich auf die Option Wildcamping eingelassen.
Wie du in diesem und dem anderen Threads nachlesen kannst, gibt es immer noch keine allgemein gültige Handhabung, wie CP's mit unsereiner verfahren.
von: Anonym

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.07.20 10:16

Kurzgefasst: CP-Organisations-Heckmeck sparen.
von: misto

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.07.20 19:23

Danke, Christoph,
das mit dem Übergang bei Flensburg klingt gut.
Obwohl wir inzwischen eine private Einladung bekommen haben - über ein warmshowers-Mitglied.
Außerdem hier noch der Hinweis, dass die Fähren in Sydfynen zwischen den Inseln für nicht motorisierte im Juli kostenlos sind - man muß sich jedoch vorher anmelden und die max. Personenanzahl ist geringer.

Bei den sheltern geht es mit der Anmeldung wohl auch nur auf fynen. Dort gibt es die Webseite https://bookenshelter.dk Für Juli ziemlich ausgebucht. Allerdings gilt das nur für die Shelter an sich. Platz für ein Zelt wird wohl da sein.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.07.20 07:37

In Antwort auf: iassu
Ich hatte GR ja als Spontanbackup angedacht, falls Spanien nicht gehen würde.
Ich kenne deine Ziele in Spanien nicht, aber in Teilen Kataloniens und Galiziens wurden Ausgangssperren verhängt.
Quelle: Zeit
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.07.20 10:59

Danke, ja, ich weiß. Und ja, Spanien wird mich dieses jahr nun doch nicht sehen. verärgert
von: DebrisFlow

Aktuell Corona-Camping Tschechien/Österreich - 06.07.20 13:34

Ich weiß es gibt einen allgemeinen Corona-Faden, den finde ich aber inzwischen nicht mehr sehr übersichtlich und erwarte auch nicht dass jemand, der etwas über Tschechien weiß extra reinschaut und nach meinem Beitrag sucht.
Wir wollen im August mit der Bahn bis Bratislava oder Wien, ab da ein Stück die Donau flussaufwärts und dann quer durch Tschechien (wahrscheinlich nähe Moldau)bis Dresden.
Gibt es aktuelle Erfahrungsberichte, sind die Campingplätze normal offen, kann man spontan aufschlagen oder muss man vorbuchen?
Vielen Dank im Voraus.

Wir haben uns entschieden, keine weiteren Corona Fäden zuzulassen. HINWEIS ZUR CORONAKRISE (Dies & Das)
Wenn jeder jetzt einen Faden zum Camping in 27 EU Ländern aufmacht, dann blickt hier keiner mehr durch.

kleiner Tipp: Wien-Prag-Berlin (Länder)
von: martinbp

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.07.20 21:14

Hallo, Andy,
Ich hatte ursprünglich in etwa das Gleiche vor, von der Donau über Lipno-Ceske Krumlov, dann westlich an Prag vorbei nach Litomericeund dann an der Elbe nach Dresden zu fahren und hatte im Vorfeld einige potentielle CPs in Tschechien und Österreich angeschrieben. Nicht alle haben geantwortet, aber die, die geantwortet hatten, antorteten positiv.

Dann habe ich mich aber doch entschlossen (vor allem aus Versändigungsgründen) die Donau rauf zu fahren, von der österreichisch-ungarischen Grenze bis Bayern rein. In Österreich habe ich dann jedoch nicht die CPs angefahren, die ich eigentlich geplant und angemailt hatte- irgendwie ging mein Zeitplan nicht auf.
Die dann jeweils angesteuerten CP habe ich zwei-drei Stunden vorher telefonisch kontaktiert, alles ging problemlos. In Österreich war an der Donau auf den CP nicht viel los. Abstand halten war kein Problem. In Bayern (Winzer-Neßlbach) musste ich dann einen Fragebogen ausfüllen und im Sanitärgebäude war Maskenpflicht (den CP hatte ich angemailt und die Antwort erhalten: einfach kommen), in Österreich verlief alles wie früher.

Das Maskentheater in Bayern war mir dann doch etwas zuwider, so dass ich von Schwandorf mit dem Zug nach Leipzig gefahren bin.

Unterwegs traf ich einen, der eben diese Strecke von der Elbe zur Donau in Gegenrichtung fuhr, und von keinerlei Problemen in Tschechien berichtete, aber der war ein Wildzeltler.

Gut, dass die Archies-App auch Telefonnummern enthält

VG z.Zt. aus Leipzig
Martin
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.07.20 21:16

Ich werde ab Ende der Woche auch in der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Polen unterwegs sein und werde mich wohl überraschen lassen, was Campingplätze angeht. Vorher anrufen geht auch nicht immer, da nicht überall Englisch gesprochen wird. Wenn aber schon jemand Erfahrungen hat sammeln können, würden mich die auch interessieren.
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.07.20 19:24

Bin zz. in CZ an der Moldau Richtung flussabwärts.
CP alle geöffnet. Alles gut hier. Keine Einschränkungen. Überall Platz.
Entspannt wie ohne Covid 19.
Lg Reinhard

Meine ungefähre Tour
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 11:12

Danke Reinhard,

das klingt gut. Morgen geht es nach Wien und dann zunächst in die Slowakei. Wenn es dort und in den anderen Ländern, die ich besuchen werde, ähnlich aussieht, wäre das prima. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen ...
von: immergegenwind

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 11:45

Meine RentnerTruppe radelt im September von Wien über die Slowakei nach Ungarn (kein Camping).
Haben heute noch mal die Einreise/Ausreise Regeln für drei Staaten gecheckt, aktuell keine Probleme für Deutsche.
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 13:28

Das klingt alles gut! Im Augenblick ist sowieso meine größere Sorge, ob ich morgen mit dem Zug wirklich in Wien lande. Da zwei ICEs dabei sind, wäre ein Verpassen der Anschlüsse wirklich schlecht. Leider sind meine Erfahrungen mit der Pünktlichkeit der DB sehr schlecht böse
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 13:51

Wünsche dir Ausnahmebedingungen, will heißen, ausnahmsweise Normalbedingungen.

Meine Pläne haben sich ja nun doch, wie nicht auszuschließen, kurzfristig geändert und eine gewisse überdurchschnittliche Flexibilität scheint von Nöten zu sein. Der Schlenker rund ums nördliche Westmittelmeer ist gestorben, die Zustände in Spanien sind mir zu suspekt, was nicht heißt, daß man irgendwie in die Zukunft schauen könnte.

So habe ich zB nach der Einreise nach Griechenland in einem Hotel einmal eine und dann nochmal zwei Nächte gebucht. Sollte ich also diese ominösen 36 Stunden festgehalten werden, brauche ich nur diese erste Nacht zu bezahlen.

Noch bin ich aber nicht weg und noch bin ich nicht wieder wie gedacht zurück. Kann überall alles passieren.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 16:13

Hier eine sehr übersichtliche Seite der EU mit allen Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise.
https://reopen.europa.eu/de
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 18:23

... also doch Griechenland - mal was Neues zwinker

Ich verbringe ja normalerweise recht viel Zeit (auch weil es Spaß macht) mit der genauen Planung eines GPS-Tracks. Diesmal wurde der recht schnell gestrickt. Die letzten 1000 km habe ich gestern über den Haufen geschmissen, da ich realisiert hatte (Street View sei Dank), dass meine ursprünglich durch Polen geplante Route zu flach und zu eintönig war. Nun bin ich mit der Strecke näher an die Grenze zu Tschechien gerückt und habe die Höhenmeter nach oben "getunt".

Da ich ja nie Unterkünfte vorab buche oder Zwischenziele plane, lese ich hier doch recht beruhigt, dass man wohl doch gut unterkommen kann.

Dir viel Spaß in Griechenland!
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 18:29

In Antwort auf: Juergen
Hier eine sehr übersichtliche Seite der EU mit allen Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise.
https://reopen.europa.eu/de


Danke für den Tipp, Jürgen. Die Seite ist recht interessant!
von: Toxxi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 18:32

In Antwort auf: Keine Ahnung
Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen ...

Du kannst beruhigt sein. Ich fahre erst am 7.8. los. träller
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 18:43

In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: Keine Ahnung
Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen ...

Du kannst beruhigt sein. Ich fahre erst am 7.8. los. träller


Glück gehabt grins ...

Im Augenblick sieht es so aus als ob ich Samstag und Sonntag noch mit leichtem Regen rechnen muss, danach soll es wieder sonnig sein ...
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 19:15

In Antwort auf: Keine Ahnung
In Antwort auf: Juergen
Hier eine sehr übersichtliche Seite der EU mit allen Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise.
https://reopen.europa.eu/de


Danke für den Tipp, Jürgen. Die Seite ist recht interessant!


Aufpassen! Österreich verschärft die Maßnahmen und wird vorrausichtlich die Grenzen zu Slowenien und Ungarn schließen, um den Reisefluss in und aus dem Balkan zu unterbinden. Grenzkotrollen zu diesen Grenzen wurden schon wieder eingeführt, das ist auf der von Jürgen verlinkten Seite noch nicht mit aufgeführt.

Wie haben heute in der Firma eine Mitteilung bekommen, wo vor Reisen in alle Balkanländer, auch Kroatien, sowie Slowakei gewarnt worden ist, auch auf den Hinblick mit eventuellen Grenzschließungen zu diesen Ländern aufgrund ansteigender Infektionszahlen.

Sowas haut unsere Reisestelle nicht mal so eben raus.
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.07.20 19:48

Im Augenblick gibt es noch keine Einschränkungen und ich denke, dass ich am Samstag ohne Probleme in die Slowakei einreisen werden kann. Natürlich kann immer mit Änderungen gerechnet werden, da ja lokale Infektionshäufungen auftreten können (siehe z. B. Güterloh). Ich werde daher wohl immer wieder einmal einen Blick auf die aktuellen Reisewarnungen werfen.
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.07.20 19:03

Keine Panik. Wir Reiseradler fliegen unterm Corona Radar.

Was mir wirklich Sorgen macht auf dieser Reise sind die Wälder hier an der Moldau.Tausende von Fichten und Kiefern sind abgestorben. Wälder mit grauen Flecken. Es ist viel zu trocken. Zeltnägel musste einhämmern.

Schöne Tage - Reinhard
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.07.20 22:38

In Antwort auf: Bahnhofsradler
Keine Panik. Wir Reiseradler fliegen unterm Corona Radar.

Hoffentlich hast du Recht... Wir radeln demnächst von daheim nach Österreich und in die Schweiz - bin gespannt, was am Bodensee auf den Radwegen an Grenzkontrollen auf uns wartet. Und kontrollieren werden sie wohl selbst da, denn aus den Risikogebieten könnte man ja auch per pedales anreisen... Diesen Sommer radelt wohl keiner ohne ein irgendwie mulmiges Gefühl.

In Antwort auf: Bahnhofsradler
Was mir wirklich Sorgen macht auf dieser Reise sind die Wälder hier an der Moldau.Tausende von Fichten und Kiefern sind abgestorben. Wälder mit grauen Flecken. Es ist viel zu trocken.

Mir auch, und nicht nur dort. Wenn ich bei uns im Strohgäu vom Balkon auf den Wald blicke, meine ich, ich blicke auf ein Leichenschauhaus Das alles ist viel schlimmer als die ganze Corona, auch wenn's die hohe Politik gerne ausblendet. Ich jedenfalls würde sehr gerne durch den Regen radeln, von mir aus tagelang...

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.07.20 10:14

Also ich bin im Juni (mein Urlaub) mehrmals tagelang durch Regen geradelt und hätte dieses Erlebnis gerne abgegeben.
Das Wasser stand teils im Wald. Trockenheit scheint eher lokal oder es sind noch Auswirkungen vom eher trockenen Winter.
Auf dem Vogesenhauptkamm (aber nur dort) sind alle Buchen abgestorben. Das sieht grausig aus. Weil es aber keine anderen Baumsorten betrifft, mag das auch ein Pilz oder Käfer etc sein. Arg trocken war der Boden nicht, die Entwässerungsgräben waren gut gefüllt.
Zum Thema: Zwischen Deutschland und Frankreich und Frankreich und der Schweiz, gab es an kleinen Straßen und grünen Übergängen bis in der letzten Woche keine Kontrollen. Ich kann mir vorstellen, dass das auch zwischen der Schweiz und Österreich der Fall ist.
Gruß
Nat
von: Mado

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.07.20 10:36

Ich bin gerade von Saarbrücken nach Venedig geradelt. Keinerlei Grenzkontrollen oder irgendwelche Nachfragen. War in DE, FR (Elsass), CH, A, IT. Alles völlig entspannt, wenn auch atmosphärisch anders.
Route war DE Saarbrücken, FR Strasbourg, DE Dunningen im Schwarzwald, Überlingen (am Bodensee), CH Horn (am Bodenssee), AT Bludenz, Pfunds (Tirol), über CH nach IT Prad am Stilfserjoch, Auer, Lago Di Caldonazzo im Valsugana, Bassano del Grappa, Venedig.
Start war am 22. Juni mit ein paar Stopovers.
Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Verkehr fast überall, dürfte nun auch in der CH wieder verpflichtend sein.
Quartier: ganz einfach. Schlafe in Pensionen und Hotels, es ist alles ziemlich leer, auch in Südtirol. In Venedig massenhaft Angebote. Buffets (Frühstück) unterschiedlich geregelt, zumindest zu meiner Reisezeit.
Venedig: ist ziemlich leer hier, bin am 8. Juli angekommen und bleibe eine knappe Woche. Keinerlei Menschenmassen oder Gedränge, selbst der Markusplatz ist fast leer. Am Lido ein wenig mehr los. Quartier habe ich in Santa Croce bezogen, nur 5 Minuten und eine kleine Brücke von der Piazzale Roma entfernt.
Kurz und gut: diese Reise war eine wunderbare Idee. Aufpassen auf Hotspots, wie derzeit in Vicenca. Und halt Hände desinfizieren beim Betreten und Verlassen von Lokalen oder ähnlichem.
Liebe Grüße
Mado
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.07.20 14:02

Das deckt sich ziemlich genau mit meiner Erfahrung. Von München kommend bin ich hinter dem Sylvensteinsee nach Österreich und am Brenner nach Italien eingereist, beides ohne jegliche Grenzkontrollen. Im Moment befinde ich mich in Sterzing, mein Ziel ist ebenfalls Venezia. Der Bericht von der relativ leeren Stadt macht mir Hoffnung; genau darauf hatte ich spekuliert. In allen drei Ländern habe ich bisher überall spontan ein Zimmer bekommen. Am entspanntesten empfand ich es in Österreich, da es dort - jedenfalls in Tirol - keine Maskenpflicht in Geschäften, Hotels und Restaurants gibt. Hier in Südtirol ist es diesbezüglich ähnlich wie in Deutschland.
von: LeTank

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.07.20 18:04

Österreich:
ich pendele seit Jahren jede Woche zwischen Deutschland und Österreich und habe wieder (wenn auch weniger) Reiseradler im Grenzgebiet gesehen. Grenzkontrollen gibt es nicht mehr.

Wir waren letzte Woche in Lienz auf einem CP, Auslastung 20 %. Der Betreiber erwartet für den Sommer keine wesentlich Steigerung und beklagte das Ausbleiben der zahlenstarken Niederländer.
Bei einer Rundtour habe ich noch andere CP gesehen, da war die Auslastung ähnlich bzw. noch geringer.

Wir haben unsere Radreise Barecelona-Basel ab 08.08. gestrichen, weil uns das Risiko zu hoch ist, dass Frankreich zu der Zeit die Grenze zu Spanien schließt - in dem Fall säßen wir mit Rädern dort fest. Daher haben wir umgeplant, den lange vorher gebuchten Flug storniert und werden Tschechien durchradeln.
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.07.20 20:49

Ich bin heute in Kutna Hora auf einem CP angekommen. Hier herrscht zur Zeit Maskenpflicht zumindest für das Personal. Auch in der Stadt viele Maskenträger unterwegs

CP Personal sagt, dass dies nur für Kutna Hora gelten würde.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.07.20 22:11

In Antwort auf: Mado
Ich bin gerade von Saarbrücken nach Venedig geradelt. Keinerlei Grenzkontrollen oder irgendwelche Nachfragen. War in DE, FR (Elsass), CH, A, IT. Alles völlig entspannt, wenn auch atmosphärisch anders… - ...Quartier: ganz einfach. Schlafe in Pensionen und Hotels, es ist alles ziemlich leer, auch in Südtirol. In Venedig massenhaft Angebote. Buffets (Frühstück) unterschiedlich geregelt, zumindest zu meiner Reisezeit.

Danke dir (und allen anderen, die geantwortet haben) für die ermutigenden Infos schmunzel Meine Sorge war, dass wir an dem einen Tag, wenn wir von Oberschwaben nach Feldkirch/Österreich radeln und zuerst nahe Bregenz die Grenze zu Österreich überqueren und dann wenig später die zur Schweiz (weil es auf der Schweizer Rheinseite so gut rollt) zwei- bzw. dreimal eine Stunde in einer Grenzkontrollschlange stehen. Dann schaffen wir die 100-km-Etappe nicht – wir haben nämlich (wie immer in den letzten Jahren und nach etlichen schlechten Erfahrungen) alle Quartiere vorgebucht. Wäre jetzt für diese Tour vielleicht tatsächlich nicht nötig gewesen. Na denn…

@Nathalie: Während ihr im Elsaß wart haben wir unsere Schwarzwald-Kaiserstuhl-Runde absolviert (du erinnerst dich) und sind auch ein paarmal gehörig nass geworden. Es gibt halt Gebiete, die aufgrund ihrer Geografie generell mehr Niederschlag abbekommen, und dazu gehören eben die Schwarzwaldhöhen und auch der Vogesen-Hauptkamm. Aber das hier

In Antwort auf: natash
Trockenheit scheint eher lokal oder es sind noch Auswirkungen vom eher trockenen Winter.

kann ich nicht so stehen lassen, nix für ungut zwinker Diese vor wenigen Jahren noch undenkbare Häufung von Omega-Hochs über Süddeutschland kommt klar vom Klimawandel, und dass die seit Messaufzeichnungen trockensten Jahre fast alle nach 2000 waren (die schlimmsten 2015, 2018 und 2019, und 2020 scheint sich nahtlos einzureihen) ist leider Fakt, was du etwa hier und noch in etlichen anderen Quellen bestätigt finden wirst – auch wenn es ein paar Regionen gibt, wo die Dürre nicht ganz so krass ausgefallen ist. Aber ich lass‘ das hier jetzt lieber mal…

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Uli

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.07.20 12:49

Zitat:
Am entspanntesten empfand ich es in Österreich, da es dort - jedenfalls in Tirol - keine Maskenpflicht in Geschäften,

Im Radio kam eben, dass die Österreicher die Maskenpflicht wieder landesweit einführen wollen.
Gruß
Uli
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.07.20 09:16

Ja, in Oberösterreich. Sonst gibt es keinen Grund dafür. In Oberösterreich ist ein Cluster auf gepoppt, den werden wir wieder los.

lg!
georg
von: martinbp

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.07.20 18:24

@alle, die in Richtung Südosteuropa reisen wollen:

Ungarn schränkt ab morgen seine Grenzen für diejenigen ein, die aus ungarischer Sicht aus einem gelben (Rumänien, Serbien) oder roten Land (Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Nordnmacedonien, Albanien.

Wer aus einem gelben Land einreisen möchte, muss 14 Tage in Quarantäne oder er muss einen Nachweis erbringen, dass er in den letzten 5 Tage zweimal innerhalb von 48 Stunden negativ getestet wurde.

Nichtungarischen Staatsbürgern wird die Einreise aus einem roten Land verwehrt.

Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Tschechien und die Slowakei sind momentan grün.
Die Lage wird jede Woche neu bewertet.
von: wetterfest

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.07.20 20:34

Hallo, ich will nur kurz berichten.....dass ich heute problemlos von Schweden nach Polen mit der Fähre übergesetzt habe. Keinerlei Kontrolle in Polen..... in Schweden wurde vor dem boarding auf die Fähre lediglich die Temperatur  vor der Stirn gecheckt..... Nun freue ich mich suf Danzig und die polnischen Ostseebäder.

Das die Reisewarnungdes RKI für Schweden auch heute aufgehoben wurde hat sich wahrscheinlich schon rumgedprochrn.... lg aus Danzig, Helmut





Von meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.07.20 18:43

wir wollen morgen auf den campingplatz in Lauterbourgh, also da wo das Forumstreffen mal war.

Weiß jemand wie die Campinglage in Frankreich gerade ist?

Kann man da spontan anreisen?
Bei der Reservierungsanfrage steht dass man mind 1 Woche reservieren soll.

Danke schon mal
Rennrädle
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.07.20 20:02

das ist unterschiedlich. Es haben einige Campings ganz geschlossen. Die, die geöffnet haben, verhalten sich in ihrer überwiegenden Mehrheit wie sonst auch. Ich habe bisher nur wenig Einschränkungen miterlebt (bei manchen ist ein Teil des Sanitärs mit Absperrband versperrt, bei den meisten ist alles wie sonst auch).
Lauterbourg ist bei vielen Stammgästen beliebt, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich kein Platz für ein Zelt findet. Auch für eine Nacht, zumal mit dem Rad.
Ansonsten: Ruf da kurz an oder schicke eine Mail. Auch die neuen Pächter verstehen vermutlich zumindest Dialekt.
Alternativ: Der Camping in Seltz ist nicht weit weg. Drauf war ich aber noch nie, das ist einfach zu nah. Aber es hat auch einen See mit Sandstrand, zwei nette Lokale am Rhein und einen Super U.
Und melde Dich mal, wenn Du dort bist zwinker wein
Gruß
Nat
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.07.20 20:07

Danke für den anderen Tipp. Angerufen und per kontaktformular hab ich schon. Den Anrufbeantworter auf französisch versteh ich nicht wirklich. Und dann noch meine Ungeduld...

Könnte dann auch Richtung Dahn gehen.

Gestern haben wir 4 bis 5 Campingplätze in der Gegend von Pottenstein angefragt, alles ausgebucht

Grüße Renata
von: SG1953

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 19.07.20 19:32

Hast du oder jemand anderes inzwischen Erfahrungen gemacht zwecks Grenzübertritt von Österreich nach Slowenien als Deutscher?

Gruß Mario
von: Michaela

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.07.20 11:20

Norwegen oder Schweden?

Hallo Zusammen,

wir überlegen wir ab Mitte August für drei Wochen in Norwegen oder Schweden zu reisen. Normalerweise hätten wir den Flug längst gebucht, aber dieses Jahr ist ja bekanntlich alles anders. So warten wir immer noch auf die Rückerstattung eines annullierten Fluges nach Schottland vom Mai. Und man muss aufpassen, wem man überhaupt von seinen Reiseplänen erzählt, da viele Leute denken, dass man dieses Jahr ohnehin besser zuhause bleiben sollte.

Wir haben folgendes herausgefunden: Norwegen hat bessere Corona-Zahlen und wird daher wohl nicht so schnell auf die Quarantäneliste der Schweiz gesetzt werden. Dafür fehlt zahlentechnisch nicht mehr viel, damit die Norweger die Schweizer evtl. nicht mehr ohne Quarantäne reinlassen. Schweden würde einen wohl problemlos reinlassen, aber das Land ist gerade erst von der Quarantäneliste der Schweiz genommen worden und damit dichter dran, wieder auf die Liste gesetzt zu werden...

Wahrscheinlich bleibt uns nichts anders übrig als die Lage weiterhin zu beobachten und kurzfristig zu buchen oder einen teureren Tarif zu nehmen, der dafür erstattungsfähig ist.

Ist aktuell jemand in Norwegen oder Schweden unterwegs?

Viele Grüsse

Michaela
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 26.07.20 22:56

Hi Michaela

In Antwort auf: Michaela
Norwegen hat bessere Corona-Zahlen und wird daher wohl nicht so schnell auf die Quarantäneliste der Schweiz gesetzt werden. Dafür fehlt zahlentechnisch nicht mehr viel, damit die Norweger die Schweizer evtl. nicht mehr ohne Quarantäne reinlassen. Schweden würde einen wohl problemlos reinlassen, aber das Land ist gerade erst von der Quarantäneliste der Schweiz genommen worden und damit dichter dran, wieder auf die Liste gesetzt zu werden...

Woher beziehst du deine Infos zur Quarantäneliste der Schweiz? Wir sind gerade in Österreich (Vorarlberg/Montafon) und werden demnächst auf der Rückreise eine Nacht in der Schweiz verbringen. Deshalb interessiert mich, wo wir immer am besten aktuelle Infos herkriegen - nicht dass wir für diese eine Nacht zwei Wochen in Quarantäne müssten listig Zwar ist das Montafon weit weg vom Wolfgangssee, aber mit Ischgl hat es ja auch so angefangen... Sonst müssten wir halt umdisponieren und diese eine Nacht sausen lassen...

Sorry - zu deinen Skandinavien-Fragen kann ich leider nichts beitragen; Norwegen und Schweden stehen für die nächsten Jahre nicht auf unserer To-Do-Liste schmunzel

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: fema

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.07.20 05:10

In Antwort auf: Cruising
Quarantäneliste der Schweiz? Wir sind gerade in Österreich (Vorarlberg/Montafon) und werden demnächst auf der Rückreise eine Nacht in der Schweiz verbringen. Deshalb interessiert mich, wo wir immer am besten aktuelle Infos herkriegen - nicht dass wir für diese eine Nacht zwei Wochen in Quarantäne müssten listig

Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.07.20 07:28

Quarantänepflicht Schweiz

Ausnahmen von der Quarantäne
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 27.07.20 22:40

Hallo Mark, hallo Jürgen,

danke euch - ihr habt mir die Recherche erspart schmunzel Werde diese Links also jetzt öfter mal aufrufen.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.07.20 09:23

Zitat:
Woher beziehst du deine Infos zur Quarantäneliste der Schweiz? Wir sind gerade in Österreich (Vorarlberg/Montafon) und werden demnächst auf der Rückreise eine Nacht in der Schweiz verbringen. Deshalb interessiert mich, wo wir immer am besten aktuelle Infos herkriegen - nicht dass wir für diese eine Nacht zwei Wochen in Quarantäne müssten listig Zwar ist das Montafon weit weg vom Wolfgangssee, aber mit Ischgl hat es ja auch so angefangen... Sonst müssten wir halt umdisponieren und diese eine Nacht sausen lassen...


Ich bin gerade von meiner Alpentour wiedergekommen. ich war in 5 Ländern (Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz und Italien).

Ich habe mind. 1 Nacht in Österreich, Schweiz und Italien verbracht.

Überall war es total easy, in der Schweiz hat man von Corona gar nichts gemerkt. Selbst meine 2 Nächte in Italien (Bormio und Chiavenna) waren total locker. Es hat sich keiner dafür interessiert, woher ich gekommen bin.

Einige Unterkünfte hatte ich von zuhause schon vorgebucht, einige erst vor Ort gesucht.
Selbst in der teuren Schweiz war es kein Problem halbwegs günstige Unterkünfte zu finden, die teuerste war in Preda auf dem Albulapass.

Was voll ist, sind in der Schweiz die Campingplätze. Anscheinend ist die gesamte Schweiz mit Kind und Kegel in diesem Sommer auf Campingurlaub. Ich habe Reiseradler getroffen, die mehrfach abgewiesen worden sind auf Campingplätzen.
Man sollte da HotSpots wie am Thuner See etc. unbedingt vermeiden.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.07.20 18:18

Hi Thomas,

mit etwas Verspätung danke für die Info! Klingt nach einer guten Tour schmunzel Hier im Montafon ist es auch nicht überfüllt, aber sagen wir mal, gut besucht. So in der Schlange an der Bergbahn und in manchen Kneipen könnten die Leute für meinen Geschmack etwas weniger sorglos sein. Sonst alles okay, jede Menge Radler, mit und ohne Gepäck.

Bis dann, Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.07.20 18:32

Zitat:
Sonst alles okay, jede Menge Radler, mit und ohne Gepäck.


Ja, das ist mir auch aufgefallen. Und sehr viele junge Radler (mit Muskelkraft grins)

Wie schon erwähnt, Hotel- und Pensionssuche war total easy. Im Berghospiz auf dem Sustenpass war ich sogar ganz alleine im gesamten Hospiz. Normalerweise ist dort kein Bett mehr zu bekommen im Sommer.

Tessin war schon voller und da musste ich tatsächlich eine halbe Stunde ein Zimmer suchen in Bellinzona.

Mitte Oktober will ich den nächsten Kurzarbeitsurlaub in die Toskana, Zugtickets schon gebucht. Hoffentlich bleibt die Situation halbwegs so wie sie jetzt ist.
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.08.20 14:17

Hallo!

Ein erster Camping-Eindruck aus Südösterreich und Oberitalien:
Die Plätze sind meistens voller als in normalen Jahren. Mit Rad und Zelt ist das auf den von uns besuchten Plätzen (Olachgut nahe Murau, C. Seehof in Villach und Ai Pioppi in Gemona) ist das aber kein Problem, obwohl die an stark frequentierten Radrouten liegen.

Nach Berichten anderer sind die Plätze an den österreichischen Badeseen, wenig überraschend, sehr voll. Da lohnt es sich, einen Platz zu reservieren. Von solchen Plätzen werde ich nicht berichten können, die steuern wir gar nicht an.

Wer in Österreich weniger überlaufene Gegenden ansteuert, braucht sich aktuell nicht wirklich vor Covid zu fürchten, so lange er sich halbwegs vernünftig, sprich vorsichtig benimmt.

Lg!
georg
von: Keine Ahnung

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.08.20 16:12

Ich bin ja gerade erst von meiner Tour zurückgekommen. Ergebnis für Zeltplätze, Hotels und Pensionen in Slowakei, Polen und Tschechien: Keinerlei bemerkbare Einschränkungen! Selbst das Tragen von Masken wurde zum Teil sehr lasch gehandhabt.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 02.08.20 17:10

In Antwort auf: Keine Ahnung
Selbst das Tragen von Masken wurde zum Teil sehr lasch gehandhabt.
Tja, das ist nicht immer eine gute Grundlage, insbesondere in den heutigen Zeiten mit wieder ansteigenden Coron-Infektionen, auch wenn's auf den ersten Blick irgendwie irgendeine Normaltät zu signalisieren scheint. grins
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.08.20 14:37

Hier in Gemona kommen mir die Leute konsequenter vor wie in Österreich. Man trägt Maskw, wenn man ins Geschäft geht, oder wenn es enger wird.


Lg!
georg
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.08.20 00:59

In Schweden waren die Zeltplätze sehr viel leerer als sonst.
Und vor einigen Wochen war Schweden noch das einzige mögliche Reiseland überhaupt.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.08.20 07:45

In Antwort auf: bk1

Und vor einigen Wochen war Schweden noch das einzige mögliche Reiseland überhaupt.
Für wen? Habe ich eine wichtige Information zu diesem Land überlesen?
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.08.20 00:30

In Antwort auf: Thomas1976
Was voll ist, sind in der Schweiz die Campingplätze. Anscheinend ist die gesamte Schweiz mit Kind und Kegel in diesem Sommer auf Campingurlaub. Ich habe Reiseradler getroffen, die mehrfach abgewiesen worden sind auf Campingplätzen.
Man sollte da HotSpots wie am Thuner See etc. unbedingt vermeiden.

Jein, wurde mir auch so berichtet, kam aber nur zu wenig Gelegenheit, das relevant zu prüfen. Auch Schweizer vermehrt im Binnenurlaub. In Bergcampings war es kein Problem (Tiefencastel, Julier-/Albula-Basis, viele Radler), soweit auch nur einmal genutzt, aber sichtbar auch auf anderen Campings Platz vorhanden, wenn auch manchmal nicht viel (Thusis, Lenzerheide, Filisur, Bergün, mehrere im Unter- und Oberengadin). Einige weitere an meiner Wegstrecke habe ich nicht genauer angeschaut. Es ist aber ohnehin Hochsaison, also nicht nur Corona-bedingt hohe Auslastung in der zweiten Julihälfte zu erwarten - insbesondere bei den Hotspots (wo auch teurer ist). Schließlich habe ich auch früher nahezu volle Campings in der Schweiz im Hochsommer erlebt (Locarno, Valle Maggia, Brig, Bad Ragaz u.a.). Ferner ist Camping ein Trend, der schon vor Corona stark im Kommen war (ich besuche regelmäßig die Messe CMT in Stuttgart, besonders: Wohnmobile, Glamping).

Überraschend war allerdings der Camping in Susch nicht mehr existent, vermutlich seit 2008 oder später (noch in Karten verzeichnet!)

Italien: Zwar nur kurzer Abstecher, aber in Livigno gibt es 5 Campingplätze, alle mit hoher Auslastung. Während sich drei am oberen Ortsanfang befinden, wo ich wohl noch Platz bekommen hätte, wurde ich bei den beiden seenahen Campings wegen Überfüllung abgewiesen. Kuriosum allerdings: Ich konnte keinerlei Zeltwiese entdecken, ausschließlich Wohnmobil-, Wohnwagenstellplätze, keinerlei Solozelte zu sehen! Insofern auch keine Empfehlung, egal welche Zeiten. Auch ein Problem über Corona hinaus und aus Deutschland gut bekannt.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.08.20 01:49

In Antwort auf: hopi
In Antwort auf: bk1

Und vor einigen Wochen war Schweden noch das einzige mögliche Reiseland überhaupt.
Für wen? Habe ich eine wichtige Information zu diesem Land überlesen?

Alle Grenzen waren zu. Schweden hat als einziges Land die Einreise erlaubt. Außerdem funktionierten dort fast alle Zeltplätze und man kann als Radfahrer auch mal im Wald zelten.
Ich wohne in CH, das ist zu klein bzw. man ist nicht weit genug weg. Das kam für mich nicht in Frage und ich habe mich relativ schnell für eine Radtour in Schweden entschieden. Eine gute Wahl, aber letztlich durch die Umstände Anfang Juni bedingt.

Dann ging es relativ schnell, dass man innerhalb von EU+Schengen fast überall reisen konnte, mit wenigen Ausnahmen.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.08.20 08:28

Falls jemand Spanien doch noch für dieses Jahr auf dem Schirm hat: Dieses hier stand gestern in tagesschau.de - zumindest für die Inseln sollte das gelten. Ob damit nur Pauschaltouristen oder auch Reiseradler "ohne festen Wohnsitz" abgesichert kann ich allerdings nicht beantworten.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Holger

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 06.08.20 08:47

In Antwort auf: Cruising
[…] zumindest für die Inseln sollte das gelten.[…]

Kurze Ergänzung: die kanarischen Inseln. Für die Balearen steht da nichts, da dürfte das nicht gelten.

Viele Grüße
Holger
von: yellowmug

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 07:33

Hallo,

ich habe vor diese Woche meine Reise nach Bretagne über Belgien anzutreten. Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass ich mich viel mit den Reisewarnungen beschäftigen muss, da ich ja sowieso meist auf dem Sattel sitze, wodurch stets der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Allerdings las ich gestern, dass z.B. die Region Antwerpen als Risikogebiet eingestuft wurde. es beunruhigt mich etwas, da ich nicht weiß welche Auswirkungen diese Einstufung auf Radfahrer hätte.

Zudem ist es meine erste lange Tour und ich bin ohnehin sehr aufgeregt. Ich würde mich auf eure Erfahrungen freuen!
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 08:50

Hi,

da hilft dir zunächst mal das Auswärtige Amt, hier etwa mit seinen Reisehinweisen zu Belgien. Für Frankreich gibt's eine ähnliche Aufstellung, auch regional. Meine Einschätzung: Bei der Rückkehr musst du einen Corona-Test machen, da du zeitweilig in einem Risikogebiet unterwegs bist. Ob das allerdings bei der Grenzüberschreitung per Rad so ernstgenommen wird, kann ich nicht beurteilen.

Ist halt ein schwieriges Jahr diesmal - zum Glück gibt es fast immer eine Alternative. Alle unsere drei für dieses Jahr geplanten Reisen konnten wir nicht genau wie geplant durchführen, aber die Varianten waren auch okay schmunzel

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: Bahnhofsradler

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 09:04

In Antwort auf: yellowmug
Hallo,

....

Zudem ist es meine erste lange Tour und ich bin ohnehin sehr aufgeregt. Ich würde mich auf eure Erfahrungen freuen!


Schau mal hier

Gruß - Reinhard
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 09:05

Zitat:
Meine Einschätzung: Bei der Rückkehr musst du einen Corona-Test machen, da du zeitweilig in einem Risikogebiet unterwegs bist.


Ich halte das für absolut unmöglich dieses zu kontrollieren und nachzuweisen ob man in einer Region, die als Risikogebiet ausgeschrieben ist, unterwegs war.

Ich frage mich, wer das überprüfen will, wenn ich mit dem Rad über die Grenze fahre über einen Grenzübergang der nicht zu einem Risikogebiet gehört.

In Belgien ist ja nur die Region Antwerpen als Risikogebiet ausgeschrieben.
Wenn man nun z.B. von Belgien nach Deutschland einreist über einen Grenzübergang bei Aachen, kann das meiner Ansicht keiner kontrollieren ob Du in der Region Antwerpen unterwegs warst. Man müsste dann schon zwischen den Regionsgrenzen innerhalb Belgiens kontrollieren.

von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 09:26

In Antwort auf: yellowmug
Allerdings las ich gestern, dass z.B. die Region Antwerpen als Risikogebiet eingestuft wurde.
Auch in Frankreich wirst du vermutlich durch Gegenden kommen, die zwar derzeit noch kein Risikogebiet sind, es aber im Laufe deiner Reise werden könnten. Die aktuellen Daten kann man auf dieser Seite einsehen. Ein Klick auf ein Departement zeigt den Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) an. Wählt man über der Karte "Synthèse" aus, bekommt man eine Grafik mit dem zeitlichen Verlauf zu sehen.
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 09:26

In Antwort auf: Thomas1976
Zitat:
Meine Einschätzung: Bei der Rückkehr musst du einen Corona-Test machen, da du zeitweilig in einem Risikogebiet unterwegs bist.

Ich halte das für absolut unmöglich dieses zu kontrollieren und nachzuweisen

Ja und? Es ist auch verboten, andere Leute umzubringen, und trotzdem steht nicht ständig ein Polizist neben Dir um zu kontrollieren, ob Du Dich dran hältst.
Wenn man sich nicht an Gesetze hält und es kommt raus, dann ist man eben dran.

Viele Grüße,
Stefan
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 09:51

Zitat:
Ja und? Es ist auch verboten, andere Leute umzubringen, und trotzdem steht nicht ständig ein Polizist neben Dir um zu kontrollieren, ob Du Dich dran hältst.
Wenn man sich nicht an Gesetze hält und es kommt raus, dann ist man eben dran.


Wüsstest Du denn immer so genau, zwischen welchen Regionsgrenzen Du Dich bewegst bzw. wo eine Regionsgrenze anfängt, endet etc.?
Man kann auch unwissend in einer Region unterwegs sein, die als Risikogebiet ausgeschrieben ist.
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 10:00

Kann man denn als routinemäßiger Internetbenutzer mit einer einfachen Suchanfrage überfordert sein? "corona risikogebiete" wird einem ja schon vorgeschlagen, wenn man nur anfängt zu tippen, und das spuckt dann das hier beim RKI aus.

Viele Grüße,
Stefan
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 10:08

In Antwort auf: Thomas1976
Ich halte das für absolut unmöglich.......Ich frage mich, wer das überprüfen will, wenn ich mit dem Rad über die Grenze fahre über einen Grenzübergang der nicht zu einem Risikogebiet gehört.

Im Prinzip hast du sicher Recht. Sollten sich aber im unwahrscheinlichen Falle die Grenzbeamten in die Idee versteigern, ausgerechnet dich zu durchleuchten, werden sie schon so manches zu Tage fördern. Sowohl im Verhör als auch durch sonstige Nachforschungen wird man seine Reiseroute kaum völlig verbergen können. Gerade Versuche, hierbei zu mauern, könnten einen verdächtig machen. Und dann könnte die erwartbarste Entscheidung die sein, einen sicherheitshalber erst recht in Tests und Quarantäne zu schicken. Nicht daß ich das für wahrscheinlich halte, aber ich kenne genügend Geschichten von unerfreulichsten Ereignissen an der Grenze.
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 10:14

In Antwort auf: Thomas1976

Man kann auch unwissend in einer Region unterwegs sein, die als Risikogebiet ausgeschrieben ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ignorantia_legis_non_excusat
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 10:26

Im Nachhinein lässt sich alles nachvollziehen.

Bei meiner Alpentour in der Schweiz habe ich aber nicht zu 100% gewusst, in welcher Region bzw. Kanton ich mich momentan befinde, da meistens keine Schilder aufgestellt waren sobald man die Regionsgrenzen überschritten hat (und erst im Nachhinein habe ich mal geschaut, durch welche Kantone ich überhaupt geradelt bin, bei einer Grenzkontrolle hätte ich es gar nicht mal aufzählen können, da ich durch einige nur für ein paar Kilometer beradelt habe).


Ich würde vermutlich schlagartig das komplette Land verlassen, wenn auch nur eine Region im jeweiligen Land als Risikogebiet ausgerufen wird.

Des Weiteren muss man sich ja die Bedingungen anschauen, wann ein Test verpflichtend werden. Ich glaube bei einem Aufenthalt in Luxemburg erst, wenn man 72 Stunden sich dort aufgehalten hat.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 15:02

In Antwort auf: Thomas1976
Im Nachhinein lässt sich alles nachvollziehen.

Bei meiner Alpentour in der Schweiz habe ich aber nicht zu 100% gewusst, in welcher Region bzw. Kanton ich mich momentan befinde, da meistens keine Schilder aufgestellt waren sobald man die Regionsgrenzen überschritten hat (und erst im Nachhinein habe ich mal geschaut, durch welche Kantone ich überhaupt geradelt bin, bei einer Grenzkontrolle hätte ich es gar nicht mal aufzählen können, da ich durch einige nur für ein paar Kilometer beradelt habe).

Ich wusste einmal sogar nicht, wo genau die Landesgrenze zwischen Italien und Schweiz war, habe ich erst hinterher mir auf Karte angeschaut. Von Ort zu Ort war es aber dann doch klar. Von zwei Grenzkontrollen war zudem eine mitten im Land, was mich zusätzlich verwirrte (Zoll-Sonderzone Livigno). Regional- oder Ländergrenzen sind für Bergwanderer/-radler aber ohnehin künstlich. Das sind ja oft grenzübergreifend kulturell-landschaftlich organisch verbundene Gebiete, die nicht in gängige Schema hineinpassen. Da wird schnell zweifelhaft, wenn Corona-Bestimmungen verschieden definiert werden. Soweit in der Schweiz, blieben meine besuchten Kantone zwar ausreichend übersichtlich, was aber nicht mein Interesse für laufend ändernde Infiziertenzahlen steigerte.

Die Grenzwerte für "Risikogebiete" sind willkürliche Zahlen, entscheidender ist immer noch das Gesamtverhalten von Reisenden, ggf. der Einwohner daselbst. Viele Regionen/Länder, wo die Zahlen gekippt sind, zeigen das deutlich, vgl. bulgarische Goldküste, Melbourne/Australien, Kroatien usw. - Mustersschüler, wo durch recht unbefangenes Partyverhalten einiger Gruppen die Infektionszahlen wieder angestiegen sind. Für einen Reiseradler mit gegeben kontaktarmer und ggf. noch exotischer Routenwahl ändert sich am Infektionsrisko nahezu nichts. Und an meinen Ängsten und Problemen ganz anderer Art schon gar nicht.

Schwarz und weiß gibts nur auf dem Papier, nicht in der Realität. Internet, Social Media oder Fernsehen habe ich im zwei Wochen Alpen nicht bemüht, abgesehen von Mailkontrolle. Das ist meine Tradition, die bleibt auch in "Krisenzeiten" erhalten - stete "Informationspflicht" halte ich für anmaßend. Ich bin ja nicht irgendwo fliegend in der Welt unterwegs. Dramatische Änderungen hätten sich ja ohnehin in Verhaltensweisen vor Ort ausgedrückt. Als ich zurückkam, war es wie bei allen Reisen: Irgendwie ist alles wie vorher, die Diskussionen austauschbar, ggf. sind ein paar bekannte Persönlichkeiten verstorben - nur gabs keine neuen Olympiahelden, die man nun kennen müsste.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 18:51

Für eine schöne Radreise ist ja meist wenig Verkehr motorisierter Art von Vorteil. —> vermeide diesen. Das geht gut, wenn du größere Orte und Städte vermeidest. Zufällig ist das oft auch die Örtlichkeit, wo zu viele Menschen dicht aufeinander hocken und das Risiko sich anzustecken groß ist.
D.h. wenn du übers Land fährst, Menschenansammlungen meidest und dich mit Maksentragen und Abstandhalten beim Bäcker vernünftig zeigst, brauchst du dir meiner Meinung nach keine Gedanken machen ob du einen Landkreis streifst der aktuell oder im Nachhinein als Risikogebiet deklariert wird.

Für die Sicherheit, das eigene Gefühl etc lässt du dich am Ende testen und gut ist... kein Grund für Beunruhigung oder Panik. Sonst kann man natürlich auch einfach jeden Tag die Fahrtrichtung an Wind, Wetter und Coronazahlen anpassen... letztendlich ist es ja für eine gute Radzeit egal wohin man fährt so lange man einen guten Weg fährt... d.h. vielleicht landest du am Mittelmehr und nicht in Antwerpen... und damit schließe ich meinen Kreis: dieses Jahr und eigentlich immer sollte man Städte=Verkehr=Risiko meiden schmunzel
von: Wendekreis

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.08.20 19:44

In Antwort auf: Grimbol
...dieses Jahr und eigentlich immer sollte man Städte=Verkehr=Risiko meiden

Das entspricht meiner Radreise-Devise. Zu einem Lapsus kann es kommen, wenn ich durch Franken radle.
von: yellowmug

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.08.20 22:48

Vielen Dank für eure Anmerkungen! Ich hatte die Tage leider kaum Zeit wieder online zu sein. Ich habe die Route etwas angepasst, dass ich die Regionen umfahren kann, die kritische Fallzahlen haben. So viel Arbeit war es auch nicht. Mit Brouter ging es relativ schnell. Morgen fahre ich los. Ich bedanke mich nochmal!
von: Biotom

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 07:25

Ciao a tutti,
Wie sehen die Coronamassnahmen in Italien in Hotels, Berghütten, auf Campings und in den Zügen aktuell aus? Muss man ausser Maske und Desinfektionsmittel etwas mitnehmen? Und wie strikt werden die Massnahmen durchgezogen? Viele Regeln die keiner beachtet, oder doch nicht?
Danke für Hinweise!
von: Daffodils

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 08:02

Die Übersicht der ENIT findest du hier. Sogar auf Deutsch.
von: harald.m

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 09:16

Ich war im Juni als die Grenze aufmachte zwei Wochen Campen an der Adria.
Normalerweise sind Regeln in Italien ja eher optional, aber im Falle von C19 hält sich die Bevölkerung ausnahmslos an die Regeln. Am Camping und am Strand trägt keiner eine Maske, da nicht vorgeschrieben. In Geschäften ist überall Maskenpflicht. Desinfektionsmittel liegt überall aus, kleinere Geschäfte lassen dich zum Teil nicht rein, du wirst an der Tür bedient. Grössere Wochenmärkte haben regulierten Zugang mit Maskenpflicht. Zug hab ich nicht benutzt.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 10:48

Wie schon oben berichtet, war ich in der zweiten Julihälfte zwei Tage im nordital. Grenzgebiet (Lombardei). Auf den beiden einzig anvisierten Campings (Höhenort Livigno, u.a. auch Traininsglager für deutsche Rennradsportler) liefen die Gäste mit Maske zu den Sanitäranlagen, Rezeption auch Pflicht. Ich wurde aber wegen Überfüllung abgewiesen (Wohnmobil-Hype).

Im Restaurant dort Maske für die Tischeinteilung (teils Plexiglas zwischen den Tischen), am Tisch aber frei. Temperaturmessung bei Zutritt (Händedesinfektion weiß ich nicht mehr). Eintragen in Listen nicht, gemäß Wirtin vom zweiten Abend nur bei größeren Gruppen. Am zweiten Abend in einem Dorfbistro eines kleine Bergdorfs mit Alleinwirtin war es zwanglos, es kamen dort nur Einheimische hin, u.a. Geburtstagsfeier mit ca. 10 Personen, es wurde auch getanzt, auch mit Berührung (Polonaise). Die Wirtin hatte zum Schluss die Maske auf dem Kopf und drehte coole Musik immer lauter.

Mittags war ich noch auf einer Alm eingekehrt (aber nur draußen), dort für Tischwahl auch Maske aufgezogen, wurde aber nicht ganz so streng gehandhabt, zum Bezahlen in die Hütte, dort Maske überziehen. Beide einfachen Lokalitäten ohne Händedesinfektion im Gästebereich, nur auf Toilette. Eingekauft habe ich nur eimal im Basisort (Isolaccio) des Bergdorfs, Tante-Emma-Laden mit größerer Theke. Händedesinfektion bei Eintritt, wurde auch gut beachtet, Maske ebenso. Wie streng Kundenbeschränkung weiß ich nicht, war an dem Abend schwach frequentiert.

Offiziell soll man medizinische Masken Tragen, mein Buff wurde aber in den wenigen Situationen nicht moniert. Insgesamt spürt man den etwas strengeren Umgang und eine ungewohnt hohe Disziplin, die sich aber auch immer wieder auflöst. Je dörflicher oder bergiger, desto lockerer wird es. Desinfektionsmittel musst du nicht mitnehmen, steht ja rum, wenn verlangt. Tischzuteilung ist in romanischen Ländern ohnehin eher üblich, auch ohne Corona. Grundsätzlich sehe ich nicht so viele Unterschiede, nur dass es verwirrt, wenn du aus der Schweiz kommst, wo in Läden oder Restaurants grundsätzlich keine Maskenpflicht herrscht. Daran gewöhnt sich Mensch immer noch schneller als umgekehrt. Hauptknackpunkt sind die steigenden Infektionszahlen, das ist ja in fast allen Ländern so und könnte schnell zu Verschärfungen führen, die man jetzt nicht überblickt.
von: hopi

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 11:31

In Antwort auf: veloträumer
Hauptknackpunkt sind die steigenden Infektionszahlen, das ist ja in fast allen Ländern so und könnte schnell zu Verschärfungen führen, die man jetzt nicht überblickt.
ich denke diesen Aspekt sollte man stets im Blick behalten und sich entsprechend verhalten So völlig unvernünftig dürften die AHA-Regelungen (Abstand Hygiene, Alltagsmaske) nicht sein. Da kann auch kein Verweis auf irgendwo beobachtete "lockere Handhabungen" bestehender Regelungen oder gar bis hin zu völliger Ignoranz helfen. Mit etwas gutem Willen kann man durchaus wieder recht viele Sachen ähnlich wie in früheren Zeiten (vor Corona) machen.
Eine gewisse Zeitspanne mit etwas erhöhter Disziplin werden wir wohl noch durchstehen müssen. Aber ich bleibe da optimistisch. grins
von: Nilz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 14:15

Hallo, ich war auf meiner Reise kreuz und quer durch die Alpen auch gut dreieinhalb Wochen in Südtirol/Trentino und im Friaul. Kann diese Schilderungen so unterschreiben. Dort war es generell etwas strikter und allgemein wurde sich recht diszipliniert an die Einhaltung der Massnahmen gehalten. Natürlich immer wieder mit Ausnahmen. Gerade auf den Campings, in Restaurants und Unterkünften waren die Leute bedacht darauf, dass alle sich an die Regeln halten. Gerade die älteren Menshen trugen recht konsequent sogar auf der Strasse Masken.

Weiterhin war gerade am Anfang meiner Reise aber eigentlich auch während der ganzen Zeit sichtlich weniger los als ich es in den letzten Jahren erlebt habe. Bei all den negativen Folgen für die Menschen die dort vom Tourismus leben war es für doch sehr angenhem. Bis auf einige wenige Hotspots in den Dolomiten konnte ich immer völlig spontan einen Platz auf dem Camping, in der Unterkunft oder im Restaurant bekommen. Und die Leute waren sehr happy, dass man dort zu Gast war.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 15:25

Ich war Ende Juli für 2 Nächte in Italien, Lombardei.

Die regeln sind ähnlich wie hier, außer das man keine Kontaktdaten in Cafés oder Restaurants hinterlassen musste.

ich fand es relativ entspannt, entspannter wie hierzulande. Meine Beobachtungen waren dass man in Italien viel mehr miteinander spricht, viele Menschen unterhielten sich auf den Marktplätzen oder Cafés und ich wurde regelmäßig auf der Straße oder in Cafés angesprochen über meine Tour, Rad etc.

ich will Anfang Oktober für 16 Tage in die Toskana, freue mich schon tierisch darauf. Ich mag die italienische Mentalität schmunzel
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 17:19

In Antwort auf: Biotom
Ciao a tutti,
Wie sehen die Coronamassnahmen in Italien in Hotels, Berghütten, auf Campings und in den Zügen aktuell aus?
Die Infektionen in Rom und Sardinien gehen gerade wieder steil in die Höhe.
https://www.sardinienintim.com/2020/08/2...lle-infizierte/
https://www.n-tv.de/panorama/Italien-holt-sich-das-Virus-zurueck-article21989271.html
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 17:27

Naja, der Artikel lässt es dann bei genauer Betrachtung wieder ins rechte Licht rücken. 81 Fälle in ganz Sardinien ist dann wieder nicht soooo viel. Zumal man weiß, dass es Hotspots in diversen Diskotheken gab, d.h. man kann das Ausbruchsgeschehen lokalisieren. 81 Initialfälle homogen über die Insel verteilt, wo man jeweils nicht weiß, wo es her kommt, wären eine ganz andere Nummer. Bei Tönnies waren es ~1500 Fälle. Aber weil man die quasi alle direkt isolieren konnte, konnte dieses Ausbruchsgeschehen weitgehend gestoppt werden. Hängt also immer vom Kontext ab.
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 17:32

Schon klar, aber Tom fragte, obs was neues gibt. Und da finde ich die Nachrichten schon wichtig, denn dass die Italiener übervorsichtig sind und nicht noch einmal durch die Hölle gehen wollen, kann wohl jeder verstehen.
von: Biotom

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 20:52

Vielen Dank für all die nützlichen Antworten! Ich werde wohl wie so oft sehr kurzfristig entscheiden und auch auf den Wetterbericht etc. achten. Corona wird da irgenwie einfach ein weiterer Parameter, denn man in Betracht ziehen kann/muss. Gut zu wissen jedenfalls, dass die Leute Reisenden gegenüber eher positiv eingestellt sind.
von: Ednett

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 21:01

Hallo,
ich hoffe, ich darf den Fokus des Fadens mal vorübergehend nach Frankreich umleiten. In einem Artikel der ARD-Sportschau habe ich zufällig gelesen, dass inzwischen in vielen Gemeinden auch Radfahrer auf öffentlichen Straßen die Maske tragen müssen. Entsprechende Regelungen können von den jeweiligen Präfekturen erlassen werden. Ich hab mal etwas näher recherchiert, aber lediglich diese Karte gefunden. Das macht mich leider (auch wg mangelnder Sprachkenntnisse) ziemlich ratlos.

Hat vielleicht jemand aktuelle Infos und Erfahrungen? Insbesondere interessiert mich die Frage, ob die Maskenpflicht nur für bestimmte Gebiete in der Stadt gilt (wie es z.B. in Paris der Fall ist), in der gesamten Stadt oder gar im gesamten Gemeindegebiet (welches ja oft weit vor den jeweilig bebauten Gebieten beginnt) Und genauso wichtig - werden die "Sperrgebiete" mittels Warnschildern angekündigt oder muss ich mich selber darüber informieren, wo die Maske getragen werden muss (was ja nicht so einfach ist, da sich die Regelungen wohl häufig ändern)?

Danke
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 21:36

In Antwort auf: Ednett


Hat vielleicht jemand aktuelle Infos und Erfahrungen? Insbesondere interessiert mich die Frage, ob die Maskenpflicht nur für bestimmte Gebiete in der Stadt gilt (wie es z.B. in Paris der Fall ist), in der gesamten Stadt oder gar im gesamten Gemeindegebiet (welches ja oft weit vor den jeweilig bebauten Gebieten beginnt)
Ohne Sprachkenntnisse ist das schwierig. Auf der Seite von Le Monde gibt es eine Tabelle mit den Regelungen von Departements und Gemeinden.
von: Greyhound

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 21:53

Auf meiner Elsass-Reise ab dem 8. August erlebte ich ähnliche Regelungen wie in D. Was mir auffiel, war die fehlende Registrierung der Personen in Museen oder Restaurants. Dafür hatte man aber sogar im Freilichtmuseum eine Maske zu tragen, und Maske bedeutet genau dies, nämlich eine Op-Maske und nicht, wie in Deutschland, Mund-Nasen-Schutz.
Im öffentlichen Raum sieht man genau so viel oder wenig Personen mit Maske. Ich hatte den Eindruck, dass das Wahren der Abstände etwas selbstverständlicher befolgt wurde.

Grüße vom Greyhound
von: Uli aus dem Saarland

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 22:01

In Antwort auf: Ednett
Hallo,

Hat vielleicht jemand aktuelle Infos und Erfahrungen? Insbesondere interessiert mich die Frage, ob die Maskenpflicht nur für bestimmte Gebiete in der Stadt gilt (wie es z.B. in Paris der Fall ist), in der gesamten Stadt oder gar im gesamten Gemeindegebiet (welches ja oft weit vor den jeweilig bebauten Gebieten beginnt) Und genauso wichtig - werden die "Sperrgebiete" mittels Warnschildern angekündigt oder muss ich mich selber darüber informieren, wo die Maske getragen werden muss (was ja nicht so einfach ist, da sich die Regelungen wohl häufig ändern)?

Danke

Hi,
wir sind seit 1,5 Wochen von einer Radtour durch Zentral- und Südfrankreich zurück. Damals war auf unserer Route nur in Montpellier auf den Straßen Maskenpflicht. Am Rande der Fußgängerzone standen Polizisten, die einen freundlich auf die ab dort geltende Maskenpflicht hingewiesen haben. Schilder hatten wir keine gesehen.
Nimm einfach deine Maske immer mit. Wenn fast jeder eine auf der Nase hat, ist das ein guter Hinweis auf die Tragepflicht.
Die von Axurit verlinkte Seite gibt ja auch einen recht guten Überblick.
von: Gina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 22:04

Hallo Thomas, so unterschiedlich sind die Erfahrungen. Ich bin über den Reschenpass rein nach Italien, dann über Venedig nach Rimini, mit einem Abstecher ohne Gepäck nach San Marino hoch. Die ganze Zeit in Italien habe ich mich gefühlt, als wäre ich unsichtbar. Kaum ein Gruss unter Radfahrern wurde erwidert, keine Frage nach woher und wohin. Ich habe das auf Corona gebucht. Total überrascht erlebe ich nun auf meiner Reise von München nach Mannheim, dass die Radfahrer mich wieder grüßen, das ich angesprochen werde wegen meinem Reisepanzer und ich habe sogar die verhasste Frage "Sind sie denn ganz alleine unterwegs" lieben gelernt. Wirklich verstehen tu ich das alles nicht.
Liebe Grüße
Gina
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 24.08.20 22:21

In Antwort auf: Juergen
Schon klar, aber Tom fragte, obs was neues gibt. Und da finde ich die Nachrichten schon wichtig, denn dass die Italiener übervorsichtig sind und nicht noch einmal durch die Hölle gehen wollen, kann wohl jeder verstehen.
Ich bin jetzt seit dem 5.8. kreuz und quer in Norditalien unterwegs. Ich habe recht gemischte Eindrücke gesammelt. Wie wohl überall gibt es gewissenhafte Menschen und Ignoranten. Beides auch schon mal extrem.

Normal ist aber Maske und Händedesinfektion in Innenräumen und auf einzelnen, ausgewiesenen Plätzen, zB während der Märkte. Von einer bedonders gedrückten oder bedrückenden Stimmung kann ich nichts berichten. Übervorschtig sind nur sehr wenige Menschen. In Bahnhöfen werden jetzt deutlich verstärkt Fieberstichproben gemacht.

Gestern hat wohl einer der relevanten Minister erklärt, daß es keinen zweiten lockdown geben wird, weil Italien unvergleichbar besser da stünde als im März.
von: irg

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.08.20 10:20

Hallo!

Im Friaul haben alle, wie gewohnt, freundlich gegrüßt. Die Maskenpflicht und das Abstand halten wurde weit konsequenter ein gehalten wie in Österreich. Reisen war dort also sehr angenehm.

Lg!
georg
von: Nilz

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.08.20 11:18

Krass, meine Erfahrungen waren das genaue Gegenteil. Noch mehr als in den Jahren davor wurde ich massenhaft gegrüsst und freundlichst motiviert und angefeuert. Zum Teil wurde sogar explizit erwähnt wie toll die Leute es finden, dass man trotz der ganzen Krise den Weg in ihre Region gefunden hat. Habe viele sehr gute Gespräche geführt und auch viel über die schwere Zeit in Norditalien während der "harten Zeit" und der momentan schwierigen Lage gelernt.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 25.08.20 12:11

In Antwort auf: Nilz
Krass, meine Erfahrungen waren das genaue Gegenteil. Noch mehr als in den Jahren davor wurde ich massenhaft gegrüsst und freundlichst motiviert und angefeuert. Zum Teil wurde sogar explizit erwähnt wie toll die Leute es finden, dass man trotz der ganzen Krise den Weg in ihre Region gefunden hat. Habe viele sehr gute Gespräche geführt und auch viel über die schwere Zeit in Norditalien während der "harten Zeit" und der momentan schwierigen Lage gelernt.


So auch meine Erfahrungen. Man hat sich gefreut wie Schneekönige endlich wieder Gäste begrüßen und beherbergen zu dürfen.
Und beim Frühstück wurde aufgetischt, Mann oh Mann.... schmunzel
von: Axurit

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.09.20 19:42

In Antwort auf: Uli aus dem Saarland
Am Rande der Fußgängerzone standen Polizisten, die einen freundlich auf die ab dort geltende Maskenpflicht hingewiesen haben. Schilder hatten wir keine gesehen.
Nimm einfach deine Maske immer mit. Wenn fast jeder eine auf der Nase hat, ist das ein guter Hinweis auf die Tragepflicht.
Ich bin gerade in der Auvergne unterwegs und kann das bestätigen. In fast allen größeren Orten gilt Maskenpflicht im Freien, meistens hängen an exponierten Stellen Plakate, wo darauf hingewiesen wird. Außerdem merkt man das ja daran, dass alle eine Maske tragen. Radfahrer sind übrigens meist von dieser Pflicht ausgenommen. So ist zumindest die Empfehlung der Regierung, die nicht überall umgesetzt sein muss. Ich hatte bisher auf dem Rad keine auf und keine Probleme.
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.09.20 19:57

genau so ist es. Ich bin am Samstag durch Hagenau gekommen (mit dem Rad) und wusste da noch nicht, dass das mittlerweile ebenso wie Straßburg nun als Hochinfektionsgebiet erklärt wurde und hatte keine Maske auf. Mir ist aber aufgefallen, dass viele Fußgänger eine trugen. Ich denke in der Einkaufsstrasse im Innenstadtbereich wäre es offensichtlich geworden. Wir sind aber mit Zielrichtung Vogesen nur sehr flott durchgerauscht, das war problemlos.
Und bei einem Stadtbummel hätten wir halt die Masken herausgeholt.
Gruß
Nat
von: Biotom

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 11:19

Ciao,
Muss ich in Italien ausser Masken noch was anderes mitnehmen (z.B. Einweghandschuhe)?
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 12:21

Offiziell ja. In der Realität nein. Trägt dort niemand außer SuMa Angestellte.
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 12:37

Ich meine ich hätts schonmal erwähnt: Einweghandschuhe waren in manchen italienischen Supermärkten schon vor Corona Vorschrift wenn man sich bei Obst und Gemüse selbst bedient. Wenn man also auf entsprechende Schilder am Obst trifft, muss das nix mit Corona zu tun haben. Natürlich sind dann aber auch Handschuhe vorhanden. Dran gehalten wurde sich damals sporadisch.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 12:42

Das ist richtig. Ich meinte aber die Kassiererinnen, die durchweg mit Handschuhen arbeiten.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 13:49

In Antwort auf: Biotom
Ciao,
Muss ich in Italien ausser Masken noch was anderes mitnehmen (z.B. Einweghandschuhe)?


Wo genau willst Du denn hin? Für Sardinien brauchst Du ab Montag einen negativen PCR Test, welcher nicht älter sein darf wie 48 Stunden.

https://www.regione.sardegna.it/j/v/2834...desc=1&ph=1

Mein italienischer Arbeitskollege meinte, weitere Regionen werden nachziehen. Man will unbedingt Situationen vermeiden wie in Spanien oder Italien. Angeblich werden Züge nun auch verstärkt kontrolliert.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 15:33

In Antwort auf: Thomas1976
Angeblich werden Züge nun auch verstärkt kontrolliert.
Schon vor drei Wochen wurden Reisende der Schnellzüge in einer extra lane auf Temperatur gemessen (extra Lautsprecherdurchsage) und schon vor 5 Wochen wurde ich im Bahnhof Rimini gemessen.

Nach wie vor steht Italien sehr gut da, aber klar, sie sind jetzt extravorsichtig.
von: CarstenR

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 20:17

Das mit der Temperaturmessung kann ich bestätigen. Als ich Mitte Juli in Venezia den Railjet nach Österreich besteigen wollte, wurde ich beim Betreten des Bahnsteigs gemessen, glücklicherweise ohne Beanstandung.
von: Biotom

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 20:31

Danke für all die Antworten!
In Antwort auf: Thomas1976
Wo genau willst Du denn hin?

Ich hatte das Piemont angedacht, es gibt aber Verschiedenes, was dagegen spricht. Momentan tendiere ich gerade eher Richtung Berner Oberland. Vor der Reise ist's bei mir jeweils schlimmer als bei 1, 2 oder 3 ("Letzte Chance, vorbei! Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht". Mal gucken wo ich stehen werde, wenn das Licht angeht grins ).
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.09.20 21:44

In Italien bist duderzeit weit sicherer aufgehoben als in der Schweiz. Jedenfalls wenn man das ganze Land pauschal ansieht.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.09.20 21:07

In Antwort auf: iassu
In Italien bist duderzeit weit sicherer aufgehoben als in der Schweiz. Jedenfalls wenn man das ganze Land pauschal ansieht.

Meistens bist du immer noch am besten im eigenen Land dran. Das hat weniger mit der objektiven Gefahrenlage zu tun als mit ausgrenzenden Maßnahmen, die jederzweit ein Land verhängen kann. Kann sein, wenn die Schweizer Kantone sich weiter verstärkt durchseuchen, dass dann die Italiener Tests verlangen oder Einreisesperren verhängen oder spontane Quarantäne angeordnet wird. Dass es dabei relevante Unterschiede in den Fallzahlen in CH/I gibt, würde ich aber bezweifeln. Im nördlichen Piemont steht man ja ohnehin mal schnell mit einem Bein wieder in der Schweiz. Die Methoden zur Corona-Abwehr sind doch recht überschaubar und man greift eher zu den altbewährten Mitteln, auch wenn noch zuvor gesagt hat, wir wollen es demnächst anders machen.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.09.20 21:41

Naja, aber in der Schweiz nutzen sie die "altbewährten Mittel" ja eben gerade kaum bis nicht. So ist es auch kein Wunder, daß die 7-Tage-Inzidenz doppelt so hoch liegt wie in Italien und zweieinhalb mal so hoch wie In D.
von: Grimbol

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 16.09.20 15:14

Hier sieht man unten auf der Website eine schöne Auflösung des Infektionsgeschehens per Region / Bundesland.
https://www.srf.ch/news/international/coronavirus-so-entwickeln-sich-die-fallzahlen-weltweit

Sonst: hier in der Lombardei, Piemont und Tessin ist im Moment alles „ruhig“. Nur grenzwertig warm mit 30Grad im Schatten fürs Radfahren in den Bergen.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.10.20 11:06

Hallo, es wird Zeit, diesen Thread wieder hochzuholen. Leider.

Wir wollten morgen eine Tagestour durch das Elsass machen. Weiß jemand, ob Sport von den Ausgangsbeschränkungen ausgenommen ist und man somit noch eine Radtour machen darf?
von: sugu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.10.20 11:35

In den Nachrichten kam gestern, dass Frankreich ab dem 30.10. im Lockdown ist. Die Franzosen dürfen z.B. pro Tag nur eine Stunde zum Sport vor die Tür. Die Bundespolizei kontrolliert auch im Hinterland, ob jemand aus dem Risikogebiet kommt und schickt euch gegebenenfalls in Quarantäne.
von: indomex

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.10.20 11:56

In Antwort auf: sugu
In den Nachrichten kam gestern, dass Frankreich ab dem 30.10. im Lockdown ist. Die Franzosen dürfen z.B. pro Tag nur eine Stunde zum Sport vor die Tür. Die Bundespolizei kontrolliert auch im Hinterland, ob jemand aus dem Risikogebiet kommt und schickt euch gegebenenfalls in Quarantäne.

Genauso habe ich es auch verstanden. Meine Wochenendtour ins Elsass ist daher gestorben.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.10.20 11:56

In Antwort auf: sugu
In den Nachrichten kam gestern, dass Frankreich ab dem 30.10. im Lockdown ist. Die Franzosen dürfen z.B. pro Tag nur eine Stunde zum Sport vor die Tür. Die Bundespolizei kontrolliert auch im Hinterland, ob jemand aus dem Risikogebiet kommt und schickt euch gegebenenfalls in Quarantäne.


Die Situation des französischen Lockdowns mal ausgeklammert.

Aber die baden-Württembergische Corona Verordnung sagt aus, dass Personen bezüglich der Quarantäne Vorschriften ausgenommen sind, die sich bis zu 48 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Nachzulesen hier:

https://sozialministerium.baden-wuerttem...us/faq/#c110821
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.10.20 12:35

Details zu dem was unsere Nachbarn gerade umtreibt, kann man auch HIER
nachlesen.
Wer in elsässischen Medien (nicht nur die DNA) zwischen den Zeilen liest, kann auch eine gwisse Abneigung gegen deutsche echte oder vermeintliche Überheblichkeit (nicht nur) in Bezug auf die Corona- Krise herauslesen.
Ich würde also meine relative Freiheit gegenüber den Elsässern nur ungern zur Schau stellen, indem ich da munter herumradele, selbst dann wenn das Quarantänefrei möglich sein sollte.
Das wird von sehr vielen als eher dreist wahrgenommen werden.
Gruß
Nat
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.10.20 13:00

Danke für eure Antworten.

Dann bleiben wir eben auf der deutschen Rheinseite. Muss wohl irgendwie ein anderes Virus hier sein. zwinker
von: StefanS

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.11.20 14:03

Du darfst eine Stunde pro Tag raus, und das im Umkreis von 1 km von Deinem Wohnort.
Was ich persönlich davon halte, habe ich bereits im Frühjahr gesagt.

Stefan
von: natash

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.11.20 19:38

Wer an der Grenze (Elsass) wohnt darf seine notwendigen Einkäufe (wie das definiert ist, weiß ich nicht), nun auch im Nachbarland machen. Siehe HIER . Das gilt vermutlich für beide Seiten.
Aber ob dabei an Leute gedacht wurde, die lustig mit dem Rad umher fahren, auch wenn sie Supermarkteinkäufe mitführen, wage ich zu bezweifeln.

Gruß
Nat
von: kaman

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 04.11.20 16:42

Ohne triftigen Grund unterwegs kostete ihn 135 Euro.
https://www.badische-zeitung.de/die-gren...ein-strafzettel
von: tirb68

Einreisebestimmungen Kanaren - Corona - 11.11.20 10:53

Hallo zusammen,

ich jemand vor Ort und weiß, welche der im Netz kursierenden Varianten zur Anwendung kommen wird? Geschrieben wird ja viel.

Soweit ich das verstanden habe, muss man beim Einchecken in der Unterkunft, egal wo, einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

D.h., man müsste alle 72 Stunden zum Corona-Test, wenn man reisen möchte, bis die Regel nach 15 Tagen nicht mehr gilt?

BG
Brit
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.11.20 11:19

So eine Regelung wäre doch reichlich absurd, solange man sich nachweislich nur innerhalb der Inselgruppe aufgehalten hat. Wenn ich nur in einer Unterkunft übernachte und dann Tagesausflüge mache, wäre das doch nichts anderes.

Am besten du fragst mal hier bei der Tourismus-Organisation der Inseln nach. Ganz unten auf der Seite findet man zwei Telefonnummern der Büros auf Gran Canaria und Teneriffa. In der Fußzeile unter "Contact" ist auch eine E-Mail-Adresse verlinkt.
von: albe

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.11.20 12:56

In Antwort auf: stefan1893
Gran Canaria und Teneriffa.


nur allgemein... zu beachten ist, dass man auf Direktflüge angewiesen ist - zumindest das Gesundheitsamt Freiburg wertet einen Umstieg in Madrid als Aufenthalt im Risikogebiet. (Wir machen Regelmäßig Dienstreisen nach Teneriffa).
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.11.20 13:59

Wahrscheinlich hat da mal wieder keiner an Rundreisen gedacht. Urlauber=Pauschalurlauber=1 Unterkunft...
von: Juergen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.11.20 14:46

Der ADAC schreibt, dass man bei jedem Wechsel der Unterkunft einen neuen Test vorlegen muss.
Um die Hoteliers, das Personal und die Gäste zu schützen, macht das durchaus Sinn. Spanien hatte schon genug Tote. Da brauchen die keine Touris, die das Virus durchs Land verteilen.
https://www.adac.de/news/kanaren-corona-reisen/
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.11.20 16:07

So schaut das aus. Die Regelung eignet sich wohl nur für den Massentourismus und ist gut für die Hotelketten. Aber was ist mit den anderen Inseln und kleineren Unterkünften.
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.11.20 16:17

Ich denke, ich rufe mal auf auf einer der kleineren Inseln an. Für die passt die Regelung ja kaum. 72 Stunden werden schon ganz schön knapp. Derzeit braucht man ja schon für das Testergebnis vor dem Abflug über 48 Stunden. Wenn man dann noch die Insel wechseln möchte, kommt man dort kaum noch hin.
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.11.20 17:46

Kennt sich jemand mit der AXA-Versicherung aus? Aufgrund der langen Wartezeit überlege ich, was passiert, wenn ich den PCR- Test erst nach der Einreise mache. In Hamburg soll man derzeit bis zu 5 Tage auf das Ergebnis warten. Da wird das schwierig mit der 72 Stunden Regel.
Die Kanaren haben wohl mit der AXA eine Vereinbarung getroffen, dass alle Touristen bzgl. Corona versichert sind, wenn sie bei Einreise Corona-frei sind.
Mein Plan ist jetzt, den Test so zu timen, dass die 72 Stunden ungefähr dann ablaufen, wenn ich vermutlich das erste Mal wo einchecke. Bekomme ich das Ergebis nicht mehr rechtzeitig, muss ich dort testen lassen.
Jetzt frage ich mich, wie die Versicherung das wohl sieht.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.11.20 22:39

Hi Brit,

mit der AXA haben wir keine Erfahrungen, wissen aber, dass der spanische Staat für die Canarias eine Versicherung abgeschlossen hat für alle, die sich auf den Inseln infizieren und in Quarantäne müssen. Dass Touristen bei der Einreise Corona-frei sein müssen, selbst wenn sie einen negativen Test vorlegen, kann ich mir eigentlich kaum vorstellen.

Was ich aber auch kaum glauben mag ist, dass du in Hamburg erst nach fünf Tagen ein Ergebnis kriegen sollst. Das ist bei uns in Ba-Wü zwar auch so ähnlich, wenn man über die offiziellen Teststellen und Gesundheitsämter geht. Doch macht etwa unsere Hausärztin Schnelltests, nach denen du das Ergebnis schon nach einer Viertelstunde hast. Kostet allerdings 75 € listig Wenn's für den Urlaub wäre, würde ich das allerdings gerne anlegen. Ich weiß, dass etliche Stellen solche Schnelltests anbieten - denke mal, das wird bei euch dort oben ähnlich sein. Interessant auch noch dies hier von heute aus tagesschau.de - Die Rede ist zwar nur von Lufthansa, aber ich denke, dass Condor etc. bald nachziehen.

Wir haben einen Zweitwohnsitz auf TF und trauen uns im Moment noch nicht so recht, einen Flug für Anfang Januar zu buchen wie normalerweise bei uns üblich. In La Laguna haben sie schon wieder Restriktionen verhängt - Infos beziehen wir immer gerne von https://www.radioeuropa.fm/aktuelle-meldungen.html. Diesen Winter haben wir noch einen vollen Lockdown von nur einem Tag erlebt (Mitte März), bevor zum Glück unser regulär gebuchter Flieger (Glück gehabt lach ) nach Hause ging. Das ist nix für schwache Nerven und hat uns mit unserem schon immer starken Bewegungsdrang für den Rest des Lebens gereicht

Wollte eh demnächst noch ein paar Nachbarn anmailen, von denen ich weiß, dass sie derzeit auf der Insel sind. Wenn ich mehr weiß gebe ich Bescheid.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.11.20 11:53

Moin Thomas,
vielen Dank. Inzwischen hat " Festlandsspanien" die Inseln mit einem eigenen Paket überrascht. Ohne vorab PCR Test, der in englischer oder spanischer Sprache verfasst sein muss, kommt man ab dem 23.11. nicht mehr vom Flughafen. Dafür entfällt die viel spätere Kontrolle beim Einchecken, wo auch immer. Damit hat sich mein 72 Stundenproblem verringert, denn von Hamburg bis nach Teneriffa sind es nur 6 Stunden. Ich muss also nicht mehr den Wechsel der Insel nebst Sperrgepäck im Blick behalten. Und auch nicht, wie es danach die nächsten 15 Tage weiter geht.
In Hamburg sind sie wohl überlastet. Wann man das Testergebnis bekommt, ist ein Glücksspiel. 1-5 Tage sollen normal sein. Alle Test für Urlaubszwecke sind hier eh kostenpflichtig.
BG Brit
Quelle
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.11.20 09:50

Moin Brit,

hier noch eine sehr interessante, gut gemachte und m.E. ziemlich aktuelle Seite über die kanarischen Corona-Bedingungen. Darunter auch ein paar Infos zu dieser Axa-Versicherung. Wir werden kommende Woche mal klären, ob der bei unserer Hausärztin angebotene Schnelltest überhaupt ein PCR-Test ist. Doch langsam kommt auch bei uns wieder sowas ähnliches wie Reisefieber auf schmunzel

Und berichte bitte hier mal (oder auch uns per Mail, falls das sonst den Faden hier überfrachten sollte), wie es dann bei deiner Reise gelaufen ist.

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: nachtregen

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.11.20 10:08

In Antwort auf: Cruising
MWir werden kommende Woche mal klären, ob der bei unserer Hausärztin angebotene Schnelltest überhaupt ein PCR-Test ist.

Nein, weder die Zeit bis zum Ergebnis noch der von Dir angegebene Preis paßt zu einem PCR-Test.
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 15.11.20 15:51

Moin Thomas,
das kann ich gerne machen.

Ich fliege erst Anfang Dezember. Aktuell habe ich herausgefunden, dass man 48 Stunden vor der Ausreise einen QR-Code beantragen muss. Dieser Code dient der Identifizierung im Land. Weiterhin muss man bei der Airline 24 Stunden vor Abflug seinen Corona-Status schriftlich erklären.

Akzeptiert wird nach spanischer Regel nur der länger dauernde PCR-Test. Da dauert allein die Aufbereitung der Proben im Labor schon 4 Stunden. Die Kosten liegen in Hamburg bei 68 Euro. Weiterhin ist man verpflichtet, die spanische Corona-App zu aktivieren. Am Flughafen wird bei Ankuft zusätzlich mittels Wärmebildkamera die Temperatur gemessen.

Ob bei der Wechsel der Unterkunft die spanische oder kanarische Regelung greift, ist noch offen. Aktuell streiten sich die Inseln mit dem Festland über diverse Details.

Daher habe ich entgegen meiner sonstigen Reisegewohnheiten einen Inselflug gebucht und muss nach der Ankunft den Flughafen noch mal wechseln. Da die kleineren Inseln mehr Inidividualtourismus haben, werden sie das dort vermutlich einiges anders umsetzen als auf Teneriffa.

Soweit ich das überblicke, ist das für dich egal. Die 15 Tage Regel gilt nicht für Residenten.

Jetzt kann ich nur noch abwarten, wie sich das Ganze entwickelt.

BG Brit
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 05.12.20 22:23

Inzwischen kann ich praktisches berichen.

Die ganzen Vorbereitungen sind extrem nervig, da die Maßnahmen schlecht bis gar nicht aufeinander abgestimmt sind und man keine Ahnung hat, was wann wie wichtig genommen wird.

Den Corona-Test habe ich bei Centogene am Hamburger Flughafen gemacht und so getimed, dass die 72 Stunden mit der Einreise in Teneriffa zusammenfallen. Das Ergebnis war recht fix da. Nachmittags um ca.15:00 war der Test und am nächsten Morgen um 7:00 hatte ich schon den Downloadlink.
Die Sprache ist auch kein Problem. Am PC kann man das in einigen Sprachen runterladen. In der App habe ich Spanisch nicht gefunden.

Beim QR-Code habe ich einige Anläufe gebraucht, bis er auf dem Display erschien. Alle Angaben müssen vollständig sein, auch die Sitzplatznummer. Sonst lässt sich der Code nicht erzeugen. D.h., man muss erst Online einchecken und einen Sitzplatz auswählen.

Am Flughafen selbst werden alle Dokumente noch einmal kontrolliert. Da sollte man unbedingt mehr Zeit als gewöhnlich einplanen. Die Schlangen sind lang. Auch am Sperrgepäck wartet man noch mal länger als gewöhnlich.
Ich habe den CheckIn gerade noch so geschafft.
Es gibt keine Gepäckkarren auf den Flughäfen.

In Teneriffa wird nur noch der QR Code kontrolliert. Mit Senioren ohne Smartphone hatte man Geduld. Für sie gab es Papiervordrucke vom Gesundheitsamt.

Anders als gewohnt ist hier ungewöhnlich viel geschlossen. Wenn man weiter möchte, sollte man sich besser vorausschauend verpflegen.
Ich habe den Bus zum anderen Flughafen genommen. In den Bussen kann man nicht bar bezahlen sondern muss eine Karte erwerben und aufladen. Dabei wird am Fahrscheinautomat von Mitarbeiter der Busgesellschft freundlich unterstützt.

In Teneriffa ist die Ampel nach wie vor auf rot. Die Werte sind jedoch deutlich geringer als in Hamburg. Alle anderen Inseln sind grün.

BG Brit
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 08.12.20 21:59

Hi Brit,

mit etwas Verspätung: Glückwunsch zur erfolgreichen Anreise schmunzel Wir sind immer noch in Alemania und haben bisher nicht einen einzigen Nachbarn unserer TF-Wohnung gefunden, der aktuell dort wäre... Auch wir werden also noch etwas zuwarten, zumal die Maßnahmen seit letzten Samstag nochmal verschärft wurden. Irgendwie habe ich so das dumpfe Gefühl, dass in spätestens zwei Wochen wieder niemand mehr raus darf listig Aber du bist bestimmt immer gut informiert und kommst da durch - wenn du Neuigkeiten von Belang erfährst sei so gut und lasse es uns wissen.

Wünsche dir eine schöne Zeit auf Hierro, und ein bisschen Neid schwingt mit zwinker Mach's gut und Gruß

Thomas (&Sybille)
www.bikeamerica.de
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.12.20 21:05

Update Kanaren: Ab sofort werden auch Antigen-Tests für die Einreise auf den Kanarischen Inseln akzeptiert schmunzel Das ist eine gute Nachricht, denn zumindest bei uns sind die in der Hausarzt-Praxis innerhalb einer Viertelstunde zu erhalten. Auch das Auswärtige Amt redet nicht mehr von ausschließlichen PCR-Tests und auch nicht mehr von einer Vorlage der Tests auf Spanisch oder Englisch.

Was natürlich die Behörden machen, wenn die Fallzahlen weiter ansteigen, steht noch in den Sternen... Außer auf Teneriffa steht aber die Corona-Ampel derzeit immer noch nirgends auf Rot. Für einen Trip über die Weihnachtsferien also vielleicht doch für den einen oder anderen eine Option zwinker

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.12.20 22:43

Aktuell ist der Inzidenzwert durch die hohen Zahlen in Teneriffa über die kritische Marke von 50 gestiegen.
In Teneriffa gibt es eine nächtliche Ausgangssperre und für die Feiertage soll es Sonderregeln geben, da man befürchtet, dass das Virus durch Familienfeiern wieder aus Spanien eingeschleppt wird.
Außerhalb von Teneriffa ist alles ruhig und entspannt. Die Canarios nehmen die Regeln nicht bitter ernst. Den QR-Code kennt hier niemand. Und die Regeln sind teilweise so merkwürdig, dass man sie gar nicht einhalten kann.
von: Rennrädle

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.12.20 20:25

war eigentlich jemand seit dem strengeren Lockdown mit dem Rad mehrere Tage unterwegs und zB Übernachtung mit Wildzelten?

Ist das machbar oder gab es Probleme?
Wie ist es wenn man sich nirgends aufwärmen kann zB in einem Café?
Gab es Alternativen dazu und wenn ja welche?
Oder reicht dann morgens und abends der selbstgekochte Tee?

Speziell beim Nachtlager finden zB Unterschluft für Schlafsack, zelten usw.

An allgemeines Wildzelten im Winter - gibt es hier regelmäßige Wildzelter im Winter und ab wann verkriecht ihr euch dann ins Gebüsch mit Zelt?

Grüße Rennrädle
von: Deul

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.12.20 20:49

Der 19mathias75 war die Tage mal ne Nacht in der Rhön um seinen Winterschlafsack zu testen. Er hat in nem Unterstand gepennt, den er einseitig mit nem Tarp abgedeckt hat.
von: derSammy

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.12.20 21:44

Hier in Sachsen gibt es Sperrstunde nach 22:00 Uhr und außerdem die 15km-Zone um die Wohnung, die man nur "mit gewichtigem Grund" verlassen darf. Kurzum: Vorhaben sicher möglich, aber definitiv nicht legal.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 28.12.20 23:21

In BW gilt die Ausgangssperre bereits um 20 Uhr. Kann man ignorieren und würde bei einem gut gewählten Schlafplatz vermutlich auch klappen, aber riskieren würde ich es nicht. Zumal auch theoretisch immer irgendwas sein kann, dass man Hilfe benötigt (Panne etc.) - und dann darf man erklären, wieso man noch nicht zu Hause ist bzw. wie man es in der restlichen Zeit noch schaffen will.
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.12.20 00:21

In Antwort auf: derSammy
Kurzum: Vorhaben sicher möglich, aber definitiv nicht legal.
Hmmmm. Wer bestimmt eigentlich die Definition von "zuhause"? Ist das nicht dort, wo ich mich niederlasse? Was soll da ein Weltreisender sagen, was ein Wohnsitzloser, was ein Nichtsesshafter, zu einem Wanderstamm Gehöriger?
von: Felix-Ente

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.12.20 00:44

Du willst für ein paar Tage Wildzelten deinen amtlich gemeldeten Wohnsitz aufgeben? Interessant...
von: iassu

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.12.20 01:17

Naja, das war natürlich nicht ganz ernst gemeint. Die anderen Fragen aber schon.
von: Felix-Ente

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.12.20 09:15

Wenn die 2-Haushalte-Regel auch über Nacht gilt, dann ist doch da gar kein Problem (wenn man nicht illegal wildzelten will) - dann gebe ich bei der Kontrolle an, dass ich bei Person X in der nahen Y-Straße eingeladen bin und dort übernachten werde. Dann kann es mir nur passieren, dass der Streifenwagen hinter mir her fährt und nachschaut, ob ich wirklich dorthin fahre und ins Haus gehe.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.12.20 09:29

"Zu Hause" ist da, wo der Personalausweis das angibt. Im Auto ist nicht zu Hause. Im Zelt also auch nicht. Obdachlose sind Ein-Personen-Haushalte. Deshalb dürfen drei nicht zusammen sitzen (auch nicht mit Abstand).
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 29.12.20 10:04

Ich nehme im Winter, Spätherbst und frühen Frühling mein Zelt normalerweise nicht mit. Aber ich habe schon bei Schnee gezeltet. Geht eigentlich ganz normal. Und ist nicht schlimmer als Nachtfrost ohne Schnee... Aber man braucht einen guten Schlafsack und gute Kleidung.

Was im Winterhalbjahr dazukommt: Du baust Dein Zelt bei Dunkelheit auf. Daran habe ich mich gewöhnt, aber ich würde es eventuell mal vorher zuhause probieren.
von: veloträumer

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 30.12.20 00:00

In Antwort auf: Rennrädle
war eigentlich jemand seit dem strengeren Lockdown mit dem Rad mehrere Tage unterwegs und zB Übernachtung mit Wildzelten?

Ist das machbar oder gab es Probleme?
Wie ist es wenn man sich nirgends aufwärmen kann zB in einem Café?
Gab es Alternativen dazu und wenn ja welche?
...
An allgemeines Wildzelten im Winter - gibt es hier regelmäßige Wildzelter im Winter und ab wann verkriecht ihr euch dann ins Gebüsch mit Zelt?

Ohne Aufwärmen möchte ich sowas nicht, bin eh ohne Kocher. Warmes Take-away-Food/Coffe-to-go könnte man aber auch in Corona-Zeiten bekommen. Wie o.a. in BaWü legal auch nicht machbar. Im Zweifel würde ich es vielleicht tun, aber wo ist die Motivation dazu, sich unter schlechtesten Bedingungen zur schlechtesten Jahreszeit Zeltradtour zu machen?

Die Lust schwindet bei mir aber im Winter, auch wenn ich manchmal im Herbst winterlich noch übernachte. Das hängt auch mit schwindenden Abwehrkräften zusammen, die Lichtzeiten sind ja sehr gering, oft sehr düster. Für die fünf kalten Oktobernächte heuer musste ich mich schon sehr überwinden, jeden Abend neu. Es wäre gelogen, ich würde mich dran gewöhnen. War aber auch mit Gasthofaufwärmen vor dem Zelten.

Späteste Zelttour war mal Mitte November. Das habe ich aber mit Sauna/Thermenbesuche gekoppelt, damit hatte ich "Abendprogramm". So aufgewärmt findet man natürlich auch gut ins Zelt. Da war es nachts auch recht mild und zudem trocken, die Region halbwegs bekannt, in Heimatreichweite. Die Wälder sind natürlich lichter und verstecken geht weniger gut (war aber nie so richtig mein Thema). Bei wechselndem Wetter wirds auch schwierig - Sturm, dann Regen und Matsch, woanders Schnee. Eine gut geplante Nacht sicherlich nicht das Problem, länger aber wohl.

Um Windschutz zum Essen/Kochen zu bekommen, könnte man Waldhütten recherchieren. Fürs Schlafen bringt es eher nichts, weil Zeltklima wärmer. Ist man länger unterwegs, wirds schwierig mit Zelt trocknen.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.01.21 18:45

Für dijenigen die dieses Jahr was in Österreich planen.
Radreisen bzw. Individualtouren könnten in Österreich dieses Jahr schwierig werden.

Wie dieses "Reintesten" für Individualreisende umsetzbar sein soll kann ich mir nicht vorstellen.
von: Felix-Ente

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 09.01.21 21:29

Steht im Text: Wenn Hotelbetreiber einen Test anbieten wollen, wird ihnen das Material dazu kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ankommen, Test machen, im Wartebereich Platz nehmen, nach Erhalt des Ergebnisses Zimmer beziehen. Muss ich nicht mal täglich machen, weil der Test 48 Stunden gültig bleibt.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.01.21 22:12

In Antwort auf: Felix-Ente
Steht im Text: Wenn Hotelbetreiber einen Test anbieten wollen, wird ihnen das Material dazu kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ankommen, Test machen, im Wartebereich Platz nehmen, nach Erhalt des Ergebnisses Zimmer beziehen. Muss ich nicht mal täglich machen, weil der Test 48 Stunden gültig bleibt.

Allerdings muss es genug dieser Hotels geben, die das selbst anbieten - sonst wird es schwierig.
von: Thomas1976

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.01.21 22:53

Zitat:
Allerdings muss es genug dieser Hotels geben, die das selbst anbieten - sonst wird es schwierig.


Eben. Ich stelle mir das z.B. auf Campingplätzen, Jugendherbergen, Berghütten (Ok, weniger relevant für Radreisende) mit viel Durchgangsverkehr die oft nur eine Nacht dort bleiben, schwierig bis unmöglich vor. Dieses Gesetz (ja, in Österreich ist es ein Gesetz) wäre der Todesstoß für Individualtourismus. Zumindest in diesem Jahr.

Das bis zum Sommer alle durchgeimpft sind, ist vermutlich nur Illusion.
von: stefan1893

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.01.21 22:58

Für dieses Jahr wäre es wohl ratsamer, einen Radurlaub mit einem oder wenigen Standortquartier(en) zu planen.

Aber grundsätzlich hat ja die Erfahrung gezeigt, dass solche Regelungen innerhalb von Monaten noch gefühlt 10 Mal umgeworfen werden. Wenn bis zum Sommer die Infektionsgefahr weitgehend minimiert ist, ist eh wieder alles anders. Man kann halt auch dieses Jahr leider nur kurzfristig planen.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 10.01.21 23:58

Ich habe wie für 2020 mehrere mögliche Pläne.
Hauptsache nicht in der Schweiz, ist einfach zu klein und kenne ich zu gut für ganze Sommerradtour.
Natürlich wenn möglich mit Zelt und wenn möglich, wild zelten.
Wie es aussieht, bekomme ich die Impfung erst nach den Sommerferien.
von: bk1

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.01.21 00:03

In Antwort auf: Thomas1976
Für dijenigen die dieses Jahr was in Österreich planen.
Radreisen bzw. Individualtouren könnten in Österreich dieses Jahr schwierig werden.

Es gibt ja ca. 50 Länder in Europa. Man wird sich sowieso das Land passend zu der Radreisefreundlichkeit der Covid-19-Restriktionen aussuchen müssen.
Auch Anreise wird eventuell noch schwierig sein. Ich hoffe auf Schweden, Norwegen, Finnland oder Frankreich. Sinnvoll sind eher große Länder, weil jede Grenze mit dem Risiko behaftet ist, dass sie plötzlich zu ist.
von: Felix-Ente

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.01.21 01:01

In Antwort auf: stefan1893
Für dieses Jahr wäre es wohl ratsamer, einen Radurlaub mit einem oder wenigen Standortquartier(en) zu planen.


Naja, das Testergebnis habe ich in der Tasche. 17 Uhr (Beispiel) gemacht heißt, ich kann mit dem Ding am nächsten Tag den ganzen Tag einchecken und am übernächsten bis 17 Uhr. Am dritten Tag muss ich dann wieder einen machen, womit ich wieder zwei weitere Tage arbeiten kann. Selbst wenn ich keine Unterkunft finde, die den Test anbietet (sehr unwahrscheinlich, wenn der Test den Gastwirten kostenlos zur Verfügung gestellt wird und sie ohne Testergebnis niemanden einchecken lassen dürfen), den Zwanziger (50 Euro, aktueller Preis im Testcenter Berlin, Moritzplatz geteilt durch 3 Tage bzw. Übernachtungen) muss ich dann eben investieren.

Wenn ich das nicht will, gibt es in den zentralen Staaten der USA (ca. 40%) und dem Erzgebirge (ca. 20%) genug Leute, die einen aus Prinzip ohne Test übernachten lassen, bzw. Leute mit Test gar nicht erst reinlassen...
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 11.01.21 10:22

Unser Konzept im letzten Sommer war:

mit dem eigenen Auto fahren, da ist man mobil und kann auf sich ändernde Situationen reagieren.

im Auto wohnen, um nicht auf Unterkünfte angewiesen zu sein

flexibel im Vorfeld die Nachrichten verfolgen (z.B. sicher reisen-App)

in einem Land bleiben, um nicht ständig zahlreiche Grenzen passieren zu müssen

Anreise durch maximal ein weiteres Land, weil sonst die logistischen Anforderungen nicht mehr zu bewältigen sind

Damit fielen dann schnell diverse Richtungen aus. Der Balkan zum Beispiel. Einfach zu kleinteilig. Letztendlich waren wir erholsamerweise in Norwegen. Dänemark hat uns aber im Vorfeld Nerven gekostet.

Oder wir machen mal eine Deutschland-Rundfahrt. Da ist man aber auch vor Überraschungen nicht sicher. Ich fürchte, dass die Reisemöglichkeiten im nächsten Sommer noch sparsamer sein werden als dieses Jahr.
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.01.21 11:12

Ich gebe mal ein Update zu den Kanaren. mMn ist das durchaus noch für einige Zeit eine sinnvolle Alternative, wobei ich zu den großen, touristisch geprägten Inseln wenig sagen kann. Die Inszidenz ist deutlich geringer, als in Deutschland, bzw. auf den kleineren Inseln nur dort hoch, wo aufgrund von Ausbrüchen in Altenheimen bei geringer Einwohnerzahl nach den Feiertagen die Zahlen hochgeschnellt sind.
Derzeit kommt man, wenn man nach Teneriffa einreist, von dort auf keine der anderen Inseln. Das hatte die Inselregierung vor den Feiertagen so festgelegt. Obwohl die Zahlen wieder stark gefallen sind, wurde es nicht aufgehoben. D.h., man sollte besser vor dem Buchen kurzfristig schauen, wie man einreist, damit man nicht ungeplant hängen bleibt.
Die Tests werden genau kontrolliert und ohne PCR kommt keiner rein. Der Antigentest wurde inzwischen wieder gekippt.
Zwischen den Inseln hat CanaryFly den Verkehr eingestellt. Es fliegt derzeit nur Binter. Die Fähren sind aktiv.
Einmal hier, wird man komplett in Ruhe gelassen. Es gibt einige Merkwürdigkeiten, die auf Corona-Erlasse zurückzuführen sind. So kann man sich z.B. derzeit als Ausländer nur persönlich bei der Umweltbehörde zum Zelten anmelden. Der Plan war wohl, die Dokumente zu kontrollieren. Am Ende bezahlt man einfach nur am Schalter mit Karte die Gebühr und das wars.
Grenzwertig sind die Airlines. Auf den Hinflug wurde das Abflugdatum seitens der Airline verschoben, wohl um den Flieger noch ordentlich vollzuquetschen. Und man bekam als Erstes eine email, warum das gar nicht schlimm ist und die Möglichkeit gegen Aufpreis einen freien Mittelsitz dazuzubuchen, wenn man Bedenken hat.
Jeder, den man trifft, hat mindestens einen stornierten Rückflug.
Im Gegenzug trifft man viele, die von hier im Homeoffice tätig sind.
Aktuell sind hier alle mehr mit den Wetterkapriolen abgelenkt. Eine angenehme Corona- Abwechselung.
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.01.21 13:56

Wir wollten eigentlich im Januar nach Fuerteventura. Wie jedes Jahr. Beim Durchlesen der Regeln innerhalb der Hotels und auch außerhalb (Strandspaziergang nur mit Maske usw.) sank schon etwas die Lust.

Zusätzlich habe ich noch bei FB in einer passenden Gruppe angemeldet, wo man schon mal einen recht guten Überblick über die Flüge bekam. Da wird nämlich mehr gecancelt als durchgeführt. Und wenn man dann keine Pauschalreise gebucht hat, wird es schwierig, wieder an sein Geld zu kommen. Mit Pauschalreise soll es angeblich funktionieren. Aber auch nur mit sehr langer Wartezeit.

Auf sowas habe ich keine Lust mehr. Am Anfang der Pandemie hatten wir noch das ein oder andere gebucht. Überwiegend haben wir das Geld nicht zurückbekommen. Es sei denjenigen gegönnt. Aber zur Gewohnheit würde ich das nicht machen wollen.

Gestern hatte ich einen Katalog von Aldi-Reisen in der Hand. Ab April bieten die Bustouren in Deutschland an. Etwa zeitgleich eine Italienreise. Anreise eigenständig. Vier Nächte auf dem Campingplatz für knapp 100 € die Nacht.

Alles eher abturnend.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 12.01.21 18:46

In Antwort auf: Fricka
...wo man schon mal einen recht guten Überblick über die Flüge bekam. Da wird nämlich mehr gecancelt als durchgeführt.

Genau aus diesem Grund sind wir auch noch nicht auf Teneriffa wie sonst ab Januar. Dann ist der PCR-Test futsch, und in unserer Gegend habe ich noch keine Institution gefunden, die dir das Ergebnis überhaupt innerhalb drei Tagen garantiert. Schlechte Perspektiven momentan traurig

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.01.21 09:43

Die Rollkoffer- Strandfraktion ist in diesem Winter generell dünn aufgestellt. Das macht es zum Radeln eher angenehmer. lach
von: Martina

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.01.21 10:53

Schnelltest geht nicht?
Sonst gäbe es seit Montag dies hier:
Schnelltests in Ludwigsburg
von: Frank DD

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.01.21 12:52

Hallo Thomas,

es ist zwar schon ca. einen Monat her, aber da haben sowohl mein Vater in SHA als auch ich in DD beim Hausarzt einen PCR-Test machen können. Das Ergebnis war innerhalb von 24 h - per E-Mail vom Labor - da. Die Flüge werden je nach Auslastung kurzfristig gestrichen und man wird dann auf einen alternativen deutschen Abflughafen kostenlos umgebucht. Das erfolgt eigentlich mehr als zwei Tage vor Abflug und dann musst Du halt innerhalb der Republik auf eigene Kosten zu einem anderen Flughafen kommen.(Bei Reiseveranstalter kommt der für die Kosten auf, bzw. man hat dort ein Rail&Fly inkl.) Wie das jetzt mit den innerdeutschen Reiseradiusbeschränkungen funktionieren soll, ist mir allerdings auch nicht klar. Bei Ankunft in TFS hat dann übrigens kein Mensch den PCR-Test sehen wollen.

Grüsse
Frank
von: Fricka

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.01.21 14:39

In Antwort auf: Frank DD
Bei Ankunft in TFS hat dann übrigens kein Mensch den PCR-Test sehen wollen.



Das ist häufig so. Aber ich würde es nicht riskieren wollen.
von: Frank DD

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.01.21 14:59

Genau! Auf keinen Fall risikieren, die Geldstrafen sind hoch falls man ohne erwischt wird.
Grüsse
Frank
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.01.21 19:03

Hallo miteinander,

danke euch für eure Teneriffa-Antworten schmunzel

@Martina: Schnelltest (Antigen-) wäre noch bis kurz vor Weihnachten gegangen - jetzt leider nicht mehr. Doch die Inzidenz auf TF ist sogar ein bisschen gesunken - vielleicht ergeben sich ja bald neue Möglichkeiten.

@Frank: Das klingt zumindest machbar, was du mitteilst. Mit den Radius-Bestimmungen weiß ich auch nicht. Ich denke, driftiger Grund sollte schon gehen, also etwa ein bestätigter Flug. Die Züge fahren ja auch...

@Brit und an alle: Keine so rechte Reisefreude lässt derzeit auch die neue Einreiseregelung aufkommen. Wo auf der Rückreise so schnell einen Test herkriegen? Auf dem Stuttgarter Flughafen kann man PCR-Tests machen lassen, aber auch ohne Garantie, dass das Ergebnis vor 48 Stunden da ist. Für gut 130 € p/pax... Und schneller geht's wohl nirgends, zumindest nicht hier.

Wir haben jetzt ein paar ärztliche Untersuchungen vorgezogen, die wir normalerweise immer nach der Rückkehr von TF im April durchführen lassen. Das zieht sich bis Anfang Februar - danach bewerten wir die Lage mal neu...

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 13.01.21 20:20

Da hast Du wirklich Pech, dass da regional so wenig geht. In Hamburg ist das Testzentrum direkt auf dem Flughafen. Ein Schnelltest sollte wohl in 48 Stunden zu schaffen sein. Die Preisgestaltung kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Für den PCR habe ich 68,-€ bezahlt.

Ich lasse mir meinen Rechner nach Hause bringen. Dann geht das auch mit der Quarantäne klar.
Ansonsten sind hier die Inszidenzwerte so tief im Keller, dass eher die Rückreise bedenklich zu bewerten und mMn die Quarantäne in diesem Einzelfall zu hinterfragen wäre.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 14.01.21 09:44

In Antwort auf: tirb68
Ansonsten sind hier die Inszidenzwerte so tief im Keller, dass eher die Rückreise bedenklich zu bewerten und mMn die Quarantäne in diesem Einzelfall zu hinterfragen wäre.

So sehe ich das auch. Wahrscheinlich halt wieder mal ein Politikum. Text entfernt. Spekulieren kannst Du bitte im Corona-Faden. Danke für die Kenntnisnahme.

Auf jeden Fall: Komm' gut heim schmunzel

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
von: tirb68

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 01.02.21 19:01

Danke, ich bin gut heim gekommen.

Hier noch ein letztes Update zu den Kanaren.

Kurz vor dem Rückflug hat mich noch der Sinneswandel erreicht, dass die Kanaren, die vorher separat betrachtet wurden, nun bzgl. Corona Teil von Spanien sind und damit plötzlich zu Hochrisikogebiet wurden. Und das bei einer Inszidenz von unter 50 auf der Abflugsinsel.

Die Airline (Condor) war zusätzlich megaschlecht informiert und hat mir telefonisch gleich 2x erklärt, dass man nun innerhalb von 48 Stunden einen PCR-Test machen müsste, bevor man ausreist. Laut RKI reicht ein Schnelltest, der die Kriterien der WHO erfüllt, aus. Auf schriftliche Nachfrage wurde mir die schriftliche Auskunft erteilt, dass man keine Auskunft erteilt und ich mich an die Behörde wenden solle... Nun ja. Auf dem Flughafen wurde der PCR-Test verlangt. In Teneriffa 3x und 1x in Hamburg bei der Einreise. Von anderen Airlines (TUI-Fly) habe ich anderes gehört bzw. gelesen.

Auf den kleineren Inseln werden die PCR-Tests nicht direkt ausgewertet sondern nur am Vormittag durchgeführt und dann zum Auswerten auf die größeren Inseln geschickt. Das dauert halt ein paar Stunden länger und man erhält das ERgebnis im Laufe des folgenden Tages. Dadurch ist es unmöglich, den gesamten Prozess innerhalb von 48 Stunden zu schaffen, wenn man plötzlich davon überrascht wird. Am Ende habe ich in einem langem Telefonat mit dem Labor eine spanische Antwort auf unlösbare Probleme gefunden. Der PCR-Test liegt bei 90,-€ und der Antigen-Test bei 40,-€. Das Online-Buchungsprozedere ist ähnlich wie in Hamburg und hat gut funktioniert.

Die Airlines sind derzeit stark unter Druck und ich habe niemanden getroffen, der keine Stornierungs-Story erlebt hatte. Man sollte es also nicht eilig haben. Ich hatte insgesamt 3 abgesagte und einen verfallenen Flug.

Die eigentliche Corona-Lage habe ich als nicht bedenklich empfunden. Man trägt Maske, außer beim Sport, Essen oder am Strand/ im Wald. Alles Erforderliche war mit Einschränkungen geöffnet. Die Leute sind vernünftig. Es gibt überall Desinfektionsmittel. Man ist als Radler im Campingmodus Tag und Nacht in der freien Natur bei einem Ansteckungsrisko von Null unterwegs.

Aus der Ferne betrachtet, hatte man das Gefühl, Deutschland geht gerade unter oder befindet sich im Krieg, wenn man in die Tagesmedien schaute.

In Hamburg gibt es eines starken Preisverfall, was die Tests betrifft. Einen PCR-Test bekommt man hier inzwischen für 25,-€. Den habe ich heute gebucht, um die Quarantäne abzukürzen. Dafür gibt es wohl eine neue Teststrategie, die darauf beruht, dass zugleich 4 Personen getestet werden. Ist eine davon positiv, werden die Proben noch einmal genauer untersucht. Dafür behalten sich die Labore selbst Probenmaterial vor und die Sache wird deutlich effizienter und dadurch günstiger.

Die Inseln haben eine andere Bewertungsstrategie, und ordnen insbesondere lokal begrenzte Ausbrüche anders ein. Man reagiert recht zeitnah, wenn sich Werte ändern. Ist eine Insel besonders stark betroffen, wie z.B. derzeit Lanzarote, wird sie stärker reglementiert.

Wer sich nicht abschrecken lässt und auf den Weg macht, braucht Zeit und gute Nerven für merkwürdige bürokratische Herausforderungen sowohl deutscher als auch spanischer Natur. Es gibt nur noch wenige Flüge. Unsicher habe ich mich nicht gefühlt. Die Hamburger U-Bahn kommt mir deutlich kritischer vor.
von: Cruising

Re: Radfahren in Zeiten des Corona-Virus - 03.02.21 11:17

Hi Brit,

mit etwas Verspätung noch danke für die Info. Ja, genau so chaotisch hatte ich es mir vorgestellt... Chapeau für deine guten Nerven schmunzel

Ich schicke dir heute Abend oder morgen noch eine PN mit ein paar Anmerkungen und Fragen. Wenn ich das hier reinschreibe, wird's wieder hinausgekegelt. Wünsche dir eine nur kurze Quarantäne!

Gruß Thomas