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#1495191 - 22.03.22 15:18 Faro bis Bamberg
Nunkuat
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 20
Hallo ins Forum,
meine Freundin und ich wollen von Mitte Mai bis Ende Juli mit dem Rad unterwegs sein. Start soll in Faro (Portugal) sein und dann entlang der Atlantikküste zurück radeln.

Als grobe Orientierung wollen wir dem EV1 (https://de.eurovelo.com/ev1) folgen und dann in Spanien wohl dem Camino Norte (verstehe nicht wer eine "Atlantic Coast Route" durch Zentralspanien legt...). Das Stück zwischen Grenze Portual/Spanien und Santiago de Compostela, wo dann der Camino Norte startet, ist noch nicht fest geplant, denke da sollte es aber genug Pilgerwege geben in der Region, an denen man sich orientieren kann. Ab der Bretagne werden wir dann wohl auf den EV4 (https://de.eurovelo.com/ev4) wechseln, der ja theoretisch bis nach Bamberg fahrbar wäre, denke aber nicht, dass wir Belgien noch mitmachen wollen, sondern dann eher irgendwann ins Landesinnere und eventuell entlang der Mosel - Rhein - Main zurück radeln.
An Räder hat meine Freundin das VSF TX-400 und ich den VSF Randonneur (werde mir aber noch breitere Reifen drauf ziehen).

Jetzt ein paar Fragen:
1. Ab wann bietet es sich an, in Frankreich, ins Landesinnere zu fahren? Paris wollen wir weitläufig umfahren.
2. Tips für das Stück Grenze Portugal/Spanien - Santiago?
3. Tips für das Stück Küste Frankreich - Bamberg?
4. Allgemeine Verbesserungsvorschläge?

Stelle das hier mal so offen rein, da ich die Regionen alle noch nicht so gut kenne (außer Porto - Santiago, aber das auch nur vom wandern). Wollen vorher auch nicht eine Route entwerfen der wir dann zu 100% folgen und eigentlich ists ja auch einfach, immer der Küste nach. Aber wahrscheinlich gibt es viel schönere Abschnitte als immer stur an der Küste halten?! Die würde ich gerne erfahren. schmunzel

Danke schonmal!
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#1495211 - 22.03.22 19:47 Re: Faro bis Bamberg [Re: Nunkuat]
Grimbol
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 200
Auch wenn es sehr schöne Abschnitte an der Atlantikküste gibt (z.b Zumaja im Baskenland) würde mein Herz bluten wenn es nicht die tollen Bergregionen erfahren dürfte die ihr streifen werdet. Z.b. die Picos Europa, das kantabrische Gebirge, das Rioja, die Pyrenäen, das Zentralmassiv… vorher in Portugal gibt es den Torre als Hochpunkt… das wäre ne Antwort auf Frage 4).
Zu 1) gleich in die Baskischen Pyrenäen:) oder spätestens ab Bordeaux damit noch etwas vom Zentralmassiv mitgenommen werden kann oder man durch die Auvergne kommt.

Nochmal zu 4) vergesst die „Radwege“ und sucht selbst nach kleinen Straßen, pickt ein paar Orte raus die ihr jeden Tag erreichen wollt und los gehts. Auf so einer längeren Tour ist die Tour selbst das Highlight, nicht einzelne Orte. Es ist eher die Erfahrung eines neuen Alltags auf dem Rad als ein abarbeiten von Must-sees. Auh solltet ihr euch sprichwörtlich vom Wind treiben lassen: checkt den Wetterbericht und fahrt da lang, wo der Wind nicht von vorn kommen soll. Macht nen Tag Pause wenn es regnet und fahrt einfach 30km weiter wenns grad läuft. So lange ihr grob die fränkischen Bierkeller als Ziel im Auge behaltet werdet ihr spontan einen guten Weg haben.

Geändert von Grimbol (22.03.22 19:48)
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#1495252 - 23.03.22 10:53 Re: Faro bis Bamberg [Re: Nunkuat]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14175
Liest sich so, als ob Ihr Freunde der See seid. Bin ich auch ...

... aber trotzdem würde ich spätestens(!) in Höhe Bordeaux ins Landesinnere schwenken und dem Lauf der Dordogne ins Zentralmassiv folgen, eine der schönsten Radreisen, die ich je gemacht habe. Weiter dann an Clermant-Ferrand vorbei, durch's Burgund (EV6) und Elsass nach Deutschland, durch den Kraichgau an den Neckar, die Jagst hoch bis ca. Jagstberg, rüber nach Rothenburg odT. und dann entlang von Aisch und RMD-Kanal nach Bamberg.

Sollte eine etwas bergigere Route in Betracht kommen, dann im Zentralmassiv grob Richtung Lyon und weiter nordwärts durch das frz. Jura bis an den Rhein.

Gruß
Uli
Für eine gute Kommunikation ist eine verständliche Sprache zwingend notwendig und diese per Definition niemals diskriminierend. Die Verwendung von Satzzeichen in Wörtern hingegen behindert Verständlichkeit, Lesbarkeit und Eindeutigkeit der Sprache.

Geändert von Uli (23.03.22 10:55)
Änderungsgrund: ich kaufe ein s
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#1495413 - 24.03.22 16:09 Re: Faro bis Bamberg [Re: Nunkuat]
MaSeRad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 21
Hallo,

vom franz. Atlantik Richtung Osten bietet sich der EV6 (Loire - Radweg) an. Gut ausgebauter Radweg, schöne Stadte, Loire-Schlösser, einfach problemloses Radfahren, super ausgebaut.
Sehr zu empfehlen!
Dann ab Chalon sur Saone auf den La Voie Bleue - Moselle-Saône Radweg

Gruß aus Franken
Martin

Geändert von MaSeRad (24.03.22 16:14)
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#1495439 - 24.03.22 22:05 Re: Faro bis Bamberg [Re: Nunkuat]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16375
In Antwort auf: Nunkuat

Jetzt ein paar Fragen:
1. Ab wann bietet es sich an, in Frankreich, ins Landesinnere zu fahren? Paris wollen wir weitläufig umfahren.
3. Tips für das Stück Küste Frankreich - Bamberg?

Zum Beispiel bei Arcachon, Bordeaux und der Dordogne in die Auvergne folgen. Man kann nicht immer am Fluss entlang fahren, aber es gibt dann andere Täler oder auch mal eine Höhenroute. Anschluss in Lyon z.B. an die Saône, der man Richtung Vogesenrand folgen kann, westlich davon Saarbrug, Rhein-Marne-Kanal Richtung Oberrhein bei Straßburg. Stattdessen kann man zum Doubs aufschließen, Burgundsiche Pforte bei bei Belfort zum Rhein/Elsass bei Mulhouse. Dritte Variante von Lyon über Bresse-Region, Jurarand West zum Doubs. Eine Variante aus der Biskaya nach Offenburg findest du in meinem folgenden Bericht (ohne Bilder), ist aber etwas schwieriger zu fahren, weil ich zwischen Dordogne und Lot gewechselt bin und im Zentralmassiv durch das Cantal mit den eher schwierigeren Pässen: Tour de France (je nachdem beginne mit Kap. 5 oder 6).
In Antwort auf: Nunkuat
2. Tips für das Stück Grenze Portugal/Spanien - Santiago?

Durch den Nationalpark Peneda-Gerês nach Galicien. Bergig anspruchsvoll. Sieh auch ad4.)

In Antwort auf: Nunkuat
4. Allgemeine Verbesserungsvorschläge?

Kann man viel zu sagen, Küste Nordwestspanien ist nicht falsch, aber Abwandlungen ins Binnenland immer empfohlen. Detailreiche Ansichten z.B. von meiner Vuelta Verde Porto - Mittelmeer, siehst du einen allerdings anspruchsvollen wie abwechslungsreicehn Wechsel von Küsten- und Bergregionen (relevant Teile 1-6, Bildergalerien sind leider tot).

oder auch Spezialtour durch das Baskenland, Küste wie Hinterland: Euskal Herria
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1495607 - 26.03.22 17:30 Re: Faro bis Bamberg [Re: veloträumer]
Nunkuat
Mitglied
Themenersteller
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 20
Das sind ja schon viele Ideen! Danke erst einmal.

Also das mit dem entlang der Küste hat sich eigentlich daraus ergeben, dass meine Freundin noch keine so lange Radtour gemacht hat (also ich auch nicht aber schön öfters 2-3 Wochen) und sich daher die Höhenmeter nicht so zutraut. Hoffe eigentlich das sich das etwas relativiert nachdem wir die ersten 2-3 Wochen unterwegs sind und dann das Zentralmassiv etc. vllt wirklich mitnehmen können schmunzel

@veloträumer, werde mich mal durch deine Beiträge arbeiten!
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#1495610 - 26.03.22 18:11 Re: Faro bis Bamberg [Re: Nunkuat]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 12816
Wenn ihr Santiago geschafft habt, dann sind die Höhenmeter des portugiesischen Küsten Auf- und Ab nur noch an den dicken Waden zu erkennen. Die, also die dicken Waden, braucht ihr dann auf dem Camino Norte mit Gewissheit.
Danach fahrt ihr durch die Cevennen, als hättet ihr nie was anderes gemacht. zwinker

LG
Jürgen, der in etwa weiss, was ihr vorhabt.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +

Geändert von Juergen (27.03.22 13:46)
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#1495630 - 27.03.22 12:02 Re: Faro bis Bamberg [Re: Nunkuat]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14175
Zitat:
... und sich daher die Höhenmeter nicht so zutraut.

Falls dahinter die Vorstellung liegt, dass es wie hier an Nord- und Ostsee an der Küste meistens flach(er) ist: Ihr seid auf dem Holzweg. Das trifft für eure Routenidee nur auf den südlichen Teil an der frz. Küste wirklich zu. Ansonsten geht es an der Küste hoch und runter, nie viel am Stück, dafür aber den ganzen Tag lang immer wieder. Das kann ziemlich zermürben. Auch durch die hügelige und durch tiefe Flusstäler zerklüftete Bretagne kommen so etliche Höhenmeter zusammen. Eine halbwegs gut geplante Strecke quer durch Frankreich dürfte unter'm Strich einfacher zu fahren sein.
Gruß
Uli
Für eine gute Kommunikation ist eine verständliche Sprache zwingend notwendig und diese per Definition niemals diskriminierend. Die Verwendung von Satzzeichen in Wörtern hingegen behindert Verständlichkeit, Lesbarkeit und Eindeutigkeit der Sprache.
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